EILMELDUNG – Fabian (†8): Vor wenigen Minuten gab die Polizei bekannt, dass sie eine neue Suche am Fundort der Leiche eingeleitet hat – „Und es wurden weitere NEUE BEWEISE gefunden.“

Quelle: BILD

Rostock/Güstrow – Am Fundort der Leiche von Fabian (†8) aus Güstrow werden erneut Spuren gesichert. Am Donnerstag durchkämmen 22 Einsatzkräfte die Umgebung rund um einen Tümpel bei Klein Upahl (Mecklenburg-Vorpommern) erneut nach möglichen Hinweisen.

Eine Polizeisprecherin sagte zu BILD: „Die Bereitschaftspolizei ist mit der technischen Einsatzeinheit und Metalldetektoren noch mal auf der Suche nach tatrelevanten Gegenständen. Es wird ein Wiesenareal abgesucht, sowie ein Wegrand und Wald.“

Am Vormittag suchten Beamte nach weiteren Hinweisen

Am Vormittag suchten Beamte nach weiteren Hinweisen

Foto: Marlene Gawrisch
Beamte der Bereitschaftspolizei sicherten am Mittwoch weitere Spuren

Beamte der Bereitschaftspolizei durchkämmen die Umgebung

Foto: Marlene Gawrisch

Die Polizei ist seit ca. 10.30 Uhr im Einsatz. Die Sprecherin sagte weiter: „Alles, was nicht auf eine Wiese gehört, gucken wir uns heute noch mal an und tüten wir ein.“ Zum Teil werden die Büsche am Wegesrand mit einer Machete niedergeschlagen. Sogar eine Weihnachtsgirlande (Sternchenkette aus Papier) wurde sichergestellt.

Ein Beamter sichert eine Girlande aus Sternen, die bei der Absuche im Gelände gefunden wurde

Ein Beamter sichert eine Girlande aus Sternen, die bei der Absuche im Gelände gefunden wurde

Foto: Stefan Tretropp

Unter anderem nahm die Polizei ein schwarz-rotes Stoffstück als Beweismittel mit. Die abgesuchte Fläche ist laut Polizei mehrere Hundert Meter vom eigentlichen Fundort der Leiche entfernt. Aber dennoch relevant, um mögliche Gegenstände, die in Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, zu sichern.

Fabian (†8) verschwand am 10. Oktober aus dem Haus seiner Eltern. Kurz danach wurde seine verbrannte Leiche gefunden – von der Ex-Freundin seines Vaters

Fabian (†8) verschwand am 10. Oktober aus dem Haus seiner Eltern. Kurz danach wurde seine verbrannte Leiche gefunden – von der Ex-Freundin seines Vaters

Foto: Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Suche kommen neben Metalldetektoren auch weitere schwere Geräte wie Motorsensen und Freischneider zum Einsatz.

Fabian war am 10. Oktober spurlos verschwunden. Vier Tage später fand ausgerechnet Gina H., die Ex-Freundin seines Vaters, die Leiche des Jungen an einem Tümpel. Sie sitzt als Verdächtige seit Anfang November in U-Haft.

Tatwaffe noch nicht gefunden

Am Mittwoch hat das Amtsgericht in Rostock entschieden, dass Gina H. weiter in Haft bleibt. Ihr Verteidiger Andreas Ohm hatte zuvor einen Antrag auf Haftprüfung gestellt. Die bestehenden Haftgründe würden ausschließlich auf Indizien beruhen – nicht auf Beweisen, führte er an.

Zeigt dieses Foto das Feuer, in dem Fabians Leiche verbrannt wurde? Die Ermittler suchen weiter Zeugen

Zeigt dieses Foto das Feuer, in dem Fabians Leiche verbrannt wurde? Die Ermittler suchen weiter Zeugen

Foto: Polizeipräsidium Rostock

Bislang gibt es noch keine Tatwaffe. Ebenso unklar ist, ob der Fundort auch der Tatort ist. Dennoch ist die Staatsanwaltschaft überzeugt, dass der Tatverdacht aufgrund vieler „mittelbarer Beweise“ zu Recht besteht. Nach BILD-Informationen suchte die Polizei heute noch einmal das enge Umfeld des Fundortes von Fabians Leiche ab, weil Täter nach solch einer Tat im Affekt meist versuchen, Gegenstände mit Tatbezug – etwa die Tatwaffe – so schnell wie möglich loszuwerden.

Zuletzt sagte Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, dass fast 1000 Spuren in dem Fall ausgewertet werden. „Wir kriegen immer peu à peu die Ergebnisse.“

Karte/Map: Was passierte mit Fabian (†8)? – Infografik

Zeugenaussagen belasten Verdächtige

Bislang schweigt die Verdächtige zu den Vorwürfen. Doch Zeugenaussagen, die jetzt bekannt wurden, belasten sie. Die Frau, die gemeinsam mit Gina H. angeblich zufällig den Leichnam fand, habe gesagt, dass an diesem Tag alles anders gewesen sei, berichtet Fabians Mutter. „Normalerweise haben sie ihre Runden. Und an diesem Tag wurde sie abgeholt, ist dann direkt dorthin gefahren.“

Die Hunde blieben im Auto, als Gina H. schließlich sagte: „Da unten liegt Fabian.“ Darauf soll die Freundin reagiert haben: „Entweder rufst du jetzt die Polizei an oder ich werde jetzt anrufen.“ Die Zeugin fühlte sich – wie zwei weitere Personen, die Gina H. angeblich bereits vor dem offiziellen Funddatum zum Tümpel geführt haben soll – instrumentalisiert. „Als wäre sie ihr Alibi.“

Der aktuelle Einsatz in Klein Upahl wurde gegen 14 Uhr beendet.

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