ZDF ändert am Mittwoch das TV-Programm: „Was nun, Herr Merz?“

Ein Jahr Kanzler Friedrich Merz, und die Bilanz fällt ernüchternd aus – das ZDF hakt nach. Wann läuft die Sendung?
Mainz – Genau ein Jahr nach seiner Wahl zum Bundeskanzler muss sich Friedrich Merz am Mittwoch, 6. Mai, kritischen Fragen stellen. Das ZDF unterbricht dafür sein reguläres Abendprogramm und sendet ab 19.20 Uhr eine Sonderausgabe von „Was nun, Herr Merz?“ – für die Sendung fliegt „plan b: Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft“ aus dem Programm.
Bettina Schausten und Anne Gellinek ziehen im ZDF Bilanz mit Friedrich Merz
ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und Nachrichtenchefin Anne Gellinek nehmen den Jahrestag zum Anlass für eine Bilanz der schwarz-roten Koalition. Laut ZDF stehen dabei hauptsächlich stockende Reformprojekte im Renten- und Gesundheitssystem im Mittelpunkt: Bereiche, in denen die Koalitionspartner tief zerstritten sind.
Hinzu kommt wachsender Druck von innen: Steuerpolitik, Sozialstaatsreformen und Wirtschaftsfragen sorgen für anhaltende Konflikte, auch aus den eigenen Unionsreihen wächst die Kritik am Kurs des Kanzlers. Außerdem steht Deutschlands außenpolitische Rolle auf dem Prüfstand – etwa im Verhältnis zu den USA und im Umgang mit dem Iran-Konflikt.
ZDF ändert das TV-Programm und zeigt „Was nun, Herr Merz?“
Das geänderte ZDF-Programm am Mittwoch, 6. Mai, im Überblick:
- 19.00 Uhr: heute
- 19.20 Uhr: Was nun, Herr Merz?
- 19.50 Uhr: XY Spuren des Verbrechens
- 20.35 Uhr: Aktenzeichen XY… Ungelöst
- 22.05 Uhr: heute journal
- 22.40 Uhr: auslandsjournal
- 23.55 Uhr: Markus Lanz
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Die Sendung ist im Anschluss auch in der ZDF-Mediathek abrufbar (mehr ZDF-News bei RUHR24 lesen).
Vor ZDF-Besuch: Merz stand bereits in „Miosga“ im Ersten Rede und Antwort
Das Interview im ZDF ist nicht Merz‘ erster TV-Auftritt zum Jahrestag. Bereits am Sonntag (3. Mai) saß der Bundeskanzler bei Caren Miosga in der ARD. Dort räumte er offen ein, dass der Unmut in den eigenen Unionsreihen über Kompromisse mit der SPD wächst. Der SPD schickte er zugleich eine Warnung: „Kompromisse sind keine Einbahnstraße“, sagte Merz laut tagesschau.de.
Außenpolitisch bestätigte er beim ARD-Auftritt, dass die ursprünglich von Joe Biden zugesagten „Tomahawk“-Marschflugkörper vorerst nicht in Deutschland stationiert werden, da die USA derzeit selbst zu wenige hätten.
„Was nun, …?“ im ZDF
Das politische Interview-Format läuft seit mehr als 40 Jahren im ZDF. Die erste Ausgabe wurde im August 1985 ausgestrahlt, damals moderiert von Klaus Bresser und Wolfgang Herles. Seitdem stehen Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker in der Sendung Rede und Antwort.
Den Abzug von mehr als 5.000 US-Soldaten aus Deutschland bezeichnete Merz als „nicht neu“. Seinen Kommunikationsstil, der zuletzt für Kritik gesorgt hatte, verteidigte er grundsätzlich: „Ich sage es beim nächsten Mal besser. Aber ich sage es nicht anders.“
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