Drama in der Nacht: Feuerwehr rettet 17 Menschen aus verrauchtem Wohnhaus
Großeinsatz in Berlin-Hellersdorf: Ein Kellerbrand löste in der Nacht eine massive Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus aus. Die Einsatzkräfte retteten zahlreiche Bewohner aus akuter Gefahr – darunter ein schlafendes Kleinkind.BERLIN. Ein nächtlicher Brand an der Hellersdorfer Promenade hat in den frühen Morgenstunden einen Großeinsatz der Berliner Feuerwehr ausgelöst. Gegen 02:20 Uhr schlugen in einem fünfgeschossigen Wohngebäude die Rauchmelder an, woraufhin besorgte Anwohner umgehend den Notruf wählten.
Giftiger Rauch schnitt Fluchtwege ab
Nach Angaben der Einsatzleitung brannten im Keller des Wohnhauses geringe Mengen Gerümpel. Obwohl das Feuer von den Brandbekämpfern zügig unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden konnte, kam es zu einer massiven Rauchentwicklung. Der dichte, toxische Qualm zog innerhalb kürzester Zeit in das Treppenhaus und schnitt den Bewohnern den Fluchtweg ins Freie ab.
Dramatische Rettung von sechs Kindern
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von insgesamt 38 Einsatzkräften an. Da das Treppenhaus komplett verraucht war, mussten die Retter unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vordringen.
Insgesamt acht Personen, darunter sechs Kinder, wurden mittels spezieller Brandfluchthauben durch den verqualmten Bereich in Sicherheit gebracht. Für einen besonders emotionalen Moment sorgte die Rettung eines Kleinkindes: Ein Feuerwehrmann trug das aus dem Bett gerissene, noch schlafende Kind sicher auf den Armen aus dem Gefahrenbereich. Auch ein Haustier, ein Hund, konnte von den Einsatzkräften unverletzt gerettet werden.
Glück im Unglück: Keine Verletzten
Der Rettungsdienst übernahm vor Ort die Erstversorgung und Sichtung von insgesamt 17 betroffenen Personen. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte gab es keine Verletzten zu beklagen; niemand musste in ein Krankenhaus transportiert werden. Um den geretteten Kindern Schutz vor der nächtlichen Kälte zu bieten, stellte die Polizei kurzerhand einen Funkstreifenwagen als vorübergehenden Aufenthaltsort zur Verfügung.
Nachdem das Gebäude mithilfe von Drucklüftern vollständig rauchfrei gemacht wurde, konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Ursache des Kellerbrandes aufgenommen.