ZDF enthüllt bittere Wahrheit über Nutella

Nachhaltigkeit bei Nutella: Ferrero wirbt mit Versprechen entlang der gesamten Lieferkette. Doch das ZDF-stößt bei Recherchen auf Probleme.
Berlin – Ferrero verspricht Nachhaltigkeit. Doch eine neue ZDF-Dokumentation rückt die Produktion von Nutella teilweise in ein anderes Licht. Am Montag, dem 28. Juli um 19.25 Uhr zeigt der TV-Sender die Dokumentation „Greenwashed? Nutella – Das grüne Märchen von Ferrero“. Dort begibt sich Umweltreporter Sherif Rizkallah nach Afrika, Asien und Italien, um die Produktion zu prüfen.
ZDF enthüllt bittere Wahrheit über Nutella
Im Fokus der ZDF-Doku stehen die Rohstoffe in Nutella. Die Recherche offenbart: Der Schein trügt an vielen Stellen. Ferrero bezieht die wichtigsten Rohstoffe für Nutella aus unterschiedlichen Regionen:
Kakao: Kommt hauptsächlich aus Westafrika, insbesondere der Elfenbeinküste. Kakao-Plantagen werden immer wieder Verstöße gegen soziale und ökologische Standards nachgesagt. Nicht alle Produzenten halten sich etwa daran, nicht in Naturschutzgebieten anzubauen.
Palmöl: Ferrero setzt laut eigener Aussage auf RSPO-zertifiziertes Palmöl aus Malaysia. Diese Zertifizierung soll nachhaltigen Anbau garantieren. Doch die Rechte der Einheimischen sind durch die Massenproduktion in Gefahr.
Haselnüsse: Stammen überwiegend aus der Türkei. Medienberichte über Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen halten sich hartnäckig. Ferrero will mit neuen, eigenen Anbauflächen in Italien gegensteuern.
Auch interessant:
ZDF zeigt wieder nur Wiederholungen: Sender rechtfertigt sich
Änderung beim ZDF: Kult-Sendung wechselt nach 17 Jahren den Sendeplatz
Zutaten in Nutella: ZDF hinterfragt Werbeversprechen
Ferrero wirbt damit, dass diese Hauptzutaten von Nutella nachhaltig angebaut und produziert werden. Die freiwilligen Versprechen und Zertifikate des Aufstrichs umfassen:
- Keine Wälder roden, um Rohstoffe zu gewinnen
- Keine Kinderarbeit
- Ausgleichsflächen zum Schutz der Umwelt
Werden diese Selbstverpflichtungen konsequent durchgesetzt? Rizkallah geht dem in den Produktionsländern auf den Grund. Außerdem geht die Doku auf Umweltbedenken ein: Anwohner am Lago di Vico wollen nicht mehr im See baden, seitdem großflächig Haselnussplantagen für Ferrero errichtet wurden. Auch in Malaysia sind Dorfbewohner besorgt, dass Dünger und Pestizide ins Wasser gelangen könnten.




