WO WAR GINA H. WIRKLICH? Neue Zeugen sollen ihre Route am Tag von Fabians Tod rekonstruieren – ein Detail könnte ALLES verändern!

Fabian aus Güstrow: Neue Zeugen! So geht es im Prozess um Gina H. weiter

Nach der Sommerpause wird der Mordprozess um Fabian aus Güstrow fortgesetzt. Neue Zeugen und Experten sollen zur Aufklärung beitragen.

Der Prozess im Mordfall Fabian aus Güstrow wird am Donnerstag fortgesetzt. Dann soll herausgefunden werden, ob die 30 Jahre alte Gina H. wirklich die Täterin ist.
Der Prozess im Mordfall Fabian aus Güstrow wird am Donnerstag fortgesetzt. Dann soll herausgefunden werden, ob die 30 Jahre alte Gina H. wirklich die Täterin ist.Bernd Wüstneck/dpa, Polizei

Die Sommerpause ist vorbei – und im Prozess um den grausamen Mord an Fabian aus Güstrow kehrt im Landgericht Rostock wieder der furchtbare Alltag ein. Am 6. August wird das Verfahren fortgesetzt, dann werden vor Gericht neue Zeugen gehört, neue Beweise und Indizien ausgewertet. Das Ziel: Es soll herausgefunden werden, ob die Angeklagte Gina H. den Jungen wirklich getötet hat. Für sie gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung. Was wohl die nächsten Zeugen in der Verhandlung zur Beweislage beitragen können?

Zeugen sagten im Prozess um Fabian aus Güstrow aus

Etliche Zeugen wurden an den bisherigen 19 Verhandlungstagen bereits gehört – Menschen aus dem Umfeld des kleinen Fabian, aber auch Menschen aus dem Dunstkreis der Angeklagten. Außerdem sagten zahlreiche Experten aus – es ging um die Spurenlage am Tatort, um gerichtsmedizinische Untersuchungen von Fabians Leichnam und um die Arbeit eines Teams für operative Fallanalyse, das den gesamten Fall unter die Lupe nahm. Doch viele Fragen sind noch offen – und die könnten an den nächsten Verhandlungstagen beantwortet werden.

Wenn der Prozess um den Mord an Fabian aus Güstrow fortgesetzt wird, werden auch gleich wieder spannende Zeugen vor Gericht auftreten. So ist am 6. August die Vernehmung von zwei Zeugen geplant, die laut Gericht Fahrzeugbeobachtungen gemacht haben sollen.

Das Auto von Gina H. – ein markanter orangefarbener Geländewagen – ist ein wichtiges Puzzlestück für die Rekonstruktion des Tattages. Schon mehrfach ging es in dem Mordprozess darum, wo und wann das Auto am Tag von Fabians Verschwinden gesehen wurde und wohin es unterwegs war.

Gina H. wird verdächtigt, den kleinen Fabian aus Güstrow getötet zu haben. Bis zur Verurteilung durch das Gericht gilt für sie die Unschuldsvermutung.

Gina H. wird verdächtigt, den kleinen Fabian aus Güstrow getötet zu haben. Bis zur Verurteilung durch das Gericht gilt für sie die Unschuldsvermutung.Danny Gohlke/dpa

Spannend dürfte auch die Aussage eines Försters sein, der sich zu einem Spaziergang der Angeklagten am Tag von Fabians Verschwinden äußern wird. Der Hintergrund: Bei der Untersuchung der Handydaten von 

„Zudem soll der Sachverständige vom BKA für die Kommunikationsanalyse vernommen werden“, teilt das Gericht zum Verhandlungstag 6. August mit. Zum Abschluss soll im Fall Fabian dann noch die Schwester der Angeklagten Gina H. aussagen – was sie über die Persönlichkeit der 30-Jährigen berichten kann, dürfte spannend werden.

Dorina L., die Mutter des getöteten Fabian aus Güstrow, tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Sie wird von Anwältin Chistine Habeha vertreten.

Dorina L., die Mutter des getöteten Fabian aus Güstrow, tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Sie wird von Anwältin Chistine Habeha vertreten.Danny Gohlke/dpa

Am Freitag geht der Prozess um Fabian dann direkt weiter. Da soll unter anderem eine Zeugin der Familienhilfe gehört werden. Laut Mitteilung des Landgerichtes Rostock tritt außerdem die Oma von Fabian in den Zeugenstand – also die Mutter seiner Mama Dorina L. Außerdem werden der Lebensabschnittsgefährte von Fabians Mutter, eine Mitarbeiterin des Jugendamts und der Großvater der Angeklagten vernommen. Ob ihre Aussagen das Gericht etwas näher zur Lösung des Falles bringen, wird sich zeigen.

Für Gina H. gilt weiter die Unschuldsvermutung

Der 30 Jahre alten Gina H. wird vorgeworfen, den kleinen Fabian aus Güstrow am 10. Oktober unter einem Vorwand auf dem Haus seiner Mutter in Güstrow gelockt zu haben. Sie soll mit ihm zu einem Feld bei Klein Upahl gefahren sein und den Jungen dort am Rand eines Tümpels mit mindestens sechs Messerstichen im Bereich des Oberkörpers getötet haben.

Anschließend soll sie den Tatort verlassen haben, später aber zurückgekehrt sein, um die Leiche des Jungen mit Brandbeschleuniger anzuzünden. Für Gina H. zählt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.

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