đ± NEUER Paukenschlag IM FALL FABIAN (â 8): Eine Entwicklung lĂ€sst selbst den Richter aufhorchen â Doch der entscheidende Teil dieser Geschichte ist noch lĂ€ngst nicht erzĂ€hlt⊠âEs gibt Fragen, die uns bis heute nicht loslassen.â

đšâïž WENDE IM FABIAN-PROZESS: Richter nennt Gina H.s neue Entscheidung âziemlich ĂŒberraschendâ â jetzt kommt der Tag der Fragen
Damit hatte offenbar selbst das Gericht nicht gerechnet: Nach ihrer 95 Seiten langen Einlassung wollte Gina H. zunĂ€chst keine Fragen beantworten. Jetzt die ĂŒberraschende Kehrtwende. Die Angeklagte will sich den Fragen des Gerichts stellen â und damit könnte der 10. September zu einem der wichtigsten Tage des gesamten Prozesses werden.
Monatelang wurde im Landgericht Rostock ĂŒber Fabian gesprochen.
Ăber Zeugenaussagen.
Ăber Spuren.
Ăber Nachrichten.
Ăber WidersprĂŒche.
Und immer wieder ĂŒber die Frage, was am 10. Oktober 2025 tatsĂ€chlich passiert ist.
Nun zeichnet sich eine Entwicklung ab, die dem Verfahren eine neue Dynamik geben könnte.
Gina H. will sprechen.
Nicht nur in einer vorbereiteten ErklÀrung.
Sondern offenbar auch auf konkrete Fragen.
đł âZiemlich ĂŒberraschendâ
Am 25. Verhandlungstag kam die Nachricht ĂŒberraschend.
Gina H.s Verteidigung erklÀrte, dass die 30-JÀhrige nun doch bereit sei, Fragen des Gerichts zu beantworten.
Der Vorsitzende Richter Holger SchĂŒtt reagierte deutlich und bezeichnete die AnkĂŒndigung als âziemlich ĂŒberraschendâ. FĂŒr den 10. September wurde daraufhin ein kompletter Verhandlungstag fĂŒr die Befragung der Angeklagten vorgesehen. Sollte die Belastung fĂŒr Gina H. zu groĂ werden, könnte die Befragung unterbrochen oder gegebenenfalls an einem weiteren Tag fortgesetzt werden.
Damit steht plötzlich ein Termin im Raum, auf den viele Prozessbeobachter mit besonderer Aufmerksamkeit blicken dĂŒrften.
Denn diesmal kann Gina H. nicht einfach nur ihre eigene Darstellung vorlesen.
Diesmal könnten Nachfragen folgen.
đ 95 Seiten â und trotzdem bleiben Fragen
Erst wenige Tage zuvor hatte Gina H. erstmals selbst ausfĂŒhrlich vor Gericht gesprochen.
Ihre ErklÀrung umfasste rund 95 eng bedruckte DIN-A4-Seiten.
Ăber mehrere Stunden schilderte sie ihre Sicht auf die Ereignisse und bestritt dabei, Fabian getötet zu haben. Gleichzeitig erhob sie VorwĂŒrfe gegen verschiedene Zeugen und stellte Teile der bisherigen Ermittlungen infrage.
Doch eines fehlte:
die direkte Befragung.
Nach ihrer ErklÀrung wollte Gina H. zunÀchst keine Fragen beantworten.
Damit konnten viele Punkte ihrer Darstellung zunÀchst nicht unmittelbar hinterfragt werden.
Genau das könnte sich nun Àndern.
đ„ Was hat ihre Meinung verĂ€ndert?
Das ist eine der spannendsten Fragen.
Noch wenige Tage zuvor hatte die Verteidigung eine Befragung ihrer Mandantin abgelehnt.
Ihr Anwalt Thomas Löcker hatte damals sogar erklĂ€rt, er halte es fĂŒr fraglich, ob Gina H. eine solche Befragung ĂŒberhaupt lĂ€nger als wenige Minuten durchstehen könne.
Nun klingt die Situation völlig anders.
Gina H. sei bereit, Fragen zu beantworten, sagte Löcker. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Befragung fĂŒr seine Mandantin âsehr, sehr strapaziösâ werden könne.
Warum also dieser Sinneswandel?
Hat Gina H. das GefĂŒhl, dass sie bestimmte Punkte jetzt selbst erklĂ€ren muss?
Hat sie erkannt, dass durch ihre 95 Seiten langen Aussagen neue Fragen entstanden sind?
Oder möchte sie verhindern, dass offene Punkte am Ende gegen ihre Darstellung sprechen?
Eine eindeutige Antwort darauf gibt es bislang nicht.
âïž Der 10. September wird zum PrĂŒfstein
Fest steht jedoch:
Der 10. September könnte ein besonderer Tag im Verfahren werden.
Denn eine vorbereitete Einlassung funktioniert anders als eine Befragung.
Bei einer ErklÀrung entscheidet die Angeklagte selbst, welche Themen sie anspricht und in welcher Reihenfolge sie diese schildert.
Bei Fragen ist die Situation eine andere.
Das Gericht kann nachhaken.
Details miteinander vergleichen.
FrĂŒhere Aussagen ansprechen.
WidersprĂŒche vorhalten.
Und Antworten verlangen, die in einer vorbereiteten ErklÀrung möglicherweise noch offen geblieben sind.
Genau darin liegt die besondere Bedeutung dieses Tages.
đ§© Eine Geschichte, die immer mehr Fragen aufwirft
Gina H. hat ihre Version der Ereignisse inzwischen ausfĂŒhrlich dargestellt.
Sie behauptet, Fabian nicht getötet zu haben.
Sie erklÀrte, den spÀteren Fundort erst am 13. Oktober erstmals gesehen zu haben.
Die Staatsanwaltschaft geht dagegen davon aus, dass Fabian bereits am 10. Oktober an einem TĂŒmpel bei Klein Upahl getötet wurde. Zeugen haben im Prozess Aussagen gemacht, die aus Sicht der Anklage Fragen zu Gina H.s Darstellung aufwerfen.
Auch die Auswertung ihres Handys brachte nach Angaben des NDR Punkte hervor, die das Gericht beschĂ€ftigen. Ein LKA-Experte erklĂ€rte, dass das rekonstruierte Bewegungsbild des Telefons in einigen wichtigen Punkten mit dem von der Staatsanwaltschaft angenommenen Tatablauf ĂŒbereinstimmen könnte.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Tat damit bewiesen wÀre.
Aber es zeigt, warum die offenen Fragen im Verfahren immer wichtiger werden.
đ Und dann ist da noch ihr Verhalten in der Untersuchungshaft
WÀhrend Gina H. am 10. September möglicherweise selbst im Mittelpunkt stehen wird, ging es am 25. Verhandlungstag zunÀchst um ihr Verhalten in der Untersuchungshaft.
Eine Psychologin der JVA BĂŒtzow berichtete ĂŒber ihre GesprĂ€che mit der Angeklagten.
Gina H. habe ihr gegenĂŒber wiederholt betont, unschuldig zu sein und ihr werde etwas âin die Schuhe geschobenâ, so die Zeugin.
Gleichzeitig beschrieb die Psychologin ein differenziertes Bild.
Gina H. könne aktiv und teilweise fröhlich wirken, beschĂ€ftige sich mit Kochen, Backen, Spielen oder Sport. Gleichzeitig beschĂ€ftige sie sich nach Gerichtstagen intensiv damit, wie sie in der Ăffentlichkeit und im Verfahren dargestellt werde.
Auch mögliche manipulative Tendenzen wurden thematisiert.
Die Psychologin betonte allerdings zugleich, dass ein gewisses auf den eigenen Vorteil gerichtetes Verhalten in einer Untersuchungshaft nicht automatisch ungewöhnlich sei.
đïž Neue Sprachnachrichten, neue Details
Als wĂ€re die bevorstehende Befragung nicht bereits brisant genug, wurden im Verfahren auĂerdem weitere Sprachnachrichten von Gina H. abgespielt.
Auch diese Nachrichten können fĂŒr das Gesamtbild des Gerichts relevant sein.
Denn im Fabian-Prozess geht es lÀngst nicht mehr nur um eine einzelne Aussage.
Es geht um ein komplexes Geflecht aus Zeugenaussagen, digitalen Spuren, Nachrichten, frĂŒheren Angaben und verschiedenen Darstellungen der Ereignisse.
Immer wieder tauchen dabei Details auf, die neu bewertet werden mĂŒssen.
Und genau deshalb dĂŒrfte jede Antwort von Gina H. am 10. September besonders genau betrachtet werden.
đ„ Eine Frage könnte plötzlich alles verĂ€ndern
NatĂŒrlich bedeutet eine Befragung nicht automatisch eine Wende zugunsten oder zulasten der Angeklagten.
Aber sie kann entscheidend sein.
Denn wenn Gina H. auf eine konkrete Frage eine klare Antwort gibt, kann diese mit bereits bekannten Aussagen verglichen werden.
Wenn sie einen Punkt anders erklĂ€rt als zuvor, dĂŒrfte auch das auffallen.
Und wenn sie bei bestimmten Themen keine Antwort geben kann oder möchte, könnte auch diese Reaktion fĂŒr die Prozessbeteiligten von Interesse sein.
Die eigentliche Spannung liegt deshalb nicht nur darin, dass Gina H. sprechen wird.
Sondern darin, was sie auf die Fragen antworten wird.
đŻïž FĂŒr Fabians Familie bleibt der Ausgang offen
Bei aller Aufmerksamkeit fĂŒr die neue Entwicklung darf eines nicht vergessen werden:
Fabian war erst acht Jahre alt.
Er verschwand am 10. Oktober 2025 aus GĂŒstrow und wurde vier Tage spĂ€ter tot an einem TĂŒmpel gefunden.
Seit Ende April lÀuft vor dem Landgericht Rostock der Mordprozess gegen Gina H.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian getötet zu haben.
Gina H. bestreitet die Tat.
Eine Verurteilung ist bislang nicht erfolgt. FĂŒr die Angeklagte gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
đ„ Jetzt richtet sich alles auf den 10. September
Nach 95 Seiten Einlassung kommt nun also möglicherweise der Teil, den viele mit besonderer Spannung erwarten:
die Fragen.
Das Gericht hat den Termin eingeplant.
Die Verteidigung hat ihre Zustimmung signalisiert.
Und der Vorsitzende Richter hat bereits deutlich gemacht, dass die ĂŒberraschende Entscheidung der Angeklagten berĂŒcksichtigt werden soll.
Vielleicht werden dadurch einige offene Punkte geklÀrt.
Vielleicht entstehen neue Fragen.
Vielleicht wird eine bisher kaum beachtete Aussage plötzlich wichtiger.
Oder vielleicht bleibt auch nach stundenlanger Befragung vieles offen.
Doch eines ist bereits jetzt klar:
Gina H. hat angekĂŒndigt, nicht lĂ€nger nur ihre vorbereitete Geschichte vorzutragen.
Am 10. September könnte sie erstmals direkt auf die Fragen des Gerichts reagieren mĂŒssen.
Und genau dort könnte sich zeigen, wie belastbar ihre bisherige Darstellung tatsÀchlich ist.
Nach 95 Seiten ErklĂ€rung beginnt jetzt möglicherweise der schwierigste Teil: Antworten auf Fragen, die sie nicht selbst bestimmen kann. âïžđ




