FALL FABIAN (†8): „Gab es einen anderen Täter?“ – Die Antwort des Polizisten sorgt für Fassungslosigkeit, doch neue Details werfen noch mehr Fragen auf!
🚨 PROZESS-ERDBEBEN IM FALL FABIAN (†8): „Gab es einen anderen Täter?“ – Die Antwort des Polizisten sorgt für Fassungslosigkeit, doch neue Details werfen noch mehr Fragen auf! 😱⚖️
Der 14. Verhandlungstag im Mordprozess um den achtjährigen Fabian begann wie viele zuvor – mit einer langen Schlange vor dem Landgericht Rostock. Doch was sich anschließend im Gerichtssaal abspielte, dürfte den Fall erneut verändern. Während ein Ermittler jede andere Täterschaft kategorisch ausschloss, sorgten zahlreiche neue Aussagen, Telefonmitschnitte und Bewegungsdaten für einen der bislang dramatischsten Prozesstage.
„Nein, überhaupt nicht“ – Polizist schließt andere Täter aus
Am späten Nachmittag stellte Richter Holger Schütt dem leitenden Ermittler eine entscheidende Frage:
„Gab es aus Ihrer Sicht Anhaltspunkte, die eine andere Täterschaft oder einen anderen Tatablauf nahelegen?“
Die Antwort kam ohne jedes Zögern:
„Nein, überhaupt nicht.“
Mit nur drei Worten schien der erfahrene Beamte deutlich zu machen, dass die Ermittlungen aus seiner Sicht keine Hinweise auf einen anderen Täter ergeben hätten.
Doch genau in diesem Moment begann im Gerichtssaal eine neue Diskussion.
Denn während der Ermittler eine klare Position vertrat, wurden im Laufe des Tages zahlreiche Details präsentiert, die bei Prozessbeobachtern erneut für intensive Spekulationen sorgten.
Minutengenaue Rekonstruktion des Tattages
Besonders brisant wurde es, als ein Kriminalbeamter den Ablauf des 10. Oktober minutiös rekonstruierte.
Demnach sendete Fabians Handy um 10.51 Uhr sein letztes Signal.
Nur zwei Minuten später, um 10.53 Uhr, soll das Fahrzeug von Gina H. in unmittelbarer Nähe registriert worden sein.
Bereits um 10.43 Uhr sei ihr Auto nach Angaben des Ermittlers in der Straße des Jungen erfasst worden.
Wenig später soll sich ihr Handy in einer Funkzelle nahe Lohmen eingeloggt haben – unweit des späteren Fundortes.
Noch auffälliger: Um 11.22 Uhr wurde das Mobiltelefon aktiv ausgeschaltet.
Während diese Daten im Gericht vorgestellt wurden, kritzelte Gina H. auf einem Blatt Papier und stützte ihr Gesicht auf ihren rechten Arm. Ihre Reaktion wurde von vielen Zuschauern aufmerksam beobachtet.
Das Wald-Foto sorgt erneut für Diskussionen
Große Aufmerksamkeit erhielt außerdem ein Foto, das auf dem Handy der Angeklagten gefunden worden war.
Ein Förster hatte den darauf abgebildeten Waldweg wiedererkannt und einen möglichen Aufnahmeort benannt.
Als anschließend das Handyfoto neben einer aktuellen Aufnahme des Waldstücks gezeigt wurde, sollen deutliche Übereinstimmungen sichtbar gewesen sein – darunter Äste und Zweige, die sich an nahezu identischer Position befanden.
Für viele Zuschauer war dies einer der eindrucksvollsten Momente des Tages.
„Sie änderte ihre Geschichte immer wieder“
Ein weiterer Ermittler schilderte, dass Gina H. ihre Darstellung des Leichenfundes mehrfach verändert habe.
In einem überwachten Telefonat sagte sie zum Vater des Jungen:
„Es war alles ein scheiß verfickter Zufall.“
Sie erklärte, gemeinsam mit Heike M. und Olaf K. unterwegs gewesen zu sein und dass einer der Hunde die Leiche gefunden habe.
Mehrere Zeugenaussagen sollen dieser Darstellung jedoch widersprechen.
Telefonüberwachung liefert neue Einblicke
Auch die ausgewerteten Telefonate standen erneut im Mittelpunkt.
Ein Ermittler erklärte vor Gericht, zwischen Gina H. und Olaf K. habe ein besonders vertrauensvolles Verhältnis bestanden.
Nach Einschätzung des Beamten habe Gina H. ihrem Bekannten sogar vorgegeben, wann er sich an welchem Ort befunden haben soll.
Da sich Olaf K. häufig nicht mehr genau erinnern konnte, habe er ihre Angaben übernommen – dennoch hätten die Aussagen später nicht zusammengepasst.
Außerdem wurde über ein verschwundenes Messer und einen Grillanzünder gesprochen.
Als das Messer später wieder auftauchte, soll Gina H. laut Ermittler auffallend desinteressiert reagiert haben.
„Ich würde auch gerne weinen“
Bereits kurz nach dem Leichenfund war ein Polizeibeamter mit Gina H. im Gespräch.
Während Zeugin Heike M. immer wieder in Tränen ausbrach, habe Gina H. erklärt:
„Ich würde auch gerne weinen. Aber ich habe am Wochenende schon so viel geweint, dass es nicht mehr geht.“
Außerdem bezeichnete sie sich selbst als „Ziehmutter“ des Jungen.
Kurz darauf soll sie den Beamten gefragt haben, warum die anwesenden Polizisten alle so grimmig schauen würden.
Aussage sorgt für Gänsehaut
Besonders still wurde es im Gerichtssaal, als derselbe Beamte eine weitere Situation schilderte.
Ohne dass sie danach gefragt worden sei, habe Gina H. erklärt, sie könne nicht verstehen, wie jemand einem Kind so etwas antun könne.
Anschließend habe sie hinzugefügt, dass der Täter den abgelegenen Ort kennen müsse und dieser sich anbieten würde, „jemanden bewusst zu entsorgen“.
Der Beamte erklärte vor Gericht, genau diese Wortwahl habe ihn und die anwesende Zeugin überrascht.
Überraschende Aussage einer Zeugin
Noch aufsehenerregender wurde es, als ein Polizist von einem vertraulichen Gespräch mit Heike M. berichtete.
Demnach habe sie ihm erzählt, Gina H. habe sie bereits am frühen Morgen angerufen und behauptet, Fabian schon in der Nacht gefunden zu haben.
Außerdem soll sie erwähnt haben, mit zwei Männern unterwegs gewesen zu sein, von denen einer ein Nachtsichtgerät besessen habe.
Welche Bedeutung diese Aussage letztlich für das Verfahren haben wird, bleibt weiterhin offen.
Vater erneut Thema im Gericht
Auch Fabians Vater Matthias R. spielte mehrfach eine Rolle.
Ein Ermittler schilderte Telefonate, in denen er Gina H. lautstark Vorwürfe gemacht haben soll.
In einem anderen Mitschnitt sagte Gina H., die Polizei habe sogar gefragt, ob Matthias R. Fabian getötet haben könnte.
Der zuständige Ermittler stellte jedoch klar, dass der Vater wegen eines überprüften Alibis nicht im Verdacht gestanden habe.
Prozess vor nächstem Höhepunkt
Nach mehreren Stunden intensiver Zeugenaussagen endete der 14. Verhandlungstag.
Zum Abschluss erklärte die Staatsanwaltschaft, mehrere Zeugen hätten Widersprüche in den Aussagen der Angeklagten beschrieben und ein mögliches Zeitfenster aufgezeigt, in dem Gina H. Fabian bereits am Vortag begegnet sein könnte.
Die Verteidigung widersprach dieser Bewertung entschieden.
Am nächsten Verhandlungstag soll nun ein Sachverständiger den mutmaßlichen Tatablauf rekonstruieren.
Damit richtet sich der Blick aller Prozessbeobachter bereits auf Freitag – denn viele sind überzeugt, dass genau dort Antworten fallen könnten, die den Fall Fabian erneut in eine völlig neue Richtung lenken.




