FALL BELLA (†3): Obduktion klärt endlich die Todesursache – doch genau DAS am Pool lässt jetzt eine entscheidende Frage offen
Die vermisste Bella (3) wurde tot aufgefunden
Die Obduktion der kleinen Bella bringt den Ermittlern eine erste wichtige Gewissheit: Das dreijährige Mädchen ist ertrunken, Hinweise auf eine Gewalttat gibt es nicht. Doch ausgerechnet damit rückt ein Detail noch stärker in den Mittelpunkt, das den Fall seit dem Fund beschäftigt – denn der Pool war während der Suche bereits mehrfach kontrolliert worden.
Im Fall der dreijährigen Bella aus Preetz gibt es eine erste klare Antwort.
Wie Oberstaatsanwalt Michael Bimler mitteilte, ergab die Obduktion, dass das Mädchen durch Ertrinken ums Leben kam. Hinweise auf eine Gewalttat fanden die Rechtsmediziner demnach nicht.
Damit bestätigt sich zunächst die Einschätzung der Ermittler, die bereits kurz nach dem Fund erklärt hatten, dass es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gebe.
Doch obwohl die Todesursache nun feststeht, ist die vielleicht entscheidendste Frage des gesamten Falls weiterhin unbeantwortet.
Der Pool ist von der Straße aus nicht zugänglich, man gelangt nur durch eines der Häuser dorthin
Bella lag in einem Pool hinter dem Elternhaus
Das Mädchen wurde am Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr leblos in einem Pool im Hinterhof des Elternhauses gefunden.
Das Becken ist etwa vier Meter breit, in Beton eingelassen und teilweise mit Holzpaneelen verkleidet. Rundherum befinden sich Schuppen, Terrassen und angrenzende Häuser.
Von der Straße aus ist der Pool nicht direkt zugänglich.
Bella galt zu diesem Zeitpunkt bereits seit Mittwochmittag als vermisst.
Polizei, Feuerwehr und zahlreiche Anwohner hatten stundenlang nach dem dreijährigen Mädchen gesucht, das autistisch sowie seh- und höreingeschränkt war.
Doch dann wurde Bella ausgerechnet an einem Ort entdeckt, der während der Suchaktion keineswegs unbeachtet geblieben war.
Bestatter transportieren die Leiche des dreijährigen Mädchens ab
Der Pool war schon vorher abgesucht worden
Genau dieses Detail macht den Fall so rätselhaft.
Nach Angaben der Polizei war der hintere Bereich des Grundstücks, in dem sich der Pool befindet, bereits kurz nach der Vermisstenmeldung kontrolliert worden.
Und nicht nur einmal.
Polizei und Feuerwehr sollen den Bereich auch im weiteren Verlauf der Suche mehrfach abgesucht haben – sowohl am Mittwoch als auch in der Nacht zum Donnerstag.
Trotzdem wurde Bella erst am nächsten Morgen dort gefunden.
Damit drängt sich zwangsläufig eine Frage auf:
Wie konnte das Mädchen bei den vorherigen Kontrollen unentdeckt bleiben?
Jetzt rückt der Todeszeitpunkt in den Mittelpunkt
Die Obduktion beantwortet zwar die Frage, woran Bella starb.
Doch sie löst nicht das Rätsel, wann das Mädchen ins Wasser geriet.
Genau dieser Zeitpunkt könnte entscheidend dafür sein, den Ablauf der letzten Stunden zu rekonstruieren.
Denn solange nicht feststeht, wann Bella in den Pool gelangte, bleibt auch offen, ob sie sich während der früheren Suchmaßnahmen bereits im Wasser befand.
Oberstaatsanwalt Bimler erklärte, dass derzeit weder genaue Angaben zum Todeszeitpunkt gemacht werden könnten noch zum exakten Ablauf der Suchmaßnahmen am Pool.
Beides ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Keine Hinweise auf Gewalt – aber viele offene Fragen
Die wichtigste Erkenntnis lautet zunächst: Es gibt laut Obduktion keine Anhaltspunkte dafür, dass Bella Opfer einer Gewalttat wurde.
Doch damit verschwindet das große Rätsel nicht.
Im Gegenteil.
Denn nun konzentriert sich alles darauf, die zeitliche Abfolge möglichst genau zu rekonstruieren.
Wann verließ Bella ihr Zuhause?
Wie gelangte sie in den hinteren Bereich?
Wann kam sie in den Pool?
Und vor allem:
War sie bereits dort, als Einsatzkräfte den Bereich zum ersten Mal kontrollierten – oder geschah das erst später?
Solange diese Frage ungeklärt bleibt, fehlt den Ermittlern ein entscheidendes Puzzleteil.
Die Obduktion hat damit zwar Gewissheit über Bellas Todesursache gebracht.
Doch warum sie ausgerechnet in einem bereits mehrfach abgesuchten Pool erst am nächsten Morgen entdeckt wurde, bleibt vorerst das verstörendste Rätsel des Falls.





