Mädchen (11) erstochen neben Grundschule gefunden
Menschen legten Blumen nieder an der Stelle, wo das tote Mädchen gefunden worden war
Jelenia Góra (Polen) – Eine schreckliche Bluttat erschüttert den Ort Jelenia Góra in Polen. Eine 12-Jährige soll ihre Mitschülerin erstochen haben. Das Opfer ist erst 11 Jahre alt.
Wie mehrere lokale Medien berichten, riefen Zeugen am Montagnachmittag die Polizei, weil sich zwei Mädchen in der Wyspiańskiegostraße in Jelenia Góra (Polen) prügeln sollen. Die Grundschule, die beide Kinder besuchten, befindet sich nur gut 200 Meter entfernt.
Etwa 200 Meter vom Fundort der Leiche entfernt, befindet sich die Grundschule, in die beide Mädchen gingen
Als die Beamten eintrafen, lag die Elfjährige leblos neben einem kleinen Bach. Ewa Węglarowicz-Makowska, Sprecherin der Bezirksstaatsanwaltschaft: „Ihr Körper wies sichtbare Verletzungen auf, die mit einem scharfen Gegenstand verursacht worden waren.“
Polizei stellte Jagdmesser sicher
Die Tatwaffe wurde sichergestellt, laut der Behörde ein russisches Jagdmesser „Finka“ mit feststehender Klinge. Auch die mutmaßliche Täterin wurde identifiziert: „Es handelt sich um ein 12-jähriges Mädchen, das dieselbe Schule wie das Opfer besuchte.“
Paweł Domagała, Leiter der Grundschule, sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir sind alle zutiefst erschüttert über das Geschehene.“ Und er sprach auch über die Schülerin, die so jung sterben musste: „Sie war ein wundervolles Mädchen. Sie war fröhlich, erzielte hervorragende schulische Leistungen und war eine vorbildliche Schülerin. Sie engagierte sich ehrenamtlich in der Schule, nahm an Wettbewerben und Sportveranstaltungen teil und war vielseitig begabt. Ihr Tod ist ein großer Verlust für uns.“
Mit einem ähnlichen Messer wie diesem russischen Jagdmesser, allerdings mit feststehender Klinge, wurde die Elfjährige getötet (Symbolbild)
Mutmaßliche Täterin wurde vernommen
Weil die mutmaßliche Täterin noch minderjährig ist, hat ein Familiengericht das Verfahren übernommen und die Inhaftierung des Mädchens angeordnet. Das Motiv für die grausame Tat ist den Ermittlern noch ein Rätsel. Die Staatsanwältin: „Sie waren keine Freundinnen, kannten sich nur flüchtig.“ Die 12-Jährige wurde inzwischen vernommen, Details wurden nicht genannt.
Das polnische Innenministerium teilte mit, dass 16 Psychologen in den Ort geschickt werden, um die Menschen bei der Aufarbeitung des Geschehenen zu unterstützen. Bürgermeister Jerzy Łużniak erklärte, dass der Tag der Beerdigung zum Trauertag in Jelenia Góra ausgerufen werde. Der Termin der Beisetzung steht noch nicht fest.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.





