Endlich! Gina H. bricht ihr Schweigen und gesteht das, was wir alle längst vermutet haben!
🚨 SIE SCHWEIGT VOR GERICHT – DOCH IM GEFÄNGNIS REDETE GINA H.: Eine einzige Frage an Fabians Vater wirft neue Zweifel auf!
Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow schweigt Gina H. bislang zu den Vorwürfen. Doch nun bekam der Gerichtssaal trotzdem ihre Stimme zu hören: Erstmals wurden Ton- und Videoaufzeichnungen aus der Untersuchungshaft abgespielt.

Die Gespräche mit Fabians Vater Matthias R. und weiteren Angehörigen enthalten kein Geständnis. Dennoch liefern sie einen seltenen Einblick in Gina H.s Erklärungen, Verdächtigungen und Versuche, belastende Ermittlungsergebnisse einzuordnen. Besonders eine Frage zu ihrem Handy lässt aufhorchen.
Was Gina H. ihrem Vater im Gefängnis erzählte
In einer der Aufzeichnungen spricht Gina H. mit Matthias R. über die Umgebung des Tümpels bei Klein Upahl, an dem Fabians Leichnam gefunden wurde. Sie erwähnt eine Stelle hinter Lohmen und erklärt, dort früher gemeinsam mit Matthias und ihrem Sohn gewesen zu sein.
Angeblich hätten die Kinder in dieser Gegend Schlitten gefahren. Es gebe sogar Fotos davon, behauptet sie. Matthias R. kann sich in dem Gespräch jedoch nicht daran erinnern.

Diese Erklärung ist bedeutsam, weil Gina H. ihre Suche in der Nähe des späteren Fundortes unter anderem damit begründet haben soll, Fabian habe die Gegend gekannt. Mehrere Zeugen zeigten sich davon laut Prozessberichten jedoch nicht überzeugt. Ein Bekannter sagte aus, Gina H. habe ihn bei der nächtlichen Suche gezielt zum abgelegenen Tümpel geführt: „Sie wusste genau, wohin sie wollte.“ NDR: Bekannter war mit Gina H. nachts am Fundort
Plötzlich geraten andere Personen ins Gespräch
In den Gefängnisaufzeichnungen fällt auf, dass Gina H. wiederholt über Menschen aus ihrem Umfeld spricht, die ihrer Ansicht nach verdächtig oder unglaubwürdig erscheinen könnten.
So beschwert sie sich über ihren früheren Vertrauten Olaf K. Er habe gegenüber der Presse falsche Dinge erzählt, sei eifersüchtig gewesen und habe Fabian angeblich nicht gemocht.
Olaf K. ist für das Verfahren ein wichtiger Zeuge: Nach seiner Aussage führte Gina H. ihn bereits in der Nacht vor dem offiziellen Leichenfund zum Tümpel. Obwohl er dort einen toten Menschen erkannt haben will, verständigte er die Polizei nicht. Später berichtete er außerdem von einer angeblichen Absprache über ein Alibi. NDR: Gina H. soll Alibi mit ihrem Nachbarn abgesprochen haben

Auch Fabians Mutter Dorina L. wird in einem Gespräch erwähnt. Gina H. fragt Matthias R. nach dem Zeitraum, in dem Dorina angeblich nicht erreichbar gewesen sei. Der Vater antwortet jedoch, dass Fabians Mutter für den betreffenden Zeitraum ein Alibi habe.
Die Gespräche beweisen nicht, dass Gina H. andere Menschen gezielt beschuldigen wollte. Auffällig ist jedoch, wie häufig sie mögliche Erklärungen außerhalb ihrer eigenen Person thematisiert.
Dann stellt Gina H. die entscheidende Frage
Besonders brisant wird eine Aufnahme von einem Gefängnisbesuch, bei dem Matthias R. und die Großeltern von Gina H. anwesend sind.
Gina H. fragt Fabians Vater sinngemäß, ob er während ihrer Abwesenheit über ihr Handy nach Informationen darüber gesucht habe, ob Schweine Menschen fressen. Matthias verneint.
Daraufhin präsentiert Gina H. eine überraschende Erklärung: Jemand müsse sich in ihr Smartphone gehackt haben.

Ihr Großvater weist darauf hin, dass die Polizei das Gerät untersuchen könne. Gina H. antwortet, dass die Ermittler ihr Handy bereits hätten – und genau deshalb behaupteten, sie habe diese Suchanfragen selbst eingegeben.
Doch kann die angebliche Hacker-Theorie die digitalen Spuren tatsächlich erklären?
Die Suchanfragen gehören zu den rätselhaftesten Indizien
Nach den im Prozess vorgestellten Auswertungsergebnissen soll Gina H. bereits am Nachmittag von Fabians Verschwinden wiederholt nach aktuellen Polizeimeldungen gesucht haben. Zu diesem Zeitpunkt war der Junge noch nicht offiziell als getötet bekannt.
Am folgenden Morgen sollen über ihr Smartphone die Suchbegriffe „fressen Wildschweine Menschen“ und „fressen Wildschweine tote Menschen“ eingegeben worden sein.
Hinzu kommt eine ungewöhnliche Pause in ihrer ansonsten intensiven Handynutzung. Nach Angaben eines Digitalforensikers war das Gerät am mutmaßlichen Tattag zwischen 11.22 und 12.42 Uhr ausgeschaltet. Genau in diesem Zeitraum vermuten die Ermittler einen entscheidenden Teil des Tatgeschehens.
Fabians Handy wurde zuletzt um 10.51 Uhr benutzt. Kurz zuvor und danach soll Gina H.s auffälliger Pick-up in der Nähe seiner Wohnung aufgenommen worden sein. Für die Staatsanwaltschaft sind diese zeitlichen Überschneidungen Teil einer umfangreichen Indizienkette. Sie stellen für sich genommen jedoch keinen unmittelbaren Tatbeweis dar.
Fabians Vater hält weiterhin zu ihr
Die Gefängnisaufzeichnungen zeigen auch, wie eng Matthias R. und Gina H. inzwischen wieder miteinander verbunden sind. Als sie über den gegen sie gerichteten Verdacht spricht, versichert er ihr, dass er ihr glaube.
Bereits vor Gericht erklärte Fabians Vater, er halte Gina H. für unschuldig und stehe „offen und ehrlich hinter ihr“. Durch seine Besuche in der Untersuchungshaft seien die beiden wieder ein Paar geworden. Diese Haltung sorgt besonders deshalb für Diskussionen, weil Matthias R. unmittelbar nach Fabians Tod noch Zweifel an Gina H. geäußert hatte. NDR: Vater hält Gina H. für unschuldig
Ist das ein Geständnis?
Nein. Die Gefängnisgespräche enthalten nach den bisher veröffentlichten Berichten kein Geständnis. Gina H. räumt darin weder die Tötung Fabians noch eine Beteiligung an der Tat ein.
Die Mitschnitte sind dennoch für das Gericht interessant. Sie zeigen, wie die Angeklagte außerhalb des Gerichtssaals über einzelne Indizien sprach, welche Erklärungen sie anbot und wie sie versuchte, Matthias R. von ihrer Darstellung zu überzeugen. Ob ihre Aussagen glaubwürdig sind, muss die Schwurgerichtskammer im Zusammenhang mit sämtlichen Beweisen bewerten.
Im August könnte Gina H. wirklich ihr Schweigen brechen
Der Prozess befindet sich nach 19 Verhandlungstagen in der Sommerpause und soll am 6. August fortgesetzt werden. Gina H.s Verteidigung hat angekündigt, dass sich die Angeklagte später im August erstmals persönlich im Gerichtssaal äußern und bestimmte Dinge „richtigstellen“ wolle.
Ein Geständnis wurde ausdrücklich nicht angekündigt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für Gina H. die Unschuldsvermutung.
Doch nach den abgespielten Gefängnisgesprächen richtet sich der Blick nun auf eine entscheidende Frage: Wird Gina H. vor Gericht dieselben Erklärungen wiederholen – und wie will sie insbesondere die rätselhaften Suchanfragen auf ihrem Handy erklären?





