🚨 SCHOCK IM FALL FABIAN (†8): Gina H. kannte den Fundort – jetzt erklärt sie erstmals, warum sie trotzdem schwieg 👇
🚨 SCHOCK IM FALL FABIAN (†8): Gina H. kannte den Fundort – doch DANN erzählt sie, warum sie schwieg!
Rostock – Monatelang schwieg Gina H. im Prozess um den getöteten Fabian (8). Am 24. August 2026 brach sie ihr Schweigen – und legte dem Gericht eine 95 Seiten lange Einlassung vor. Mehrere Stunden lang schilderte die Angeklagte ihre persönliche Sicht auf die Ereignisse, die Beziehungen zu den beteiligten Männern und vor allem auf jene Nacht, in der Fabian tot aufgefunden wurde.
Doch eine Frage hängt seit Beginn des Verfahrens wie ein Schatten über dem Prozess: Warum wusste Gina H. offenbar vom Ablageort des Jungen – und warum wurde nicht sofort die Polizei gerufen?
Ihre Erklärung sorgt nun für neue Aufmerksamkeit.
„Ich wusste sofort, dass wir Fabian gefunden haben“
Gina H. schilderte vor Gericht, wie sie gemeinsam mit Christian D. in der Dunkelheit unterwegs gewesen sei. Ausgerüstet mit einer Taschenlampe und technischen Hilfsmitteln hätten sie sich in dem Gebiet bewegt.
Dann habe Christian D. plötzlich etwas entdeckt.
Es habe ausgesehen wie eine verbrannte Puppe.
FĂĽr Gina H. sei in diesem Moment klar gewesen, was sie vor sich hatten: Fabian.
„Ich war mir bereits in diesem Moment sicher, dass wir Fabian gefunden haben“, erklärte sie laut ihrer Einlassung.
Sie habe sofort daran gedacht, die Polizei zu verständigen.
Doch dazu kam es zunächst nicht.
Christian D. soll sie inständig gebeten haben, die Polizei nicht zu rufen. Als Begründung habe er unter anderem seine Jagdlizenz genannt. Gina H. beschrieb ihn in diesem Moment als emotional völlig aufgelöst.
Ihre Darstellung wirft damit eine neue Frage auf: Was genau geschah in diesen entscheidenden Minuten am Fundort?
Der Vorwurf, der ĂĽber allem steht
Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, Fabian im Oktober 2025 mit mehreren Messerstichen getötet und seine Leiche anschließend angezündet zu haben.
Die Angeklagte weist den Tatvorwurf zurĂĽck.
Ihre mehrstündige Aussage sollte deshalb vor allem eines leisten: die zahlreichen Indizien erklären, die im Laufe des Prozesses gegen sie zusammengetragen wurden.
Dabei ging es nicht nur um den Fundort.
Auch das Blut des Jungen, das an einem KĂĽchenpapier in ihrem Auto festgestellt worden sein soll, wurde zum Thema.
Gina H. erklärte, Fabian habe sich Monate vor seinem Tod bei einem gemeinsamen Ausflug an einem See leicht am Fuß verletzt. Weil ein Pflaster durchnässt gewesen sei, habe sie die kleine Wunde mit Küchenpapier abgetupft.
Damit wollte sie erklären, warum sich später eine Blutspur des Jungen in ihrem Fahrzeug befunden haben könnte.
Ob das Gericht dieser Erklärung folgt, bleibt eine zentrale Frage.
95 Seiten – und trotzdem keine Antworten auf Fragen
Besonders ungewöhnlich war der Umfang ihrer Einlassung.
Statt der ursprünglich angekündigten rund 50 Seiten lagen am Ende 95 Seiten vor. Gina H. las ihre Erklärung selbst vor.
Mehrere Stunden dauerte der Vortrag.
Sie sprach über ihre Beziehung zu Fabians Vater Matthias R., über ihre Familie, ihre Pferde, ihre Gefühle und die Männer, die in den Tagen rund um das Verschwinden eine Rolle gespielt haben sollen.
Immer wieder wurde die Aussage emotional.
Doch nach der langen Erklärung kam der entscheidende Punkt:
Gina H. beantwortete keine Fragen.
Richter Holger Schütt wies darauf hin, dass dies für die Bewertung ihrer Aussage von Bedeutung sein könne. Sinngemäß machte er deutlich, dass das Gericht ihre Angaben möglicherweise nicht in ihrer Gesamtheit übernehmen könne, wenn Nachfragen unbeantwortet blieben.
Damit bleibt ein Teil der Geschichte weiterhin im Dunkeln.
„Er will mich vernichten“
Besonders ausfĂĽhrlich sprach Gina H. ĂĽber Christian D. und Olaf K.
Christian D. soll sie nach ihrer Darstellung häufig getroffen haben. Sie berichtete von langen nächtlichen Autofahrten und einer besonderen Nähe.
Gleichzeitig schilderte sie Olaf K. als jemanden, zu dem sie zunächst eine enge Freundschaft gehabt habe.
Doch später habe sich ihre Sicht auf ihn drastisch verändert.
„Er will nicht sich schützen, sondern mich vernichten“, erklärte sie laut ihrer Aussage.
Auch diese Darstellung dĂĽrfte fĂĽr das Gericht von Bedeutung sein, denn die Aussagen und Rollen der verschiedenen Beteiligten sind ein wichtiger Bestandteil des Verfahrens.
Der Satz, der im Gerichtssaal hängen blieb
Am Ende ihrer Erklärung fand Gina H. noch einmal besonders deutliche Worte.
Sie sagte sinngemäß, dass sie – hätte sie Fabian tatsächlich ermordet – beim Anblick des Jungen das Gefühl gehabt hätte, ihr eigenes Kind zu töten.
Fabians Mutter Dorina L. soll während der Verlesung immer wieder geschluckt haben, wirkte nach den Schilderungen jedoch gefasst.
FĂĽr die Familie dĂĽrfte die Aussage dennoch schwer zu ertragen gewesen sein.
Denn während Gina H. ihre persönliche Geschichte erzählte, blieb die wichtigste Frage des Prozesses unbeantwortet:
Wer tötete Fabian – und was geschah tatsächlich in jener Nacht?
Neue Beweisanträge sorgen für weitere Spannung
Nach der Aussage war der Prozesstag noch nicht beendet.
Die Verteidigung stellte weitere Beweisanträge. Unter anderem soll Fabians Fußballtrainerin als Zeugin gehört werden. Sie soll Angaben dazu machen können, ob Fabian vor jemandem Angst gehabt habe und ob sich sein Verhalten zuletzt verändert hatte.
Auch ein Video aus sozialen Medien soll nach dem Willen der Verteidigung im Gericht gezeigt werden. Darin soll ein möglicher Suchbereich genannt worden sein.
DarĂĽber hinaus beantragte die Verteidigung die Vernehmung weiterer Zeugen, darunter den Einsatzleiter einer Rettungshundestaffel sowie den Halter eines baugleichen Ford Ranger.
Doch nicht jeder Antrag dürfte die Richtung des Prozesses verändern.
Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass das Fahrzeug von Christian D. bereits kriminaltechnisch untersucht und die vorhandenen Daten gesichert und ausgewertet worden seien.
Auch das mögliche Tatmesser bleibt im Fokus
Eine weitere Entscheidung könnte ebenfalls wichtig werden.
Das Campingmesser, das im Verfahren eine Rolle spielt, kann laut Mitteilung des Gerichts nur noch einmal untersucht werden.
Die Wahl fiel nicht auf eine weitere DNA-Untersuchung, sondern auf die Untersuchung nach möglichen Reinigungsmitteln.
Damit bleibt ein weiterer kleiner, aber möglicherweise entscheidender Baustein des Indizienprozesses offen.
Und dann ist da noch die Frage nach dem Schweigen
Gina H. hat mit ihrer 95-seitigen Erklärung zwar ihre Sicht der Dinge dargestellt.
Doch gerade weil sie anschließend keine Fragen beantwortete, bleiben zahlreiche Punkte ungeklärt.
Ihre Aussage liefert Erklärungen für einzelne Spuren.
Sie liefert eine Darstellung ihrer Beziehungen.
Sie schildert, was sie am Fundort erlebt haben will.
Aber sie beantwortet nicht automatisch die zentrale Frage der Anklage.
War ihre Version der Ereignisse tatsächlich die ganze Wahrheit – oder fehlen noch entscheidende Teile?
Genau das muss das Gericht nun anhand der Aussagen, Gutachten und ĂĽbrigen Beweismittel prĂĽfen.
Der Prozess wird am Mittwoch um 9.30 Uhr fortgesetzt.
Und spätestens dann dürfte sich zeigen, ob die ausführliche Einlassung von Gina H. tatsächlich für eine Wende sorgt – oder ob die offenen Fragen dadurch erst recht größer werden.




