NEUE WENDE IM FALL INGA: Das BKA startet plötzlich eine große Kampagne – und diese unveröffentlichten Fotos könnten ALLES verändern!
Inga seit elf Jahren vermisst: Jetzt startet BKA neue Kampagne – mit bislang unveröffentlichten Fotos
Inga gilt seit Mai 2015 als vermisst. Alle Ermittlungen liefen bisher ins Leere. Nun rollt das BKA den Fall im Rahmen einer neuen Kampagne erneut auf.
Stendal – Die Bilanz ist erschütternd: In Deutschland werden jährlich 10.000 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Allein in Bayern waren es 2025 1044 Fälle. Hinter jeder dieser Zahlen verbirgt sich ein Schicksal, eine Familie, die auf Antworten wartet. Genau diese Familien rückt der jährliche „Tag der vermissten Kinder“ (25. Mai) in den Fokus – mit der großangelegten Öffentlichkeitskampagne „Spurlos Verschwunden“ des Bundeskriminalamtes.

Ein besonders tragisches Beispiel für eine solche Langzeitvermisstensache ist der Fall der kleinen Inga Gehricke. Das Mädchen verschwand vor elf Jahren spurlos, und die Ermittlungen verliefen immer wieder im Sande. Doch nun, nach über einem Jahrzehnt, greift das Bundeskriminalamt den Fall erneut auf – mit bisher unveröffentlichten Fotos und einem dringenden Zeugenaufruf, der die Hoffnung auf eine endliche Wende nährt.
Noch immer keine Spur von Inga: BKA startet neue Öffentlichkeitsfahndung
Inga war gerade einmal fünf Jahre alt, als sie am 2. Mai 2015 gegen 18:40 Uhr von einer Feier im Diakoniewerk Wilhelmshof (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) verschwand. Ihre Familie bereitete zu dieser Zeit das Abendessen auf dem Sportplatz des Geländes vor. Bisher sind 4000 „Ermittlungsaufträge“ eingegangen, von denen 260 bereits abgeschlossen worden sind. Bis zu acht Kriminalbeamte und Spezialisten einer Sondergruppe der Polizeiinspektion Halle arbeiten an weiteren 630 Hinweisen.
Über das von Ingas Verwandten eingerichtete Portal „inga-suche.de“ gingen in den vergangenen drei Jahren 560 Meldungen ein. „Generell handelt es sich bei den Hinweisen teilweise um mutmaßliche Sichtmeldungen, verschiedenste Versionen zu potenziellen oder anderen Vermisstenfällen, Tipps zu neuen Suchmöglichkeiten, Ratschläge an die Ermittler oder Ergebnisse der Recherche von Privatpersonen“, erklärt Antje Hoppen, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Halle, laut MDR
Trotz intensiver Suchaktionen mit Hundertschaften, Spürhunden und Hubschraubern blieb bisher jede Spur des Mädchens kalt, so das Bundeskriminalamt. Es gibt weder konkrete DNA noch Kleidungsstücke oder Fußabdrücke. Die Ermittler digitalisieren aktuell Hinweise, um erweiterte Suchmöglichkeiten im gesamten Datenbestand zu ermöglichen.
Neue Fotos sollen zu neuen Hinweisen führen – auch weitere Vermisstenfälle im Fokus
Die PI in Halle hofft nun durch die Zusammenarbeit mit dem BKA auf eine Wende. „Das BKA verfügt zum einen über eine sehr gute Expertise und zum anderen kann aufgrund der Reichweite der Fahndungskanäle des BKA ein größerer Personenkreis erreicht werden“, erklärt Hoppen.
Die neuen Fotos sollen sowohl in sozialen Netzwerken als auch auf digitalen Werbeflächen an Bahnhöfen veröffentlicht werden. Nach Angaben des Landeskriminalamtes ist zudem geplant, den Fall im Laufe des Jahres erneut in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ zu behandeln. Für Hinweise, die zum Auffinden des Mädchens führen, ist eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.
Neben Inga stehen fünf weitere Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der aktuellen Kampagne. Sie alle verschwanden zwischen 1985 und 2021 in Deutschland – ob auf dem Nachhauseweg oder bei einem Ausflug: Sven Hollstein, Sandra Wißmann, Katrin Konert sowie Frieda und Alfons Schulz. (Quellen: dpa, MDR, Bundeskriminalamt) (jaka)





