„So ein Wahnsinn“: Dunja Hayali ist irritiert von Hype um Wal Timmy

Dunja Hayali spricht auf Instagram über die Situation um Wal Timmy. Die Moderatorin stellt ihren Fans dabei eine unbequeme Frage.
Dortmund – ZDF-Moderatorin Dunja Hayali teilt auf Instagram ein Video zum Mitgefühl um Buckelwal Timmy. Darin ordnet sie die starke Anteilnahme ein. Außerdem richtet sie eine grundsätzliche Frage an ihre Community, die über den einzelnen Fall hinausgeht.
„So ein Wahnsinn“: Dunja Hayali ist irritiert von Hype um Wal Timmy
In dem Instagram-Video betont Hayali zunächst, dass sie dem Wal ein gutes Ende wünscht und seinen Kampf verfolgt. „Gleichzeitig frage ich mich, wie es sein kann, dass so viele Menschen mit dem Wal mitfiebern“, fragt sie.
In dem Video überlegt die Journalistin laut, ob Menschen sich in Timmy wiedererkennen und an ihr eigenes Ende denken. Außerdem fragt sie, ob das Weltgeschehen zu komplex wirke und der Fall Timmy deshalb so stark im Fokus stehe.
Für sie spielen die sozialen Netzwerke und Livestreams eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung der Situation. „Erst werden Leute gefeiert, dann bekommen sie Hassnachrichten. Das ist alles so ein Wahnsinn“, ordnet sie die Dynamik in den sozialen Medien um die Walrettung ein.
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Wal Timmy: Dunja Hayali stellt moralische Frage bei Instagram
Schließlich richtet sie noch einen Appell an ihre Follower: Hayali stellt die Frage, warum viele beim Wal große Empathie zeigen, aber weiter Fleisch essen und Tierleid in der Massentierhaltung hinnehmen. Für sie passt diese Haltung nicht zusammen. Der Wal sei „hilflos – die Tiere in den Schlachthäusern, bei der Massentierhaltung vor allem, sind auch hilflos.“
Unter dem Instagram-Post sammeln sich zahlreiche Kommentare. Viele Nutzer danken Hayali dafür, dass sie den Blick vom Einzelschicksal auf das Thema Tierleid allgemein lenkt. Andere Stimmen kritisieren den Ansatz und wollen die Debatte auf den Wal beschränkt sehen.
- „Schlachthöfe sind nicht sichtbar – somit gibt es keine direkte Konfrontation mit der Tierquälerei. Tierfreunde böllern auch. Herzlichen Dank für den Gedankenanstoß.“
- „Das Mitgefühl kommt, weil der Wal nicht in ein Brötchen passt“, kommentiert RTL-Hunde-Experte Martin Rütter.
- „Danke für diese so wichtigen Worte! Ich kann aktuell diese unfassbare Doppelmoral kaum ertragen! Wir müssen aufhören, Tiere als Ware zu betrachten!“
- „Der Einsatz für ein konkretes Tier bedeutet nicht, dass andere Tiere weniger wert sind. Aufmerksamkeit funktioniert oft über Einzelfälle – sie machen Probleme sichtbar, die sonst wenig Beachtung finden.“
- „Warum muss es kritisiert werden, wenn man für diesen Wal Empathie zeigt? Das nervt mich nun echt auch! Das heißt nicht, dass mir die Menschen egal sind, die Not leiden. Im Gegenteil, ich kann mich für mehrere Themen engagieren, die Aufmerksamkeit benötigen. Und das tu ich auch!“
- „Sie hat völlig recht! Mitleid mit dem Wal, und abends dann das Schnitzel auf dem Teller.“
Fall Timmy: Wal in der Ostsee sorgt für viel Aufmerksamkeit
Buckelwal Timmy liegt seit Wochen im flachen Wasser vor der Insel Poel in der Ostsee und bewegt sich nur wenig von der Stelle. Rettungskräfte versuchen seit geraumer Zeit, dem geschwächten Tier zu helfen, eine erfolgreiche Rettung gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich, die Situation bleibt angespannt.
Der Fall hat sich zu einem bundesweiten Medienereignis entwickelt: Timmy wird inzwischen auch „Hope“ genannt, immer mehr Prominente äußern sich, darunter etwa Sängerin Sarah Connor und die Kaulitz-Brüder. In sozialen Netzwerken kursieren Livestreams, Info-Videos und Appelle, während vor Ort Tierschutzorganisationen, Behörden und Expertinnen über das weitere Vorgehen diskutieren.




