Dienstag könnte Schicksalstag für Timmy werden – Und das ist, was als Nächstes passiert
Backhaus muss auf Eilantrag antworten
Am Montagabend traf der große Schwimmbagger mit Crew auf Poel ein
Foto: Martin Brinckmann
Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Viel Aufregung am Montag um Wal Timmy. Aber noch spannender wird der kommende Dienstag! Am Verwaltungsgericht Schwerin wurde ein Eilantrag angenommen, der fordert, dass das Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern eine Rettungsaktion für den Wal zulässt. Bis Dienstagmittag 12 Uhr hat das Ministerium Zeit, sich dazu zu äußern. Dann wird das Gericht entscheiden. Derweil lässt Backhaus nach eigenen Angaben einen anderen Plan prüfen. Wird Timmy jetzt doch noch geholfen?
Damit der Meeressäuger in Würde sterben kann,hat die Polizei um Timmy herum ein Sperrgebiet von 500 Metern eingerichtet. BILD-Reporter vor Ort berichten über das Wal-Drama.
Der kommende Tag könnte für das Drama um den gestrandeten Wal Timmy entscheidend werden. Bis 12 Uhr muss das Umweltministerium von Till Backhaus dem Verwaltungsgericht eine Stellungnahme zum Eilantrag zur Rettung Timmys geben. Dann könnte eine gerichtliche Entscheidung fallen. Parallel prüft Backhaus einen Rettungsplan einer anderen Gruppe, die vom MediaMarkt-Gründer Walter Gunz unterstützt wird. Wird eine der beiden Gruppen morgen das Go bekommen? Schwimmbagger sind bereits vor Ort.
Foto: Martin Brinkmann
Tumulte um Wal Timmy
Tumulte um Wal Timmy:Demonstranten durchbrechen Absperrung
Quelle: BILD
Aufregender Tag geht zu Ende
Das Schicksal von Timmy bleibt spannend. Am Montag gab es wieder viele neue Entwicklungen. Eine Hilfsorganisation hat erneut ein Eilverfahren eingereicht – und diesmal wurde der vom Gericht angenommen. Bagger sind schon auf der Insel bei Timmy eingetroffen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich eingeschaltet, will mit den Experten reden. Gegen 19 Uhr durchbrachen Demonstranten erneut die Absperrung um Timmy. Derweil hat sich laut Experten der Gesundheitszustand des gestrandeten Wals verschlechtert. Er atmet schwer, es könnte sich Wasser in der Lunge ansammelt haben.
Foto: Henning Schaffner
Zwei Zugmaschinen und vier Mann Crew
Insgesamt ist eine Crew von vier Mann mit dem Bagger auf der Insel eingetroffen. Dazu noch Pontons und Zubehör auf einer zweiten Zugmaschine. Sie werden erstmal auf Poel übernachten. „Dann warten wir erstmal morgen auf das Ergebnis vom Verwaltungsgericht“, so Baggerfahrer Andre Grever zu BILD.
Foto: Martin Brinkmann
Großer Schwimmbagger eingetroffen
Jetzt ist auch der große Schwimmbagger auf Poel eingetroffen. Er ist von derselben Firma, die Timmy schon am Timmendorfer Strand freigebaggert hatte. BILD sprach mit Baggerfahrer Andre Grever: „Wir haben das einfach schnell zusammengepackt und sind dann losgefahren.“
Foto: Martin Brinkmann
Jagdszenen auf der Kuhweide
Nach dem Durchbruch kam es zu Jagdszenen auf der Kuhweide: Die Beamten vor Ort sprinteten den Demonstranten hinterher. Aus der Ferne waren Polizeisirenen zu hören, Verstärkung rückte an. Nach und nach wurden die Blockade-Brecher von den Beamten eingesammelt und zurückgebracht. Sie gingen dabei laut BILD‑Reporter sehr zurückhaltend vor.
Foto: Martin Brinckmann
Plötzlich hebelten sie den Zaun aus
Der BILD-Reporter Henning Schaffner war vor Ort und beschreibt, was vorgefallen war: „Es waren etwa 50 bis 60 Demonstranten unmittelbar am Zaun. Es war an sich ruhig. Die Demonstranten diskutierten mit der Polizei. Es waren nur etwa vier, fünf Beamte vor Ort. Plötzlich hebelten aus der Gruppe Personen den Zaun aus der Verankerung und brachen durch. Die Beamten liefen gleich hinterher. Da hebelten andere etwas entfernt den Zaun auf und brachen ebenfalls durch. Die Polizisten hatten keine Chance.“
Foto: Martin Brinckmann
Demonstranten noch am Ufer
Einige durchgebrochene Demonstranten sind noch am Ufer. Die Polizei nimmt offenbar noch ihre Personalien auf. Andere wurden bereits vorher von der Polizei eingefangen und wieder hinter die Absperrung geführt.
Foto: Henning Schaffner
Polizei stellt Demonstranten
Eine größere Anzahl der Demonstranten hat es bis ans Ufer geschafft, wo auch eines der Wal-Wachhäuschen steht. Beamte haben die Zaundurchbrecher bereits erreicht und gestellt. Polizeiautos stehen am Uferbereich.
Foto: Henning Schaffner
Erst Demo, dann Durchbruch
An der Absperrung hatten sich vor dem Durchbruch bereits zahlreiche Menschen aufgehalten. Zuvor gab es eine Demo für Timmy.