Ostsee-Drama im Live-Ticker : Initiatorin: Timmy-Tierärztin im Koma

Unter Timmy soll der Sand weggespült werden

Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert liegt im Koma

Foto: picture alliance/dpa

Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Der Kampf um Timmys Leben geht weiter! Am Montag hatte er sich zunächst freigeschwommen, war nach einem Zickzack-Kurs dann aber wieder auf einer Sandbank gestrandet. Inzwischen ist der Wasserpegel dramatisch gesunken – eine gefährliche Situation für den Wal.

BILD-Reporter sind an der Ostsee und berichten von den Rettungsarbeiten.

Lesen Sie alle Neuigkeiten zum laufenden Rettungs-Mission im Live-Ticker.

    • Initiatorin: Tierärztin Bahr-van Gemmert im Koma

      Die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ist am Montag plötzlich ins Krankenhaus gebracht worden. Jetzt äußert sich die Mitinitiatorin der Timmy-Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, im NDR: „Frau Dr. Janine Bahr-van Gemmert ist gestern Mittag mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gebracht worden.“ Der Rettungsdienst habe „fantastisch reagiert“ und ihr womöglich sogar das Leben gerettet. Die Lage sei aber weiterhin ernst. „Sie musste dringend notoperiert werden, ist noch nicht außer Lebensgefahr, befindet sich im Koma“, so Walter-Mommert.

      Janine Bahr-van Gemmert wurde am Montagnachmittag ins Krankenhaus nach Rostock gebracht

      Janine Bahr-van Gemmert wurde am Montagnachmittag ins Krankenhaus nach Rostock gebracht

      Foto: picture alliance/dpa
    • DLRG-Boot wieder ganz nah

      Jetzt hat sich ein DLRG-Boot Timmy wieder genähert.

    • Der Weg nach Hause

      Manchmal passieren Wunder – eins davon wäre, wenn Timmy selbständig den Weg zurück in sein Zuhause, den Atlantik finden würde.

      Karte zeigt Timmys mögliche Route von Deutschland über Dänemark zum Atlantik.
    • Helfer jetzt weg

      Der Helfer, der Timmy mit den weißen Tüchern zugedeckt hat, ist nun weg vom Wal.

    • Wal fast ganz bedeckt

      Timmy ist jetzt fast vollständig mit den weißen Tüchern zugedeckt.

    • Timmy bleibt ruhig

      Während der gesamten Prozedur bleibt Timmy ganz ruhig, bewegt sich nur leicht.

      Foto: NEWS5
    • Timmy wird zugedeckt

      Nun tritt der Helfer mit einem Stand-Up-Paddel an Timmy heran. Mit seinem Paddel deckt er Timmy sorgsam mit den weißen Tüchern zu.

    • Tücher kommen zum Einsatz

      Jetzt ist einer der Helfer wieder ganz dicht bei Timmy, hat weiße Tücher dabei. Vermutlich soll die geschundene Walhaut damit befeuchtet werden. Eine andere Möglichkeit: Auf den Tüchern befindet sich heilende Zinksalbe.

    • Jetzt wird das Rohr ausgepackt

      Einer der Helfer auf den Ponton hat das Rohr, welches zum Sand wegspülen dient, angeschmissen, ein kräftiger Wasserstrahl schießt heraus.

„Sie ist friedlich neben mir eingeschlafen“Bild

  • Helfer gestikulieren

    Zwei Retter haben sich jetzt wieder ganz vorne auf den Ponton platziert, zeigen auf den Wal und gestikulieren.

  • Timmy buckelt

    Gerade war zu sehen, wie Timmy gebuckelt hat. Die Boote sind nicht mehr in seiner unmittelbaren Nähe, der Wal ist allein.

  • Hilse und Bambaren da

    Jetzt treffen auch Ex-Rocker Danny Hilse (l.) und Wal-Flüsterer Sergio Bambaren ein.

    Foto: emha
  • Helfer platzieren sich auf Ponton

    Auf dem Ponton mit dem Bagger haben sich jetzt auch mindestens zwei Helfer platziert. Was genau sie vorhaben, ist derzeit unklar. Vermutlich wird im Laufe des Tages wieder versucht den Sand rund um Timmy wegzuspülen.

  • Boote jetzt ganz nah bei Timmy

    Die Boote sind jetzt ganz dicht an Timmy dran. Der Wal verhält sich weiter ruhig.

  • DLRG-Boote machen sich auf den Weg

    Zwei DLRG-Boote sind in Richtung Timmy gefahren. In einem der Boote sitzt Tierärztin Dr. Anne Herrschaft. Sie soll ab heute Verstärkung von Dr. Kirsten Tönnies (58) aus Hessen bekommen.

    Foto: NEWS5
  • Timmy ganz ruhig

    Timmy liegt nach wie vor ruhig im Wasser. Deutliche oder ruckartige Bewegungen sind aktuell nicht zu erkennen.

    • „Wissen noch nicht, wie es Wal geht“

      Babbel zu BILD: „Mein Team ist gerade losgefahren. Wir wissen noch nicht, wie es dem Wal geht. Ich warte auf Rückmeldung.“

    • Es geht los!

      Das erste Boot des Helferteams um Cheftaucher Fred Babbel ist zu Timmy gefahren. Sie haben ein Rohr zum Sand-Freispülen verladen.

      Foto: emha
    • Erste Helfer im Hafen

      Jetzt treffen die ersten Helfer der Timmy-Truppe im Hafen ein, darunter die DLRG, eine Tierärztin und Cheftaucher Fred Babbel.

      Cheftaucher Fred Babbel

      Cheftaucher Fred Babbel

    • Wal liegt tiefer im Wasser

      Am Mittwochmorgen liegt Timmy sichtbar tiefer im Wasser als noch am Dienstagmorgen – unter anderem ein Ergebnis der harten Arbeit der Retter gestern. Das Helfer-Team hat, mithilfe von schweren Geräten, den Sand unter Timmy abgetragen. Trotzdem ist der Wasserstand nach wie vor zu niedrig für das Tier.

      Foto: emha
      • Nach Zoff: Tierärztin will trotzdem helfen

        Dr. Jenna Wallace aus Hawaii hat am Montag wutentbrannt den Helfer-Trupp verlassen. Trotzdem liegt der Wal-Expertin das Schicksal von Timmy nach wie vor am Herzen. „Ich verspreche, dass ich weiterhin alles versuche zu tun, um zu helfen. So wie sich seine Schwanzflosse heute bewegt hat, hat er noch Kraft und Kampfgeist“, schrieb sie am Dienstagabend auf ihrem Facebook-Profil.

        Sie wolle sich dafür einsetzen, dass das aktuelle Timmy-Retterteam mit einem Team aus Australien spricht, dass bereits Buckelwale gerettet hat. Außerdem hat sie den Timmy-Helfern eine Skizze ihrer Rettungsidee für den Wal überlassen.

        Foto: Henning Schaffner/BILD
      • Ohne waches Hirn erstickt Timmy

        Wenn Timmy schläft, kann sich immer nur eine seiner zwei Gehirnhälften ausruhen. Denn Wale atmen bewusst, nicht wie wir Menschen automatisch. Das heißt, die Tiere müssen auch während des Schlafs immer wieder an die Oberfläche, um Luft zu holen. Damit sie das nicht „vergessen“, bleibt bei Buckelwalen – wie Timmy – eine Hälfte des Hirns aktiv. Die andere darf sich in der Zeit ausruhen. Buckelwale haben bis zu 30-minütige Schlafphasen. Dabei nehmen sie nur kurze, ruhige Atemzüge und sind beinahe regungslos nahe der Wasseroberfläche.

      • Wasserstand steigt gegen Mittag

        Der niedrige Wasserstand bleibt ein großes Problem für Timmy. Gegen 12 Uhr steigt der Wasserstand der Vorhersage nach um etwa 15 Zentimeter, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken soll.

      • Kaum Fontänen

        Timmy stößt aktuell kaum Fontänen aus. Der niedrige Wasserstand macht dem Wal zu schaffen, sein Gewicht drückt auf seine Organe.

      • Timmy schnaubt

        Timmy liegt relativ ruhig im Wasser. Gerade ist zu hören, wie der Wal lautes Schnauben von sich gibt, sein Atem ist deutlich zu hören. Backhaus erklärte gestern, dass Timmy „kurzatmig“ sei.

      • Keine Helfer in Sicht

        Bislang sind noch keine Helfer bei Timmy. Der Wal liegt allein im Wasser. Ab und zu ist zu sehen, wie Vögel über den Meeressäuger hinweg fliegen.

        Foto: emha
      • Tag 23 vor Poel

        Für Timmy ist Tag 23 vor der Ostseeinsel Poel angebrochen. Am 23. März strandete der Wal das erste Mal auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht.

      • Timmy hebt Brustflosse

        Timmy gibt am Mittwochmorgen Lebenszeichen von sich. Gerade war zu sehen, wie der Wal leicht die Brustflosse angehoben und gebuckelt hat.

      • Timmy liegt unverändert

        Timmy liegt unverändert in der Bucht. Dem Wal war es über Nacht nicht möglich, sich selbst freizuschwimmen. Das dürfte unter anderem an dem niedrigen Wasserstand liegen.

        • Niedriger Wasserstand macht Wal-Helfern zu schaffen

          Das Niedrigwasser wird die Arbeit der Helfer weiter erschweren. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sagt für Mittwoch erneut einen Wasserstand von bis zu 30 Zentimetern unter Normal voraus.

          Da der Wal nun in einer künstlich frei geblasenen Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.

        • Unveränderte Position von Timmy

          Tag 22 des gestrandeten Wals vor der Ostseeinsel Poel geht zu Ende: Timmy liegt nach wie vor unverändert an der Position, in die er sich am Montag begeben hatte. Nachdem heute um den Wal eine tiefe Kuhle gespült wurde, soll Timmy nun morgen endlich verladen werden.

        • Helfer lassen Timmy für die Nacht allein

          Mittlerweile ist Timmy wieder allein. Die Helfer sind mit dem DLRG-Boot abgezogen. Lediglich ein einsamer Schwan schwamm eben noch an ihm vorbei. Zuletzt hatten die Helfer den Wal nochmal von allen Seiten gefilmt. Große Teile des Rückens liegen jetzt frei.

        • Es wurden Unterspülungsarbeiten vorgenommen

          Rechtsanwältin Constanze von der Meden spricht über die Rettungschancen für Timmy und verteidigt die Informationspolitik der Rettungsinitiative.

          Streit um Timmys Rettung:„Unsere Arbeit ist beim Wal“

          Streit um Wal-Rettung: Unsere Arbeit ist beim Wal
          Quelle: Nonstopnews
        • Drei Helfer bei Timmy

          In der Dämmerung sind nochmals Helfer mit dem DLRG-Boot zu Timmy gefahren. Drei Helfer in Neoprenanzügen stehen neben dem Wal im Wasser. Es sieht so aus, als würde der Wal von einem der Männer gefüttert werden. Timmy selbst liegt weiter ruhig da. Man kann die Atmung des Tiers deutlich sehen.

          Einer der Männer hat eine Tüte in der Hand. Timmy wurde gefüttert

          Einer der Männer hat eine Tüte in der Hand. Timmy wurde gefüttert

          Foto: emha
        • Wallace sauer im NDR-Interview

          Gegenüber dem NDR sagte Jenna Wallace weiter: „Schande über den Landwirtschaftsminister, Schande über die Tierärzte, die keine Ahnung haben, aber Entscheidungen fällen dürfen, Schande über Sergio und Danny Firstclass. Schande über die beiden, die Welt soll ihre Namen kennen, damit sie nie wieder an einer Tierrettungsmission teilnehmen dürfen. Niemals wieder.“

        • Ärztin: „Chance auf Freiheit zunichtegemacht“

          Tierärztin Wallace wirft den beiden vor, dass, als sich der Wal am Montagmorgen freischwamm, „seine erste echte Chance auf Freiheit direkt (…) zunichtegemacht“ wurde. Und weiter: Der Influencer Danny Hilse (Firstclass) habe sich „vor allem darum gekümmert, mit dem Wal zu sprechen, das ganze spirituelle Zeug. Er hat mit seinem Handy hantiert, sich den Großteil der Zeit selbst gefilmt.“

        • Abgereiste Ärztin erhebt schwere Vorwürfe

          Die US-Tierärztin Jenna Wallace erhebt nach ihrer überraschenden Abreise schwere Vorwürfe gegen das Rettungsteam. Sie greift Sergio Bambarén, Schriftsteller und Vizepräsident der Umweltschutzorganisation „Mundo Azul“ und Influencer Danny Hilse an. Beide Männer würden die gesamte Rettungsaktion gefährden. Gegenüber dem NDR sagte Wallace: „Die Retter kämpfen mit Einschränkungen, mit heftigsten Einschränkungen. Und dann gibt es zwei komplett lächerliche Menschen in diesem Team, die da auf keinen Fall reingehören.“

        • Wal wird wieder mit Wasser bespritzt

          Mit den Händen bespritzen zwei Retter Timmy wieder mit Wasser. Ein anderer ist auf der anderen Seite des Wals. Sie sind jetzt die einzigen, die nah am Wal sind. Es sieht sogar so aus, als würden sie Timmy etwas ins Ohr flüstern.

        • Ex-Rocker ist im Rettungsteam für Wal Timmy

          Er spielt sich als großer Tierschützer auf, steht bei der Wal-Rettung an vorderster Front, fährt im DLRG-Boot mit, schwimmt neben Timmy und ist in Besprechungen mit Umweltminister Till Backhaus (SPD) dabei. Fotos aus den vergangenen Jahren zeigen Danny Hilse aber in einem ganz anderen, zweifelhaften Kontext: als Rocker bei den Hells Angels North Line aus Hamburg-Norderstedt und als Mitorganisator einer Demo, die mit dem rechtsextremen Spektrum verbunden wird. Alle Hintergründe gibt es im Artikel dazu.

          BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche konfrontiert Danny Hilse mit der Hells-Angels-Mitgliedschaft

          BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche konfrontiert Danny Hilse mit der Hells-Angels-Mitgliedschaft

          Foto: emha

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