Polizistin bricht im Fabian-Prozess in Tränen aus: „Er wurde entsorgt wie Müll“

Der Prozess im Fall des getöteten Achtjährigen geht am Dienstag weiter. Eine der ersten Polizistinnen vor Ort macht eine Aussage.

Gina H. erschien auch am Dienstag vor Gericht.

Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow hat am Dienstag eine Polizistin vor Gericht ausgesagt. Eine der ersten Beamtinnen am Fundort sagte aus, die Angeklagte sei „sehr kooperativ“ und „redselig“ gewesen, habe aber nicht emotional erschüttert gewirkt.

Ihre Angaben seien „sehr klar und deutlich formuliert“ gewesen und hätten „zurechtgelegt“ gewirkt. Beim Bericht über den Fund des Jungen kamen der Polizistin selbst die Tränen. „Er wurde entsorgt wie Müll“, sei ihr Eindruck gewesen.

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Nach dem Fund der Leiche am Abend des 13. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl im Landkreis Rostock ließ Gina H. den Vater des Jungen im Unklaren über ihre Rolle. Dieser habe erst am 14. Oktober über die Medien vom Fund eines verbrannten Kindes erfahren, geht aus den vor Gericht vorgestellten Telefonkontakten hervor. Die Angeklagte hatte den Fund erst am Vormittag des 14. Oktober der Polizei gemeldet.

Am Dienstag legten Chatnachrichten der Angeklagten Gina H. zudem ihre finanzielle Notlage offen. Wie am 18. Verhandlungstag bekannt wurde, sah sich die Angeklagte wenige Monate vor dem Tod des Jungen in großer finanzieller Abhängigkeit vom Vater Fabians, mit dem sie vier Jahre zusammen war. In einer im April 2025 aufgenommenen Sprachnachricht beklagte sie laut NDR, es sei schlimm, „dass du mich erpressen kannst, dass ich alles verlieren würde“. Ohne dessen Geld könne sie weder Traktor noch Futter für ihre fünf Pferde bezahlen und auch keinen Kredit bedienen. Einem Bekannten schrieb sie im Juli 2025, ihr fehlten monatlich 1200 Euro.

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