đš SCHOCK IM FABIAN-PROZESS: Gina H. spricht endlich â 95 Seiten, dreieinhalb Stunden und plötzlich zeigt der Verdacht auf einen anderen Mann!
Montagmorgen um 9.35 Uhr. Gina H. atmet tief durch, sammelt sich â und beginnt zu sprechen. Was danach folgt, dauert dreieinhalb Stunden. 95 Seiten hat die Angeklagte vorbereitet. Doch je lĂ€nger sie liest, desto mehr stellt sich eine entscheidende Frage: Kann ihre ErklĂ€rung die bisherigen Indizien tatsĂ€chlich entkrĂ€ften?
Monatelang hatte Gina H. im Prozess um den Tod des achtjÀhrigen Fabian geschwiegen.
Nun spricht sie.
Und sie hat offenbar fĂŒr nahezu jeden belastenden Punkt eine ErklĂ€rung.
Seit Ende April lĂ€uft am Landgericht Rostock der Mordprozess gegen die 30-JĂ€hrige. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian am 10. Oktober 2025 mit mindestens sechs Messerstichen getötet und seinen Leichnam anschlieĂend angezĂŒndet zu haben.
Doch Gina H. weist den Vorwurf zurĂŒck.
Sie prĂ€sentiert sich als unschuldig â und lenkt den Verdacht auf einen Mann, dessen Name dem Gericht bereits bekannt ist.
đł 95 Seiten, die alles erklĂ€ren sollen
Als Gina H. an diesem Montagmorgen zu ihrer ErklĂ€rung ansetzt, ist die Spannung im Gerichtssaal spĂŒrbar.
Sie hat sich offenbar akribisch vorbereitet.
95 Seiten.
Und sie will jede einzelne vorlesen.
Es geht um die MordvorwĂŒrfe, um die zahlreichen Indizien, um Zeugenaussagen und um die Fragen, die sich wĂ€hrend der bisherigen Beweisaufnahme angesammelt haben.
FĂŒr Gina H. ist es die wohl wichtigste Gelegenheit des gesamten Prozesses, ihre eigene Version der Ereignisse darzustellen.
Doch was sie erzĂ€hlt, fĂŒhrt nicht einfach nur zurĂŒck zu den bekannten Fragen.
Es eröffnet neue.
âïž Sie bestreitet die VorwĂŒrfe
Die Staatsanwaltschaft zeichnet ein schwerwiegendes Bild von dem Geschehen.
Gina H. soll den Jungen getötet haben, nachdem ihre Beziehung zu Fabians Vater Matthias R. zerbrochen war. Nach Darstellung der Anklage soll sie gehofft haben, dass ihr Ex-Partner zu ihr zurĂŒckkehrt, wenn sein Sohn nicht mehr lebt.
Doch genau diese Darstellung weist Gina H. zurĂŒck.
Sie will von Schuld nichts wissen.
Stattdessen schildert sie sich als Frau, die selbst ins Visier der Ermittlungen geraten ist und nun versucht, die aus ihrer Sicht falschen Schlussfolgerungen zu erklÀren.
Und an einer Stelle wird ihre Darstellung besonders brisant: Der Verdacht richtet sich plötzlich auf einen anderen Mann.
đ Doch reichen ErklĂ€rungen gegen die Indizien?
Das ist die groĂe Frage, die nach ihrem Auftritt im Raum steht.
Denn auch wenn die bisherigen Ermittlungen keinen endgĂŒltigen Beweis fĂŒr ihre Schuld erbracht haben, haben sich im Prozess zahlreiche belastende Indizien angesammelt.
Zeugenaussagen.
Spuren.
AuffÀlligkeiten.
Und verschiedene Details, die von den Ermittlern und dem Gericht miteinander in Verbindung gebracht werden mĂŒssen.
Nun steht Gina H.s Version diesen Erkenntnissen gegenĂŒber.
Welche ErklĂ€rung ĂŒberzeugt das Gericht â und welche wirft womöglich erst recht neue Fragen auf?
đą Dreieinhalb Stunden mit monotoner Stimme
Gina H. liest ihre ErklÀrung nicht in wenigen Minuten herunter.
Sie spricht dreieinhalb Stunden lang.
Ihre Stimme wird als monoton und teilweise stockend beschrieben.
Immer wieder kommen ihr die TrÀnen.
Besonders emotional wird sie, wenn es um ihre Pferde geht.
FĂŒr die Prozessbeobachter entsteht dabei ein ungewöhnliches Bild: Eine Angeklagte, die ĂŒber Stunden ihre Sicht der Dinge vortrĂ€gt und versucht, die vielen VorwĂŒrfe Punkt fĂŒr Punkt zu erklĂ€ren.
Doch ob diese Darstellung die entscheidenden Zweifel ausrÀumen kann, muss sich erst zeigen.
đš Der Name eines anderen Mannes sorgt fĂŒr Aufmerksamkeit
Besonders brisant ist, dass Gina H. den Verdacht nicht einfach nur von sich weist.
Sie deutet auf einen anderen Mann.
Einen Mann, den das Gericht bereits kennt.
Was genau hinter dieser Darstellung steckt und welche Rolle dieser Mann nach Gina H.s Version der Ereignisse gespielt haben soll, könnte zu einem der interessantesten Punkte ihrer ErklÀrung werden.
Denn damit verÀndert sich die Perspektive:
Nicht mehr nur die Frage âWas hat Gina H. getan?â steht im Mittelpunkt.
Sondern plötzlich auch:
âWas könnte ein anderer Mann mit dem Geschehen zu tun gehabt haben?â
Ob daraus tatsĂ€chlich eine neue Spur entsteht oder ob die Darstellung den bisherigen Ermittlungen standhĂ€lt, muss nun geprĂŒft werden.
đ„ Ihr groĂer Auftritt â aber die Fragen bleiben
Gina H. hat gesprochen.
95 Seiten lang.
Dreieinhalb Stunden.
Sie hat die VorwĂŒrfe zurĂŒckgewiesen, sich selbst als unschuldig dargestellt und versucht, die belastenden Punkte gegen sie zu erklĂ€ren.
Doch ihr Auftritt bedeutet noch kein Ende der offenen Fragen.
Die Staatsanwaltschaft bleibt bei ihrem Vorwurf. Die Beweise mĂŒssen weiterhin im Gesamtbild bewertet werden. Und auch die von Gina H. genannten ErklĂ€rungen werden sich daran messen lassen mĂŒssen, ob sie mit den objektiven Erkenntnissen des Verfahrens vereinbar sind.
Eine Verurteilung steht bislang nicht fest â fĂŒr Gina H. gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Aber eines hat dieser Prozesstag deutlich gemacht:
Gina H. hat ihr Schweigen gebrochen. Und was sie zu sagen hatte, könnte den Blick auf den Fall noch einmal verÀndern.
Die entscheidende Frage lautet nun:




