🚨 Mordprozess um Fabian (8): Freund des Jungen schildert erschütternde Gewaltausbrüche des Vaters – “Er erzählte, dass er regelmäßig von seinem Vater geschlagen wurde.”

🚨 SCHOCK-AUSSAGE IM FABIAN-PROZESS: Warum der Achtjährige plötzlich keinen Kontakt mehr zum Vater wollte – dieses Erlebnis wirft neue Fragen auf!
Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow gerät neben den zahlreichen Indizien gegen Gina H. auch das schwierige familiäre Umfeld des Jungen immer wieder in den Mittelpunkt. Aussagen über einen längeren Kontaktabbruch zu seinem Vater sorgten dabei für besondere Aufmerksamkeit.

Doch eine entscheidende Klarstellung ist notwendig: Für die Behauptung, ein Freund habe vor Gericht ausgesagt, Fabian sei „regelmäßig von seinem Vater geschlagen“ worden, findet sich in den verfügbaren seriösen Prozessberichten keine Bestätigung. Bekannt wurde stattdessen ein anderer Gewaltvorwurf – und dieser betrifft eine Auseinandersetzung zwischen Fabians Vater und Gina H.
Dieses Erlebnis soll Fabian tief verstört haben
Fabians Mutter berichtete vor Gericht, ihr Sohn habe einmal miterlebt, wie sein Vater Gina H. geschlagen haben soll. Nach diesem Vorfall habe Fabian seinen Vater nicht mehr besuchen wollen. Der Kontaktabbruch soll rund eineinhalb Jahre gedauert haben.
Ob Fabian die Situation vollständig beobachtete und was genau geschah, ist bislang nicht abschließend geklärt. Der Vater bestritt mehrere gegen ihn erhobene Gewaltvorwürfe. Dennoch steht fest, dass Fabian nach dem geschilderten Erlebnis zeitweise keinen persönlichen Kontakt mehr zu ihm wollte. NDR: Aussagen der Eltern im Fabian-Prozess
Besonders bemerkenswert: Fabian besuchte offenbar trotzdem gelegentlich Gina H., um mit ihrem Sohn zu spielen. Seinen Vater wollte er dagegen nach dessen eigener Darstellung zunächst nicht sehen.
Chats enthalten weitere schwere Vorwürfe
Im Prozess wurden außerdem Nachrichten aus der konfliktreichen Beziehung zwischen Matthias R. und Gina H. behandelt. Darin soll Gina H. ihrem damaligen Partner schwere körperliche Übergriffe vorgeworfen haben. Unter anderem war von Verletzungen am Arm und an den Rippen die Rede.
Fabians Vater wies diese Anschuldigungen vor Gericht deutlich zurück. Damit stehen bislang unterschiedliche Darstellungen gegeneinander. Das Gericht muss prüfen, welche Aussagen glaubwürdig sind und welche Bedeutung sie für das Beziehungsgeflecht vor Fabians Tod haben. MOPO: Gewaltvorwürfe gegen Fabians Vater
Warum die Beziehung zum Vater für die Anklage wichtig ist
Nach der Trennung von Gina H. im August 2025 nahm Fabian den Kontakt zu seinem Vater wieder auf. Genau dieser Zeitpunkt spielt in der Theorie der Staatsanwaltschaft eine zentrale Rolle.
Laut Anklage wollte Matthias R. die Beziehung mit Gina H. nicht wiederaufnehmen, weil er fürchtete, dadurch seinen Sohn erneut zu verlieren. Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass Gina H. den Jungen möglicherweise als Hindernis für eine Versöhnung betrachtete.
Das ist die Darstellung der Anklage – kein bereits bewiesener Tathergang. Gina H. wird vorgeworfen, Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, ihn bei Klein Upahl mit sechs Messerstichen getötet und seinen Leichnam anschließend angezündet zu haben. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für sie die Unschuldsvermutung.

Was Fabians Freunde tatsächlich aussagten
Am vierten Verhandlungstag wurden zwei Freunde des Achtjährigen, die Mutter eines Freundes sowie seine Klassenlehrerin befragt. Die Kinder beschrieben Fabian unter anderem als „cool“, „frech“ und als guten Freund.
Ein Freund erklärte außerdem, Fabians Mutter sei sehr nett gewesen. Die Mutter eines anderen Freundes erhob dagegen Vorwürfe gegen Dorina L. und behauptete, Fabian habe sich von ihr nicht ausreichend geliebt gefühlt. T-Online wies ausdrücklich darauf hin, dass sich der Wahrheitsgehalt dieser Schilderung nicht überprüfen lasse. T-Online: Aussagen vom vierten Prozesstag
Eine bestätigte Aussage, wonach Fabian seinen Freunden erzählt habe, regelmäßig vom Vater geschlagen worden zu sein, wird dort nicht erwähnt.
Gegen den Vater wird aus einem anderen Grund ermittelt
Die Staatsanwaltschaft leitete gegen Matthias R. ein separates Verfahren wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage ein. Hintergrund sind mögliche Widersprüche zwischen seinen früheren Angaben bei der Polizei und seinen Aussagen vor Gericht.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine mutmaßliche Beteiligung an Fabians Tötung. Ebenso belegt dieses Ermittlungsverfahren keinen körperlichen Missbrauch des Jungen. NDR: Ermittlungen wegen des Verdachts der Falschaussage
Was geschah wirklich hinter verschlossenen Türen?
Die Aussagen zeichnen das Bild komplizierter und offenbar konfliktreicher Beziehungen. Sie erklären möglicherweise, warum Fabian zeitweise Abstand von seinem Vater hielt und weshalb dessen erneute Annäherung an Gina H. bis heute für Diskussionen sorgt.
Sie beweisen jedoch weder, dass der Vater Fabian regelmäßig schlug, noch dass er etwas mit dessen Tod zu tun hatte. Entscheidend bleibt, zwischen belegten Aussagen, bestrittenen Vorwürfen und bloßen Spekulationen zu unterscheiden.
Die erschütternde Frage, die der Prozess dennoch aufwirft, lautet: Was genau musste Fabian damals miterleben – und welche Auswirkungen hatte dieser Moment auf sein Verhältnis zum Vater und zu Gina H.?



