Nach dem Grossbrand in Crans-Montana läuft die Identifizierung der Toten weiter. Laetitia Brodard-Sitre aus Lutry hofft, dass ihr 16-jähriger Arthur nicht darunter ist.

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«Ich will wissen, wo Arthur ist» – Laetitia sucht ihren Sohn (16)

Nach dem Grossbrand in Crans-Montana läuft die Identifizierung der Toten weiter. Laetitia Brodard-Sitre aus Lutry hofft, dass ihr 16-jähriger Arthur nicht darunter ist.

Die erschreckenden Ausmasse der Brandkatstrophe von Crans-Montana werden immer klarer, während die Identifizierung der rund 40 Todesopfer weiterläuft. Nach wie vor werden auch Personen vermisst, wie der Fall von Laetitia Brodard-Sitre aus Lutry VD zeigt: Sie hofft inständig, dass sich ihr 16-jähriger Arthur nicht unter den Opfern befindet, sagte sie gegenüber 20 Minuten. Er gilt seit der Silvesternacht als vermisst.

40 Stunden Ungewissheit

«Wo sind unsere Kinder?», fragt die Mutter immer wieder. Die Ungewissheit sei kaum auszuhalten. Klar ist, dass sich ihr Sohn im Jahreswechsel in der betroffenen Bar aufgehalten hat. Sie stelle sich vor, dass Arthur möglicherweise allein in einem Spital liege. Vielleicht sei er im Koma. Diese Gedanken liessen sie nicht los.

Seit der Silvesternacht fehlt jede Spur von Arthur (16).

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Seine Mutter Laetitia Brodard-Sitre hält die Ungewissheit kaum aus und fragt immer wieder: «Wo sind unsere Kinder?»

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Sie fordert, dass Spitäler in der Schweiz und sogar im Ausland abgeklärt werden, um endlich Gewissheit zu bekommen.
Seit der Silvesternacht fehlt jede Spur von Arthur (16).Facebook/Laetitia Brodard

Sie wolle, dass alle Möglichkeiten geprüft würden, sagt Brodard-Sitre. Jedes Spital müsse abgeklärt werden – auch ausserhalb der Schweiz, etwa in Brüssel oder Mailand. «Ich will keine Zweifel, ich will Gewissheit.» Die vergangenen 40 Stunden beschreibt Brodard als unerträglich.

«Wir müssen jetzt wissen, wo unsere Kinder sind»

Sie wisse, dass es viele Schwerverletzte gebe und auch Arthurs Freunde zwischen Leben und Tod schwebten. Die Einsatzkräfte täten, was sie könnten. Trotzdem sagt sie: «Wir müssen jetzt wissen, wo unsere Kinder sind.»

Arthurs Bruder Benjamin werde in drei Tagen zwölf Jahre alt. «Ich habe meinem zwölfjährigen Sohn versprochen: ‹Wir werden wissen, wo dein Bruder ist.›» Die Hoffnung halte sie aktuell noch aufrecht. «Ich werde zusammenbrechen, wenn ich meinen Sohn finde», so die verzweifelte Mutter. Doch es herrscht weiterhin Ungewissheit.

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