Nach Timmy : Noch ein Wal in der Ostsee gesichtet

Ein Belugawal hat sich in die Ostsee verirrt. Normalerweise leben die Tiere im Atlantik (Symbolfoto)

Ein Belugawal hat sich in die Ostsee verirrt. Normalerweise leben die Tiere in arktischen Gewässern (Symbolfoto)

Foto: Zuma Press/IMAGO

Flensburg (Schleswig-Holstein) – Der Fall von Timmy hält derzeit Millionen Menschen in Atem. Doch der Buckelwal ist nicht der einzige Meeressäuger, der sich in die Ostsee verirrt hat! Ein Belugawal sorgt jetzt an der deutsch-dänischen Grenze für Aufsehen. Der Wal ist in die Flensburger Förde vorgedrungen.

Das Tier soll sich seit Wochen zwischen Deutschland und Dänemark aufhalten, berichtet „Der Nordschleswiger“, eine deutschsprachige Tageszeitung in Dänemark. Normalerweise lebt der Belugawal in arktischen Gewässern, während Buckelwal Timmy aus dem Atlantik stammt.

Hier wurde der Beluga gesichtet

Der Meeressäuger wurde zuerst vor rund einem Monat nahe der Gemeinde Årøsund (Dänemark) gefilmt. Gegenüber dem dänischen Medium „TV Syd“ erklärte der dänische Walforscher Carl Christian Kinze, dass der Wal auch in Nübel (Schleswig-Holstein) gesichtet worden sei.

 

Timmy ist nicht der Erste:Deutschland schon 1966 im Wal-Fieber

Moby Dick vom Rhein
Quelle: BILD

Belugas leichter als Timmy

Zwar haben Belugas eine Vorliebe für küstennahe Gebiete, aber dass sie sich in die vergleichsweise engen Gewässer rund um die dänische Insel Alsen und die Flensburger Förde verirren, ist selten. Belugas sind sehr gesellige und soziale Tiere. Sie leben meist in Familienverbänden oder kleinen Gruppen. Ab und an werden Gruppen mit mehr als 100 Tieren beobachtet. Großgruppen mit mehr als 1000 Tieren bilden sich nur während der Paarungszeit. Einzelne Tiere trifft man auch in Flüssen an. Bei 400 bis 1000 Kilo Gewicht wird der Belugawal drei bis sechs Meter lang. Zum Vergleich: Ein Buckelwal wie Timmy wird etwa 12 bis 16 Meter lang und wiegt 25 bis 35 Tonnen.

Buckelwal Timmy ist um einiges schwerer und größer als ein Belugawal

Buckelwal Timmy ist um einiges schwerer und größer als ein Belugawal

Foto: Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa

Im Jahr 1966 sorgte die Sichtung eines Belugawals im Rhein bei Duisburg für Aufsehen. Das Tier bekam schnell den Namen Moby Dick, nach dem Romanwal. Ähnlich wie bei Timmy verfolgten zahlreiche Menschen am Ufer und in den Medien das Schicksal des Meeressäugers. Moby Dick überlebte und fand den Weg zurück ins Meer.


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