SCHOCKMOMENT IM FABIAN-PROZESS: Mutter Dorina wendet sich plötzlich an Gina H. – dann greift der Richter ein!

💔 SCHOCKMOMENT IM FABIAN-PROZESS: Mutter Dorina wendet sich plötzlich an Gina H. – dann greift der Richter ein!

ROSTOCK – Es ist einer der emotionalsten Augenblicke seit Beginn des Mordprozesses. Fabians Mutter Dorina L. sitzt im Zeugenstand und muss jenen Tag noch einmal durchleben, an dem ihr achtjähriger Sohn spurlos verschwand.

Sie berichtet vom letzten gemeinsamen Morgen, von der verzweifelten Suche und von der Nachricht, die vier Tage später jede Hoffnung zerstörte. Immer wieder bricht ihre Stimme, Tränen laufen über ihr Gesicht. Trotzdem möchte sie ihre Aussage fortsetzen – für ihren „Fabi“.

Dann geschieht etwas, womit im Gerichtssaal offenbar niemand gerechnet hat: Dorina wendet sich plötzlich direkt an die wegen Mordes angeklagte Gina H. Doch bevor sie ihren Gedanken beenden kann, unterbricht sie der Vorsitzende Richter.

Was wollte Fabians Mutter der Frau sagen, die laut Anklage ihren Sohn getötet haben soll?

Im Prozess des getöteten Fabian aus Güstrow geht es am Donnerstag weiter. Nun soll die Mutter aussagen.

Sie muss den schlimmsten Tag ihres Lebens noch einmal schildern

Der zweite Verhandlungstag am Landgericht Rostock beginnt mit der Aussage von Dorina L. Rund sieben Stunden lang werden an diesem Tag zunächst die Mutter und anschließend Fabians Vater Matthias R. befragt.

Für Dorina bedeutet die Vernehmung, dass sie den 10. Oktober 2025 noch einmal Schritt für Schritt rekonstruieren muss.

Fabian fühlt sich an jenem Freitag nicht wohl und geht deshalb nicht zur Schule. Während seine Mutter zur Arbeit fährt, bleibt er allein in der Wohnung. Dorina soll ihm gesagt haben, dass er das Zuhause nicht verlassen dürfe.

Als sie später zurückkehrt, ist die Tür verschlossen. Doch Fabian ist nicht mehr da. Sein Handy liegt weiterhin in der Wohnung.

Der Junge, der nach Darstellung seiner Mutter normalerweise zuverlässig und pünktlich war, ist plötzlich verschwunden. Gegen 20.30 Uhr meldet Dorina ihren Sohn bei der Polizei als vermisst.

Zu diesem Zeitpunkt ist Fabian nach Einschätzung der Ermittler vermutlich bereits tot.

„Ich war wahnsinnig stolz auf ihn“

Vor Gericht spricht Dorina nicht nur über Fabians Verschwinden. Sie möchte zeigen, wer ihr Sohn wirklich war.

Sie beschreibt ihn als liebevolles, offenes und hilfsbereites Kind. Er habe gern Nähe gesucht und sei jemand gewesen, auf den man sich verlassen konnte.

Unter Tränen sagt sie: „Ich war wahnsinnig stolz auf ihn.“

Gerade diese Zuverlässigkeit macht den Tag seines Verschwindens für sie bis heute so unbegreiflich. Fabian wäre nach Einschätzung seiner Mutter vermutlich nicht freiwillig mit einem Fremden gegangen und hätte einer unbekannten Person wahrscheinlich auch nicht die Wohnungstür geöffnet.

Diese Aussage könnte für den Prozess eine wichtige Bedeutung haben. Denn wenn Fabian sein Zuhause freiwillig verließ, könnte er die betreffende Person gekannt und ihr vertraut haben. NDR

Dann richtet Dorina ihre Worte an Gina H.

Während der Aussage wird die Belastung für die Mutter immer größer. Ein Notfallseelsorger begleitet sie im Gerichtssaal. Trotz ihrer Tränen will Dorina weitersprechen.

Selbst Bilder von Fabians beschädigter Kleidung sieht sie sich an. Schließlich entscheidet der Richter, die Verhandlung zu unterbrechen, damit die Mutter eine Pause bekommt.

Zuvor versucht Dorina jedoch, Gina H. direkt anzusprechen. Eine unmittelbare Aussprache zwischen einer Zeugin und der Angeklagten ist während der Vernehmung nicht vorgesehen. Der Richter greift deshalb ein und stoppt sie.

Ihre nicht zu Ende gesprochenen Worte bleiben im Raum stehen.

Es ist kein dramatischer Schrei, der diesen Moment so erschütternd macht. Es ist der Versuch einer Mutter, sich direkt an die Frau zu wenden, die laut Staatsanwaltschaft für den Tod ihres Kindes verantwortlich sein soll. RTL

Vier Tage voller Hoffnung – dann die grausame Gewissheit

Nach Fabians Verschwinden suchen Hunderte Einsatzkräfte und freiwillige Helfer nach dem Achtjährigen. Für seine Mutter beginnen vier Tage zwischen Hoffnung und wachsender Angst.

Am 14. Oktober wird Fabians Leichnam an einem abgelegenen Tümpel bei Klein Upahl gefunden, rund 15 Kilometer südlich von Güstrow.

Gemeldet wird der Fund ausgerechnet von Gina H., der damaligen Ex-Freundin von Fabians Vater Matthias R. Sie erklärt zunächst, sie habe das tote Kind bei einem Spaziergang mit einer Freundin und Hunden zufällig entdeckt.

Spätere Zeugenaussagen werden jedoch erhebliche Fragen zu dieser Darstellung aufwerfen. Mehrere Personen berichten im weiteren Prozessverlauf, bereits vor dem offiziellen Fund gemeinsam mit Gina H. am Tümpel gewesen zu sein.

Am 6. November 2025 wird Gina H. festgenommen. Seit dem folgenden Tag befindet sie sich in Untersuchungshaft.

Die schwere Anschuldigung gegen Gina H.

Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-Jährigen vor, Fabian heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben.

Nach der Theorie der Anklage soll Gina H. am Vormittag des 10. Oktober mit ihrem orangefarbenen Ford Ranger nach Güstrow gefahren sein. Fabian befand sich zu diesem Zeitpunkt allein in der Wohnung seiner Mutter.

Unter einem Vorwand soll die Angeklagte den Jungen aus dem Haus gelockt und mit ihm zum abgelegenen Tümpel bei Klein Upahl gefahren sein. Dort soll sie Fabian mit sechs Messerstichen getötet und seinen Leichnam anschließend teilweise in Brand gesetzt haben.

Gina H. bestreitet die Tat bislang nicht durch eine umfassende öffentliche Aussage, sondern schwieg zunächst zu den Vorwürfen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für sie die Unschuldsvermutung.

Ging es um die Beziehung zu Fabians Vater?

Als mögliches Motiv nennt die Staatsanwaltschaft die zerbrochene Beziehung zwischen Gina H. und Matthias R.

Die beiden waren fast vier Jahre lang ein Paar. Fabian soll jedoch zeitweise keinen Kontakt mehr zu seinem Vater gewollt haben, nachdem er eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den Erwachsenen miterlebt hatte.

Erst nach der Trennung von Gina H. verbrachte der Junge wieder mehr Zeit mit Matthias R. Eine erneute Beziehung mit seiner Ex-Partnerin soll der Vater zunächst abgelehnt haben, weil er das Verhältnis zu Fabian nicht wieder gefährden wollte.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft könnte Gina H. den Achtjährigen deshalb als entscheidendes Hindernis für eine Wiederannäherung betrachtet haben. Die Beziehung soll für sie zudem finanzielle Vorteile gehabt haben. NDR

Diese Motivdarstellung ist eine These der Anklage und bislang nicht rechtskräftig bewiesen.

Dann sagt Fabians Vater aus – und hinterlässt neue Fragen

Am Nachmittag tritt Matthias R. in den Zeugenstand. Seine Aussage entwickelt jedoch eine völlig andere Dynamik als die emotionale Schilderung von Dorina.

In früheren Gesprächen mit der Polizei soll der Vater Gina H. unter anderem als eifersüchtig und kontrollierend beschrieben haben. Nach Fabians Tod fragte er sie direkt, ob sie etwas mit dem Verschwinden seines Sohnes zu tun habe.

Vor Gericht relativiert er später einige dieser früheren Angaben. Er beschreibt Gina H. nun auch als liebevoll und empathisch. Schließlich erklärt er offen, weiterhin an ihre Unschuld zu glauben.

Noch überraschender: Matthias R. besucht Gina H. regelmäßig in der Untersuchungshaft. Während des laufenden Mordprozesses werden beide wieder ein Paar.

Seine veränderten Darstellungen sorgen für erhebliche Irritationen. Die Staatsanwaltschaft leitet später ein separates Verfahren wegen des Verdachts einer uneidlichen Falschaussage ein. Ein Verdacht, dass der Vater selbst an der Tötung beteiligt gewesen sein könnte, ergibt sich daraus nicht. NDR

Zwei Eltern – zwei völlig verschiedene Haltungen

Der zweite Verhandlungstag offenbart damit nicht nur die tiefen Wunden einer Familie. Er zeigt auch, wie weit Fabians

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