Sie werden ABSOLUT ÜBERRASCHT sein, wie die Helfer von Wal Timmy nun geehrt werden – die Veranstaltung sorgt für große Aufmerksamkeit
Timmys Tod konnte auch Till Backhaus nicht verhindern, doch der Umweltminister möchte sich bei allen Helfern bedanken
Insel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) – Auch wenn all die Mühen letztlich umsonst waren und Timmy nicht überlebte, möchte sich der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern bedanken. Bei denen, die die Hoffnung nie aufgaben, die sich wochenlang für den vor der Insel Poel gestrandeten Ostseewal eingesetzt haben. Till Backhaus (67, SPD) schmeißt eine Party.
Am kommenden Samstag lädt der Wal-Minister auf die Insel Poel in der Ostsee. Rund 50 Gäste werden erwartet: Helfer von Organisationen wie der DLRG und der Freiwilligen Feuerwehr, zumeist Ehrenamtler. Es sollen erst Ehrenurkunden überreicht, dann der Grill angefeuert werden.
Rund vier Wochen lag Timmy vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht fest und wurde, so gut es ging, versorgt
Veranstaltung ist nicht öffentlich
Das Fest ist ausdrücklich keine öffentliche Veranstaltung. Claus Tantzen, Pressesprecher vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt: „Die Veranstaltung ist nicht presseöffentlich. Es handelt sich um einen persönlichen Dank von Minister Dr. Till Backhaus an die zahlreichen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer, die über Wochen – vielfach auch an Wochenenden und über die Osterfeiertage hinweg – im Einsatz waren.“
Weiter heißt es: „Gemeinsam mit der Gemeinde entstand die Idee, den beteiligten Einsatzkräften eine Dankesurkunde zu überreichen.“ Zu den Eingeladenen zählen laut Tantzen unter anderem DLRG, Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, Gemeindevertreter sowie weitere Einsatzkräfte und Unterstützer vor Ort.
Backhaus zahlt Essen privat
Nach Angaben des Ministeriums werden die Kosten für das Essen privat von Minister Backhaus getragen. „Weitere organisatorische Abstimmungen mit der Gemeinde laufen derzeit noch. Eine abschließende Aussage zu möglichen Gesamtkosten kann deshalb aktuell noch nicht getroffen werden“, so Tantzen.
Ende April wurde Timmy im gefluteten Lastkahn gen Ostsee transportiert
Tagelang hatten die Helfer im April in der flachen Kirchsee-Bucht von Poel vor Wismar um Timmys Leben gekämpft. Sie unterstützten den Buckelwal bei Befreiungsversuchen und pflegten die schwer verletzte Haut – bevor er bei einer umstrittenen Aktion mit einem Lastkahn in die Nordsee transportiert wurde. Mitte Mai verendete Timmy dort. Zuletzt wurde der Walkadaver vor der dänischen Insel Anholt obduziert. Überreste sollen Museen bekommen und werden teils auch zu Biodiesel verarbeitet.




