EILMELDUNG – Mordfall Fabian (†8): Gina H. wird morgen freigelassen – und das ist der Grund
Am Mittwoch entscheidet das Amtsgericht Rostock über die Haftprüfung, die der Anwalt von Gina H. beantragt hat. Die Tatverdächtige könnte aus der U-Haft entlassen werden.
Mehr als sechs Wochen nach dem Fund der Leiche ist noch immer nicht klar, wer Fabian getötet hat. Die Tatverdächtige Gina H. sitzt in U-Haft und schweigt bisher. Ihr Anwalt hat aber eine Haftprüfung eingereicht, über die am Mittwoch entschieden wird. Bei einem positiven Entscheid könnte Gina H. aus der U-Haft entlassen werden.

Freilassung wäre für Mutter «kaum zu ertragen»
Für die Mutter Fabians, Dorina L., seien diese Entwicklungen kaum zu ertragen, schreibt der «Nordkurier». Ihr Anwalt berichtet, dass «die Verzweiflung der Kindsmutter» stündlich wachse, «weil sie sehen muss, dass die Ergebnisse wohl eher prekär sind». Zudem fühle sie sich von der Polizei alleingelassen: «Für mich selber passiert da nichts.»
Raffaela J., eine Freundin der Mutter Fabians, sagt in dem Interview: «Das wäre jetzt unsere grösste Angst, dass sie nach all den ganzen Sachen, was da alles schon vorliegt, dass sie tatsächlich wieder hinauskommen könnte.»

Anwalt von Gina H: «keine handfesten Beweise»
Der Anwalt von Gina H., Andreas Ohm, begründet den Antrag auf Haftprüfung damit, dass bisher laut eigenen Angaben nur «Indizien» vorliegen würden, aber keine «handfesten Beweise». Mit dieser Argumentation will er seine Mandantin vorerst aus der U-Haft befreien. Der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack gibt hingegen gegenüber dem «Berliner Kurier» zu bedenken, dass «mindestens 80 Prozent aller Tötungsdelikte» vor Gericht durch Indizien entschieden werden, Zeugen gäbe es nur selten.





