“Die Waltons”: Die wahre Geschichte hinter der Kult-Serie

So sehr hängt Autor Earl Hamner Jr. Leben mit der Serie “Die Waltons” zusammen.
Bild: IMAGO / Depositphotos / IMAGO / Allstar
Als “Die Waltons” in den 1970er-Jahren zum ersten Mal auf den TV-Bildschirmen auftauchten, war die Zuschauerschaft von der Authentizität der Geschichten der amerikanischen Großfamilie überrascht. Kein Wunder, denn Earl Hamner jr. war nicht nur der Erfinder und Erzähler der Serie – er hat viele Handlungsstränge selbst erlebt.
“Es war Anfang der 1930er-Jahre, die Zeit der großen Wirtschaftskrise. Unsere große Familie lebte am Fuße des Walton Mountain, eines Berges, der seit Generationen im Besitz unserer Familie war.” Mit diesen Worte stellte John-Boy Walton (Richard Thomas) 1972 in Folge eins der TV-Serie “Die Waltons” vor.
221 Folgen lang begleiteten die Zuschauer:innen John-Boy, seinen Vater John (Ralph Waite), seine Mutter Olivia (Michael Learned) und die vielen Geschwister durch die Große Depression und den Zweiten Weltkrieg.
Bis 1946 reicht die Geschichte der Großfamilie in der Serie. Die acht Fernsehfilme, die noch folgen sollten, weiteten die Familiengeschichte bis ins Jahr 1981 aus. Damit sind die Waltons in bester Gesellschaft, reihen sie sich doch ein in die berühmten amerikanischen TV-Familien der Ewings, der Cartwrights oder Carringtons. Doch während die Dynastien aus “Dallas”, “Bonanza” und dem “Denver-Clan” reine Fiktion sind, beruht die Familiengeschichte der Waltons auf wahren Begebenheiten.
“Die Waltons”

Familientreffen: Die “Waltons”-Schauspieler Eric Scott, Judy Norton, Michael Learned, Richard Thomas und Kami Cotler (v.l.) 2022 zum 50. Jubiläum der Kult-Serie.
Bild: Depositphotos
Das sind “Die Waltons”
Erzählt wird die Geschichte der “Waltons” aus der Sicht des ältesten Sohns John-Boy. Der lebt mit seinen Eltern, den Großeltern väterlicherseits, Samuel (Will Geer) und Esther (Ellen Corby) sowie seinen sechs Geschwistern Jason (Jon Walmsley), Mary-Ellen (Judy Norton), Benjamin (Eric Scott), Erin (Mary Beth McDonough), James-Robert (David W. Harper) und Elizabeth (Kami Cotler) auf dem Familiengrundstück in den Blue Ridge Mountains im US-Bundesstaat Virginia. Die Waltons betreiben das örtliche Sägewerk und führen ein eher karges, aber sehr familiäres und von konservativen Werten geleitetes Leben, in dem einer dem anderen hilft.
Natürlich sind die Waltons auch für andere da, etwa gleich in der ersten Folge “Das Findelkind”, als eine Frau ihr eigenes Kind vor dem Haus der Waltons ablegt und die Familie entscheidet, die gehörlose Holly (Erica Hunton) bei sich aufzunehmen.
John-Boy möchte gerne Schriftsteller werden und schreibt in seiner freien Zeit Gedichte. Jeden Abend sitzt er an seinem Schreibtisch und notiert die Erlebnisse der Familie in sein Tagebuch. Beendet wird jede Folge damit, dass sich die Familienmitglieder gegenseitig eine gute Nacht wüschen.




