Merz-Aussage ist „größter Bullshit aller Zeiten“: Janin Ullmann platzt im NDR der Kragen

Janin Ullmann kritisiert in der NDR Talk Show scharf Bundeskanzler Friedrich Merz. Eine Forderung von ihm sei der „größte Bullshit aller Zeiten“.
Hamburg – Moderatorin Janin Ullmann war am 7. August Gast in der „NDR Talk Show“. Dort sprach sie offen über ihre Viva-Anfänge, den Gehaltsunterschied zu Oliver Pocher und fehlende Finanzbildung. Ullmann nutzte die Sendung auch, um Kritik an Friedrich Merz deutlich zu machen.
Janin Ullmann spricht in der „NDR-Talkshow“ über ihre Anfänge bei Viva
Ullmann erzählt im Gespräch mit Barbara Schöneberger von ihrem Viva-Start mit 18 Jahren. Auffällig sei im Nachhinein, dass sie weniger Geld bei dem ehemaligen Musiksender verdient hat, als ihr damaliger TV-Kollege Oliver Pocher.
„Ich habe mit meinem ehemaligen Viva-Kollegen Oliver Pocher gesprochen: ‚Olli, was hast denn du eigentlich damals bei Viva verdient?‘“, zitiert Ullmann das Gespräch. Pocher habe geantwortet: „Du, ich hab damals 5.000 D-Mark verdient.“ Ullmann selbst verdiente 3.000 D-Mark.
NDR-Talkshow: Janin Ullmann übt Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz
Auf Schönebergers Nachfrage, wie dieser Gehaltsunterschied zustande gekommen ist, erklärt Ullmann: „Es lag daran, dass ich einfach nicht wusste, dass man sein Einstiegsgehalt verhandeln kann. Ich war 18 Jahre, ich hatte wirklich gar keine Ahnung. Ich hatte auch diese finanzielle Bildung nicht.“
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Die Moderatorin führt weiter aus, warum sie diese Bildung nicht hatte: „Ich hatte die nicht von zu Hause, weil meine Mama die auch nicht von ihren Eltern hatte. Das zieht sich ja dann so durch die Generationen.“ Genau hier setzt ihre Kritik am Bundeskanzler an.
Merz-Aussage ist „größter Bullshit aller Zeiten“: Janin Ullmann platzt im NDR der Kragen
„Unser Bundeskanzler Friedrich Merz sagt ja, Finanzbildung gehört ins Elternhaus, das halte ich für den größten Bullshit aller Zeiten“, so Ullmann im NDR.
„So funktioniert es nicht, weil nicht alle Eltern haben Ahnung von finanzieller Bildung und können das weitergeben“, betont Ullmann. Mit ihrem Buch „Female Finance: Dein Geld. Dein Leben. Deine Regeln“ will sie Abhilfe schaffen. Die Folge der NDR-Talkshow ist weiterhin in der ARD-Mediathek verfügbar.
Janin Ullmann in der NDR-Talkshow: Das sagen die Zuschauer auf Instagram
Ein Clip aus der Sendung erhält auf dem offiziellen NDR-Instagram-Kanal zahlreiche Kommentare. Die Nutzer diskutieren über Ullmanns Kritik und die Frage, wer für Finanzbildung verantwortlich ist:
- „Das ist im übrigen heute noch genauso…“
- „Ich bin Lehrerin und finde auch, dass ab Klasse 9/10 auf jeden Fall das Fach Finanzen gelehrt werden sollte. In den früheren Jahrgängen sind die meisten Kinder mental noch nicht so weit. Wenn es dann Richtung Abschluss geht, ist auch mehr Interesse da.“
- „Das nennt sich Gender Pay Gap“
- „Eltern sind dafür zuständig, den Kindern den Umgang mit Geld beizubringen. Sei es Taschengeld oder der große Batzen zur Jugendweihe. Die Eltern sind meiner Ansicht nach klar dafür verantwortlich.“
- „Ich wäre dafür, dass sich beide darum kümmern. Schule und Elternhaus. Und miteinander. Nicht gegeneinander. Das Thema Geld geht generell extrem tief. Ob das die Schule alleine leisten kann, denke ich nicht.“
Die „NDR Talk Show“ mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt läuft dreimal im Monat freitags von 22.00 bis 00.00 Uhr im NDR Fernsehen. Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, 21. August, um 22 Uhr mit einem „400 Jahre Reeperbahn-Spezial“. Die nächste reguläre Ausgabe folgt dann am Freitag, 28. August, um 22 Uhr mit Barbara Schöneberger und Steven Gätjen.




