DAS hat der mysteriöse Zeuge aus dem Umfeld von Gina H. enthüllt – und die Aussagen sorgen in ganz Deutschland für EMPÖRUNG.

Rostock – Der heutige Verhandlungstag hat vor allem Einblicke in Gina H.s Umfeld vor der Tat geliefert. Als Zeuge sagte ihr Cousin aus, zu dem die Angeklagte nach seinen Angaben über Jahre ein gutes Verhältnis hatte. Er berichtete von Gina H.s schwieriger Kindheit, ihrer finanziellen Situation, ihrer Beziehung zu Matthias R. und ihrer Rolle bei der Pflege der Großeltern. Einen Hinweis auf eine mögliche Tatmotivation oder einen konkreten Verdacht gegen Gina H. konnte er nicht nennen.
Anschließend standen Sprachnachrichten und Chats im Mittelpunkt. Dabei ging es um die angespannte Beziehung zwischen Fabian und seinem Vater Matthias R., Konflikte zwischen Gina H. und Matthias sowie Nachrichten vom Tattag selbst. In den Aufnahmen spricht Gina H. unter anderem über ihre Enttäuschung über Matthias R., ihren Tagesablauf und die Versorgung ihrer Pferde. Die Verteidigung wertete die Nachrichten zum Abschluss als Beleg für einen „gleichbleibenden harmlosen Ton“ der Angeklagten.
Der Fall, der Deutschland erschüttert
Der Mord an Fabian (8) bewegt viele Menschen. Wie der Junge verschwand, gesucht und schließlich tot aufgefunden wurde, hat BILD ausführlich rekonstruiert. Alle Hintergründe zum Fall lesen Sie hier.
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Verhandlung für heute beendet
Um 11.59 Uhr schließt Richter Holger Schütt den heutigen Verhandlungstag. Weiter geht der Mordprozess um den getöteten Fabian am Dienstag um 9.30 Uhr.
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Verteidiger sieht Entlastung in den Nachrichten
Zum Abschluss des Verhandlungstags zieht Verteidiger Andreas Ohm ein erstes Fazit. In den abgespielten Sprachnachrichten habe die Verteidigung einen „gleichbleibenden harmlosen Ton“ erkannt. Auch die Aussage von Gina H.s Cousin wertet er als bedeutsam. Dieser habe geschildert, dass Gina H. Tieren „nichts groß antun konnte“.
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„Mein Sohn ist tot“
Auch Nachrichten zwischen Gina H. und Matthias R. werden abgespielt. Am Tattag klagt Matthias R. in einer Sprachnachricht darüber, dass offenbar immer nur er an allem schuld sei. Er fragt Gina H., ob er überhaupt der Richtige für sie sei und ob sie ihn liebe, wie er wirklich sei.
Besonders bedrückend wird es bei Nachrichten vom 15. Oktober 2025, einen Tag nach dem Leichenfund. Als Gina H. fragt, ob er nicht mehr mit ihr reden wolle, antwortet Matthias R.: „Mein Sohn ist tot. Das Leben ist scheiße. Man fühlt sich einfach leer, hilflos.“ Kurz darauf diskutieren die beiden bereits darüber, ob er ihre Nummer gelöscht habe.
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Gina blockiert Matthias R.
Aus den abgespielten Sprachnachrichten vom Tattag wird deutlich, wie angespannt das Verhältnis zwischen Gina H. und Matthias R. damals war. In einer Nachricht erklärt sie, warum sie ihn am Vorabend überall blockiert habe.
„Ja, ich hatte dich gestern überall blockiert, weil ich einfach so maßlos enttäuscht war, dass du schon wieder zur Flasche gegriffen hast“, sagt Gina H. in der Nachricht an Christian D. Damit greift sie erneut den Vorwurf auf, Matthias R. habe Alkoholprobleme gehabt.
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Zweifel an Matthias R.
Aus den jetzt abgespielten Sprachnachrichten vom Tattag wird deutlich, wie kritisch Gina H. damals über Matthias R. sprach. „Seiner Meinung nach hat er sich ganz viel Mühe gegeben, dass ich ihm ja jetzt vertrauen soll und nicht so misstrauisch sein soll“, sagt sie in der Nachricht an Christian D.
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Sprachnachricht aus dem Auto
Aus den abgespielten Sprachnachrichten ergibt sich, dass Gina H. am Tattag bereits ab 7.08 Uhr mit Christian D. kommuniziert. Im Hintergrund sind Fahrgeräusche zu hören, offenbar sitzt sie gerade im Auto.
Sie spricht über ihre Probleme mit Matthias R. „Er sieht es selber, er reflektiert es selber. Aber wirklich was dran ändern, das tut er nicht“, sagt Gina H. Wenig später erklärt sie, dass sie gerade von der Schule zurückkomme und jetzt die Pferde füttern müsse, bevor der Hufschmied komme.
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Tag vor der Trennung noch harmonischer Ton
Vor Gericht werden weitere Nachrichten aus dem August 2025 abgespielt. Am 12. August schreibt Gina H. an Fabians Mutter Dorina L., der Tag sei gut verlaufen. Fabian habe demnach gesagt, dass er gerne noch einmal vorbeikommen wolle.
Bemerkenswert: Bereits einen Tag später trennten sich Gina H. und Matthias R. voneinander.
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„Das ist halt ein Kind“
Vor Gericht werden Nachrichten vom 9. August 2025 abgespielt. Gina H. schreibt an Fabians Mutter: „Was spielt Fabian für ein Spiel? Ich hab ihm nie etwas getan, ich hab ihn immer gut behandelt.“
Dorina L. antwortet per Sprachnachricht: „Das ist halt ein Kind. Was da in Fabians Kopf rumgeht, weiß ich nicht.“ Sie wolle noch einmal mit ihrem Sohn darüber sprechen, weist Gina H. aber auch zurecht: „Du brauchst mir ja nicht so einen Text schreiben.“
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Fabian wollte keinen Kontakt zum Vater?
Jetzt werden vor Gericht Sprachnachrichten aus dem April 2023 abgespielt. Darin berichtet Gina H. Fabians Mutter Dorina L. von einem gemeinsamen Wochenende mit Matthias R. und den Kindern.
In einer Nachricht sagt Gina H., Fabian habe erklärt, keinen Kontakt zu seinem Vater haben zu wollen. Dorina habe ihm zwar geraten, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. „Fabian hat gesagt, das will er aber nicht, er hat keinen Bock da drauf“, heißt es in der Sprachnachricht. Zudem wirft Gina H. Matthias R. vor, sich seinem Sohn mitunter aufzudrängen.
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Kontakt zu Dorina sorgte für Streit
Jetzt werden vor Gericht Nachrichten aus dem April 2023 verlesen. In einer Textnachricht an Fabians Mutter Dorina L. schreibt Gina H.: „Die ganze Situation derzeit mit Matthias und den Kindern ist nicht so einfach.“
Weiter heißt es, Matthias R. drohe ihr „jedes Mal mit mir Schluss zu machen“, wenn sie Kontakt zu Dorina L. suche. Die Nachricht zeichnet das Bild einer bereits damals angespannten Familiensituation.
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Sprachnachrichten führen zurück ins Jahr 2023
Jetzt werden im Gerichtssaal die ersten Sprachnachrichten abgespielt. Sie stammen aus dem April 2023 und drehen sich um die angespannte Beziehung zwischen Fabian und seinem Vater Matthias R.
Die Nachrichten sollen zeigen, wie das Verhältnis innerhalb der Familie damals war. In den nächsten Minuten dürfte es vor allem um Konflikte zwischen Vater und Sohn gehen.
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Sprachnachrichten müssen abgespielt werden
Nach der technischen Pause rücken nun die Sprachnachrichten in den Mittelpunkt. Richter Holger Schütt erklärt, warum das notwendig ist: Die schriftlichen Chats seien den Verfahrensbeteiligten bereits im Selbstleseverfahren zur Verfügung gestellt worden.
Für Sprachnachrichten gelte das jedoch nicht. „Sprachnachrichten müssen immer in Augenschein genommen werden“, sagt der Vorsitzende. Und das bedeute: Sie müssen im Gerichtssaal abgespielt werden.
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Streit um Zeitpunkt des Videos
Nebenklage-Anwältin Christine Habetha widerspricht der Darstellung der Verteidigung erneut. Der gezeigte Clip sei gekürzt und stamme nicht vom 13., sondern vom 18. Oktober 2025. Die vollständige Aufnahme liege vor.
Habetha drängt auf eine technische Überprüfung des Upload-Zeitpunkts. Auch Raffaela J., die das Video veröffentlicht hatte, stehe für eine Zeugenaussage bereit.
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Technik-Pause vor den Sprachnachrichten
Seit 10.55 Uhr ist die Verhandlung für eine technische Pause unterbrochen. Um 11.15 Uhr soll es weitergehen. Dann werden im Gerichtssaal erneut Sprachnachrichten abgespielt.
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Video sorgt für Verwirrung
Im Gericht wird jetzt ein Video aus den sozialen Medien gezeigt, das von Fabians Mutters bester Freundin stammen soll. Die Verteidigung vertritt die Auffassung, dass der Clip bereits am 13. Oktober 2025 veröffentlicht wurde. Darin werden Zeugen gesucht, die in Klein Upahl oder Groß Upahl Beobachtungen gemacht haben.
Die Nebenklage hält das für falsch. Nach ihren Angaben stammt das Video von einem späteren Zeitpunkt. Anwältin Christine Habetha fordert deshalb eine technische Auswertung. Auch Richter Holger Schütt zeigt sich skeptisch: Sollte das Video tatsächlich erst nach dem Fund der Leiche veröffentlicht worden sein, „macht das ja irgendwie keinen Sinn“.
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Gina H. war beim Ausnehmen von Wild nicht dabei
Zum Ende seiner Aussage berichtet der Cousin, dass Gina H. zwar mindestens einmal mit ihrem Großvater auf der Jagd gewesen sei. Beim Ausnehmen der erlegten Tiere habe sie jedoch nie geholfen.
„Das Blut und der Geruch, wenn sie einen Pansen aufbrechen, ist sehr beißend. Ihr ist da auch schlecht geworden“, sagt der 39-Jährige. Gina H. sei in solchen Situationen „schon immer zart besaitet gewesen“. Kurz darauf wird der Zeuge um 10.46 Uhr entlassen.
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Großeltern sprechen von „Hexenjagd“
Nach dem Leichenfund habe Gina H. ihren Großeltern lediglich gesagt, dass etwas Schlimmes passiert sei, berichtet ihr Cousin. Mehr habe er darüber nicht erfahren. Über den Fall wollten die Großeltern bis heute kaum sprechen. „Es ist ganz klar in ihren Augen, dass das alles Humbug ist, was hier passiert“, sagt der Zeuge. Sie würden das Verfahren als „Hexenjagd“ sehen.
Außerdem berichtet der Cousin, dass Gina H. früher mindestens einmal mit ihrem Großvater auf der Jagd gewesen sei. Matthias R. verfolge den Prozess nach seinen Angaben weiterhin aufmerksam, könne aber nicht an jedem Verhandlungstag im Gericht sitzen.
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Matthias R. glaubt weiter an Gina H.s Unschuld
Richter Holger Schütt fragt nach Matthias R., der sich aktuell um die Pferde und die Großeltern kümmert. Nach Angaben des Cousins fährt er zweimal täglich zu den Tieren. Das koste ihn jeweils rund eineinhalb Stunden Zeit. Er wolle das so lange machen, bis klar sei, wie der Prozess ausgeht.
Einen konkreten Verdacht habe Matthias R. dem Zeugen zufolge nie geäußert. „Gina war das nicht in meinen Augen“, habe er ihm mehrfach gesagt. Der Cousin hat zudem den Eindruck, dass Matthias R. sich mit der Arbeit ablenkt. Nachts schlafe er wenig. „Wenn er zur Ruhe kommt, arbeitet das alles in ihm“, sagt der 39-Jährige.
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Kontakt zur Schwester seit Jahren abgebrochen
Auf Nachfrage der Nebenklage geht es um Gina H.s jüngere Schwester. Zu ihr habe er seit rund zwölf Jahren keinen Kontakt mehr, sagt der Cousin. Die Schwester habe den Kontakt damals abgebrochen.
Als Grund nennt der Zeuge Gerüchte innerhalb der Familie. Es seien Behauptungen verbreitet worden, er sei kriminell und ein „Schwerverbrecher“. Diese Geschichten seien von den Großeltern und seiner eigenen Mutter ausgegangen, sagt der 39-Jährige.
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Gutachter wundert sich über fehlende Erwähnung
Der psychologische Gutachter berichtet, viele Stunden mit Gina H. gesprochen zu haben. Umso überraschter sei er, dass sie ihren Cousin dabei kein einziges Mal erwähnt habe.
Der 39-Jährige reagiert darauf zurückhaltend. Vielleicht habe seine Cousine einfach andere Abschnitte ihres Lebens erzählen wollen. Der Gutachter entgegnet darauf: „Da gibt es eine Diskrepanz zwischen dem, was sie gerade mitteilen will und wie es war.“ Damit deutet er an, dass Gina H. offenbar sehr bewusst auswählt, welche Teile ihres Lebens sie gegenüber anderen offenlegt.
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Drogen spielten offenbar eine Rolle
Auch die Umstände, unter denen Gina H. und ihre Schwester einst zu den Großeltern kamen, werden thematisiert. Auf Nachfrage von Staatsanwalt Oliver Schley berichtet der Cousin von einem Besuch bei der Mutter der beiden.
Dort habe die Großmutter nach „komischen Pflanzen“ gefragt. Die Mutter habe diese als „spanische Pflanzen“ bezeichnet. Für ihn sei jedoch klar gewesen, worum es sich handelte. „Das waren Hanfpflanzen. Das war nicht nur eine, nicht nur zwei, das war ein bisschen mehr“, sagt der Zeuge.
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Cousin spricht über Gewaltvorwurf
Der Cousin berichtet vor Gericht von einem Vorfall, den Gina H. ihm vor einigen Jahren geschildert habe. Damals habe Matthias R. „die Hand gehoben“. Mehr wisse er dazu allerdings nicht.
„Ich kenn nur diese eine Situation“, sagt der 39-Jährige. Die sei etwa zwei Jahre her. Nach eigenen Angaben habe er Matthias R. damals auch direkt darauf angesprochen.
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Andere Version als vor Gericht
Auch über Gina H.s frühere Arbeit in einem Reitbedarfsgeschäft spricht ihr Cousin. Aus Medienberichten habe er erfahren, dass ihr dort Diebstahl vorgeworfen worden sei und sie deshalb entlassen wurde.
Ihm selbst habe Gina H. damals eine andere Erklärung gegeben. Das Geschäft habe wirtschaftliche Probleme gehabt, außerdem sei sie als letzte eingestellt worden. „Dadurch war sie die Erste, die gehen musste“, schildert der Zeuge ihre damalige Darstellung.
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Großeltern glaubten an Gina H.s Unschuld
Einen Tag nach der Festnahme besuchte der Cousin nach eigenen Angaben die gemeinsamen Großeltern. Auf Nachfrage des Staatsanwalts berichtet er, diese hätten damals klar geglaubt, dass Gina H. die Tat nicht begangen habe.
Inzwischen seien die Großeltern zurückhaltender. „Sie sagen, wir können eh nichts bewirken oder beeinflussen, das muss dann das Gericht entscheiden“, zitiert der Zeuge ihre Haltung. Von einer Vergewaltigung, über die Gina H. selbst gesprochen hatte, habe sie ihm nie erzählt.
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Besuch in der U-Haft
Der Cousin hat Gina H. nach seiner Aussage einmal gemeinsam mit den Großeltern in der Untersuchungshaft besucht. Später habe er noch einen Brief zu Ostern von ihr erhalten.
Über den Mordvorwurf sei bei dem Besuch ausdrücklich nicht gesprochen worden. Stattdessen habe es um ihren Alltag in Haft gegangen. „Ob sie rausgeht, was sie macht jetzt, ob sie Bücher liest“, berichtet der 39-Jährige. Außerdem erzählt er, von einem Video gehört zu haben, in dem Gina H. ihr Pferd mit einer Gerte schlägt. Einmal habe das Tier ihr auf den Fuß getreten. „Da hat sie ihm auch einen auf den Hintern gegeben.“ Richter Holger Schütt kommentiert trocken: „Ich glaube, für solche Situationen ist ne Gerte erfunden worden.“
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Cousin will sich nicht festlegen
Richter Holger Schütt spricht den Tatvorwurf direkt an und fragt, ob der Cousin irgendeine Erklärung für den Tod von Fabian habe. Die Antwort des 39-Jährigen fällt klar aus: „Gar nicht.“
Auch mit Verdächtigungen hält er sich zurück. Bereits bei der Polizei habe er gesagt, dass er sich auf keine Seite schlagen wolle. „Dass ich nicht sag: Sie war’s oder sie war’s nicht“, erklärt der Zeuge. Alles andere wäre für ihn „Glaskugelgucken“. Er könne niemandem in den Kopf schauen.
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28.000-Euro-Kredit für Gina H.
Der Cousin wurde vor allem wegen eines gemeinsamen Kredits als Zeuge geladen. Anfang 2025 habe Gina H. für eine geplante Umschuldung 28.000 Euro aufgenommen, weil sie mehrere offene Posten nicht allein habe stemmen können. Der 39-Jährige sollte als Bürge einspringen.
Die monatliche Rate von 350 Euro habe Gina H. jedoch immer selbst bezahlt. „Gina hat mich auch nie um Geld gebeten oder sonst was“, sagt der Cousin.
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Cousin kannte Trennungsgrund nicht
Warum die Beziehung zwischen Gina H. und Matthias R. zerbrach, weiß ihr Cousin nach eigenen Angaben nicht. „Da hab ich nicht weiter nachgefragt“, sagt der 39-Jährige. Fabian selbst habe er nur ein einziges Mal gesehen, bei der Einschulung von Gina H.s Sohn.
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Aus Kostengründen zurück zu den Großeltern
Auch die Wohnsituation von Gina H. wird thematisiert. Ihr Cousin berichtet, dass sie irgendwann von Krakow am See zurück nach Reimershagen zu den Großeltern gezogen sei. Hintergrund seien finanzielle Gründe gewesen.
„Weil sie sich da die Miete spart“, sagt der Zeuge vor Gericht.
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Gina H. kümmerte sich um ihre Großeltern
Richter Holger Schütt fragt nach dem Gesundheitszustand von Gina H.s Großeltern. Der Cousin bestätigt, dass die Großmutter demenzkrank und der Großvater körperlich eingeschränkt sei. Gina H. habe beide zum Einkaufen und zu Arztterminen gefahren.
Seit Gina H. in Haft sitzt, kümmert sich nach Angaben des Zeugen Matthias R. um die Großeltern und die Pferde.
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Cousin spricht über Ginas Verlustängste
Eifersucht habe in Gina H.s Beziehung zu Matthias R. eine Rolle gespielt, sagt ihr Cousin. Es falle ihr schwer, Menschen loszulassen, die sie ins Herz geschlossen habe. Der Zeuge spricht von „Verlustängsten“.
Das habe er auch selbst erlebt, als er aus der Region wegzog. „Nein, du sollst nicht gehen“, habe Gina H. damals gesagt. Auch Matthias R. sei ihr sehr wichtig gewesen, berichtet der Cousin.
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Cousin berichtet von Gewalt und Streit
Gina H. habe sich nach Angaben ihres Cousins schnell geärgert, wenn Dinge nicht so liefen wie geplant. Außerdem habe es einen „Konkurrenzkampf“ mit ihrer jüngeren Schwester gegeben, weil dieser manches leichter gefallen sei.
Über den Vater von Gina H.s leiblichem Sohn sagt der Zeuge, er habe mitbekommen, dass in dieser Beziehung „Gewalt im Vordergrund“ gestanden habe. Die spätere Beziehung zu Matthias R. beschreibt der 39-Jährige dagegen als überwiegend harmonisch. Streit habe es zwar gegeben, „das waren aber Kleinigkeiten“.
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Überfall belastete Gina H.
Gina H. habe später eine Ausbildung begonnen, diese aber nicht abgeschlossen, berichtet ihr Cousin. Das habe wohl gesundheitliche Gründe gehabt. Sie sei damals in Güstrow überfallen worden, wobei ihr nach Angaben des Zeugen „körperlich zugesetzt“ worden sei.
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Warum Gina H. zu den Großeltern kam
Der Cousin spricht über Gina H.s schwierige Kindheit. Sie sei bereits in der ersten Klasse gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester zu den Großeltern gezogen. Ihre Mutter sei damals im Krankenhaus und körperlich nicht in der Lage gewesen, die beiden Kinder großzuziehen, sagt der 39-Jährige leise.
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„Ich kenne Gina mein ganzes Leben“
Der Cousin der Angeklagten spricht auffallend leise. Gina H. blickt während seiner Aussage immer wieder zu ihm herüber. Der 39-Jährige beschreibt das Verhältnis zu seiner Cousine als grundsätzlich gut. „Ich hab sie als Baby auf dem Arm gehalten. Ich kenn Gina mein ganzes Leben schon“, sagt er.
Als Gina H. wieder zu den gemeinsamen Großeltern zog, sei der Kontakt enger geworden. Zuletzt habe man sich zwar nur zwei- bis dreimal im Jahr gesehen, aber mindestens einmal im Monat telefoniert.
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Cousin nimmt im Zeugenstand Platz
Jetzt sagt der Cousin der Angeklagten aus. Zum Auftakt weist Richter Holger Schütt auf eine Besonderheit hin: Anders als enge Angehörige hat ein Cousin kein Zeugnisverweigerungsrecht. Der 39-Jährige muss daher aussagen.
Seine Personalien werden auf eigenen Wunsch weitgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten.
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Video und Sprachnachrichten im Fokus
Später soll vor Gericht ein Video gezeigt werden, das eine Freundin von Fabians Mutter während der Suche nach dem Achtjährigen in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. Die Vorführung war von Gina H.s Verteidigung angeregt worden. Außerdem sollen im Gerichtssaal erneut Sprachnachrichten abgespielt werden.
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Ginas Cousin bleibt anonym
Richter Holger Schütt stellt das Programm für die kommenden Verhandlungstage vor. Heute soll Gina H.s Cousin aussagen. Der Zeuge hat darum gebeten, dass seine persönlichen Daten zum Schutz seiner Privatsphäre weitgehend geheim bleiben.
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Staatsanwalt gegen neues Brand-Gutachten
Die Staatsanwaltschaft stellt sich gegen den Antrag der Verteidigung, die Brenndauer von Fabians Leiche durch ein weiteres Gutachten prüfen zu lassen. Staatsanwalt Oliver Schley hält die Frage für den Prozessausgang nicht entscheidend.
Nach seiner Auffassung lässt sich der von den Ermittlern angenommene Tatablauf weiterhin mit den bisherigen Erkenntnissen vereinbaren. Selbst wenn die Leiche zu einem anderen Zeitpunkt angezündet worden sein sollte, kämen laut Schley mehrere mögliche Zeitfenster infrage.
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Der Prozess beginnt
Richter, Schöffen und Verfahrensbeteiligte nehmen ihre Plätze ein. Heute wird unter anderem ein Zeuge aus dem familiären Umfeld von Gina H. erwartet, dessen Identität das Gericht geheim hält. Zudem könnten Entscheidungen zu mehreren offenen Beweisanträgen fallen.
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Wenig Andrang
Zum Start des neuen Verhandlungstags bleiben heute viele Plätze auf den Zuschauerbänken leer. Kurz vor Beginn betritt auch die angeklagte Gina H. den Gerichtssaal.
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