Start der Operation „Luftkissen“: Retten diese Millionäre Wal „Timmy“ noch heute?

Der gestrandete Buckelwal „Timmy“ vor der Insel Poel

Die Millionäre Walter Gunz und Karin Walter-Mommert haben einen Master-Plan, um Wal Timmy zu retten

Foto: picture alliance/Frank May; imago/Marius Schwarz; Florian Manz/Greenpeace Germany/dpa

Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Es ist möglicherweise die letzte Chance, Buckelwal Timmy zu retten: Am Donnerstagmorgen soll die Operation Luftkissen beginnen! Der ambitionierte Plan stammt von zwei Millionären – beide wollen die volle Haftung übernehmen. Doch die Aktion ist auch für die Retter nicht ohne Risiko.

Bereits am Mittwoch um 12 Uhr fiel die finale Entscheidung: Buckelwal Timmy, der seit Tagen vor der Insel Poel ausharrt, wird gerettet! Das hat Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) bestätigt. Geplant und finanziert wird das Vorhaben von den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz. Gunz ist als MediaMarkt-Gründer bekannt, Walter-Mommert kommt aus der Pferdesport-Branche. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte: Die alleinige Verantwortung liegt bei den Unternehmern.

Bis Freitag in der Nordsee

Das Konzept sieht eine Bergung des lebenden Tieres und einen Transport in die Nordsee vor – gegebenenfalls bis in den Atlantik. Nach BILD-Informationen wurden die dazu benötigten Katamarane bereits geordert, damit sie pünktlich eintreffen. Unternehmer Gunz über das Retter-Team zu BILD: „Die jetzige Truppe ist genial gut. Ich danke dem Schicksal.“

Am Donnerstag ab 8 Uhr sollen Luftkissen unter den Wal gebracht werden, um ihn schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal soll dann auf eine Plane zwischen zwei Pontons gehoben werden. Dann soll diese an den Pontons befestigt und in die 300 Meter entfernte Fahrrinne gezogen werden.

Unternehmer Walter Gunz

Unternehmer Walter Gunz

Foto: picture alliance/Frank May
Unternehmerin Karin Walter-Mommert kommt aus der Pferdesport-Branche

Unternehmerin Karin Walter-Mommert kommt aus der Pferdesport-Branche

Foto: imago/Marius Schwarz

Gehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.

Viele Fragen bleiben offen

Schwer einzuschätzen ist bislang, in welchem Gesundheitszustand der Wal ist und wie hoch seine Überlebenschancen bei einem solchen Vorhaben sind. Timmy wird während der Rettungsaktion von einer Tiermedizinerin beobachtet, so das Team der Millionäre zu BILD. Unklar ist ebenfalls, wie lang ein solcher Transport dauern würde und wie viele Kräfte an der Rettung beteiligt sind.

Karte zeigt die Lage von Timmy vor der Insel Poel in der Ostsee.

Die Kosten des neuen Rettungsversuchs sind bislang nicht bekannt. Walter Gunz zu BILD: „Es geht nicht um Geld. Geld kann ihn nicht retten. Nur Menschen können ihn retten.“ Was die Rettungsaktion genau kosten wird, kann der Unternehmer noch nicht abschätzen. Das Ganze werde „schon nicht hundert Millionen kosten“, sagte er.

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