Ostsee-Drama im Live-Ticker: Timmy hat Wasser in der Lunge – Und die Entscheidung der Behörden löst Empörung im ganzen Land aus!

Am Montagabend traf der große Schwimmbagger mit Crew auf Poel ein

Timmy geht es immer schlechter

Foto: Martin Brinckmann

Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Timmy geht es immer schlechter. Mittlerweile hat sich Wasser in seiner Lunge angesammelt. Trotzdem könnte ein nächster Rettungsversuch unternommen werden. Am Verwaltungsgericht Schwerin wurde ein Eilantrag angenommen, der fordert, dass das Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern eine Rettungsaktion für den Wal zulässt. Bis heute Mittag um 12 Uhr hat das Ministerium Zeit, sich dazu zu äußern. Dann wird das Gericht entscheiden. Derweil lässt Backhaus nach eigenen Angaben einen anderen Plan prüfen.

Die Polizei hat um Timmy herum ein Sperrgebiet von 500 Metern eingerichtet. BILD-Reporter vor Ort berichten über das Wal-Drama.

    • Minister: Wasser sammelt sich in Lunge

      Auch am Montag hat Umweltminister Till Backhaus keine guten Nachrichten zu Timmy, dem Wal. Seit Freitag atmet das Tier schwer. Backhaus erklärt: „Inzwischen gehen unsere wissenschaftlichen Berater davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dies wäre dann ein Hinweis, dass seine Organe schwer geschädigt sind. Dies mitansehen zu müssen, fällt allen Beteiligten schwer.“

      Foto: Martin Brinckmann
    • „Schlimmste Hölle“

      Gegenüber der Ostsee-Zeitung hat sich Minister Till Backhaus zum Hass gegen seine Person geäußert. Der Politiker wird kritisiert nicht genügend für Timmy zu tun. „Ich bin so lange im Amt, ich bin hier schon durch einige Höllen gegangen. Aber diese Hölle ist die schlimmste, die ich je als Minister erlebt habe. Allein gegen mich liegen 47 Strafanzeigen vor. Ich werde täglich angefeindet.“

      Foto: Philip Dulian/dpa
    • Nächste Lagebesprechungen

      Zu Timmy soll es heute Morgen erneut verschiedene Runden und Lagebesprechungen geben. Konkrete Details dazu sind bislang nicht bekannt.

      Foto: Martin Brinckmann
    • Bagger sind weg

      Die Bagger, die in der Nähe von Timmy abgestellt waren, sind weg. Laut Polizei haben die Fahrzeuge mit den Baggern das Höchstgewicht für das Parken an dieser Stelle überschritten. Deswegen mussten die Fahrzeuge umgeparkt werden.

      Foto: NEWS5
    • Heute Entscheidung

      Heute soll sich entscheiden, wie es mit Timmy weitergeht. Wird noch ein Rettungsversuch unternommen? Das Verwaltungsgericht prüft einen Eilantrag. Parallel dazu wird ein weiterer Rettungsplan einer anderen Gruppe von Minister Till Backhaus überprüft.

  • Timmy hält weiter durch

    Timmy kämpft weiter. Der Wal gibt auch am frühen Dienstagmorgen Lebenszeichen von sich. Mehrmals war zu sehen, wie er durch sein Blasloch Luft ausgestoßen hat.

  • Dienstag könnte Schicksalstag werden

    Der kommende Tag könnte für das Drama um den gestrandeten Wal Timmy entscheidend werden. Bis 12 Uhr muss das Umweltministerium von Till Backhaus dem Verwaltungsgericht eine Stellungnahme zum Eilantrag zur Rettung Timmys geben. Dann könnte eine gerichtliche Entscheidung fallen. Parallel prüft Backhaus einen Rettungsplan einer anderen Gruppe, die vom MediaMarkt-Gründer Walter Gunz unterstützt wird. Wird eine der beiden Gruppen morgen das Go bekommen? Schwimmbagger sind bereits vor Ort.

    Foto: Martin Brinkmann
  • Tumulte um Wal Timmy

     

    Tumulte um Wal Timmy:Demonstranten durchbrechen Absperrung

    Quelle: BILD
  • Aufregender Tag geht zu Ende

    Das Schicksal von Timmy bleibt spannend. Am Montag gab es wieder viele neue Entwicklungen. Eine Hilfsorganisation hat erneut ein Eilverfahren eingereicht – und diesmal wurde der vom Gericht angenommen. Bagger sind schon auf der Insel bei Timmy eingetroffen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich eingeschaltet, will mit den Experten reden. Gegen 19 Uhr durchbrachen Demonstranten erneut die Absperrung um Timmy. Derweil hat sich laut Experten der Gesundheitszustand des gestrandeten Wals verschlechtert. Er atmet schwer, es könnte sich Wasser in der Lunge ansammelt haben.

    Foto: Henning Schaffner
  • Zwei Zugmaschinen und vier Mann Crew

    Insgesamt ist eine Crew von vier Mann mit dem Bagger auf der Insel eingetroffen. Dazu noch Pontons und Zubehör auf einer zweiten Zugmaschine. Sie werden erstmal auf Poel übernachten. „Dann warten wir erstmal morgen auf das Ergebnis vom Verwaltungsgericht“, so Baggerfahrer Andre Grever zu BILD.

    Foto: Martin Brinkmann

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