đš SCHOCK IM GERICHTSSAAL: Eine Zeugin enthĂŒllt verstörende Details ĂŒber Gina H.s Verhalten nach dem Fund von Fabians Leiche â âDieses Detail verfolgt mich bis heuteâ đ±đ
Gina H. (30) am 12. Prozesstag
Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) â Am 12. Prozesstag war Gina H.âs Nachbar Olaf K. geladen, den sie selbst als engen Freund bezeichnet. Auch ihn hatte die Angeklagte zum Leichnam von Fabian (â 8) gefĂŒhrt.
Er machte die erschĂŒtternde Aussage, dass Gina H. nach dem Fund der Leiche gelacht hat. Zuvor hatte Fabians Mutter es nicht mehr ertragen und den Prozesssaal verlassen.
WĂ€hrend der Ermittlungen wurde ein Messer von Olaf K. untersucht. Richter Holger SchĂŒtt machte auch dieses Messer in der heutigen Vernehmung zum Thema.
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Gina H. lachte bei Fabians Leichenfund
Der Richter fragt den Nachbarn Olaf K., ob Gina H. bei der Leiche geweint oder gelacht habe. âGelachtâ, sagt der Zeuge. Sie habe ihm gesagt, dass sie an den Tagen davor immer geweint habe und deshalb nicht mehr weinen könne. Sie habe nachts nicht schlafen können und geweint. Er habe sie tagsĂŒber aber nie weinen sehen.
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Warum fĂŒhrte Gina H. zwei MĂ€nner zum Tatort?
Gina H. soll schon Christian D., einen befreundeten JĂ€ger, zu dem Ort gefĂŒhrt haben, an dem die Leiche des achtjĂ€hrigen Fabian gefunden wurde. Doch er blieb offenbar nicht der Einzige. Noch in derselben Nacht soll die Angeklagte auch Olaf K. zum Tatort gebracht haben. Am 12. Verhandlungstag im Mordprozess um den getöteten Fabian soll nun Olaf K. vor Gericht erklĂ€ren, was in jener Nacht geschah. Sein Name fĂ€llt in dem Verfahren immer wieder. Der Prozess beginnt am Dienstag um 9.30 Uhr.
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Der Fall, der Deutschland erschĂŒttert
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Prozess fĂŒr heute beendet
Der Prozess ist fĂŒr heute vorbei. Der nĂ€chste Prozesstag ist am 18. Juni.
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Absprachen wegen eines Alibis
AbschlieĂende ErklĂ€rung von Oberstaatsanwalt Nowack zur Zeugenvernehmung:
âAus Sicht der Staatsanwaltschaft ein wesentliches PuzzlestĂŒck â nicht nur zum Auffinden des Jungen, sondern auch zu den GesamtumstĂ€nden. Der Zeuge war eine Vertrauensperson der Angeklagten. Er hat erzĂ€hlt, dass die Angeklagte sich mit ihrem Lebenspartner Matthias R. oft gestritten hat, auch ĂŒber Fabian.
Er selber stellte viele Ungereimtheiten in der Nacht des 13. auf den 14. Oktober 2025 fest. Dem Zeugen D. hatte Gina H. erzÀhlt, dass sie Fabian suchen wolle, wÀhrend sie dem heutige Zeugen erzÀhlte, dass sie unterwegs gewesen sei, um mal abzuschalten. Dazu haben wir uns heute mehrere Schuhpaare angesehen, von der Marke Pammys. Die Spuren, die am Tatort aufgefunden worden, waren auch von dieser Marke.
DarĂŒber hinaus hat die Angeklagte die Auffindestelle als Schweinesuhle benannt. Auch ihr GroĂvater kannte diesen Begriff. Auch das wird noch eine Rolle spielen, wenn wir die nĂ€chste Zeugin hören, bei der Frage, warum der Junge dort getötet wurde.
Wesentlich war bei der Zeugenaussage auch, dass es Absprachen wegen eines Alibis gegeben habe. Schon einen Tag nach dem Verschwinden von Fabian brachte sie den Zeugen dazu, ihr ein vermeintliches Alibi zu geben, am Vormittag und am Nachtmittag. Damit sollten genau die Tatzeitpunkte ausgeschlossen werden. Obwohl der Tatzeitpuntk noch nicht öffentlich bekannt war, suchte die Angeklagte bereits ein Alibi.
In einem Telefonat mit dem Zeugen sprach die Angeklagte langatmig ĂŒber Wildkameras und sagte sogar, dass sie zu Gott bete, dass dort keine Kameras seien und wenn dann nur nachts.
Auch zum Messer waren die Erkenntnisse gewinnbringend. Er selbst hat in Anwesenheit der Angeklagte gesucht, das Messer nicht gefunden und nur als er kurz weg war, war das Messer wieder da. In dem Pappkarton, in den er es niemals reingelegt hat. Das an dem Messer keine Spuren waren, kann daran liegen, dass es gereinigt war.
ZurĂŒck zu den FuĂspuren: Der Zeuge hat genau wie der Zeuge D. ausgefĂŒhrt, dass die Zeugin sich nur in unmittelbarer NĂ€he des Leichnams aufgefĂŒhrt habe. Es haben sich aber noch mehr Spuren entfernter von der Leiche gefunden, gemeinsam mit Kinderspuren. Die Frage ist, was dem Jungen gesagt wurde, dass er an diesen Ort mitgegangen ist. Diese Frage können nur zwei Personen beantworten und eine davon ist tot. Die Hinterbliebenen haben auf eine Antwort einen Anspruch.â

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Streit, WutausbrĂŒche und das VerhĂ€ltnis zu Fabian
Richter: âGab es Situationen, Ausraster aus Wut, auch gegen Menschen?â
Zeuge: âBei mir nicht. Bei Matthias habe ich mitbekommen, dass es da immer mal was gab. TĂŒren geknallt worden, Geschirr geflogen ist.â Mehr habe er nie mitbekommen. Nur, dass sie sich angeschrieen hĂ€tten.
Richter: âHaben Sie mitbekommen, dass es Ausraster gegen ihren Sohn oder gegen Fabian gab?â
Der Zeuge hat von TĂ€tlichkeiten usw. nichts mitbekommen.
Richter: âAm Anfang haben Sie die Streitpunkte Finanzen, Eifersucht, Erziehungsmethoden fĂŒr Fabian usw. beschrieben. Dann gab es keinen Kontakt mehr zwischen Fabian und Matthias R., aber es gab noch Kontakt zwischen Gina und Fabian. Wissen Sie, ob Matthias R. wieder Kontakt zu Fabian aufbauen wollte? Was war Ginas Meinung dazu?â
Zeuge:Â âSie meinte, das wĂŒrde nichts bringen, weil der Junge eh nichts mehr von ihm wissen will.â
Dann hĂ€lt der Richter vor: In der Vernehmung habe er auch erzĂ€hlt, dass Gina sich darĂŒber ausgelassen hĂ€tte, dass Matthias R. âeinen auf Super-Daddyâ machen wĂŒrde und sich um 180 Grad gedreht habe und âein Arschâ sei.
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Wer finanzierte Gina H.? Richter bohrt nach
Richter SchĂŒtt hat Fragen zu einem Mann namens Jörg M., der Gina H. fĂŒr das Dach des Schuppens 800 Euro gegeben habe. Um ihn ging es vorhin schon einmal. M. ist der Mann eines KĂŒnstlerehepaars.
SchĂŒtt: âWas hat Frau H. zu dem erzĂ€hlt, was ist das fĂŒr einer? Warum gibt es Geld von dem?â
Zeuge:Â âIch habe nicht weiter gefragt, sie meinte einfach so.â
SchĂŒtt: âNoch einmal zum Thema Finanzen: In der Vernehmung haben Sie genauer erklĂ€rt, wie viel Geld Gina H. im Monat braucht.â Dann liest er vor, dass Gina H. ein Zelt gekauft habe (800 Euro), Ăberwachungskameras fĂŒr den Stall mit eigenen Sim-Karten-VertrĂ€gen, Spezialfutter fĂŒr die Pferde.
Ihm sei erzĂ€hlt worden, dass Matthias R. 1300 Euro schwarz verdient habe, das ganze Geld bekomme Gina H. Auf die Frage, wie Gina H. nach der Trennung den Lebensunterhalt verdiene, habe er geantwortet, Oma und Opa wĂŒrden angeblich bezahlen. Er selbst habe ihr einmal 250 Euro geliehen und nur die HĂ€lfte zurĂŒckbekommen. Deshalb habe er ihr nur noch Kleinigkeiten bezahlt.
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Zeuge hat die Leiche gesehen
Ohm: âBei der Auffindesituation am 13. abends, da haben Sie erklĂ€rt, KleidungsstĂŒcke gesehen zu haben. Können Sie noch einmal beschreiben, was Sie da gesehen haben?â
Zeuge: âAls ich den Jungen gesehen habe, sah das auf keinen Fall so schlimm aus wie auf den Bildern. Ich erinnere mich, dass ich auf der Brust etwas GrĂŒnliches gesehen habe. Auch dass die Bauchdecke geöffnet war, war auf jeden Fall nicht so, als ich die Leiche gesehen habe.â
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Nachaken bei GrillanzĂŒnder und Geldzahlungen
Ohm fragt zum GrillanzĂŒnder: âSie haben GrillanzĂŒnder von sich aus mitgebracht, weil sie die Feuertonne anzĂŒnden wollten. Wie viel der Flasche haben Sie davon verwendet?â
Zeuge:Â âNein, keine Ahnung. War mir auch egal. Das ist mir doch egal, wie viel da weg ist. Man gibt halt.â
Ohm:Â âSie haben gesagt, Matthias R. habe die Angeklagte monatlich mit 200 bis 300 Euro monatlich unterstĂŒtzt. Woher kennen Sie diesen Betrag?â
Zeuge: âDas hat sie mir so erzĂ€hlt. Er hat die Rechnungen bezahlt. Tierarzt, Futter, die Turniere.â
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âMein Leben hat keine wirkliche Rolle gespieltâ
Jetzt ist Andreas Ohm, der zweite Verteidiger von Gina H., mit den Fragen dran:
Ohm: âĂber was haben Sie in der Anfangszeit Ihrer Freundschaft mit Frau H. gesprochen?â
Zeuge:Â âVor allem hat sie ĂŒber sich gesprochen. Mein Leben hat da keine wirkliche Rolle gespielt.â Er wiederholt dann einiges, was bisher schon gesagt wurde.
Ohm: âDann kam die Beziehung mit Matthias R., wie oft haben Sie die Angeklagte in der Zeit getroffen?â
Zeuge:Â âWenn ich arbeiten war, nur am Wochenende.â Der Zeuge war meist die ganze Woche auf Montage.
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âBis sie geblutet habenâ: Schwere VorwĂŒrfe gegen Gina H.
Es geht nun noch einmal um die Tiere. Auf Nachfrage erklÀrt der Zeuge, dass Gina H. tierlieb sei, aber er eben zweimal erlebt habe, wie sie ausgerastet ist und die Tiere mit der Gerte geschlagen habe, bis sie geblutet hÀtten.
Löcker und der Zeuge diskutieren dann ĂŒber Kleinigkeiten: Ob er wirklich genau erklĂ€ren könne, ob die bluten Striemen von dieser Behandlungen kĂ€men. Darauf sagt Löcker: âDann zu einem anderen Themaâ. Daraufhin hĂ€misches Lachen aus dem Zuschauerreihen. Löcker schaut in die Richtung, aus der das Lachen kam und sagt âKönnen Sie ihr dĂ€mliches Lachen unterlassen? UnverschĂ€mtheit.â Richter SchĂŒtt ermahnt das Publikum.
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Gab es zwei TĂ€ter?
Löcker hĂ€lt ihm vor, dass der Zeuge in einer Vernehmung gesagt hat, dass er sich vorstellen kann, dass es zwei TĂ€ter gebe. Er will wissen, warum der Zeuge seine Meinung diesbezĂŒglich geĂ€ndert hat. Der antwortet: âIch hatte genug Zeit zum Nachdenken seit meiner letzten Verhandlung. Ich kenne das VerhĂ€ltnis von Gina und Fabian. Wenn sie dem erzĂ€hlt hat, wir fahren nach Klein Upahl Tiere gucken, dann hat der sich gefreut wie ein Schneekönig und ist da mit gerannt.â Sie habe deshalb keinen MittĂ€ter gebraucht.
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Unfallversicherung zugunsten von Gina H.
Der Oberstaatsanwalt unterbricht Löcker jetzt, sagt, dass er unzulĂ€ssige Fragen stellen wĂŒrde. Nach einer kurzen Diskussion weist der Richter darauf hin, dass er die Fragen zulĂ€sst, aber Löcker zum Punkt kommen soll. Löcker regt sich auf, dass der Obertstaatsanwalt ihn aus dem Konzept gebracht habe.
Nach weiteren Fragen erklÀrt der Zeuge, dass er das Interview mit Schwarck gemacht habe, um sich zu erklÀren, warum er die Polizei nicht gerufen habe. Der Grund sei gewesen, dass er nicht wusste, was er der Polizei sagen soll. Löcker fragt weiter nach dem Interview mit Schwarck. Der Oberstaatsanwalt beanstandet wieder. Er fÀhrt mit anderen Fragen fort.
Löcker: âHaben Sie eine Unfallversicherung abgeschlossen, bei der Frau H. als BegĂŒnstigte eingetragen wurden?â
Der Zeuge bejaht. Er habe in der Zeit, in der sich Matthias R. und Gina H getrennt haben, sie als BegĂŒnstigte eingetragen.
Löcker: âHaben Sie Frau H. die Bescheinigung dafĂŒr gegeben?â
Zeuge:Â âJa.â
Löcker: âHaben Sie sie dabei gekĂŒsst?â
Zeuge:Â âJa.â
Löcker: âWohin?â
Zeuge:Â âAuf den Mund!â
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Zeuge versteckte sich mit Gina H. vor der Presse
Jetzt ist Thomas Löcker, der Pflichtverteidiger von Gina H., mit den Fragen dran.
Jens Schwarck, der freie Journalist, soll den Zeugen am gestrigen Montag angerufen und ihm viel GlĂŒck gewĂŒnscht haben. Er habe ihm mal ein Interview gegeben.
Richter: âKann es sein, dass Herr Schwarck hier mal als Zeuge eine Rolle spielt?â
Löcker: âIch respektiere ihn ja und glaube, er macht seine Arbeit gut. Ich möchte ihn nicht als Zeugen laden.â
Der Richter gibt den Hinweis, dass Herr Schwarck den Raum verlassen könnte. Schwarck aus dem Zuschauerraum: âIch bleibe hier.â Richter: âGut, ist Ihre Entscheidung.â
Löcker: âHaben Sie mitbekommen, dass die Presse unmittelbar nach dem Verschwinden in Reimershagen unterwegs war?â
Zeuge:Â âDie Presse wurde mir von Gina madig gemacht. Ich habe mich dann mit Gina vor Schwarck versteckt, sobald wir sein Auto gesehen haben.â
Löcker: âWie kam es dann trotzdem zum Kontakt mit ihm?â
Zeuge:Â âIrgendwann stand er mal am Gartenzaun und wir haben gequatscht. Irgendwann war er dann bei mir, und wir haben gesprochen ĂŒber die ganze Geschichte.â
Löcker: âWas haben Sie da erfahren?â
Zeuge: âIch habe da nichts erfahren. Er hat was erfahren. Ich habe ihm erzĂ€hlt, wie die ganze Geschichte abgelaufen ist.â
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Zeuge berichtet von MĂ€nnern und Geldgebern
Christine Habetha, AnwĂ€ltin der Mutter: âWelche Rolle spielt welcher Mann im Leben von Frau H.?
Zeuge: âChristian kann ich nicht einschĂ€tzen. Aber der Handykontakt von denen war nicht mehr gesund, das ging 24 Stunden. Ich weiĂ nicht, was da war. Die haben sehr viel Zeit miteinander verbracht am Handy, und sie hat mir von ein, zwei Treffen erzĂ€hlt. Matthias R., wenn man die Beziehung kennt, das ist auf jeden Fall krank alles und hat nichts mit einer Beziehung zu tun. Meine EinschĂ€tzung ist, dass sie ihn zum Ăberleben braucht.â
Habetha: âBei Ihrer Vernehmung erwĂ€hnten Sie, dass es auch andere ,Sponsorenâ gibt.â
Zeuge:Â âEs gibt ein KĂŒnstlerehepaar M. aus Breesen, wo der Mann einen Haufen Geld gibt. Der war auch bei dem Umzug aus Krakau dabei.â
Habetha: âDie Tiere spielen bei Frau H. eine groĂe Rolle. Gab es ein Verhalten gegen die Tiere, das man missbilligen könnte?â
Zeuge:Â âEs gab zwei Situationen. Einmal auf dem Reitplatz wollte das groĂe weiĂe Pferd nicht mehr, da hat sie mit der Gerte so geschlagen, das war heftig. Beim ersten Mal waren blutige Striemen zu sehen.
Habetha: âDie Turnschuhe, als Gina H. sie zu Ihnen gebracht hat, in welchem Zustand kamen die Schuhe denn zu Ihnen?â
Der Zeuge weià es nicht. Die AnwÀltin hÀlt ihm vor, dass er in der Vernehmung erklÀrt hat, dass die Turnschuhe nass gewesen seien. Dann erinnert er sich wieder.
Habetha hĂ€lt ihm seine Vernehmung vom 6. November 2025 vor. In einem Telefonat habe Gina H. gesagt: âBis jetzt haben die nur meine FuĂspuren, meine Gummistiefel. Er: Meine wollen die nicht, Christians auch nicht. Sie: Christian hat ja auch Fabian angefasst. Aber siehst du doch, selbst das scheint nicht gefunden worden zu sein.â Dann habe er bei der Vernehmung gesagt, dass sie keine Gummistiefel getragen habe, als er mit ihr am Fundort war.
Habetha: âHaben Sie mal etwas gehört von der frĂŒheren Beziehung mit dem Vater ihres Kindes?â
Zeuge:Â âEr soll ein Pole sein, der Alkohol trinkt, sie geschlagen und auf den Strich geschickt haben soll.â Das seien Informationen gewesen, die er von ihr bekommen habe.
Dann erklĂ€rt er, dass er gewarnt wurde von einem anderen Bewohner von Reimershagen. âDer war vor mir Haus- und Hofsklave, hat jede freie Minute da verbracht und gemacht und getan und hat dann den Kontakt zu ihr abgebrochen. Der war mal bei mir und meinte: Lass die Finger von der, fass die bloĂ nicht an. Du hast guten Sex, aber sobald du dich umdrehst, hast du eine Klage wegen Vergewaltigung an der Backe. Die Frau ist geisteskrank.â
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Fragen vom Oberstaatsanwalt
Oberstaatsanwalt Nowack stellt jetzt die Fragen:
Nowack: âAm 14.10 sind Sie morgens rĂŒber und haben gesagt, dass das alles nicht zusammenpasst.â
Zeuge:Â âDer Zweifel war da, auf jeden Fall. Ich wollte es nicht wahrhaben, dass sie was damit zu tun hat.â
Nowack: âHaben Sie sich verpflichtet gefĂŒhlt, der Angeklagten gegenĂŒber?â
Zeuge:Â âIrgendwo ja. Ich konnte diese beiden Sachen nie zusammenbringen, dass sie was mit dem was passiert ist zu tun hat.â
Nowack: âWar die Angeklagte hĂ€ufig mit dem Hund unterwegs?â
Zeuge:Â âDie war gut mit dem Hund unterwegs, meisten mit den Pferden.â
Nowack: âKönnen Sie sich erinnern, wann sie alleine mit dem Hund spazieren war?â
Zeuge:Â âNee. Nie, ich wĂŒsste nicht wann.â
Nowack: âNoch eine Frage zum Messer, haben sie das je in die Kiste gelegt, in der sie das gefunden haben?â
Zeuge verneint.
Nowack: âNachdem die Angeklagte am Abend des 13.10 mit Herrn D. zurĂŒckkam, hat sie ihnen gesagt, was sie genau gesucht hat?â
Zeuge verneint.
Nowack: âHatten Sie selbst Angst in den Fokus der Ermittlungen zu geraten?â
Zeuge: âJa, am Auffindetag. Ich habe mich gefragt, was erzĂ€hlt du denen. Vor den Vernehmungen bei der Polizei hatte ich noch ein mulmiges GefĂŒhl, aber die Kripo hat mich dann nur als zeuge gesehen und dann wurde es besser.â Ăber seine Spuren am Tatort habe er sich keine Gedanken gemacht, weil er nichts gemacht habe. Das einzige was er falsch gemacht habe, sei, nicht gleich die Polizei gerufen zu haben
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Zeuge erhebt Manipulations-VorwĂŒrfe gegen Gina H.
Staatsanwalt Oliver Schley stellt jetzt die Fragen:
Schley: âAm 10.10. hatte die Angeklagte angegeben, dass sie mit dem Hund spazieren war bei LĂ€hnwitz. Ist Ihnen bekannt, dass sie dort öfter spazieren war?â
Zeuge:Â âNein. Sie war immer in der Umgebung von Reimershagen mit dem Hund spazieren.â
Schley: âZum 13.10. abends, am Auffindeort. Haben Sie der Angeklagten verboten, dass sie die Polizei ruft?â
Zeuge: âNein. Ich hatte nur gesagt, wir warten bis morgen frĂŒh. Am nĂ€chsten Morgen war ich bei ihr im Stall und habe ihr gesagt, dass ich darĂŒber nachgedacht habe, was passiert ist und was sie mir erzĂ€hlt hat. Ich habe ihr gesagt, dass das nicht hinhaut. Ich habe mir auch das halbe Jagdgesetz durchgelesen, ob es stimmt, dass man mit WĂ€rmebildkamera nicht in andere Reviere darf als JĂ€ger. Dann wurde sie kurz laut, aber ich habe ihr gesagt, dass ich raus bin. Dann hat sie gesagt, sie hat eine andere Idee. Erst meinte sie, dass ihr Hund angeschlagen haben soll. Dann habe ich ihr gesagt, dass das Quatsch ist. Dann meinte sie, dass sie Heike anruft.â
Schley: âIn der Vernehmung wurden Sie gefragt, wie Sie Gina als Mensch einschĂ€tzen.â
Der Zeuge weiĂ nicht mehr, was er gesagt hat.
Schley: âSie sollen gesagt haben, dass Gina ganz nett sein kann, wenn sie will. Aber auch wisse, wie sie Menschen manipulieren könne.â
Zeuge: âIch habe genug Zeit gehabt, die letzten Wochen darĂŒber nachzudenken, und es war Manipulieren ohne Ende. Wenn man mal gestritten hat, gab es mal wieder ein schönes Bildchen, und dann war wieder gut. Ich dachte, dass sie das mit den Bildchen nur bei mir macht.â
Der Staatsanwalt will wissen, wie Gina H. andere Menschen sonst manipuliert habe.
Zeuge:Â âWenn es nicht nach ihrem Kopf geht, dann wird sie laut.â Als Beispiel dafĂŒr nennt er einen anderen Mann aus GĂŒstrow.
Staatsanwalt Oliver Schley (l.) und Oberstaatsanwalt Harald Nowack
Foto: Peter MĂŒller/BILD -
Verhandlung fĂŒr 15 Minuten unterbrochen
Der Richter hat die Verhandlung fĂŒr eine Viertelstunde unterbrochen. Offenbar wird es heute keine Mittagspause geben.
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Richter ist mit dem Zeugen fertig
Rund vier Stunden dauerte die Befragung des Nachbarn von Gina H. Immer wieder hakte der Richter bei Olaf K. nach und konfrontierte ihn immer wieder mit abgehörten Telefonaten. Es sind teilweise erschĂŒtternde Details, die wĂ€hrend der Befragung ans Licht gekommen sind, etwa dass Gina H. nach dem Fund von Fabians Leiche lachte.
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Zeuge: Keine Widerworte â sonst âExplosionâ
Es geht wieder um Gina H., die in einem Telefonat Nachbar Olaf K. schildert, man wolle ihr den Mord an Fabian in die Schuhe schieben. Das GesprĂ€ch wird abgespielt. AnschlieĂend fragt der Richter den Zeugen: âWenn ich Frau H. richtig verstehe, soll ein TĂ€ter das Kind getötet und dort abgelegt haben, in der Hoffnung, dass Frau H. ihn dort findet? Haben Sie das nicht hinterfragt?â
Der Zeuge: âIch muss dazu sagen: Wenn Sie mit Frau H. lĂ€nger diskutieren oder sprechen, dann gibt es keine Widerworte. Dann wird zugestimmt und man ist ruhig. Sonst gibt es eine Explosion.â
Reaktion von der Anklagebank: Gina H. schĂŒttelt den Kopf.
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Richter zeigt Messer
Der Richter zeigt das Messer: eine feststehende Klinge mit dunklem Griff, schwarz-rot. Jetzt wird das Messer auf einem Foto gezeigt, als die Kripo es fotografiert hat. Es werden noch weitere Bilder von seinem GrundstĂŒck gezeigt und seiner SchuppentĂŒr. In dieser TĂŒr steckte immer das Messer. Dann Foto des Kartons, in dem Olaf K. das Messer wiederfand. Die Kiste hatte er vorher durchsucht, spĂ€ter lag es dann oben auf der Kiste.
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Auf einmal war Messer wieder da
Olaf K. schildert, dass er zu Gina H. ging, sie auf das Messer ansprach. âDa meinte sie, dass sie gleich rĂŒberkommt und hilft mit suchen. Ich hab mein ganzes Werkzeug in einer groĂen Kiste, da war aber nichts. Dann sagte sie, ich soll in dem anderen Schuppen mal schauen, ob es da ist. Das habe ich dann auch gemacht. Dann bin ich ein und nachmittags wieder raus und gucke in die Kiste wieder rein. Da lag das Messer. Ich glaube nicht, dass ich das ĂŒbersehen habe. Das habe ich der Kripo erzĂ€hlt und die haben das Ding mitgenommen.â
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Jetzt geht es um Messer vom Zeugen
Olaf K. hatte ein Campingmesser, das seit Jahren an seiner GaragentĂŒr in einer Scheide steckte. Ihm sei dann aufgefallen, dass es plötzlich fehlte. Er machte sich Sorgen, weil zu dem Zeitpunkt bekannt war, dass Fabian erstochen worden war.
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Gina H. schickte Zeugen freizĂŒgige Fotos
Dann will der Richter wissen, ob die Angeklagte ihm Bilder geschickt hatte. In einem frĂŒheren Termin wurden Sprachnachrichten von Gina H. gezeigt, in denen sie den Nachbarn darum bat, freizĂŒgige Fotos fĂŒr Onlyfans verwenden zu dĂŒrfen, die sie ihm gesendet hatte.
Der Zeuge lacht: âJa, freizĂŒgig. Teils oben ohne, nackt. Damals habe ich mich drĂŒber gefreut. Heute weiĂ ich, dass es war, um mich bei Laune zu halten. Die Bilder habe ich immer wieder bekommen, ohne danach zu fragen.â Bei der Durchsuchung soll bei ihm ein Kalender mit freizĂŒgigen Bildern von ihr gefunden worden sein.
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Zeuge wollte Sex von Gina H.
Der Richter liest nochmal die Stelle mit der platonischen Liebe vor. âIch frage Sie ganz direkt: Hatten Sie sich mehr erhofft von der Beziehung zu Frau H.?â, will er von Oalf K. wissen.
Der Nachbar antwortet: Zeuge: âAm Anfang ja, als wir uns kennengelernt haben.â
Der Richter fragt genauer. âSex haben zum Beispiel?
âJaâ, antwortet Olaf K.
Richter. âHat Frau H. das gewusst?â
Olaf K.: âJa, weil ich das gesagt habe. Zum Anfang hat sie gesagt nein, weil sie in einer Beziehung war. Als sie es dann nicht mehr war, gab es dann immer irgendwelche Ausreden. Da war nie irgendwas. Sie hat Andeutungen gemacht. In der Zeit, als sie sich getrennt haben, hieĂ es ja irgendwann mal. Es gab auch keinen Kuss.â
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Richter hakt wegen falschen Alibi nach
Richter: âIn diesen Telefonaten wird darĂŒber gesprochen, wie sie Frau H. ein Alibi geben. Was können sie dazu sagen?â
Olaf K.: âIch habe ja schon erwĂ€hnt, dass ich den Tag nicht zusammengekriegt hat. Ich war halt froh, dass sie mir das dann erzĂ€hlt hat.â
Der Richter: âSie hat betont, mehrfach, dass sie den ganzen Tag zusammen waren.â Er liest aus der Vernehmung vor, um die es in dem Telefonat ging. In der Vernehmung sagte Olaf K., dass er nicht genau weiĂ, bis wann sie die Pferde gemacht haben. Obwohl Gina H. ihn vorher noch darauf eingeschworen hatte, dass sie bis um 11 Uhr zusammen gewesen waren.
Richter: âWenn ich sie jetzt direkt frage: Waren sie bis um 11 Uhr dort? War das so?
Zeuge: âIch glaube nicht, nein.â
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Schmunzeln im Gerichtssaal
Folgende Passage aus dem Telefonat sorgt fĂŒr Schmunzeln unter den Zuschauern.
Gina H.: âJa, und Samstag und Sonntag. Wir waren das ganze Wochenende zusammen.â
Olaf K.: âJa leiderâ, er lacht. âWenn wir uns wenigstens im Bett zusammen rumgetrieben hĂ€tten.â
Gina H.: âKannst du ja angeben.â
Der Nachbar: âNein, dann musst du Taten sprechen lassen, dann kann ich das sagen. Ansonsten haben wir eine rein platonische Liebe.â
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Gina H. sprach Aussage von Olaf K. ab
Es wird ein weiteres GesprÀch abgespielt. Darin erklÀrt Nachbar Olaf K., dass er erneut bei der Kriminalpolizei vorgeladen ist. Gina H. gibt dem Nachbarn Uhrzeiten und Orte vor, die er benennen soll, an denen sie zusammen gewesen seien.
Gina H. im abgehörten Telefonat: âDie wollen bestimmt mit dir reden wegen dem Misthaufen. Oder ob wir Freitag wirklich zusammen waren. Ich kann mir 1 und 1 zusammenzĂ€hlen. Ich hab dir gestern gesagt, die Durchsuchung hat mit meinem Mist zu tun. Sagst du irgendwas, das nicht passt, dann kommen die, und dann bin ich weg.â
Eine Minute spÀter ruft Gina H. Olaf K. nochmals an.
Gina H.: âMir ist grad eingefallen: WeiĂt du, wie lange wir die Pferde gemacht haben?
Der Nachbar: âNö.â
Die Angeklagte: âBis 11. Von 11 bis 12 Uhr war ich dann mit Leo und dann war ich ja mit Christian zusammen. Ist mir nur grad noch eingefallen. Meld dich, wenn du da raus bist.â
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Gina H. strickte Verschwörungstheorie
Das abgehörte Telefonat wird fortgesetzt: Gina H.: âUnd Adi (Matthias R., der Vater von Fabian, d.Red.) und Dorina sollen Versicherungsbetrug machen wollen. Adi hat einen Haufen Schulden, na die Lebensversicherung fĂŒr Fabian.â
Olaf K. lachend: âZiehen sie sowas auch in Betracht? Heftig, ehrlich.â
Gina H.: Ich hab richtig Schiss, wenn die sich jetzt schon sowas ausdenken.
Olaf K.: âWenn du damit nichts zu tun hast, ist doch alles gut. Solange nichts bewiesen ist, ist doch alles gut. Wenn du nicht mit drinnen steckst, musst du dir keine Gedanken machen.â
Gina H.: âIch hab schon die beklopptesten Geschichten gehört, wie unschuldige verhaftet werden, die dann im Knast sitzen. Ich kenn auch jemand der unschuldig im Knast gesessen hat und nie wurde der richtige TĂ€ter gefunden.â
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Richter nimmt Zeugen in die Mangel
Der Richter hakt jetzt beim Nachbarn von Gina H. nach: âFrau H. hat ihnen gesagt, sie war mit Leo spazieren. Hier in dem Telefonat sagt sie was anderes, dass sie zu dem Tierheilpraktiker wollte. Sie haben sie sogar gefragt, ob das nachweisbar ist. Die Polizei hat bei dem Tierheiler gefragt, ob eine Frau H. bei ihm war.â
Er verliest einen Aktenvermerk: âAm 21. Oktober wurde die Praxis in Lohmen des Tierheilers durch die Beamten aufgesucht. Gina H. will dort bei ihm gewesen sein. Der Betreiber Frank H. wurde gefragt und gab an, sich bis 17 Uhr dort aufgehalten zu haben. Hunde und Katzen habe er seit acht Wochen nicht mehr behandelt. Gina H. war ihm vom Namen nicht bekannt, ihren auffĂ€lligen orangefarbenen Fiat hat er ebenfalls nicht gesehen.â
Richter: âHat Frau H. noch mal etwas zu dem Tierheilpraktiker gesagt?â
Zeuge: âNein, nur in dem Telefonat, ansonsten nichts.â
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Sorge um Wildtierkameras
Dem Zeugen Olaf K. wird ein abgehörtes Telefonat zwischen ihm und der Angeklagten vorgespielt. Es geht um Wildtierkameras. Gina H. hat Angst, von diesen fotografiert worden zu sein. Sie sei in der Gegend von Fabians Leichenfundort mit dem Auto unterwegs gewesen, sie sei zum Tierheilpraktiker wegen ihres Pferdes gefahren.
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âSache wurde mir zu heiĂâ
Einen Tag spĂ€ter bat Olaf K. Gina H. darum, die Schuhe wieder abzuholen. âIch hab ihr am Tag danach gesagt, sie soll ihren ScheiĂ wieder abholen. Die ganze Sache wurde mir zu heiĂ. Sie war nicht begeistertâ, schildert der Zeuge.
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Zeuge sollte Schuhe verstecken
Der Richter fragt: âWas sollten sie mit dem Paar Schuhe?â Olaf K. gibt an, dass er sie âbeiseiteâ legen sollte. âDamit keiner kommt. Ich sollte die beiseitelegen, damit sie bei ihr nicht gefunden werdenâ, erklĂ€rt Olaf K. Warum er sie verstecken sollte, will der Richter jetzt wissen. âWeil ich der beste Freund binâ, erklĂ€rt Olaf K. Der Richter wird stutzig und will wissen, warum der Zeuge das nicht hinterfragt habe. âIch denke ĂŒber sowas nicht nach. Man macht und gut ist.â Die Schuhe seien sauber gemacht geworden. âIch habe die bei mir in der Garage ins Regal gestellt und da blieben sie stehen. Dann kam sie zwei Tage spĂ€ter mit einem groĂen Beutel mit noch mehr Schuhen. Die sollte ich auch beiseite tun.â
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Gina H. gab Olaf K. weiĂe Schuhe
Am Tag nach dem offiziellen Fund von Fabians Leiche gab Gina H. Olaf K. weiĂe Turnschuhe. âSie brachte mittags ihre Schuhe, ein paar weiĂe Turnschuhe, die sie an dem Abend anhatte. Ein paar Tage spĂ€ter kam sie mit einer TĂŒte Schuhe zu mir, alles weiĂe Turnschuhe.â Der Richter holt jetzt aus einem groĂen Karton mehrere durchsichtige Plastikbeutel mit hellen Turnschuhen raus.
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Gina H. hatte Angst vor Spurenfund
In einem Telefonat mit Olaf K. berichtete Gina H., dass sie Angst davor habe, dass man Spuren an ihrem Auto finde. Zuvor hatte sie die Information von einer Person erhalten, dass Wildkameras ausgewertet werden. âIch habe ihm gesagt, dass mir der Arsch auf Grundeis geht wegen meines Autos. Aber er meinte, wenn ich ordentlich gereinigt habe, dann finden die da eh keine Spuren. Dann meinte er, dass sie auch gucken wegen Wildkameras. Das wĂ€re natĂŒrlich auch die Arschkarteâ, so Gina H. in dem Telefonat mit Olaf K.
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Jetzt geht es um GrillanzĂŒnder
Jetzt geht es um den GrillanzĂŒnder, der bei Gina H. gefunden wurde. Olaf K. sei mit dem GrillanzĂŒnder zu der Angeklagten âherĂŒbergegangenâ. âDa haben wir mit meinem GrillanzĂŒnder ein Feuer gemacht, weil da viel Zeug wie Pappe und so war. Sie hatte keinen GrillanzĂŒnderâ, erklĂ€rt der Zeuge.
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Fabians Mutter wieder im Saal
Dorina L. kommt wieder zurĂŒck in den Gerichtssaal.
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Olaf K. wollte Angeklagter Alibi geben
Der Richter konfrontiert Nachbar Olaf K. mit einer Sprachnachricht: âUnd zum Thema Alibi: Da ich nicht sagen möchte, dass ich mit dir zusammen war (âŠ). Hat Olaf gesagt, ja, dann sagen wir, dass wir den ganzen Tag zusammen waren, und gut ist.â
Richter: âHerr K., sie hatte mit Ihnen besprochen, dass Sie Herrn D. aus dem ScheiĂ raushalten möchten und zwecks Alibi hĂ€tten Sie gesagt, dass Sie zusammen gewesen seien.â
Zeuge: âEs ging ja um den Freitag da. Das war ein stinknormaler Tag und da kam das dann âŠâ
Richter: âWarum geht es am 11. Oktober, Fabian wird noch vermisst, um das Thema Alibi?â
Zeuge: âIch weiĂ es nicht, ich habe das alles nicht hinterfragt.â
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Foto von Fabians Leiche wird gezeigt
Jetzt wird ein Bild von der Leiche Fabians gezeigt. Gina H. schaut das Foto nicht an und senkt den Blick. Olaf K. erklĂ€rt, wie weit er von der Leiche entfernt stand. Der Richter weist den Zeugen darauf hin, dass an genau der Stelle auch ein Schuhabdruck von ihm gefunden wurde. Der Zeuge sagt, dass die Leiche anders aussah, als er da war. âDas sah nicht so schlimm aus wie auf dem Bild. Die Beine waren gerade, das war alles nicht so, wie soll ich sagen. So hat das nicht ausgesehen. Es sah in AnfĂŒhrungsstrichen normal aus, sauber.â
Es wird noch ein anderes, noch schrecklicheres Foto von Fabians Leiche gezeigt. Der Zeuge bleibt dabei, dass es in seiner Erinnerung anders aussah, auch wenn es dunkel war. Gut, dass Fabians Mutter nicht im Saal ist und das ansehen muss.
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Fahrt zum Fundort dauerte 20 Minuten
Laut Nachbar Olaf K. dauerte die Fahrt zum Fundort von Fabians Leiche 20 Minuten. Er sei noch nie zuvor an der Stelle gewesen.
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Fabians Mutter nicht zurĂŒck zum Prozess gekommen
Nach der Pause ist Fabians Mutter nicht in den Prozess gekommen. Ob sie heute noch an der Verhandlung teilnehmen wird, ist unklar.
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Es geht weiter
Olaf K. kehrt in den Zeugenstand zurĂŒck. Er hat einen Kaffee mitgebracht.
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Richter macht 30 Minuten Pause
Nach den heftigen Aussagen von Olaf K. sagt der Richter zum Zeugen: âHerr K., wir haben uns zwei Stunden unterhalten, ich wĂŒrde uns beiden mal 30 Minuten Pause anbieten.â Der nimmt dankbar an. Der Prozess wird eine halbe Stunde unterbrochen.
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Gina H. starrt auf Tisch
Gina H. sitzt zwischen ihren AnwĂ€lten, stĂŒtzt den Kopf auf einer Hand auf und spielt mit der anderen Hand mit ihrer roten Mappe. Ihr Blick ist auf den Tisch vor sich gerichtet.
Die Angeklagte trĂ€gt FuĂfesseln im Gericht
Foto: picture alliance/dpa -
âWas willst du der Polizei erzĂ€hlen?â
Der Richter will wissen, was dann passierte. Olaf K.: âWir sind zurĂŒck zum Auto gegangen. Gina hat gefragt: ,Was machen wir jetzt? Rufen wir die Polizei?â Ich habe gesagt: ,Lass uns erstmal zum Auto gehen, ich bin ĂŒberfordert geradeâ. Dann haben wir erstmal gar nicht gesprochen. Ich hab gesagt, lass uns morgen frĂŒh sprechen und ĂŒberlegen, was wir machen. Ich habe an der Suhle (Fundort der Leiche, d. Red.) auch gesagt: ,Was willst du der Polizei erzĂ€hlen? Du bist mitten in der Nacht an der Suhle am Arsch der Welt? Was willst du denen erzĂ€hlen?â Dann hat sie nichts gesagt.â
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Gina H. sagte, es sei Fabian
Der Zeuge beschreibt, wie er den Leichnam vorgefunden hat. Ob sie verbrannt war, kann er nicht sagen. âDas habe ich schon der Polizei gesagt: Was weiĂ ich, wie eine verbrannte Leiche aussieht? Das hat die gesagt, dass die Leiche verbrannt aussiehtâ, so Olaf K. Er habe erkannt, dass es ein Mensch sei, aber er habe nicht Fabian erkannt. Frau H. habe gesagt, dass es zu 100 Prozent Fabian sei.
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Fabians Mutter verlÀsst Gerichtssaal
Als die Zeugenbefragung sich dem Moment des Leichenfundes nÀhert, steht Fabians Mutter Dorina L. auf. Sie verlÀsst gemeinsam mit dem psychologischen Beistand den Saal.
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Ausgeschaltetes Handy höchst ungewöhnlich
Richter: âWie gehtâs weiter? Sie steigen aus und haben eine Taschenlampe dabei? Was hatte Gina H. Dabei?â
Zeuge Olaf K.: âDas Handy hat sie bei mir schon ausgeschaltet, als wir los sind. Keine Ahnung warum.â Er habe nicht weiter nachgefragt, auch wenn das höchst ungewöhnlich sei, sagt er.
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Gina H. diktierte Weg zu Fabians Leiche
Es geht nun um die Fahrt zum Leichenfundort: Gina H. habe Nachbarn Olaf K. den Weg diktiert. Vorher sei er dort noch nie gewesen. Den Weg hÀtte er nie im Leben alleine gefunden, sagt der Zeuge.
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âImmer wenn sie die Unwahrheit sagte, wurde sie lautâ
Am Abend des 13. Oktober kam dann Gina H. beim Zeugen Olaf K. vorbei, ihrem Nachbarn. Sie habe dann vom Leichenfund mit Christian D. berichtet. âSie sind hingelaufen, Christian soll es berĂŒhrt haben, aber sie sind sich nicht ganz sicher. Deswegen hat sie gefragt, ob wir hinfahren können, um nochmal nachzusehenâ, so der Zeuge. âSie hat gesagt, dass es Fabian sein könnte. Ich habe gefragt, warum sie nicht die Polizei gerufen haben. Sie hat gesagt, dass er JĂ€ger ist und man in fremdem Revier nicht mit NachtsichtgerĂ€ten sein dĂŒrfe.â
Der Richter hĂ€lt ihm vor, in der Vernehmung erzĂ€hlt zu haben, dass die Angeklagte gesagt habe, dass Christian herausgehalten werden mĂŒsse, weil er wegen des fremden Reviers Ărger bekommen könne. K. habe ihr gesagt, das sei Humbug. Gina sei dann laut und sauer geworden und habe ihn angeschrien, dass D. herausgehalten werden mĂŒsse.
Jetzt sagt Olaf K.: âImmer, wenn sie die Unwahrheit gesagt hat, wurde sie laut.â
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âIdee, in Klein Upahl zu suchenâ
Es geht nun um den Tag, als Gina H. sowohl mit Christian D. als auch mit dem heutigen Zeugen Olaf K. bei Fabians Leiche war. Richter: âAm 13. Oktober haben Sie wieder morgens die Pferde gemacht, es ging auch da wieder um die Suche. Hat sie auch da einmal darĂŒber gesprochen, wo man suchen könnte?â
Nachbar Olaf K.: âEs gab die Idee, in Klein Upahl zu suchen. Da waren Kripobeamte da und sie hat das denen gesagt. Da sei sie mit den Kindern mal Schlitten gefahren.â Dass sie dort Schlitten gefahren war, hat er aber nie mitbekommen.
Richter: âKam ihnen das plausibel vor oder komisch?â
Zeuge: âWas heiĂt plausibel? In dem Moment ja.â
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Reaktion auf Fabians Verschwinden âhielt sich in Grenzenâ
Der Richter will wissen, wie Gina H. auf das Verschwinden von Fabian reagiert hatte. Der Nachbar: âEs hielt sich in Grenzen, sagen wir mal so.â RĂŒckblickend findet Olaf K. das komisch, weil die beiden ein gutes VerhĂ€ltnis gehabt hĂ€tten. âNach meinem Empfinden hĂ€tte ich da mehr erwartet, ein bisschen mehr GefĂŒhl.â Die Angeklagte habe nicht nach Fabian gesucht.
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Warum Foto von sauberem Auto?
Richter: âHat sie ihnen auch Bilder von dem sauberen Auto gezeigt?â
Olaf K. weiĂ es nicht mehr.
âHĂ€tten Sie eine Idee, warum sie solche Fotos von dem Auto an Herrn D. schickt?â, will der Richter wissen. Der Nachbar hat keine Idee, warum sie das gemacht hat.
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Zeuge nennt AutowÀsche ungewöhnlich
Der Richter will nun mehr zum Auto von Gina H. erfahren. Ob Olaf K. es schon mal gefahren sei? Der Nachbar habe es nur mal drei Meter auf der Pferdekoppel gefahren, andere Leute hÀtten das Auto seines Wissens nach nie gefahren.
Richter: âWie ist Frau H. mit dem Auto umgegangen, eher als Gebrauchsgegenstand oder besonders pfleglich? Hat sie es oft gewaschen?â
Olaf K.: âEs war Gebrauchsgegenstand. Ganz am Anfang hat sie es noch gewaschen, spĂ€ter nicht mehr. Am 10. Oktober hat sie erwĂ€hnt, dass sie das Auto gewaschen hat. Das hat sie einfach so erwĂ€hnt.â
Richter: âDas war eher ungewöhnlich?â Zeuge bejaht dies.
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Frage zur Kleidung
Der Richter will von Olaf K. wissen, wie die Angeklagte am Tag des Verschwindens von Fabian bekleidet war. Der Nachbar von Gina H.: âReiterhosen, Turnschuhe, glaub ich, obenrum weiĂ ich nicht.â
Richter: âHat sie einen Pullover angehabt? Einen blauen Pullover?â
Zeuge: âKann ich nicht sagen.â
Der Richter hĂ€lt Olaf K. vor, was er frĂŒher dazu ausgesagt hatte, nĂ€mlich dass sie Turnschuhe, eine Reithose und eine dunkelgrĂŒne Jacke getragen habe. Ob sie abends was anderes bekleidet gewesen sei?
Zeuge: âHose wĂŒrde ich sagen die gleiche, Schuhe auch. Obenrum kann ich nichts sagen.â
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Zeuge zieht Augenbraue hoch bei Testament-Frage
Gina H.âs Nachbar und, nach eigener Aussage, enger Freund, zieht bei der Frage des Richters zum Testament, das sich Gina H. am Tag vor Fabians Verschwinden heruntergeladen hatte, die Augenbraue hoch: âDavon weiĂ ich nichts. Vom Testament hat sie immer wieder mal gesprochen, davon weiĂ ich aber nichts. Das mit dem Suizid-ScheiĂ war ja alles vorher, als sie sich getrennt haben. Da kam J. (Sohn von Gina H.) und meinte, ich soll rĂŒberkommen. Er sagte: ,Mutti sitzt da und weint.â Da lag sie vor dem Pferdestall, ich habe den Notarzt gerufen und J. zu mir genommen. Da ist sie nur komplett zusammengebrochen. Als sie sich selbst verletzt hatte, das war ein anderes Mal vorher, da hatte sie ihre Arme selbst verletzt.â
Das habe sie wegen der Trennung gemacht. âSie hat sich Sorgen gemacht, wie es weitergeht mit der Technik und finanziell.â
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Zeuge hatte Ungereimtheiten festgestellt
Der Richter will von Gina H.s Nachbarn und Bekannten Olaf K. jetzt wissen, wie sein aktuelles VerhÀltnis zu Gina H ist.
Zeuge: âNull. Kein Kontakt mehr seit der Festnahme.â Er verneint alles. âWegen des Vorfalls halt, wegen Fabian. Dass sie sie verhaftet haben.â
Richter: âVor der Verhaftung hatten sie noch Kontakt, nach dem Besuch am TĂŒmpel. Warum kam dann ein Umdenken?â
Olaf K.: âAn dem Abend, als wir an dem TĂŒmpel waren, hat sie mir vorneweg die Geschichte erzĂ€hlt, wie sie mit Christian an dem TĂŒmpel war. Da habe ich schon Ungereimtheiten festgestellt, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Ich habe aber im Hinterkopf gehabt, dass sie sowas nicht macht, auch wenn irgendwas nicht stimmen konnte. Ich wollte es nicht wahrhaben. So eine Festnahme kommt aber nicht grundlos.â
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Fabians Vater macht jetzt alles fĂŒr Angeklagte
Richter: âHat Matthias Frau H. finanziell unterstĂŒtzt, haben Sie da eine GröĂenordnung?
Zeuge: âJeden Monat, es muss reichlich gewesen sein.â Als das Paar sich getrennt habe, habe Matthias R. seine Technik abgeholt, unter anderem einen Traktor.
Richter: âIch bin kein Pferdekenner, aber einen Traktor braucht man. Wie hat sie das dann bewĂ€ltigt?â
Zeuge: âMit mir!â
Richter: âHaben Sie Erkenntnisse, wie das jetzt lĂ€uft?â
Zeuge: âDas macht Matthias alles. Jeden Tag, frĂŒh und abends.â
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Richter fragt zum Handyverhalten
Richter: âVöllig aus dem Zusammenhang jetzt eine ganz banale Frage: Wie war denn das Handyverhalten von Frau H.?â Gina H. hatte zweimal das Handy ausgeschaltet: einmal zum mutmaĂlichen Zeitpunkt des Mordes an Fabian und einmal, als sie mit Olaf K. bei Fabians Leiche war.
Zeuge: âWhatsApp, Instagram und alles. Handy war ein groĂes Thema. Sie war eigentlich schon immer erreichbar.â
Richter: âGab es auch mal Zeiten, wo sie mehr als eine halbe Stunde nicht erreichbar war?â
Zeuge: âGab es sicherlich auch.â An einen konkreten Fall kann sich Olaf K. nicht erinnern. In der Regel habe sie auf Sprachnachrichten sofort geantwortet.
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Fabians Mutter reagiert nicht auf Aussage
Dorina L. blickt wÀhrend seiner Aussage auf Zeuge Olaf K. Sie zeigt keine Regung bei seiner Einlassung. Auch nicht, als es um die Eifersucht von Gina H. geht.
Foto: Peter MĂŒller/BILD-
Kontaktabbruch war âEifersuchtsgeschichteâ
Richter: âWar Eifersucht in Bezug auf Frau L. ein Thema?â
Zeuge: âSie wollte nicht, dass Matthias zu Frau L. noch Kontakt hat. Das war wieder so eine Eifersuchtsgeschichte. Das hat sich ĂŒber die Jahre gezogen, auch 2025.â
Richter: âWir wissen schon durch die Ermittlungen und andere Zeugen, dass Fabian ab August, September wieder Kontakt zu seinem Vater hatte.â
Zeuge: âDavon habe ich erst viel spĂ€ter erfahren.â Wie es dazu kam, kann er nicht sagen.
Fabians Mutter nimmt auch am Dienstag am Prozess teil
Foto: Peter MĂŒller/BILD -
Kontaktabbruch zu Fabians Mutter
Dorina L. kenne der Zeuge von ganz frĂŒher, aber damals sei sie noch âklein gewesenâ. Aus den letzten Jahren kenne er sie nicht. Er wĂŒsste nicht, dass Frau H. etwas ĂŒber sie erzĂ€hlt hat.
Richter: âFabian war öfter mal da, hat Frau H. da nicht von Frau L. erzĂ€hlt?â
Zeuge: âKontakt soll da gewesen sein, das ist dann irgendwann wohl mal abgebrochen. Keine Ahnung warum.â
Richter: âWie hat sie denn ĂŒber Frau L. gesprochen?â
Zeuge: âDie hatten eigentlich guten Kontakt, dann der Abbruch und dann gab es nicht mehr viel Gutes zu berichten. Sie sei viel unterwegs an den Wochenenden, Frau H. war unzufrieden mit der Erziehung.â
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Eifersucht wegen AffÀre mit Fabians Mutter
Zeuge: âEifersucht, war ganz groĂes Thema. Er durfte nicht mit anderen MĂ€dels schreiben oder sonst irgendwelchen Kontakt haben. Das ging grundsĂ€tzlich nach hinten los, dann gabs Stress. Es soll wohl mal was vorgefallen sein und seitdem hat sie kein Vertrauen mehr gehabt, er soll irgendwann mal fremdgegangen sein. Das soll wohl mit der Mutter von Fabian gewesen sein, angeblich.â Das habe Frau H. berichtet.
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Gina H. bezeichnete Familie R. als âasoziale Leuteâ
Der Zeuge zu weiteren Streitthemen: âDurch seine Arbeit war er (Fabians Vater, d.Red.) nie zu Hause, die gemeinsame Zeit hat gefehlt. Mit der Familie von Matthias R. in Breesen hatte sie auch ein Problem. Sie meinte, dass das asoziale Leute seien. Ich kenn die Familie auch, ich hab vorher in Lohmen gewohnt und die Familie mal kennengelernt. Sehr unsauber, sehr unordentlich. Frau H. wollte da nicht hin und Matthias sollte da auch nicht hin.â
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Zeuge: Umgang mit Fabian von Vater war nicht gut
Warum Fabian keinen Kontakt haben wollte, weiĂ er nicht. âDer Umgang, den Matthias mit dem Jungen hatte, das war auch nicht so, von der Erziehung her, wie es eigentlich sein sollte. Das hat Frau H. erzĂ€hlt. Die Erziehung war auch ein Streitthema. Das hat ihr nicht gepasst, er wollte Fabian am liebsten ins Zimmer einsperren, wenn er Blödsinn gemacht hat.â
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Fabian war Streitthema
Richter: âWelche Konfliktthemen hatten die beiden noch, auĂer Alkohol?â
Zeuge: âFabian war auch ein Streitthema. In der Zeit, als ich ihn kennengelernt habe, wollte er nichts mit seinem Vater zu tun haben. Das war ein heikles Thema. Wenn Fabian da war, war Matthias R. nicht da. Wenn dann nur kurz, er war dann arbeiten. Frau H. hat sich dann um Fabian und ihren Sohn gekĂŒmmert.â
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Frage zur Beziehung von Angeklagter zu Fabians Vater
Richter: âWas wissen Sie ĂŒber Matthias R. (Fabians Vater, d. Red.)?â Wie schĂ€tzen sie das ein, seit wann kennen sie den?â
Zeuge: âIhn selber kenne ich erst seit 2020 und habe ihn da kennengelernt. Wie soll ich ihn einschĂ€tzen? Ein sehr fleiĂiger und ansonsten, was die Beziehung angeht, da kam nichts Gutes rĂŒber von Frau H.âs Seite. Die hatten immer Stress und Streitigkeiten wegen seines Alkoholkonsums. Er wollte gerne ein Bierchen trinken, durfte aber nicht. Der allgemeine Umgangston zwischen den beiden war nicht so berauschend. Das weiĂ ich aus ihren ErzĂ€hlungen und habe es auch selbst mitbekommen. Meistens waren es Kleinigkeiten, die ausgeartet sind. Das hat sich untereinander hochgeschaukelt und ist lautstark ausgeartet, mit gegenseitigem Anschreien und Beschimpfen.â
Von TÀtlichkeiten habe er nichts mitbekommen. Sie habe ihm aber mal erzÀhlt, dass es Handgreiflichkeiten gegeben haben soll. Fabians Vater habe sie mal geschubst, als sie noch in Breesen bei ihm gewohnt habe.
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Richter fragt, wie intensiv Kontakt war
Richter: âWie intensiv war der Kontakt, war es ein tĂ€glicher Kontakt?â
Zeuge: âWenn ich auf Arbeit war, haben wir auch geschrieben und telefoniert.â
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Hatte Angeklagte SchlĂŒssel zu seinem Haus?
Richter: âUnd dazu haben Sie sie tĂ€glich bei den Pferden unterstĂŒtzt. Hatte Frau H. einen SchlĂŒssel fĂŒr ihr Haus?â
Zeuge: âNein, aber sie wusste, wo der ErsatzschlĂŒssel ist.â
Richter: âSie hĂ€tte also theoretisch Zugang zu ihrem Haus gehabt. Wie sah es mit ihnen aus, hatten sie einen SchlĂŒssel zu dem Haus der GroĂeltern?â
Der Zeuge verneint empört.
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Olaf K. gab ihr monatlich Geld
Richter: âWenn Sie das mal einordnen: Wieviel Geld haben Sie ihr pro Monat gegeben?â
Zeuge: âWeiĂ ich nicht, 30 bis 40 Euro.â
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Zeuge hat Gina H. finanziell unterstĂŒtzt
Richter: âHaben Sie Frau H. auch finanziell unterstĂŒtzt?â
Zeuge: âJa. Das waren materielle Sachen, die ich gekauft hab, und ab und zu 10 bis 20 Euro, damit sie sich was zu essen kaufen kann. Sie hat sich mal ein Zelt gekauft fĂŒr Stroh und solche Sachen, das waren dann 150 Euro. Sie hatte gesagt, dass Matthias kein Geld dagelassen hat und sie was zu essen kaufen will.â
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âSie sagen gewesen, seit wann ist das nicht mehr so?â
Richter fragt zur Freundschaft nach, spielt auf die Aussage von K. an, sie seien âbefreudnet ⊠gewesenâ: âSie sagen gewesen, seit wann ist das nicht mehr so?â
Zeuge: âSeitdem Frau H. festgenommen wurde, dem 6. November. Da ist mir ⊠Ich weiĂ nicht, ich habâs einfach sein gelassen und den Kontakt abgebrochen.â Seitdem habe er auch nicht mehr mit ihnen gesprochen. âZwei Tage spĂ€ter haben sie mich angerufen, dass ich zum Mittagessen kommen solle, ich habe das abgelehntâ, so der Zeuge weiter.
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Richter: âHaben Sie auch anderen Nachbarn geholfen?â
Richter: âWarum war das so? Sie sind der Nachbar und helfen jeden Tag, wie kommt das zustande?â
Zeuge: âDas ist von Anfang an so, ich hab meine Hilfe angeboten.â
Richter: âHaben Sie den anderen Nachbarn auch Ihre Hilfe angeboten?â
Olaf K.: âWir sind von Anfang an ins GesprĂ€ch gekommen und sie hat mir viel von ihrer Beziehung erzĂ€hlt, dass sie viel alleine ist. Daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt.â
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Er half Gina H. mit den Pferden
Richter: âSind das Frau H.s Pferde oder ihre Pferde? Haben Sie ihr immer geholfen?â
Zeuge: âWenn ich zu Hause war, ja. Zu der Zeit war ich krankgeschrieben und war tĂ€glich zu Hause.â
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Zeuge trennte sich von Ehefrau kurz nach Umzug
Olaf K. zog mit seiner Frau 2020 nach Reimershagen. Sie trennten sich dann, sind seit 2021 nicht mehr zusammen. Es habe sich auseinandergelebt, aber Frau H. hatte damit nichts zu tun, so der Zeuge.
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BILD-Reporter beim 12. Prozesstag
Neue Fragen im Fall Fabian (8):âWarum fĂŒhrte Gina H. zwei MĂ€nner zum Tatort?â
Quelle:Â BILD -
Zeuge ging am Morgen danach zur Angeklagten
âIch habe dann fast die ganze Nacht darĂŒber nachgedacht, was ich da erlebt habe, und mir durch den Kopf gehen lassen, was sie mir erzĂ€hlt hat. Und bin dann am nĂ€chsten frĂŒh zu ihr zum Stall gegangen und habe ihr gesagt, dass ich mit der ganzen Geschichte nichts zu tun haben will. Dann hieĂ es von ihr, dass sie da eine andere Idee hat, und dann bin ich zurĂŒck auf mein GrundstĂŒck.â
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Zeuge sollte Leiche ins Gesicht leuchten: âDas ist Fabianâ
Richter: âUnd dann?â Der Zeuge: âJa, und dann hat sie gesagt, ich soll ihn mal anleuchten und das habe ich dann kurz gemacht. Von den FĂŒĂen angefangen bis kurz vorm Gesicht und habe die Lampe wieder ausgemacht. Dann meinte sie, ich soll die Lampe wieder anmachen und aufs Gesicht leuchten. Das habe ich dann auch gemacht und dann hat sie gesagt ,das ist Fabianâ. Dann sind wir zurĂŒck nach Reimershagen gefahren, ich habe sie abgesetzt, wir haben noch kurz gesprochen und dann bin ich nach Hause.â
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Zeuge: Gina H. wollte ânicht am Telefonâ reden
Der Richter fragt dann nach dem 13.10., dem Tag als die Angeklagte ihn zu Fabians Leiche fĂŒhrte. âDer 13. genauso eigentlich, frĂŒhs getroffen und eigentlich wie die anderen Tage auch. Bis abends dann: Sie rief mich abends an, dass sie mich sprechen möchte. Ich fragte, was ist los? Dann sagt sie ,nicht am Telefonâ und sie kommt zu mir. 15 bis 20 Minuten spĂ€ter war sie dann bei mir und hat mir dann erzĂ€hlt, dass sie mit dem Christian an dem TĂŒmpel da gewesen ist und die da was entdeckt haben und sich aber nicht sicher sind was es ist und ob wir da hinfahren könnten. Ich habe mich angezogen, Taschenlampe mitgenommen und wir sind da hingefahren. Auf einem Feldweg angehalten, quer ĂŒber den Acker gelaufen zu dem TĂŒmpel runter und dann hab ich den Jungen da halt liegen sehen.â
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Zeuge: âDer 10. war ganz normalâ
Zeuge: âDer 9. Oktober war ein ganz normaler Tag, wir haben uns getroffen und die Pferde zusammen gemacht. Dann bin ich auf mein GrundstĂŒck und habe meinen eigenen Krempel gemacht. Erst gegen Abend haben wir uns wieder gesehen, nochmal kurz gesprochen und das war der 9.â Zum Tag von Fabians Verschwinden sagt er aus: âDer 10. das war eigentlich alles ganz normal, da war nix auffĂ€lliges, wie gehabt. Ab und zu mal gesehen zwischendrin.â
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Zeuge: âSind befreudet ⊠gewesenâ
Olaf K.: âFrau H. kenne ich seit 2020, damals bin ich nach Reimershagen gezogen und ihr GrundstĂŒck mit den Pferden grenzte an meins an. Dort haben wir uns kennengelernt und sind befreundet ⊠gewesen. Es hat sich dann im Laufe der Zeit eine Freundschaft entwickelt. Ich habe ab und zu bei ihr geholfen auf dem GrundstĂŒck mit Pferden und anderen Sachen. Fabian kenne ich daher, wenn er damals noch bei Frau H. zu Besuch war.â
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Zeuge murmelt vor sich hin
Der spricht nicht sehr deutlich, murmelt eher seine Aussagen vor sich hin, hat sÀchsischen Dialekt.
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Olaf K. hat Zeugenbeistand
Olaf K. kommt nicht alleine. Er wird von einem Zeugenbeistand begleitet. Das ist ein Anwalt, der ihn bei seinen Aussagen berÀt, etwa ob er ein Aussageverweigerungsrecht hat.
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Zeuge Olaf K. tritt vor Gericht
Der Zeuge betritt den Saal und wird belehrt. Er trĂ€gt einen schwarz-braunen Pullover, eine dunkle Hose und je einen Ohrring an beiden Ohren: âMein Name ist Olaf K., ich bin 1968 geboren und Verkehrstechniker.â
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Jacke könnte starkes Indiz sein
Die Verteidigung hat immer argumentiert, dass die Faserspur im Auto, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von Fabians grauer LIDL-Sweatshirtjacke stammt, auch vom leiblichen Sohn stammen könnte, da er wohl eine ebensolche LIDL-Sweatshirtjacke auch besitzen soll. Sollte sich herausstellen, dass es doch von Fabian ist, ist das ein starkes Indiz. Denn die Jacke wurde erst nach August 2025 gekauft. Also nachdem Fabian das letzte Mal Kontakt zu Gina hatte.
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Anwalt bringt Kleidung mit
Thomas Löcker legt eine hellgraue Jacke, zwei hellgraue Jogginghosen, eine blaue Jogginghose, blaue Jacke, blaue Pulloverjacke vor. Die Kleidung komme aus dem Haus von Gina H.s GroĂeltern, die hellblauen KleidungsstĂŒcke wurden alle von Gina H.s Sohn getragen. Der Verteidiger hatte Ginas GroĂeltern und Mathias R. darum gebeten, ihm alle hellblauen KleidungsstĂŒcke zu ĂŒberreichen, die Ginas Sohn regelmĂ€Ăig getragen hat. Mathias R. erklĂ€rte gegenĂŒber dem Verteidiger, dass Fabian z. B. die blaue Arbeitshose bei jedem Aufenthalt bei seinem Vater getragen habe.â Zwischen den Faserspuren bestehe lediglich eine KlassenidentitĂ€t, keine tatsĂ€chliche IdentitĂ€t. Er schlieĂt mit dem Satz: âKommt ein Gutachten lediglich zu diesem Ergebnis, wĂŒrde die Belastbarkeit der Indizien gegen null gehen.â
Der Anwalt von Gina H. hat einen blauen MĂŒllsack in die Verhandlung gebracht
Foto: Peter MĂŒller/BILD -
Gina H.s Anwalt stellt Beweisantrag
Gleich zu Beginn des Prozesses stellt Thomas Löcker, einer der AnwĂ€lte von Gina H., den Antrag, Fasern von KleidungsstĂŒcken der Angeklagten zu analysieren und mit den unter Fabians Fingernagel und unter dem RĂŒcksitz ihres Ford Rangers gefundenen zu vergleichen. Die Kleidung hat er im blauen MĂŒllbeutel mitgebracht.
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12. Prozesstag eröffnet
Das Gericht ist eingetroffen und hat den 12. Prozesstag eröffnet.
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Bis auf den letzten Platz gefĂŒllt
Der Prozesssaal ist wie am Freitag bis auf den letzten Platz gefĂŒllt.
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Gina H. wird in den Saal gefĂŒhrt
Die Angeklagte verbirgt ihr Gesicht wieder mit einem roten Aktendeckel.
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Gina H.âs Anwalt kommt mit blauen MĂŒllbeutel
Die AnwĂ€lte von Gina H. sind da. Thomas Löcker hat einen blauen MĂŒllbeutel dabei, den er vor sich abgestellt hat. Er will sich spĂ€ter zum Inhalt des Beutels Ă€uĂern.
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Enormer Andrang am Dienstagmorgen
Die Schlange ist heute noch lĂ€nger als am letzten Prozesstag am vergangenen Freitag, an dem Christian D. aussagte. Da war der Gerichtssaal bis auf den letzten Platz gefĂŒllt. Am heutigen Dienstag ist der Vorraum noch voller, mehr als 60 Menschen haben sich lange vor Prozessbeginn angesammelt, berichtet der BILD-Reporter vor Ort.
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Zeuge berĂŒhrte Leiche, rief trotzdem nicht Polizei
BILD-Reporter Johannes Schmitz beim Prozess:Gina H. fĂŒhrte Kumpel zu Fabians Leiche
Quelle:Â BILD -
Lange Schlange vor dem Gericht
Mehr als eine Stunde vor Prozessbeginn hat sich vor dem Rostocker Gericht eine lange Schlange gebildet. Mit Spannung wird die Aussage von Gina H.âs Nachbarn Olaf K. erwartet. Auch ihn soll sie zur Leiche von Fabian gefĂŒhrt haben. Auch er informierte die Polizei nicht.
GroĂer Andrang vor dem Landgericht Rostock
Foto: Johannes Schmitz -
Schluss fĂŒr heute
Nach der ErklÀrung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung endet der 11. Prozesstag im Mordfall Fabian. Die Verhandlung wird am nÀchsten Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock fortgesetzt.
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Verteidiger kontert: 70 Prozent oder 30 Prozent?
Verteidiger Thomas Löcker hĂ€lt dagegen. Er erinnert daran, dass Christian D. sein Erinnerungsvermögen selbst nur mit â70 bis 80 Prozentâ eingeschĂ€tzt habe.
âWir wissen nicht, ob wir heute die 70 Prozent oder die 30 Prozent gehört habenâ, sagt Löcker.
Damit endet der Prozesstag. Die Verhandlung wird am nÀchsten Termin fortgesetzt.
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Staatsanwalt sieht Angeklagte belastet
Oberstaatsanwalt Harald Nowack zieht eine deutliche Bilanz der Zeugenaussage. Christian D. habe bestÀtigt, dass die Idee, am 13. Oktober ausgerechnet am spÀteren Fundort nach Fabian zu suchen, allein von Gina H. ausgegangen sei.
Zudem habe der Zeuge geschildert, dass er rĂŒckblickend den Eindruck gewonnen habe, die Angeklagte habe ihn gezielt zu dem TĂŒmpel gefĂŒhrt. âSie kannte den Ortâ, fasst Nowack seine Bewertung zusammen.
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Staatsanwalt meldet sich zu Wort
Nach der Vernehmung des Zeugen gibt nun Oberstaatsanwalt Harald Nowack eine ErklÀrung zur Beweisaufnahme ab. Seine Einordnung folgt.
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âIch treffe meine Entscheidungen selbstâ
Ein Schöffe fragt nach dem Kontaktabbruch zu Gina H. Hatte jemand Einfluss auf diese Entscheidung?
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