NEUE WENDE IM FALL FABIAN: Ermittlungen gegen eine zweite Person – doch der entscheidende Unterschied wird im Netz verschwiegen
🚨 NEUE WENDE IM FALL FABIAN: Ermittlungen gegen eine zweite Person – doch der entscheidende Unterschied wird im Netz verschwiegen
Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow wird tatsächlich gegen eine weitere Person ermittelt. Doch anders als dramatische Beiträge in sozialen Netzwerken behaupten, handelt es sich nicht um einen „zweiten Mordverdächtigen“.
Im Fokus steht Fabians 35-jähriger Vater – allerdings wegen des Verdachts einer falschen uneidlichen Aussage.
Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Vater?
Fabians Vater wurde Ende April und Anfang Mai insgesamt rund eineinhalb Tage als Zeuge vor dem Landgericht Rostock befragt. Dabei soll er Aussagen gemacht haben, die von früheren Vernehmungen abweichen.
Oberstaatsanwalt Harald Nowack bestätigte deshalb am 13. Mai 2026 ein gesondertes Ermittlungsverfahren. Geprüft wird, ob der Vater vor Gericht bewusst falsch ausgesagt haben könnte. NDR

Die überraschende Beziehung zu Gina H.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Erklärung des Vaters, er und die angeklagte Gina H. seien inzwischen wieder ein Paar. Er besucht sie in der Untersuchungshaft und glaubt weiterhin an ihre Unschuld.
Die Staatsanwaltschaft hält einige seiner Aussagen für widersprüchlich. Sie geht davon aus, dass Gina H. nach der Trennung unbedingt eine Wiederaufnahme der Beziehung erreichen wollte. Fabians Vater soll die Angeklagte in früheren Vernehmungen teilweise anders beurteilt haben als später vor Gericht.
Kein Verdacht einer gemeinsamen Tat
Entscheidend ist jedoch: Nach dem öffentlich bekannten Ermittlungsstand wird Fabians Vater nicht verdächtigt, an der Tötung seines Sohnes beteiligt gewesen zu sein. Auch eine angebliche Zusammenarbeit zwischen zwei Tatverdächtigen wurde von der Polizei nicht bestätigt.
Das Verfahren gegen ihn betrifft ausschließlich den möglichen Aussagedelikt-Vorwurf. Er bleibt ein wichtiger Zeuge – nicht ein zweiter Angeklagter im Mordprozess. ZDFheute
Wer steht tatsächlich vor Gericht?
Wegen Mordes angeklagt ist weiterhin allein die 30-jährige Gina H. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian im Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, bei Klein Upahl getötet und seinen Leichnam angezündet zu haben.
Gina H. bestreitet die Vorwürfe. Sie will sich voraussichtlich Anfang August erstmals im Prozess äußern. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Die Frage hinter den widersprüchlichen Aussagen
Warum änderte Fabians Vater seine Einschätzung zu Gina H.? Geschah dies aus Liebe und persönlicher Überzeugung – oder verschwieg er bewusst Informationen, die für den Prozess wichtig sein könnten?
Genau das versucht die Staatsanwaltschaft zu klären.
Die eigentliche Wendung lautet deshalb nicht, dass ein zweiter Mordverdächtiger aufgetaucht ist – sondern dass ausgerechnet einer der wichtigsten Zeugen nun selbst erklären muss, warum seine Aussagen nicht zusammenpassen.
Das angebliche Polizeizitat und die Meldung „vor wenigen Minuten“ sind nicht belegt. Das Ermittlungsverfahren gegen den Vater wurde bereits am 13. Mai 2026 bekannt gegeben.





