NEUE WENDUNG IM FALL BELLA (†3): Ermittler stellen ihren T.o.d am Pool nach – während gegen beide Eltern ermittelt wird

🚨 NEUE WENDUNG IM FALL BELLA (†3): Ermittler stellen ihren Tod am Pool nach – doch plötzlich geraten Mutter und Vater selbst ins Visier
Eine Woche nach dem Tod der dreijährigen Bella kehren Kriminalpolizei und Feuerwehr an den Ort zurück, an dem die Suche so tragisch endete. Mit einer Puppe wird die Situation am Pool rekonstruiert, Fotos dokumentieren jedes Detail. Doch diesmal geht es längst nicht mehr nur um die Frage, warum das Mädchen bei früheren Kontrollen nicht gefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Bellas Eltern – und genau das verändert den gesamten Fall.
Im Fall der kleinen Bella aus Preetz überschlagen sich die Entwicklungen.
Vor einer Woche suchten Polizei, Feuerwehr, Anwohner und Spezialkräfte stundenlang nach dem dreijährigen Mädchen. Einen Tag später kam die traurige Gewissheit: Bella lag leblos in einem Pool auf dem Grundstück ihrer Eltern.
Die Obduktion brachte später eine wichtige Antwort.
Bella ist ertrunken.
Hinweise darauf, dass sie gewaltsam unter Wasser gedrückt oder Opfer einer anderen Gewalttat wurde, fanden die Rechtsmediziner nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht.
Doch damit war der Fall keineswegs abgeschlossen.
Im Gegenteil.
Denn je genauer die zeitlichen Abläufe untersucht wurden, desto mehr Fragen entstanden.
Jetzt kehren die Ermittler an den Pool zurück
Am Mittwoch, dem 12. August, durchsuchten Einsatzkräfte erneut das Wohnhaus und das Grundstück der Familie in Preetz.
Grundlage war ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss.
Die Ermittler wollten mögliche Beweismittel sicherstellen und den Fundort sowie dessen Umgebung noch einmal detailliert dokumentieren.
Dabei wurde die Situation am Pool nachgestellt.
Nach BILD-Informationen kam sogar eine realistische Puppe zum Einsatz, mit der die Kriminalpolizei die Auffindesituation rekonstruierte.
Fotos sollen helfen, eine Frage zu beantworten, die seit Tagen über dem Fall schwebt:
Wie konnte Bella in diesem Pool liegen – und trotzdem bei früheren Kontrollen nicht entdeckt werden?
Doch die Ermittler untersuchen inzwischen noch etwas anderes.
Und genau das ist die neue, brisante Wendung.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bellas Eltern
Die Staatsanwaltschaft Kiel hat ein Ermittlungsverfahren gegen Mutter und Vater eingeleitet.
Der Verdacht lautet auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht ein Anfangsverdacht, dass möglicherweise Aufsichts- oder andere Sorgfaltspflichten verletzt wurden und dies zum Tod des Kindes beigetragen haben könnte.
Das bedeutet ausdrücklich noch nicht, dass die Eltern sich tatsächlich strafbar gemacht haben.
Ein Anfangsverdacht ist keine Verurteilung.
Die Ermittlungen sollen gerade erst klären, was an jenem Tag tatsächlich geschah und ob jemand eine rechtlich relevante Pflicht verletzt hat.
Doch allein die Tatsache, dass nun offiziell gegen beide Eltern ermittelt wird, verschiebt den Fokus des Falls erheblich.
Was geschah unmittelbar nach Bellas Verschwinden?
Bella verschwand am Mittwoch, dem 5. August.
Wegen ihres Autismus sowie ihrer Seh- und Höreinschränkungen galt die Suche als besonders dringlich. Polizei, Feuerwehr und zahlreiche Helfer beteiligten sich an der groß angelegten Aktion.
Schon gegen 14 Uhr durchsuchten Polizeikräfte erstmals Wohnung und Grundstück der Familie.
Zunächst hatte es geheißen, auch der Pool sei dabei abgesucht worden.
Später korrigierte die Polizei diese Darstellung jedoch.
Bei der ersten Kontrolle fand lediglich eine „oberflächliche Sichtprüfung“ des Pools statt.
Gegen Mitternacht wurden Wohnhaus und Garten erneut kontrolliert.
Diesmal wurde der Pool nach Polizeiangaben genauer untersucht.
Trotzdem wurde Bella nicht gefunden.
Erst am folgenden Morgen gegen 9.30 Uhr entdeckten Einsatzkräfte das Mädchen leblos im Wasser.
Und genau hier liegt das Rätsel, das die Ermittler jetzt offenbar minutiös rekonstruieren wollen.
War Bella zu diesem Zeitpunkt bereits im Pool?
Zwischenzeitlich erklärte die Polizei, man gehe nach aktuellem Erkenntnisstand davon aus, dass Bella kurz nach ihrem Verschwinden in den Pool gefallen und bereits zu Beginn der polizeilichen Suchmaßnahmen ertrunken gewesen sei.
Spätere Angaben zum genauen Todeszeitpunkt mussten jedoch relativiert werden; dieser Punkt blieb Gegenstand der Ermittlungen.
Gerade deshalb ist die Rekonstruktion so wichtig.
Denn wenn Bella bereits im Pool lag, als Einsatzkräfte den Bereich kontrollierten, stellt sich unweigerlich die Frage:
Warum wurde sie nicht gesehen?
War das Wasser zu trüb?
War die Sicht aus bestimmten Winkeln eingeschränkt?
Wie tief lag der Körper?
Welche Lichtverhältnisse herrschten?
Und hätte eine andere Suchmethode möglicherweise früher zum Fund geführt?
Die Nachstellung könnte helfen, solche Fragen technisch und nachvollziehbar zu beantworten.
Aber jetzt geht es nicht mehr nur um mögliche Suchfehler
Bislang stand vor allem die Arbeit von Polizei und Feuerwehr im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion.
Die Polizei musste ihre ursprüngliche Darstellung zur ersten Poolkontrolle korrigieren. Auch deshalb soll der Fall politisch im Innenausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags thematisiert werden.
Doch mit dem Ermittlungsverfahren gegen Bellas Eltern entsteht nun eine zweite Ebene.
Die Staatsanwaltschaft will offenbar klären, welche Sicherungs- und Aufsichtspflichten innerhalb des häuslichen Umfelds bestanden.
Wie konnte Bella den Bereich erreichen?
War der Pool ausreichend gesichert?
Wer beaufsichtigte das Kind unmittelbar vor seinem Verschwinden?
Und hätte die Gefahr vorher erkannt oder verhindert werden müssen?
Das sind Fragen, auf die bislang keine öffentlich bestätigten Antworten vorliegen.
Keine Hinweise auf eine Gewalttat
Trotz der neuen Ermittlungen bleibt ein Punkt wichtig.
Die Obduktion ergab keine Hinweise auf eine Gewalttat.
Oberstaatsanwalt Michael Bimler erklärte zuvor, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass Bella gewaltsam unter Wasser gedrückt worden sei. Die medizinisch festgestellte Todesursache ist Ertrinken.
Das aktuelle Verfahren gegen die Eltern betrifft deshalb nicht den Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts, sondern die Frage, ob eine mögliche Pflichtverletzung fahrlässig zu Bellas Tod beigetragen haben könnte.
Ein entscheidender Unterschied.
Eine Puppe soll nun Antworten liefern, die bisher niemand geben konnte
Dass Ermittler eine Woche später an den Pool zurückkehren und die Auffindesituation nachstellen, zeigt, wie viele Details noch geklärt werden müssen.
Die Maße des Beckens.
Die Sichtverhältnisse.
Die Position im Wasser.
Die früheren Suchwege.
Und der genaue Ablauf zwischen Bellas Verschwinden und ihrem Fund am folgenden Morgen.
Jedes dieser Details könnte wichtig werden.
Denn plötzlich werden zwei unterschiedliche Fragen gleichzeitig untersucht:
Hätte Bella bei der Suche früher gefunden werden müssen?
Und:
Hätte verhindert werden können, dass sie überhaupt in diesen Pool gelangt?
Genau diese zweite Frage verändert jetzt alles
Bislang war der Fall vor allem geprägt von der kaum begreiflichen Tatsache, dass ein vermisstes Kind schließlich an einem Ort gefunden wurde, den Einsatzkräfte bereits zuvor kontrolliert hatten.
Jetzt kommt ein weiterer Verdacht hinzu.
Die Staatsanwaltschaft prüft offiziell das Verhalten der Eltern.
Noch steht weder fest, dass sie eine Pflicht verletzt haben, noch dass eine solche mögliche Pflichtverletzung ursächlich für Bellas Tod war.
Das müssen die Ermittlungen klären.
Aber genau deshalb dürfte die Nachstellung am Pool so entscheidend sein.
Denn vielleicht soll sie nicht nur zeigen, warum Bella während der Suche übersehen wurde – sondern auch rekonstruieren, wie ein dreijähriges, besonders schutzbedürftiges Kind überhaupt unbemerkt bis ins Wasser gelangen konnte.
Und auf diese Frage wartet nun nicht nur Preetz auf eine Antwort.



