Nahost-Konflikt: Israel kündigt “nächste Phase” im Krieg an
Iran – Eine ballistische Rakete fliegt Richtung Nato-Land Türkei, Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnen-Attacken auf zivile Ziele, die USA versenken vor Sri Lanka ein Kriegsschiff und durch die Straße von Hormus kommt kaum mehr Öl und Gas: Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise.

In der Nacht auf den heutigen Donnerstag flogen die USA und Israel weiter Angriffe im Iran, Teheran griff erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an und das israelische Militär bombardierte weiter Ziele im Libanon.
Zudem nahmen die Befürchtungen zu, dass Israel erneut eine Bodenoffensive in seinem nördlichen Nachbarland beginnen könnte. Die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM) warnte Europa unterdessen vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte.
“Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen Menschen die Grenze überquert haben”, sagte IOM-Chefin Amy Pope (52) im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
5. März, 22.26 Uhr: Iran will Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert haben
Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert.
Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk.
5. März, 22.20 Uhr: Mehr Macht im Krieg für Irans Führungstrio
Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden.
Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtete das iranische Onlineportal Didban.
5. März, 22.14 Uhr: Französischer Rückholflug kehrt wegen Raketenbeschuss um
Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen.
“Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen”, sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen.
5. März, 21.57 Uhr: Italien schließt Botschaft in Teheran
Italien hat wegen des Iran-Kriegs seine Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend geschlossen.
Außenminister Antonio Tajani (72) begründete dies am Abend in Rom mit Sicherheitsgründen. Das Personal sei bereits ins Nachbarland Aserbaidschan in die dortige Hauptstadt Baku verlegt worden. Eine Gruppe von etwa 50 Diplomaten und anderen Italienern, habe den Iran bereits verlassen.

5. März, 21.47 Uhr: First Lady im Irak: “Lasst die Kurden in Ruhe”
Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran ausgesprochen.
“Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete”, teilte Schanas heute mit. “Zu häufig denkt man nur dann an die Kurden, wenn ihre Stärke oder ihre Opfer gebraucht werden.” Die Kurden seien aber keine “Schachfiguren der globalen Supermächte”.
5. März, 21.26 Uhr: Nato erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr
Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme.
Das teilte ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons mit.
5. März, 20.53 Uhr: Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland
Israel warnt seine Bürger angesichts der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland.
Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, mahnte der Nationale Sicherheitsrat. In den vergangenen Tagen seien geplante Terrorangriffe auf Israelis vereitelt worden. Details dazu wurden zunächst nicht genannt. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.
5. März, 20.31 Uhr: Israel kündigt “nächste Phase” im Krieg an
Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt.
“Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über”, sagte der israelische Armeechef Ejal Samir am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Israel setze “die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fort” und bereite “weitere Überraschungen” vor.

5. März, 20.09 Uhr: Macron will Libanon vor Eskalation im Iran-Krieg schützen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) will verhindern, dass der Libanon noch weiter in den Iran-Krieg hereingezogen wird.
Er habe mit den Verantwortlichen im Libanon auf höchster Ebene Gespräche geführt, um einen Plan zur Beendigung der Angriffe auszuarbeiten, die die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel derzeit auf beiden Seiten der Grenze ausführten, teilte Macron auf der Plattform X mit.
5. März, 19.39 Uhr: Iran strebt weder Waffenruhe noch Verhandlungen mit USA an
Der Iran strebt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi (63) derzeit weder eine Waffenruhe noch Verhandlungen mit den USA an. “Wir fordern keine Waffenruhe”, sagte Araghtschi am Donnerstag dem US-Sender NBC News. “Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den USA verhandeln sollten.”
“Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen”, sagte Araghtschi weiter. Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölf-Tage-Krieg zwischen beiden Staaten eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.

5. März, 19.33 Uhr: Irans Streitkräfte melden Angriff auf US-Flugzeugträger
Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger attackiert. Der Flugzeugträger “USS Abraham Lincoln” sei von Kampfdrohnen der Marine der Revolutionsgarden getroffen worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk.
Nachdem sich das Schiff nur wenige Hundert Kilometer der iranischen Küste genähert habe, sei es attackiert worden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier “Chatam Al-Anbija”, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Dafür gab es von US-Seite zunächst keine Bestätigung.
5. März, 19.19 Uhr: Israels UN-Botschafter: Zu früh für Diplomatie
Israel ist derzeit nicht bereit für Verhandlungen über ein Ende des Konflikts mit dem Iran. Für Diplomatie sei es noch zu früh, sagte der israelische UN-Botschafter Danny Danon (54) in New York.
“Wir müssen den Job zu Ende bringen. Wir müssen die Terrormaschine zerschlagen.” Das werde “Tage oder Wochen” dauern, aber nicht Monate, so der Diplomat. Wenn die Führung im Iran “weitermacht”, sei es nur eine Frage der Zeit, bis man wieder an den gleichen Punkt käme.

5. März, 19.04 Uhr: Trump will bei künftiger Führung des Irans mitbestimmen
US-Präsident Donald Trump (79) will laut einem Medienbericht bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen. “Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela”, zitierte ihn das Nachrichtenportal Axios nach einem Telefongespräch mit ihm.
Zugleich machte er klar, dass er Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, als neues Staatsoberhaupt ablehne: “Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt”. Modschtaba Chamenei sei ein “Leichtgewicht”.

5. März, 18.17 Uhr: Ölraffinerie in Bahrain nach Angriffen in Brand geraten – Explosionen in Abu Dhabi
In Bahrain ist Regierungsangaben zufolge ein Industriegebiet mit einer Ölraffinerie im Süden des Landes angegriffen worden und in Brand geraten. “Eine Anlage in der Region Maameer wurde angegriffen”, erklärte das Innenministerium am Donnerstag im Onlinedienst X. Der daraufhin ausgebrochene Brand sei “unter Kontrolle gebracht” worden, hieß es weiter. Es seien nur begrenzte Sachschäden gemeldet worden. Tote habe es nicht gegeben, teilte das Ministerium mit.
In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, waren am Donnerstag mehrere Explosionen zu hören, wie Augenzeugen vor Ort mitteilten. Die nationale Krisenbehörde erklärte auf X, die Luftabwehr habe auf eine “Bedrohung durch Raketen” reagiert.
5. März, 18.15 Uhr: Iranische Medien melden Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran wird den sechsten Tag in Folge von Raketenangriffen erschüttert. Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Isna meldete mehrere Explosionen im Osten der Millionenmetropole. Auch das Onlineportal Etemad meldete Raketeneinschläge.
Die israelischen Streitkräfte kündigten unterdessen einen Angriff in einem Industriegebiet etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an. In einem persischsprachigen Post riefen sie die Bürger auf X dazu auf, das Gebiet zu verlassen.

5. März, 17.21 Uhr: Aserbaidschan droht Iran nach Drohneneinschlag mit Vergeltung
Nach dem Einschlag zweier im Iran gestarteter Drohnen in Aserbaidschan hat die Führung in Baku mit Vergeltung gedroht.
Aserbaidschans Staatschef Ilham Alijew warf Teheran am Donnerstag einen “terroristischen” Drohnenangriff auf einen Flughafen und in der Nähe einer Schule vor. Die mit Aserbaidschan verbündete Türkei verurteilte den Angriff auf Aserbaidschan “aufs Schärfste”. Teheran bestritt die Attacke und beschuldigte seinerseits Israel.
5. März, 17.19 Uhr: Laut Rotem Halbmond 4000 zivile Gebäude im Iran zerstört
Bei den amerikanischen und israelischen Bombardierungen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 4000 zivile Gebäude zerstört worden. Betroffen seien 3646 Wohngebäude sowie 528 Geschäftseinheiten, berichtete die iranische Halbmondgesellschaft auf Telegram.
Auch 14 Einrichtungen des Gesundheitswesens seien betroffen, darunter Krankenhäuser sowie Rehabilitationszentren, so die humanitäre Organisation weiter. Drei Kliniken mussten den Angaben zufolge ihren Betrieb infolge der Angriffe einstellen.

5. März, 16.57 Uhr: Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf
Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben.
Die Armee richtete auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.

5. März, 16.40 Uhr: Briten verlegen weitere Kampfflugzeuge nach Katar
Großbritannien verlegt vier weitere Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter nach Katar. Das kündigte Premierminister Keir Starmer (63) bei einer Pressekonferenz in London an.
Man reagiere damit auf entsprechende Bitten von Verbündeten in der Region, sagte der Labour-Politiker. Zudem bestätigte er, dass die USA inzwischen von britischen Stützpunkten aus “defensive” Luftschläge gegen iranische Raketen ausführten, bevor diese abgefeuert würden.

5. März, 16.34 Uhr: Diplomaten westlicher Länder in Riad sollen sich in Sicherheit bringen
Angesichts der anhaltenden iranischen Angriffe in der Golfregion haben die Botschaften zahlreicher Länder weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.
Diplomaten westlicher Staaten in der saudiarabischen Hauptstadt Riad wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen erfuhr. Demnach wurden die Diplomaten von ihren jeweiligen Botschaften aufgefordert, einen sicheren Ort aufzusuchen. Augenzeugen sagten AFP, das Diplomatenviertel in Riad sei von Sicherheitskräften abgeriegelt worden.

5. März, 16.08 Uhr: Nato bestätigt absichtlichen Beschuss der Türkei
Die Nato hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das Nato-Mitglied abgefeuert wurde.
Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O’Donnell, am Donnerstag mit “Ja”. Weitere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen.
5. März, 15.38 Uhr: Iran-Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren.
Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy bei einer Pressekonferenz. Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.
5. März, 15.34 Uhr: EU und Golfstaaten vereinbaren gemeinsame Iran-Diplomatie
Die EU und mehrere einflussreiche Golfstaaten wollen gemeinsame diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs unternehmen. Ziel sei es, eine dauerhafte Lösung herbeizuführen, heißt es in einer Erklärung der Außenminister beider Seiten. Diese solle letztlich dem iranischen Volk die Entscheidungsgewalt über seine Zukunft verschaffen und gleichzeitig den Bau einer iranischen Atombombe verhindern.
Zudem wird als Ziel ausgegeben, die Produktion und Verbreitung ballistischer Raketen, unbemannter Luftfahrzeuge und anderer sicherheitsbedrohender Technologien zu beenden und den Iran an weiteren destabilisierenden Aktivitäten in der Region und in Europa zu hindern.
Die Erklärung wurde im Anschluss an eine Videokonferenz von Außenministern der EU-Staaten und Kollegen aus Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrats veröffentlicht. Zu letzterem gehören die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait. Für die EU nahm zudem unter anderen die Außenbeauftragte Kaja Kallas an den Gesprächen teil.

5. März, 15.21 Uhr: Iranische Armee meldet Drohnenangriffe auf US-Stützpunkt im Irak
Die iranischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine US-Militäreinrichtung im Irak mit Drohnen angegriffen.
“Das Hauptquartier der amerikanischen Aggressoren” in der Stadt Erbil im Nordirak sei “von Kampfdrohnen attackiert” worden, erklärte die iranische Armee am Donnerstag im Staatsfernsehen.

5. März, 14.39 Uhr: Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev (64) hat wegen des mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt.
Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff.

5. März, 13.09 Uhr: Mindestens acht Tote bei neuen israelischen Luftangriffen im Südlibanon
Bei neuen israelischen Angriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden.
Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete am Donnerstag allein sechs Tote in zwei Dörfern im Südlibanon, darunter zwei Kinder. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hatte zuvor nach eigenen Angaben Raketen auf die israelische Region Galiläa abgefeuert. Israel erneuerte daraufhin seinen Evakuierungsaufruf für Zivilisten im Südlibanon.
Bei den Toten in einem Dorf in der Region Nabatijeh handelt es sich laut NNA um den Bürgermeister und seine Frau. In einem Nachbardorf wurden demnach bei einem weiteren Luftangriff zwei Kinder und ihre Eltern getötet. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete zudem zwei Tote bei einem Angriff auf ein Fahrzeug nahe der Stadt Sahle im Osten des Landes.

5. März, 13.06 Uhr: Neue Angriffe erschüttern Golfregion – Sechs Verletzte in Abu Dhabi
Die Golfregion ist am sechsten Tag des Iran-Krieges von neuen Angriffen erschüttert worden.
In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne in einem Industriegebiet verletzt, wie das emiratische Pressebüro am Donnerstag mitteilte. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal “leicht bis mittelschwer” verletzt.
In Dubai und in der katarischen Hauptstadt Doha ertönten Explosionen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort in Doha bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren. Zuvor hatten die Behörden angekündigt, Menschen zu evakuieren, die in der Nähe der US-Botschaft wohnen.
5. März, 12.39 Uhr: Spanien kündigt nach Drohneneinschlag Entsendung einer Fregatte nach Zypern an
Nach einem Drohneneinschlag auf einer britischen Militärbasis auf Zypern hat Spanien die Entsendung eines Kriegsschiffs in das Gebiet angekündigt.
Spanien werde die Fregatte “Cristóbal Colón” entsenden, um “Schutz und Luftverteidigung” für Zypern zur Verfügung zu stellen und “jegliche Evakuierung von Zivilisten” zu unterstützen, erklärte das Verteidigungsministerium in Madrid am Donnerstag. Demnach befindet sich das Schiff derzeit noch in der Ostsee und soll am 10. März zunächst die griechische Insel Kreta erreichen.
5. März, 12.37 Uhr: Neue Angriffe erschüttern Katars Hauptstadt Doha
Die katarische Hauptstadt Doha ist am Donnerstag von Explosionen erschüttert worden.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren.
Die jüngsten Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat scharf kritisiert hatte.

5. März, 12.35 Uhr: Sicherheitsbedenken im Iran vor Beisetzung von Chamenei
Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben.
Laut Medienberichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen – darunter auch Modschtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt.
Ein iranischer Journalist beschreibt das Risiko eines Luftangriffs drastisch: “Einerseits ist die Beisetzung mit der Teilnahme aller Verantwortlichen sowie der Medien und Millionen von Revolutionsanhängern ein Muss, andererseits wären die binnen Sekunden dann auch alle tot.”
Wegen der Sicherheitslage gibt es bislang keinen genauen Zeitplan für die Zeremonien. Chamenei, der bei einem israelischen Luftangriff getötet worden war, soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten eine heilige Stätte. Zuvor soll es in der Hauptstadt Teheran eine große Trauerzeremonie geben.

5. März, 12.34 Uhr: Weiteres iranisches Kriegsschiff nahe Sri Lanka
Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres Schiff der iranischen Marine nahe der Insel.
Das Kriegsschiff liege noch in der sogenannten Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also außerhalb der territorialen Gewässer, sagte Kabinettsprecher Nalinda Jayatissa im Parlament. Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle, und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An Bord sollen rund 100 Menschen sein.
Nach einem Angriff auf die iranische Fregatte “IRIS Dena” waren laut Regierung mindestens 80 Besatzungsmitglieder tot geborgen worden. Mehrere galten als vermisst. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde das Schiff von einem US‑U‑Boot mit einem Torpedo versenkt. Beide Schiffe sollen auf dem Rückweg in den Iran gewesen sein, nachdem sie an einer Flottenschau in Indien teilgenommen hatten.
5. März, 11.49 Uhr: Frankreich erlaubt US-Flugzeugen in Golfregion Nutzung seiner Militärstützpunkte
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs erlaubt Frankreich den USA vorerst die Nutzung seiner Militärstützpunkte in der vom Krieg betroffenen Region.
“Im Rahmen unserer Beziehungen zu den USA wurde die Präsenz von deren Flugzeugen auf unseren Stützpunkten vorübergehend genehmigt”, sagte eine Sprecherin des Generalstabs am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. “Diese Flugzeuge tragen zum Schutz unserer Partner in der Golfregion bei”, fügte sie hinzu.
Der größte französische Militärstützpunkt befindet sich in Abu Dhabi. Dort hatte eine iranische Drohne am vergangenen Wochenende Sachschaden angerichtet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Stüzpunkt im vergangenen Dezember besucht.

5. März, 10.52 Uhr: Kurdenregion im Irak will keine militärische Eskalation
Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen aus dem Irak am Krieg im Iran hat der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, seinen Willen zum Frieden unterstrichen.
“Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden”, hieß es in einer Erklärung Barsanis.
US-Präsident Donald Trump soll laut US-Medienberichten erwägen, die irakischen Kurden und oppositionelle Gruppen im Iran bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an der rund 1500 Kilometer langen Grenze zum Iran stationiert und teilweise auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran.
5. März, 10.49 Uhr: Drohnen aus Iran treffen Flughafen
Aserbaidschan hat nach einem Drohnenvorfall in seiner autonomen Exklave Nachitschewan den iranischen Botschafter ins Außenministerium einbestellt.
Eine Drohne sei in die Abfertigungshalle des Flughafens eingeschlagen, eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestützt, teilte das Außenministerium in Baku mit. Es verurteilte die Angriffe, die demnach vom Iran aus gestartet wurden. Zwei Menschen seien verletzt worden, das Flughafengebäude sei beschädigt.
Die Exklave Nachitschewan ist vom Kernland Aserbaidschans im Südkaukasus abgeschnitten – das Gebiet ist von Armenien, dem Iran und der Türkei umgeben. Solche Angriffe dürften sich nicht wiederholen, heißt es in der Mitteilung. Baku behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
5. März, 10.25 Uhr: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran laut Roter Halbmond beschädigt
Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden.
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

5. März, 10.03 Uhr: Italien will Golfstaaten Ausrüstung zur Flugabwehr liefern
Angesichts iranischer Angriffe auf mehrere Golfstaaten will Italien Ausrüstung zur Flugabwehr in die Region liefern.
“Wir sprechen ausdrücklich von Verteidigung, von Luftverteidigung”, sagte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Radio. Die Regierungschefin fügte hinzu: “Nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern auch, weil sich in dieser Region Zehntausende Italiener befinden und etwa zweitausend Soldaten, die wir schützen müssen.”
Außenminister Antonio Tajani und Verteidigungsminister Guido Crosetto sollen am Vormittag im italienischen Parlament berichten. Crosetto hatte erst kürzlich erklärt, Rom habe Hilfeersuchen aus mehreren Golfstaaten erhalten. Man prüfe nun ein schnelles und mit EU-Partnern koordiniertes Vorgehen.
5. März, 9.48 Uhr: Israelische Armee – Neue Raketen aus dem Iran auf Israel gestartet
Der Iran hat israelischen Angaben zufolge erneut Raketen auf Israel abgeschossen. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, “um die Bedrohung abzufangen”, erklärte die israelische Armee am Donnerstag, dem sechsten Tag des Iran-Krieges.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

5. März, 9.47 Uhr: Israels Regierung ordnet schnellere Rüstungsproduktion an
Israels Verteidigungsministerium hat die großen Rüstungsunternehmen des Landes angewiesen, die Produktion offensiver und defensiver Waffensysteme zu beschleunigen.
Dies bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums. Hintergrund ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor.
5. März, 9.20 Uhr: Qatar Airways kündigt Hilfsflüge für gestrandete Passagiere an
Die katarische Fluggesellschaft Qatar Airways hat angekündigt, eine begrenzte Zahl von Hilfsflügen für wegen des Iran-Kriegs gestrandete Passagiere anzubieten.
Geplant seien unter anderem Verbindungen aus der saudischen Hauptstadt Riad nach Frankfurt am Main oder aus der omanischen Hauptstadt Maskat nach Berlin, wie aus der Mitteilung auf X hervorging.
Passagiere seien weiter aufgerufen, nicht zum Flughafen zu kommen, sofern sie keine offizielle Benachrichtigung von Qatar Airways zu ihrem Flug erhalten hätten. Der reguläre Flugplan ist derzeit ausgesetzt, weil der Luftraum über Katar wegen des Iran-Kriegs geschlossen ist. Die Airline kündigte weitere Informationen für Freitag an.
5. März, 9.05 Uhr: Revolutionsgarden greifen US-Tanker im Persischen Golf an
Ein US-Öltanker im Persischen Golf ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden von einer Rakete getroffen worden.
Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Straße von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen.
Im weltweiten Energiehandel spielt die Straße von Hormus eine wichtige Rolle. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Jede Störung dort kann die Energiepreise steigen lassen.

5. März, 8.49 Uhr: Irans Außenminister Araghtschi – USA werden Versenkung von Kriegsschiff “bitter bereuen”
Einen Tag nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit dutzenden Toten durch die US-Marine hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi den USA mit Konsequenzen gedroht.
Die iranische Fregatte “Iris Dena” sei “ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern angegriffen” worden, erklärte Araghtschi am Donnerstag im Onlinedienst X. “Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.”
Die USA hätten “2000 Meilen vor der iranischen Küste eine Gräueltat auf See begangen”, fügte Araghtschi hinzu. Demnach sei die Fregatte “Gast der indischen Marine” gewesen.

5. März, 8.47 Uhr: Auch Neuseeland will Militärflugzeuge für Evakuierungen senden
Neuseeland will Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsenden, um wegen des Iran-Kriegs gestrandete Staatsbürger in sichere Drittländer zu bringen.
Die Streitkräfte würden auf Bitten der Regierung in den kommenden Tagen zwei Transportflugzeuge vom Typ Lockheed Martin C-130J-30 Super Hercules für die Evakuierungen in die Krisenregion verlegen, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums. “Aus Sicherheitsgründen geben wir den genauen Zielort nicht bekannt”, sagte Verteidigungsministerin Judith Collins.

5. März, 8.13 Uhr: Australien entsendet zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten
Australien hat angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsandt.
Im Rahmen der Notfallplanung zur Evakuierung australischer Staatsbürger in der Region seien ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine entsandt worden, erklärten Regierungsbeamte am Donnerstag. Australierinnen und Australier sollten sich jedoch vorrangig um kommerzielle Flüge für eine Heimreise bemühen.
Der australische Premierminister Anthony Albanese bestätigte im Parlament, dass “militärische Mittel” in die Region entsandt worden seien. “Ich danke den Australiern, die sich in eine gefährliche Situation begeben, um ihren Landsleuten zu helfen”, fügte Albanese hinzu.
5. März, 7.58 Uhr: Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet
Am Frankfurter Flughafen ist am Morgen der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet.
Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet.

5. März, 6.55 Uhr: Israelisches Militär – Angriffe auf Ziele in ganz Teheran
Das israelische Militär teilte mit, dass es am Donnerstag eine Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet hat.
“Die IDF (Armee) hat soeben eine großangelegte Welle von Angriffen auf Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran begonnen”, hieß es in einer militärischen Erklärung.

5. März, 6.45 Uhr: Libanesische Staatsmedien – Israelischer Angriff tötet Hamas-Funktionär
Die libanesischen Staatsmedien berichteten, dass bei einem israelischen Angriff am Donnerstag ein Hamas-Funktionär getötet wurde.
Es handelt sich um die erste gemeldete gezielte Tötung eines Mitglieds der palästinensischen militantischen Gruppe, seit US-israelische Angriffe auf den Iran einen regionalen Krieg ausgelöst haben.
Wassim Atallah al-Ali und seine Ehefrau wurden getötet, als eine „feindliche Drohne“ ihr Haus in Beddawi angriff, einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli. Der Angriff ereignete sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur National News Agency (NNA) in den frühen Morgenstunden. Der Mann wurde dabei als ranghoher Hamas-Funktionär beschrieben.

5. März, 6.28 Uhr: Israelische Luftwaffe greift Hisbollah-Stellungen in Beirut an
Die israelische Luftwaffe hat erneut Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut angegriffen. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation, erklärte die Armee.
Zuvor hatte das Militär bereits ein Gebäude in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als Stützpunkt der schiitischen Miliz identifiziert und einen Angriff angekündigt. Ein Armeesprecher rief die Anwohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.
In der Nacht auf Donnerstag zerstörten die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben mehrere Raketenabschussrampen und eine Drohnenfabrik der Hisbollah im Süden des Landes nahe der Grenze zu Israel. Die Angaben des Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

5. März, 6.23 Uhr: Nachbarschaft der US-Botschaft in Katar evakuiert
Die Umgebung der US-Botschaft in Katar wurde evakuiert. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit.
Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag feuern die iranischen Streitkräfte immer wieder Raketen und Drohnen auf Katar ab.

5. März, 6.20 Uhr: Explosion an Tanker im Persischen Golf gemeldet
Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf kam es zu einer Explosion an einem Tanker.
Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffs habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.
Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Eskalation hat dazu geführt, dass durch die strategisch bedeutende Meerenge von Hormus aktuell kaum mehr Öltanker und Schiffe mit Flüssiggas fahren, weshalb die Weltmarktpreise bereits gestiegen sind.

5. März, 6.16 Uhr: Macron warnt Netanjahu vor Bodenoffensive im Libanon
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu auf, von einer Bodenoffensive im Nachbarland Libanon abzusehen.
Es sei wichtig, dass die territoriale Integrität des Libanon gewahrt werde und die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstelle, teilte Macron nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf der Plattform X mit. Die Parteien sollten zum Waffenruheabkommen zurückkehren.
Israels Armee lobte unterdessen ihr Vorgehen gegen Irans Stellungen mit ballistischen Raketen als erfolgreich.

5. März, 6.13 Uhr: Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an
Die iranischen Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an.
Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran.
Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen “anti-iranischer Separatisten” zu sehen sein sollen. US-Medien berichteten zuletzt, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weiße Haus wies diese Darstellung zurück.

5. März, 6.10 Uhr: IOM-Chefin warnt vor Migrationskrise durch Iran-Krieg
Die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM) warnte Europa unterdessen vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte.
“Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen Menschen die Grenze überquert haben”, sagte IOM-Chefin Amy Pope im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
Bei Konflikten nicht weit entfernt von Europa sei es entscheidend, die Migrationsbewegungen der Menschen genau zu beobachten. “Wir sehen Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben werden. Wir beobachten, ob und wann diese Vertreibung auf andere Länder übergreifen wird”, sagte die US-Amerikanerin.
“Was wir in der Vergangenheit bei Angriffen im Iran beobachtet haben, ist, dass sie zunächst die großen Städte verlassen und zu Familienangehörigen gehen.” Entscheidend sei, ob der Konflikt andauere, sich ausweite und dabei auch zivile Infrastruktur getroffen werde. Das könnte dann zu mehr Fluchtbewegungen führen, sagte sie.

5. März, 6 Uhr: Experte warnt, Teheran will Kriegskosten für Washington erhöhen
“Iran versucht, den Konflikt zu regionalisieren”, sagt der Leiter des Iran-Programms der International Crisis Group, Ali Vaez.
“Die Angriffe auf die Golfstaaten und US-Stützpunkte zeigen, dass Teheran davon ausgeht, dass die beste Option ist, die Kosten für Washington uns seine Verbündeten so schnell wie möglich zu erhöhen.”
Das Abfeuern einer ballistischen Rakete auf die Türkei am Mittwoch stellte eine neue Eskalationsstufe dar. Das iranische Geschoss hätte den wichtigen Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen, berichtete die “New York Times” unter Berufung auf US-Militärkreise. Die Rakete war von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.

4. März, 22.21 Uhr: Israel zerstört im Iran 300 Raketenwerfer
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Angriffe im Iran rund 300 Raketenwerfer dort zerstört. “Wir glauben, dass unsere Einsätze gegen diese Raketenwerfer und gegen die Raketenbestände wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Anzahl der täglich abgefeuerten Raketen zurückgeht”, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani am Abend.
Im Laufe des Tages hatte es in Israel zwar wieder mehrfach Raketenalarm gegeben. Laut Schoschani schießt der Iran inzwischen aber mitunter nur noch einzelne Raketen Richtung Israel und nicht mehr mehrere auf einmal.

4. März, 21.46 Uhr: Kein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran geplant
Ein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran ist nach Angaben des Weißen Hauses derzeit nicht geplant. “Sie sind derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation”, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz.
Zugleich wollte sie eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen. Man werde dem Präsidenten als Oberbefehlshaber “keine militärischen Optionen vom Tisch nehmen”.

4. März, 21.28 Uhr: Hisbollah-Chef: “Wir werden uns nicht ergeben”
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat in einer ersten Ansprache seit der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz die Kampfbereitschaft seiner Organisation betont. “Wir werden uns dem Feind nicht ergeben”, sagte er in der im Fernsehen übertragenen Rede.
“Unsere Entscheidung ist Konfrontation und Widerstand bis an die äußersten Grenzen”, sagte Kassim. Israel sei seiner Ansicht nach eine “existentielle Bedrohung” für die Hisbollah, den Libanon und die gesamte Region.

4. März, 20.48 Uhr: US-Botschaft fordert eigene Staatsbürger zum Verlassen des Irak auf
Die US-Botschaft in Bagdad hat die eigenen Staatsbürger aufgefordert, den Irak so schnell wie möglich zu verlassen.
“US-Bürger im Irak werden nachdrücklich aufgefordert, das Land zu verlassen, sobald sie dazu sicher in der Lage sind”, erklärte die Botschaft am Mittwoch im Onlinedienst X. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Ausreise gefahrlos möglich sei, sollten sie sich an einem sicheren Ort aufhalten.




