Warum hat Dijana Cvijetic ein Pflaster auf dem Bauch? Die Hintergründe sind bitterernst
Hinter dem Pflaster von „Love Island VIP“-Star Dijana Cvijetic steckt eine Geschichte, die unter die Haut geht: lebensbedrohliche Schmerzen, eine Not-Operation und eine Krankheit, die viele Frauen betrifft.

Dijana Cvijetic ist derzeit bei „Love Island VIP“ zu sehen .
© IMAGO / Gartner
In der Villa flirtete sie, lachte, tanzte und genoss das Leben – doch unter der Oberfläche trug Dijana Cvijetic eine Wunde, die weit über das Sichtbare hinausgeht. Das kleine Pflaster unterhalb ihres Bauchnabels, das in der RTLZWEI-Show auffiel, war der sichtbare Teil eines schweren Kapitels ihres Lebens. Erst jetzt sprach die 29-Jährige offen darüber, was wirklich hinter der TV-Fassade passierte und warum sie ihr Lächeln trotzdem nicht verloren hat.
Eine lebensbedrohliche Diagnose kurz vor dem TV-Start
Nur wenige Wochen vor dem Einzug in die Villa erlebte die Reality-Bekanntheit einen medizinischen Albtraum. „Ich hatte innere Blutungen. Der Schmerz wurde immer stärker“, erzählte sie gegenüber der BILD-Zeitung. Zunächst glaubte Dijana, es handle sich – wie schon öfter – um eine harmlose Zyste. Doch diesmal war alles anders.
„Ich habe Morphin bekommen und habe trotzdem alles gespürt. Dann gab es noch eine Kontrolle und plötzlich hieß es: Not-OP, eine geplatzte Blutzyste, ein Riss irgendwo im Bauch.“ Nur durch den schnellen Eingriff der Ärztinnen und Ärzte konnte ihr Leben gerettet werden.
Seitdem erinnert eine lange Narbe an diese Nacht – verborgen unter dem Pflaster, das viele Zuschauerinnen während der Show bemerkten. „Ich trage es, um die Narbe vor der Sonne zu schützen“, erklärte sie.
Jahre voller Schmerzen: Dijanas Kampf mit Endometriose
Die Operation war kein Einzelfall. Schon lange leidet Dijana an einer Erkrankung, die Millionen Frauen betrifft, aber noch immer zu selten offen thematisiert wird: Endometriose.
„Ich habe seit fünf oder sechs Jahren öfter Tumore und Verwachsungen im Unterleib. Daher muss ich alle sechs Monate Proben abgeben. Ich habe schon sehr lange Endometriose. Ich weiß, dass es für mich daher sehr schwierig wird, Mama zu werden,“ erzählte sie offen.
Endometriose ist eine chronische, oft schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Die Folgen reichen von starken Regelschmerzen über Verwachsungen bis hin zu Unfruchtbarkeit. Viele Betroffene erhalten erst nach Jahren eine Diagnose – so auch Dijana.
Trotz der Belastung will sie anderen Frauen Mut machen: „Das war eine schwere Reise, aber jetzt ist es nichts mehr, was mir Angst macht.“
Wenn der Körper nicht mehr kann: Burn-out nach der Trennung
Doch nicht nur körperlich wurde Dijana an ihre Grenzen gebracht. Nach dem Ende einer Beziehung erlitt sie einen Burn-out und musste in eine Reha-Klinik. „Als Schluss war, hatte ich einen Burn-out und war in einer Reha-Klinik. Ich war immer die Starke und dachte, ich schaffe alles alleine,“ erinnert sie sich.
Was folgte, war ein schleichender Rückzug aus dem Leben: „Ich wollte nicht wahrhaben, dass es mir schlecht geht, traute mich nicht, mit jemandem darüber zu sprechen – bis ich drei Wochen gar nicht mehr aus dem Bett kam und kein Tageslicht mehr sehen wollte.“
Erst in der Therapie fand sie wieder zu sich selbst. „Ich habe das erste Mal begriffen, dass ich mich selbst nie gesehen habe, sondern nur für andere funktioniert habe. Nachdem ich mich dafür entschieden habe, mit jemandem darüber zu reden, hat sich mein Leben komplett verändert.“
Ihr offener Umgang mit Endometriose, Burn-out und Selbstzweifeln kann Betroffenen Mut machen, über ihre eigenen Kämpfe zu sprechen. Denn Sichtbarkeit schafft Verständnis und vielleicht sogar ein bisschen Heilung.




