Siamesische Zwillinge (†2) kommen nach Trennung ums Leben – Lasst ihre Geschichte um die Welt gehen!
Es sollte der Moment sein, der Helena und Heloísa ein getrenntes Leben ermöglichen würde. Doch ausgerechnet nach dem entscheidenden Schritt der stundenlangen Operation nahm das Schicksal eine tragische Wendung. Die am Kopf zusammengewachsenen Zwillinge aus Brasilien haben den Eingriff nicht überlebt. Beide Mädchen wurden nur 2 Jahre alt.
Im Krankenhaus in Ribeirão Preto bereitete sich ein großes medizinisches Team auf die schwierige Trennung vor. Mehr als 50 Ärzte und Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen waren an dem Eingriff beteiligt. Insgesamt dauerte die Operation rund 15 Stunden.
Während dieser langen Stunden mussten die Mediziner immer wieder auf kritische Veränderungen reagieren. Die Bl*tdruckwerte der beiden Kinder schwankten erheblich. Während bei einem Mädchen der Bl*tdruck zu niedrig war, lag er beim anderen zu hoch. Das Anästhesie-Team versuchte fortlaufend, die Werte zu stabilisieren und beide kleinen Patientinnen durch den schweren Eingriff zu begleiten.
Am Ende gelang den Ärzten zunächst das, worauf sie so lange hingearbeitet hatten: Helena und Heloísa waren vollständig voneinander getrennt. Eigentlich sollte genau in diesem Augenblick für jedes der Mädchen eine eigene medizinische Versorgung beginnen.
Doch nur wenige Minuten später verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Nach Angaben eines beteiligten Chirurgen erlitten beide Mädchen mit nur kurzem zeitlichem Abstand einen Herzstillstand. Trotz des großen medizinischen Teams und der intensiven Bemühungen konnten Helena und Heloísa nicht gerettet werden.
Schon vor der Operation waren die Zwillinge gesundheitlich stark belastet. Nach Angaben des behandelnden Teams hatten sie wiederholt an Lungenentzündungen gelitten. Außerdem mussten sie künstlich ernährt und beatmet werden. Eine ursprünglich früher vorgesehene Trennungsoperation war deshalb verschoben worden.
Die Ärzte wollten zunächst abwarten, bis sich der Gesundheitszustand der Kinder ausreichend stabilisiert hatte. Mit der späteren Operation verband sich die Hoffnung, den beiden Mädchen nach ihrer gemeinsamen schweren Zeit neue Möglichkeiten zu eröffnen.
Ein Chirurg berichtete nach dem Eingriff, das Team habe sich vorgestellt, sich nach der vollständigen Trennung jeweils einzeln um Helena und Heloísa kümmern zu können. Doch genau zu diesem Zeitpunkt habe sich ihr Zustand zunehmend verschlechtert.
Damit endete eine außergewöhnliche medizinische Herausforderung auf die traurigste denkbare Weise. Hinter den vielen Stunden im Operationssaal standen nicht nur modernste Medizin und ein Team aus mehr als 50 Fachleuten, sondern vor allem die Hoffnung auf ein Leben für 2 kleine Mädchen, die seit ihrer Geburt untrennbar miteinander verbunden waren.
Helena und Heloísa durften nur 2 Jahre alt werden. Was bleibt, ist die Erinnerung an 2 Schwestern, deren Leben von Anfang an auf besondere Weise miteinander verbunden war, und an einen letzten gemeinsamen Weg, auf dem Ärzte bis zuletzt alles versuchten, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen.
Man möchte den beiden kleinen Mädchen wünschen, dass sie nun irgendwo friedlich und ohne Schmerzen miteinander vereint sind. Den Menschen, die Helena und Heloísa geliebt und begleitet haben, bleiben Erinnerungen an 2 Kinder, deren Geschichte viele Menschen tief berührt. ![]()