Prozess gegen Yasin Mohamed : Vergewaltigte er nach „Love Island“ seine Freundin?

Yasin Mohamed am Freitag auf der Anklagebank vor dem Münchner Amtsgericht mit seinen Anwälten Daniela Gabler (li.), Alexander Esser (2.v.r.) und Carmen Gimmler

Foto: Karina Palzer

München – Vor dem Münchner Amtsgericht hat am Freitag der Prozess gegen Reality-Star Yasin Mohamed (34) begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine damalige Partnerin, die Schauspielerin Sophie Imelmann (30), vergewaltigt zu haben. Sie hatte den Ex-Profi-Basketballer angezeigt.

Schauspielerin Sophie Imelmann (30) erhebt schwere Vorwürfe gegen Yasin Mohamed

Foto: Karina Palzer

Im Juli 2024 lernten sich Mohamed und Imelmann bei der RTL2-Reality-Show „Love Island V.I.P.“ kennen und wurden in dem Dating-Format ein Paar. Doch nach den Aufzeichnungen soll es in einem Hotel in Griechenland vor der Rückreise nach Deutschland zu einem Übergriff gekommen sein, so die Anklage.

„Ich will keinen Sex mit dir“

Sophie Imelmann sei nach einem Streit zu Yasin Mohamed ins Hotelzimmer gekommen, dort sei es zu einvernehmlichen Zärtlichkeiten gekommen. Imelmann soll aber klargestellt haben, dass sie keinen Sex wolle, u. a. da „sie aktuell nicht verhüte“, so die Staatsanwaltschaft. Sie soll mehrfach klar und deutlich gesagt haben: „Ich will das nicht, ich will keinen Sex mit dir haben.“

Yasin Mohamed war Kandidat in der RTL2-Realityshow „Love Island V.I.P.“

Foto: © RTLZWEI/Foto: Magdalena Possert

Doch Mohamed soll das klare „Nein“ laut Staatsanwaltschaft ignoriert haben. Die Schauspielerin habe ihn im Anschluss weggestoßen und zur Rede gestellt. Mohamed habe sich dann entschuldigt. Die beiden verbrachten anschließend die Nacht miteinander.

„Ich war im Verdrängungsmodus“

Im Prozess wurde die Videovernehmung von Sophie Imelmann vorgespielt, die von Rechtsanwältin Sonja Hecht und deren Kollegen Michael Noll vertreten wird. Mohameds Verteidiger Tom Heindl fragte dabei: „Warum haben Sie die Nacht dann bei Yasin verbracht?“ Imelmann: „Ich war im Verdrängungsmodus.“ Auch nach der Rückreise nach Deutschland übernachtete sie bei Mohamed in München.

Dieses Foto mit Yasin Mohamed postete Sophie Imelmann im Dezember 2024 in sozialen Medien, erhob erstmals öffentlich Vorwürfe gegen ihn

Foto: sophieimelmann/instagram

Monate später zeigte die 30-Jährige die mutmaßliche Tat an: „Da wurde alles noch schlimmer.“ Zu der Zeit veröffentlichte sie auch in sozialen Medien unter Tränen Vorwürfe. Reality-Star Yasin Mohamed verlor seinen Job als Kandidat in der RTL-Show „Dschungelcamp“.

Gegen die Beiträge in sozialen Medien klagte Mohamed und erstritt vor einem Zivilgericht eine einstweilige Verfügung. Demnach durfte Imelmann die Anschuldigungen nicht mehr öffentlich verbreiten. 2025 sagte der Reality-Star Yasin zu BILD: „Von diesen Vorwürfen stimmt kein einziges Wort.“

In der RTL2-Datingshow „Love Island V.I.P.“ kamen sich Sophie Imelmann und Yasin Mohamed nahe

Foto: RTLZWEI/ITV Studios Germany

Im Prozess am Freitag sagte der TV-Star selbst nichts. Seine Verteidiger sagten in seinem Namen, dass alle Zärtlichkeiten „im gemeinsamen Einvernehmen“ stattgefunden hätten. „Unser Mandant respektierte den Wunsch, keinen Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Sie hat die ganze Nacht bei ihm im Hotelzimmer verbracht. Er wollte Abstand haben, sie suchte aber Nähe, schlief mit ihm im selben Bett.“

Drei weitere Verhandlungstage sind angesetzt, für Mitte Oktober ist das Urteil geplant. Ob Sophie Imelmann persönlich beim Prozess vernommen wird, ist noch unklar.

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