Rätsel um Tod von „Timmy“ – Ex-Bundeskanzlerin Merkel mit klarer Ansage zu Buckelwal

Vor Dänemark wurde ein toter Wal gesichtet. Nach Tagen steht nun fest: Es handelt sich um Buckelwal „Timmy“. Was geschieht nun mit dem Kadaver?
Update vom 19. Mai, 11.57 Uhr: Sogar die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgte die Geschichte des Buckelwals „Timmy“ mit großem Interesse. Am Montag sprach die CDU-Politikerin auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin im WDR-Podcast „0630“ über diesen Fall und erntete dafür Gelächter vom Publikum. „Ich bitte Sie, da kam ja kein Weg dran vorbei“, kommentierte sie das Thema.

Merkel betonte die Bedeutung Stralsunds in der Diskussion um die Rettung. Das Meeresmuseum dort sei „von größter fachlicher Kenntnis“. Diese Stadt gehörte zu ihrem früheren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern, den sie von 1990 bis 2021 im Bundestag vertrat.
Die promovierte Physikerin und ehemalige Kanzlerin überlegte auch, wie sie in dieser Situation gehandelt hätte. Ihr Schluss: „Ich hätte mir wahrscheinlich eine Expertenkommission von Meeresbiologen genommen, Deutsche und auch Ausländer, und denen hätte ich gesagt, auf euren Rat höre ich, egal was ihr mir jetzt sagt.“ Welche Ergebnisse sie sich von dieser Beratung erhofft hätte, ließ Merkel offen.
Update vom 19. Mai, 9.19 Uhr: Der Buckelwal „Timmy“ treibt weiterhin vor der dänischen Insel Anholt und wird dort voraussichtlich verbleiben. Ein Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern erklärte, dass das Tier in dänischen Gewässern liege und die dortigen Behörden davon ausgehen, dass es dort verbleibt.
In der Zwischenzeit schwinden die Chancen auf eine wissenschaftliche Untersuchung schnell. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund betont, dass äußere Verletzungen aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustands nicht mehr klar erkennbar seien. Auch die Analyse der Organe sei nur noch eingeschränkt möglich. Lediglich eine Untersuchung des Mauls auf Netzreste wäre noch denkbar, müsste jedoch von unabhängigen Experten durchgeführt werden.
„Für eine Untersuchung müsste das Tier sehr zeitnah in einen Hafen oder an den Strand geschleppt und dort genauer untersucht werden“, so das Meeresmuseum. Ein Transport nach Deutschland ist aus logistischen und zeitlichen Gründen ausgeschlossen. Laut den dänischen Behörden ist ein solcher Transport ohnehin nicht vorgesehen.
Update vom 18. Mai, 15:30 Uhr: Für Entsetzen sorgt nicht nur das Freilassungsprotokoll von „Timmys“ letzten Stunden in der Barge. Auch ein dänischer Rentner, der trotz aller Warnungen auf den Kadaver des Buckelwals kletterte, macht viele fassungslos. Die Erklärung für seine geschmacklose Aktion ist kaum zu glauben – von Reue keine Spur.
Sender sollen zeigen, was nach dem Rettungsversuch passierte
Update vom 18. Mai, 13:17 Uhr: Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, arbeite das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns daran, den zuvor am Wal befestigten Sender zu sichern und die darauf enthaltenen Daten zu analysieren. Aus den aufgezeichneten Informationen erhoffe man sich Antworten darauf, wie lange „Timmy“ nach seiner Freilassung überlebte und welche Gewässer er dabei durchquerte.

Karin Walter-Mommert, die bereits die Bergung des Wals von der deutschen Küste finanziell unterstützt hatte, erklärte sich gegenüber dem Ministerium bereit, auch bei dieser Auswertung mitzuwirken. Der Sender selbst liegt aktuell noch bei der dänischen Umweltbehörde.
Experten-Protokoll der Freilassung enthüllt brisante Szenen
Update vom 18. Mai, 11.37 Uhr: Was passierte in den letzten Stunden der Freilassung von Buckelwal „Timmy“? Diese brennende Frage stellen sich viele, nicht zuletzt, weil das Tier wenige Tage später verstorben ist. Ein Bericht eines Beteiligten der privaten Initiative enthüllt jetzt die letzten Stunden der Freilassung des Buckelwals. Die Rede ist von Meinungsverschiedenheiten, einem notdürftigen Sender und einer „gewaltsamen“ Schlepp-Aktion – nur einige der erschütternden Details zu „Timmys“ Freilassung.
Update vom 18. Mai, 10:01 Uhr: Der Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals treibt an der Küste vor der dänischen Insel Antholt immer weiter in Richtung Strand. Inzwischen liegt das tote Tier nur noch wenige Meter vom Strand entfernt. Dennoch gibt es vonseiten der dänischen Behörden bisher keine Pläne, den Wal-Kadaver zu entfernen. Wie ein ntv-Reporter vor Ort berichtet, wolle man den Wal der Natur überlassen.
Auch eine Obduktion des toten Tieres sei von dänischen Umweltverbänden nicht geplant. Diese solle, wenn gewünscht, von den deutschen Behörden selbst durchgeführt werden, so die Verantwortlichen. Das deutsche Meeresmuseum von Stralsund hätte bereits Interesse angekündigt, eine Obduktion durchzuführen. Viele Menschen treibt auch die Frage um: Was lernt Deutschland aus dem Wal-Drama?
Update vom 18. Mai, 6:30 Uhr: Vor der dänischen Insel Anholt picken Möwen auf dem Wal-Kadaver. Es ist das traurige Ende von „Timmy“ – dem Buckelwal. Der am Wal angebrachte GPS-Sender brachte letztlich Gewissheit. Was mit dem toten Wal passiert, war zunächst unklar. Dänemark lässt der Natur üblicherweise freien Lauf. Von den Umweltbehörden in Dänemark, hieß es, es gebe keine Pläne, den Wal zu entfernen oder den Kadaver genauer zu untersuchen.
Eine wissenschaftliche Untersuchung hält Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus kaum für sinnvoll. „Nach mindestens vier Tagen im Wasser ist der Verwesungszustand so stark, dass man die genaue Todesursache vermutlich nicht mehr herausfinden wird“, so Backhaus im NDR-Interview am Sonntagabend.
Bilder sorgen für Entsetzen: Schaulustige stehen auf Kadaver von Buckelwal „Timmy“
Update vom 17. Mai, 16:10 Uhr: Neue Bilder aus Dänemark sorgen für Entsetzen: Trotz behördlicher Warnungen kletterten Badegäste auf den Kadaver des toten Buckelwals und fotografierten sich dabei. Fachleute hatten zuvor auf die ernsten Risiken hingewiesen – der verwesende Körper des Meeressäugers kann durch sich ansammelnde Gase explodieren und möglicherweise Krankheiten auf Menschen übertragen. Die Küstenwache griff schließlich ein und verwies die Schaulustigen des Platzes, wie Bild berichtet.
Update vom 17. Mai, 11.38 Uhr: Buckelwal Timmy ist tot, nun geht es darum, was mit seinem Kadaver passiert und welche Lehren man daraus ziehen kann. Die zuständige Abteilungsleiterin der dänischen Umweltschutzbehörde, Jane Hansen, erklärte, es gebe derzeit „keine konkreten Pläne“ für eine Bergung des Wals oder eine Autopsie. Ihre Behörde erklärte, auch wenn sie das „beträchtliche öffentliche Interesse an diesem speziellen Wal“ verstehe, sollten Menschen einen „Sicherheitsabstand“ zu dem toten Wal einhalten.
Der Kadaver könne „Träger von auf den Menschen übertragbaren Krankheiten sein“, hieß es weiter. Aufgrund der Gase, die bei der Zersetzung des meterlangen Meeressäugers freigesetzt werden, bestehe zudem „Explosionsgefahr“.
Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) erklärte am Samstag, jetzt gehe es darum, „aus dem Geschehen die bestmöglichen Lehren zu ziehen und unser Handeln in Zukunft danach auszurichten“. „Der Tod des Wals sollte uns mahnen, Natur, Artenschutz und Klimaschutz noch ernster zunehmen“, fügte der Umweltminister hinzu.
Behörden erneuern Kadaver-Warnung
Update vom 17. Mai, 7:45 Uhr: Der tote Wal liegt rund 75 Meter vor der Küste der dänischen Insel Anholt in hüfttiefem Wasser – eine Bergung ist nach aktuellem Stand nicht geplant. Nur wenn der Kadaver an die Küste gespült wird, könnten die Behörden eingreifen, wie die dänische Umweltbehörde Miljøstyrelsen mitteilt.
Derweil warnen die Behörden eindringlich davor, sich dem toten Tier zu nähern: Im Inneren des Kadavers sammeln sich Verwesungsgase an, es besteht Explosionsgefahr – zudem könnten vom Wal Krankheiten ausgehen, die auf Menschen übertragbar sind. Die Natur hat die Arbeit bereits übernommen: Luftaufnahmen zeigen Möwen, die sich über den Kadaver hermachen.
Update vom 16. Mai, 19:46 Uhr: Buckelwal „Timmy“ ist tot, so viel steht fest. Den Spekulationen der letzten Wochen scheint damit ein Ende gesetzt. Doch nach der Nachricht über die endgültige Gewissheit melden sich Personen zu Wort, die seit der ersten Strandung des Wals an Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Der Biologe Robert Marc Lehmann postete in den sozialen Medien schlicht: „0,1 %“. Vermutlich als Anspielung auf frühere Aussagen des Experten, als er die Überlebenschancen des Tiers auf lediglich 0,1 Prozent bezifferte.
Jenna Wallace, die aus Hawaii für die Rettung eingeflogen wurde, schrieb hingegen: „Timmy ist im Meer gestorben und nicht allein im Schlamm im seichten Wasser stecken geblieben, was ein weitaus schlimmeres Schicksal gewesen wäre. Meiner Meinung nach war dies also ein Erfolg, wenn auch mit einem Ende, das keiner von uns wollte. Ich glaube weiterhin, dass an dieser Rettungsmission gute Menschen beteiligt waren, aber auch eine Handvoll, die (…) letztendlich eine erhebliche Verzögerung bei seiner Freilassung verursachten.“ Zudem meinte die Tierärztin, dass man wohl „nie die Wahrheit darüber erfahren“ werde, was am Tag der Freilassung am 2. Mai geschah.
Thilo Maack von Greenpeace sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mit diesem Todfund findet jetzt diese zum Teil absurde Geschichte ein Ende. Die Lehre, die daraus gezogen werden kann, ist, dass es wirklich Sinn macht, auf die Wissenschaft zu hören und von dem Einzelschicksal des bemitleidenswerten Tieres Aufmerksamkeit auf ein größeres Problem zu lenken“ – nämlich den unzähligen Walen und Delfinen, die qualvoll als Beifang in Fischereinetzen verenden.
Update vom 16. Mai, 17.35 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus fand nach dem bestätigten Tod von Buckelwal „Timmy“ emotionale Worte: „Viele Menschen haben großen Anteil an dem Schicksal des Tieres genommen und gehofft, dass es gelingen würde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen. Deswegen haben sie ihm den Namen Hope – Hoffnung – gegeben. Auch ich habe diese Hoffnung geteilt“, teilte der Politiker in einer Aussendung mit. Gleichzeitig brach er eine Lanze für den privaten Rettungsversuch. „Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht.“
Auch Backhaus und Privatinitiative bestätigen Tod
Update vom 16. Mai, 17.12 Uhr: Nach der Bestätigung aus Dänemark und vonseiten des Umweltministers Backhaus meldete sich nun auch die Privatinitiative um Walter Gunz zu Wort. Der an dem toten Wal vor Anholt gefundene GPS-Tracker ist nach Angaben der Initiative tatsächlich jener Sender, der im Zuge des Rettungsversuchs des vor der Insel Poel gestrandeten Wals angebracht worden ist. Die Seriennummer des GPS-Senders stimme überein, teilte die Initiative mit.
Eine Tierärztin der Initiative hatte in Zusammenarbeit mit zwei dänischen Tauchern den Tracker an dem toten Tier gefunden, hieß es. Die Initiative dankte den dänischen Tauchern für ihre Unterstützung. „Ebenso gilt unser Dank allen Helfern, Unterstützern, Fachkräften und Einsatzteams, die in den vergangenen Wochen alles dafür getan haben, diesem Tier eine Überlebenschance zu ermöglichen“, so eine Sprecherin.
Update vom 16. Mai, 16.45 Uhr: Ausschlaggebend für die Identifizierung des Wals vor Anholt war wohl der Tracker, mit dem der Buckelwal vor seiner Freilassung ausgestattet worden war. Taucher der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen und eine deutsche Tierärztin hatten sich am Samstag erneut ein Bild von dem Wal gemacht und waren dabei auch unter das Tier getaucht. Dabei gelang es einem Mitarbeiter der Naturbehörde vor Ort, den Tracker zu lokalisieren und zu bergen.
„Die Position und das Aussehen des Senders bestätigen, dass es sich um denselben Wal handelt, der zuvor in deutschen Gewässern beobachtet und behandelt wurde“, sagt Jane Hansen, Abteilungsleiterin bei der Umweltbehörde, in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber TV2 Østjylland.
Update vom 16. Mai, 16.24 Uhr: Auch aus dem Büro des Umweltministers Till Backhaus wird die Identität des Buckelwals bestätigt. „Experten der dänischen Umweltbehörde haben zweifelsfrei festgestellt, dass es sich bei dem vor der Insel Anholt angespülten toten Buckelwal um das Tier handelt, das zuvor in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern festgelegen hat“, heißt es in einer Pressemitteilung des Mecklenburg-Vorpommerischen Ministeriums. Und weiter: „Letzte Sicherheit hat heute der Fund eines Trackers an dem Wal gegeben. Das Ortungsgerät befindet sich nun im Besitz der dänischen Regierung.“
Dänische Behörde bestätigt: Toter Buckelwal ist „Timmy“
Update vom 16. Mai, 16.12 Uhr: Jetzt herrscht offenbar Gewissheit. Der vor der Insel Anholt entdeckte Buckelwal ist der mehrmals an der Ostseeküste gestrandete Wal namens „Timmy“. Das bestätigte die dänische Umweltbehörde dem Sender TV2 Østjylland.
„Es kann nun bestätigt werden, dass es sich bei dem gestrandeten Buckelwal bei Anholt um denselben Wal handelt, der zuvor in Deutschland gestrandet war und gerettet werden sollte“, heißt es demnach in einer Mitteilung von Jane Hansen, der Abteilungsleiterin der Behörde.
Update vom 16. Mai, 12:26 Uhr: Ein toter Buckelwal treibt vor der dänischen Insel Anholt – ob es sich um den berühmten Ostsee-Wal „Timmy“ handelt, ist weiterhin offen. Nun meldet sich der dänische Experte Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde Naturstyrelsen mit einer klaren Richtigstellung erneut zu Wort. Gegenüber RTL distanziert er sich von seiner früheren Aussage, laut der es sich bei dem Tier womöglich um „Timmy“ handelt: „Ich habe nie gesagt, dass es ‚Timmy‘ ist.“ Und weiter: „Ich habe keine Ahnung, ob es ‚Timmy‘ ist oder nicht.“
Gleichzeitig räumt Abildstrøm ein, dass ein Buckelwal in dänischen Gewässern eine Seltenheit sei – und lässt damit die Möglichkeit offen: „Vielleicht ist es also der Wal aus Deutschland oder vielleicht ist es ein anderer.“ Am Samstagmittag (16. Mai) will Abildstrøm gemeinsam mit einer deutschen Tierärztin erneut zum Kadaver fahren.
Update vom 15. Mai, 21:15 Uhr: Am Freitagabend war zunächst weiter nicht klar, ob es sich bei dem vor der Insel Anholt (Dänemark) entdeckten Buckelwal um den zuvor mehrfach in der Ostsee gestrandeten Wal „Timmy“ handelt. Eine Identifizierung mittels Fotos der Fluke brachte auf den ersten Blick keine Gewissheit. Livestream-Bilder von News5 aus der Luft ließen keinen zweifelsfreien Schluss zu – vor allem auch, weil die Fluke des toten Tiers offensichtlich teilweise mit Sand bedeckt war.
Am späten Nachmittag wurde der Kadaver von einer Tierärztin des privaten Helferteams begutachtet, das den Wal in die Nordsee gebracht hatte. Ein klares Ergebnis habe auch diese Begutachtung nicht gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. „Morgen sollen weitere Untersuchungen erfolgen.“
Update vom 15. Mai, 18:40 Uhr: Um festzustellen, ob es sich bei dem in Dänemark gefundenen Kadaver um den zuvor in Deutschland gestrandeten Buckelwal handelt, könnten Bilder behilflich sein. Nach Angaben der privaten Rettungsinitiative, die den Wal in einem Lastschiff Richtung Nordsee gebracht hatte, wurde ein Foto von der großen Schwanzflosse (Fluke) des Tieres gemacht, das als Foto-ID in entsprechende Datenbanken einfließen solle.
Laut Bild macht eine Tierärztin Fotos vom Kadaver. Im Falle einer erfolgreichen Identifikation per Foto dauere es „im besten Fall nur noch Stunden“, ehe der Wal-Kadaver zugeordnet werden könne, sagte der Meeresbiologe Fabian Ritter gegenüber Bild.
Update vom 15. Mai, 13:46 Uhr: Ob das tote Tier vor der dänischen Insel Anholt der Buckelwal „Timmy“ ist, lässt sich noch immer nicht mit Sicherheit sagen. Morten Abildstrøm von der Naturstyrelsen teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass die Identität des Wals ungeklärt bleibt – zumal kein GPS-Sender an dem Tier gefunden wurde.
Abildstrøm war selbst vor Ort, als dem Meeressäuger eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen wurde. Das Material soll zur Analyse nach Deutschland gebracht werden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent geht der Behördenvertreter davon aus, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Ebenfalls ein Problem: Eine definitive Aussage sei ihm jedoch verwehrt, da das Tier seitlich im Wasser liege und teilweise unter der Oberfläche. Den Angaben zufolge misst das Tier zwölf Meter und treibt etwa 75 Meter vor der Küste Anholts. Die Umweltbehörde Miljøstyrelsen geht davon aus, dass der Wal schon seit geraumer Zeit verendet ist.
Offen bleibt zudem, ob der GPS-Sender überhaupt je montiert wurde. Die private Rettungsinitiative hatte behauptet, das Gerät vor der Freilassung am 2. Mai an der Rückenfinne befestigt zu haben – eine unabhängige Bestätigung existiert nicht. Seitdem ist vollständige Funkstille: Ortungsdaten liefert der Sender keine mehr.
Update vom 15. Mai, 12:10 Uhr: Noch immer ist unklar, ob es sich bei dem toten Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt um „Timmy“ handelt. Die dänischen Behörden gehen jedoch davon aus, dass es höchstwahrscheinlich das zuvor in Deutschland gestrandete Tier ist. Eine Karte zeigt seinen mutmaßlich letzten Weg.
Update vom 15. Mai, 11:18 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich persönlich zu dem toten Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt geäußert. Sein Ministerium stehe seit der Nacht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium sowie der dänischen Umweltbehörde. „Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war“, so Backhaus. Mit schnellen Ergebnissen rechne er jedoch nicht – auch wegen der schwierigen Erreichbarkeit der Insel.
Gleichzeitig warnte Backhaus davor, „in den sogenannten sozialen Medien Verschwörungstheorien“ zu verbreiten oder solchen aufzusitzen. Sobald gesicherte Neuigkeiten vorlägen, werde das Ministerium die Öffentlichkeit umgehend informieren.
Update vom 15. Mai, 10:15 Uhr: Gegenüber dem dänischen Sender DRTV haben die dänischen Behörden eine Vermutung zum toten Wal geäußert. Behörden-Aufseher Morten Abildstrøm sagte: „Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal ‚Timmy‘ handelt.“ Abildstrøm will untersuchen, ob der Wal mit dem Sender versehen ist, den „Timmy“ von den deutschen Behörden angebracht bekommen hatte. Die dänischen Behörden gehen davon aus, dass der Wal schon seit einiger Zeit tot ist.
Update vom 15. Mai, 6:21 Uhr: Über Wochen beschäftigte ganz Deutschland das Schicksal des Buckelwals „Timmy“. Mehrfach strandete er in der Ostsee. Schließlich gelang es einer privaten Initiative, das Tier mit einer Barge ins offene Meer zu bringen. Dort wurde „Timmy“ freigelassen – in der Hoffnung, er könne so zurück in gewohntes Areal finden und überleben. Doch der Fund eines toten Buckelwals vor der Insel Anholm in Dänemark könnte nun traurige Gewissheit bringen, dass dieser Plan womöglich keinen dauerhaften Erfolg hatte.
Toter Wal vor dänischer Insel angespült: Behörde mit dringender Warnung
Nach Angaben der dänischen Behörden soll das tote Tier gegen Mittag untersucht werden, berichten mehrere dänische Medien übereinstimmend. Laut Ekstra Bladet sei geplant, bei Niedrigwasser zu dem toten Wal zu gelangen und eine Gewebeprobe zu entnehmen.
Unterdessen warnt die dänische Umweltschutzbehörde dem Bericht zufolge Schaulustige dringend, sich selbst dem toten Wal zu nähern. Der Kadaver könne Krankheiten übertragen, die auf den Menschen übertragbar sind. Zudem bestehe Explosionsgefahr, da sich im Inneren des toten Wals Gas ansammelt. (Quellen: dpa, Bild, TV2, News5) (kiba)



