Sie werden ABSOLUT SCHOCKIERT sein, wenn Experten enthüllen, was bei Timmys Freilassung wirklich passiert ist — und was kurz danach geschah, ist erschütternd…

Wochenlang hielt „Timmy“ ganz Deutschland in Atem. Jetzt ist der Buckelwal tot. Ein Bericht der privaten Initiative dokumentiert die letzten Stunden der Freilassung.

Wismar – Nach seiner Freilassung fehlte von Buckelwal „Timmy“ jede Spur. Nun ist der Meeresriese tot. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) äußerte sich bereits zur Todesursache des Wals. Jetzt enthüllt ein detaillierter Bericht des Whale Sanctuary Projects (WSP), das zur privat finanzierten Initiative gehörte, die letzten Stunden von „Timmys“ Freilassung.

Der als „Timmy“ bekannte Buckelwal liegt tot vor der dänischen Insel Anholt.
Der als „Timmy“ bekannte Buckelwal liegt tot vor der dänischen Insel Anholt. © Marcus Golejewski/dpa

Demnach war eine mögliche Freilassung am Freitagnachmittag (1. Mai) geplant. In diesem Zuge sei der ehemalige Walfänger Jeff Foster vom WSP aus Sicherheitsgründen die Leitung für alle mit dem Wal zusammenhängenden Tätigkeiten übertragen worden. Der Kapitän des Schiffes, welches den Lastkahn zog, übernahm die Verantwortung für die Beaufsichtigung des Kahns sowie der Crew an Bord.

Buckelwal „Timmy“ ist tot: Meeresriese hatte sichtbare Verletzungen

Bei einer Begutachtung von „Timmy“ gegen 10 Uhr bemerkte die Initiative „mehrere sichtbare Verletzungen“ im Kopfbereich sowie an der rechten Fluke und am Körper, heißt es in dem Bericht. Diese habe er sich womöglich unter anderem durch freiliegende Schrauben in der Nacht zugezogen. Angesichts des geschwächten Zustands zweifelte das WSP daran, dass der Wal eine weitere Nacht an Bord des Lastkahns überstehen würde – zumal auch eine Verschlechterung des Seegangs angekündigt worden war.

Das Rettungsteam brachte in diesem Zuge auch einen Tracker an der Rückenflosse des Tieres an. Der Sender war eigentlich für Robben konzipiert, für den Buckelwal daher nicht geeignet, und musste mit Feuerwehrschlauch-Stücken und Epoxidharz notdürftig angepasst werden.

„In Anbetracht von Timmys bestehenden Verletzungen und seiner zunehmenden Erschöpfung empfahl unser Team dringend, so bald wie möglich die Freilassungsmaßnahmen einzuleiten“, schreibt Jeff Foster in dem Bericht. Der Buckelwal sei allerdings zu groß gewesen, um ihn in dem Lastkahn zu drehen. Zu diesem Zeitpunkt beschrieb Foster die Kommunikation an Bord als „uneinheitlich und ineffektiv“.

Drama um „Timmys“ Freilassung: Streit zwischen Schiffscrew und Rettungsteam

Die Freilassungsaktion wurde schließlich unterbrochen und auf den nächsten Morgen verlegt. Der Kapitän habe dann entgegen des Rats des WSP entschieden, den Buckelwal über Nacht unbeaufsichtigt zu lassen, heißt es weiter. Am nächsten Samstagmorgen (2. Mai) sei die Crew bereits früher als geplant auf dem Weg zum Buckelwal gewesen. Jeff Foster habe deshalb dann im letzten Moment ohne sein Team den Schlepper zum Lastkahn bestiegen.

Auf dem Weg zum Lastkahn sei es dann zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. Dem Bericht zufolge plädierte Foster, die zuvor vereinbarte Vorgehensweise zur Freilassung einzuhalten – nämlich die Geschwindigkeit des Schiffs zu reduzieren und den Wal manuell Richtung Heck zu treiben. „Der Kapitän des Schleppers, der Kapitän des Lastkahns und die Besatzung setzten sich jedoch für andere Methoden ein.“

Fosters Bitte, sein Team nachzuholen, sei abgelehnt worden. Zudem habe ein Kapitän versucht, das Handy von Foster zu konfiszieren, und drohte wohl, es über Bord zu werfen. Aufgrund der Kommunikationsprobleme und Meinungsverschiedenheiten habe sich Foster schließlich geweigert, sich weiter an der Freilassung von „Timmy“ zu beteiligen. „Jeff erklärte mehrfach, er wolle, dass die gesamte Prozedur abgebrochen werde, und forderte deren Einstellung. Doch seine Bitten wurden ignoriert.“

Experten-Protokoll berichtet über Moment von „Timmys“ Freilassung

Von einem anderen Schiff aus will Jeff Foster schließlich beobachtet haben, dass Leinen am Wal befestigt und dann mit dem Schlepper verbunden wurden. Das Tier sei dabei sichtlich gestresst gewesen. Das Schiff Fortuna sei schließlich vorwärtsgefahren, der Schlepper in die entgegengesetzte Richtung. Der Meeresriese sei mit „ausgestreckten Brustflossen gewaltsam über die Sandsäcke innerhalb des Kahns geschleppt“ worden. Danach seien die Leinen gelöst worden. „Nach wochenlangen intensiven Bemühungen, dieses Stadium zu erreichen, war das Ergebnis besonders niederschmetternd und hinterließ bei allen Beteiligten ein starkes Gefühl der Frustration“, heißt es seitens des WSP.

Die Schiffscrew äußerte sich bereits im Vorfeld gegen die Vorwürfe. „Unsere Mandantin und die gesamte Crew haben alles dafür getan, dass ‚Timmy‘ möglichst unbeschadet und so schnell wie möglich in Freiheit gelangt. Das ist gelungen“, ließ die Crew über eine Anwaltskanzlei mitteilen.

Laut WSP hätten Daten von „Timmys“ Tracker ergeben, dass der Buckelwal noch mehrere Tage offen im freien Meer schwamm und bis zu 150 Meter tief tauchte. Wenige Tage später wurde der Wal tot vor der dänischen Küste entdeckt. „Timmy“ war zuvor mehrfach in der Ostsee gestrandet. Experten vermuten, dass der Meeresriese zum Sterben an die deutsche Küste gekommen sein könnte. Walforscher Peter Teglberg Madsen von der Universität Aarhus kritisierte die ganze Aktion als „Tierquälerei“. (Quellen: Whale Sanctuary Project, Hamburger Kanzlei Cronemeyer Haisch, dpa) (kas)

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