Inga Gehricke: Polizei erhält über 100 neue Hinweise im Vermisstenfall…und die enthüllten Hinweise versetzen ganz Deutschland in ANGST UND SCHRECKEN.
Seit mehr als elf Jahren fehlt von Inga Gehricke jede gesicherte Spur. Nun ist wieder Bewegung in einen der rätselhaftesten Vermisstenfälle Deutschlands gekommen: Nach der erneuten Ausstrahlung des Falls bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gingen bei der Polizei mehr als 100 Hinweise ein.
Könnte sich darunter endlich jene eine Beobachtung befinden, die erklärt, was am 2. Mai 2015 wirklich geschah?

Ein Grillfest endet in einem Albtraum
Inga war fünf Jahre alt, als sie gemeinsam mit ihrer Familie den Wilhelmshof bei Stendal besuchte. Das Gelände liegt abgeschieden in einem Waldgebiet in Sachsen-Anhalt.
Während die Erwachsenen mit den Vorbereitungen für ein Grillfest beschäftigt waren und die Kinder auf dem Gelände spielten, verschwand Inga plötzlich. Zuletzt soll sie gegen 18.40 Uhr gesehen worden sein.
Was danach geschah, ist bis heute ungeklärt.
Zahlreiche Helfer durchsuchten das Gelände und die umliegenden Waldgebiete. Suchhunde und Hubschrauber kamen zum Einsatz. Trotz der umfangreichen Maßnahmen wurde keine Spur gefunden, die zweifelsfrei erklären konnte, wohin Inga verschwunden war.

Ging Inga mit einer vertrauten Person mit?
Ein ehemaliger Ermittler äußerte zuletzt die Vermutung, dass Inga möglicherweise einer ihr bekannten Person gefolgt sein könnte. Daraus entstand die Theorie, dass das Mädchen nicht zufällig vom Gelände verschwand, sondern womöglich entführt wurde.
Bewiesen ist dieses Szenario allerdings nicht. Auch andere Ermittlungsansätze führten bislang nicht zur Aufklärung des Falls.
Nach der erneuten Fernsehausstrahlung gibt es nun jedoch vorsichtige Hoffnung.
„Wir haben tatsächlich sehr viele neue Informationen erhalten und erhoffen uns, dass da der entscheidende Hinweis dabei ist“, erklärte Polizeihauptkommissar Michael Ripke. Er sei „guter Hoffnung“.
Mehr als 100 Meldungen – aber noch kein Durchbruch
Die eingegangenen Informationen sollen in unterschiedliche Richtungen führen. Deshalb muss nun jeder einzelne Hinweis sorgfältig geprüft und mit den vorhandenen Erkenntnissen abgeglichen werden.
Diese Arbeit kann mehrere Wochen dauern.
Was genau Zeugen oder Zuschauer gemeldet haben, verrät die Polizei derzeit nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen bleiben mögliche Namen, Beobachtungen und neue Spuren vorerst unter Verschluss.
Das bedeutet auch: Von einem Durchbruch kann bislang nicht gesprochen werden. Die große Zahl der Hinweise allein beweist noch nicht, dass darunter tatsächlich die entscheidende Spur ist.
Doch nach mehr als elf Jahren könnte schon ein scheinbar kleines Detail von großer Bedeutung sein.
Alte Bilder könnten plötzlich wichtig werden
Die Ermittler hoffen weiterhin auf private Fotos und Videoaufnahmen vom 2. Mai 2015. Zum Wilhelmshof führt lediglich eine einzige Straße. Deshalb könnten Aufnahmen von Spaziergängern, Besuchern oder vorbeifahrenden Personen Fahrzeuge und Menschen zeigen, die damals nicht weiter auffielen.
Vielleicht wurde im Hintergrund eines Fotos etwas festgehalten, dessen Bedeutung erst heute erkannt werden kann.
Wer an jenem Tag in der Umgebung unterwegs war oder noch alte Aufnahmen besitzt, wird gebeten, diese erneut sorgfältig anzusehen und sich bei der Polizei zu melden.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0345/224-1291 sowie per E-Mail an [email protected] entgegen.
Die Hoffnung auf ein Lebenszeichen bleibt
Trotz der vielen vergangenen Jahre gibt die Polizei die Hoffnung nicht auf, dass Inga noch am Leben sein könnte. Nach Angaben von Michael Ripke existieren bislang keine Beweise, die diese Möglichkeit ausschließen.
Für Ingas Familie bedeutet jede neue Entwicklung einen schwierigen Wechsel zwischen Hoffnung und quälender Ungewissheit. Mehr als ein Jahrzehnt wartet sie bereits auf eine Antwort.
Nun liegen den Ermittlern über 100 neue Hinweise vor. Ob einer davon den Fall tatsächlich entscheidend verändern kann, wird sich erst nach der aufwendigen Auswertung zeigen.
Bis dahin bleibt die Frage, die Deutschland seit dem 2. Mai 2015 nicht loslässt: Was geschah an jenem Abend mit der kleinen Inga?





