Buckelwal wird sterben: Erschießen oder sprengen keine Option
Erschießen oder Sprengung keine Optionen
13.07 Uhr: Den Wal zu töten und von seinem Schicksal zu «erlösen» sei aktuell keine Option, sagte König der dpa. Die Option Einschläferung sei vom Tisch, weil darüber bei so großen Säugetieren in der Praxis zu wenig bekannt sei. Es bestehe die Gefahr, dass die sedierenden Medikamente, die vor der Tötung verabreicht werden, zu gering dosiert werden. “Man kann nicht ausschließen, dass er die Tötung bei vollem Bewusstsein miterlebt”, sagte die Expertin. Auch eine Überdosierung könne zu Komplikationen führen.
Auch das Tier zu erschießen, komme nicht infrage, unter anderem, weil schwierig abzuschätzen ist, wohin der Schuss gesetzt wird. Mögliche Mehrfachschüsse können dann nicht ausgeschlossen werden.
Die radikalste, aber wahrscheinlich effektivste Methode wäre es, einen Sprengsatz unter den Kopf zu legen und den Kopf zu sprengen, sagte König. Das sei aber ethisch nicht vertretbar und auch aufgrund der zuschauenden Menschen keine Möglichkeit. Zudem könne die Methode dazu führen, dass der Wal reißt und die Proben für eine spätere wissenschaftliche Analyse unbrauchbar werden.
Möwen könnten blasige Haut von Buckelwal Timmy aufpicken
13.05 Uhr: Der vor Wismar in der Ostsee gestrandete Buckelwal befindet sich Experten zufolge im Sterbeprozess. Dass er nicht auf die Boote reagiere, sei ein Zeichen dafür, sagte Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wie lange der Sterbeprozess dauert, hänge von verschiedenen Faktoren ab.
“Der Wal hat mehrere Baustellen, die ihn beeinträchtigen und dafür sorgen werden, dass er sterben wird.” Es könne heute Abend passieren, aber auch erst in drei Tagen. Falls der Wal eine Stunde nicht atme, sei das ein Zeichen dafür, dass er tot sei.
Das Hauptproblem sei das Gewicht des Tieres und die geringe Wassertiefe: “Wale brauchen die Schwerelosigkeit im Wasser, das Gewicht wird immer weiter auf die Organe drücken, das führt zu Organversagen und Kreislaufkollaps”, sagte König. “Es hängt davon ab, wie viel Auftrieb er im Wasser hat und vom Gesamtzustand.”
Auch die durch den geringen Salzgehalt des Wassers geschädigte und eingerissene Haut sei ein Problem: “Es bilden sich Blasen und die werden von Möwen angepickt.” Dann könnten Pilze und Bakterien die Wunden besiedeln und sich auf den ganzen Organismus auswirken, was den Wal zusätzlich schwäche.
So geht es dem kranken Buckelwal
Mittwoch, 8. April, 11.27 Uhr: Der seit mehr als einer Woche in der Ostsee vor Wismar festsitzende und kranke Buckelwal lebt. Die Lage ist unverändert, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Vormittag auf Nachfrage sagte.
Am Dienstag hatten Expertinnen und Experten gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) aktuelle Erkenntnisse zum Zustand des Wals präsentiert. Das Tier soll weder lebendig geborgen werden, noch werde es sich selbst freischwimmen können. Dazu sei der Wasserpegel zu niedrig und die Kraft des Wals zu wenig, erklärte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek.
Laut Stephanie Groß vom Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung gehe es dem zwölf Tonnen schweren Meeressäuger schlecht. Er habe zuletzt auf Annäherung per Boot praktisch nicht mehr reagiert, sagte Groß am Dienstag. Zuvor habe der Wal noch die Schwanzflosse bewegt oder den Kopf angehoben. Backhaus sagte, der Patient sei “schwerstkrank”.
Backhaus: Wal wird sich nicht befreien können
Das Wichtigste zur Pressekonferenz: Der an der Ostseeküste vor Wismar gestrandete Buckelwal wird sich Experten zufolge nicht aus eigener Kraft befreien können. Der Wasserstand liege aktuell bei 1,40 Meter, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, bei einer Pressekonferenz auf der Insel Poel. Das Tier liege “in einer Mulde im sehr weichen Sediment von etwa 30 Zentimeter”, der Rücken rage rund 40 Zentimeter aus dem Wasser. “Wenn es sich aus eigener Kraft freischwimmen wollte, bräuchte es einen Wasserstand, der um etwa 60 Zentimeter höher ist als heute.”
Diese Hoffnung gebe es aber nicht. “Die Prognose gibt das nicht her für die nächsten vier Tage. Da ist eher ein leicht sinkender Wasserstand vorhergesagt”, sagte Baschek. “Darüber hinaus ist die Gesamtkonstitution und Kraft schlichtweg nicht da.” Die Situation sei für alle unbefriedigend und es sei nicht schön, das Tier dort draußen so zu sehen. “Das ist für uns alle sehr bitter.”
Seit mehr als einer Woche liegt der gestrandete Buckelwal im flachen Wasser vor Wismar. Ein Expertenteam war am Vormittag erneut mit einem Schlauchboot beim Wal, um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen, wie ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums am Vormittag sagte. Taucher hätten die Lage und Position des Tieres überprüft.
16.46 Uhr: Ein Reporter will wissen, wie lange der Wal nun dort liegen könnte, bevor er verendet. “Wenn er an Land liegt, sagt man in etwa fünf Tage. Im Wasser kann das länger dauern”, meint Backhaus. Kurz danach ist die Pressekonferenz beendet.
16.40 Uhr: Backhaus wirkt sichtlich mitgenommen. “Wenn man dicht an ihm dran war, ist es noch bezeichnender, was da in einem vorgeht”, sagt er über seine letzte Begegnung mit dem Wal. “Mir ging es die ganze Zeit um die Rettung des Wals. Er hat sich vier Mal festgelegt und in der jetzigen Situation ist das wohl das letzte Mal. Wir haben alles unternommen, international alles eingeschaltet, was Rang und Namen hat”, erklärt Backhaus weiter.
16.30 Uhr: Als festgestellt wurde, dass der Wal nicht transportfähig sei, seien weitere Rettungsversuche ausgeschlossen worden. Damit würde man dem Tier nur unnötiges Leid zufügen. Der Katamaran aus Dänemark steht laut Backhaus noch zur Verfügung, kann aber nicht eingesetzt werden.
16.26 Uhr: Nun wird über die Bergung des Wals gesprochen, wenn das Tier in der Bucht sterben sollte. Backhaus geht kurz auf die Kosten ein und sagt, das sei mit dem Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern “alles abgeklärt” worden. Konkrete Zahlen nennt er nicht. Das Konzept stehe aber schon.
Backhaus über Wal: “Wir haben keine Bewegung mehr”
16.22 Uhr: Der Wal wird nun wieder in Ruhe gelassen. Rettungsmöglichkeiten gebe es aktuell nicht. Backhaus erklärt weiter: “Die Transportfähigkeit des Tieres ist nicht gewährleistet. Wir haben keine Bewegung mehr. Er hebt den Kopf, um Luft zu holen. Es gibt aber eine deutliche Veränderung. Der Wal ist einem schwierigen Zustand.”
Zustand des Wals erneut verschlechtert – Transport unmöglich
16.19 Uhr: Groß stellt klar, dass ein Transport des Tiers unmöglich gewesen sei. Der mögliche Rettungsversuch mit einem Katamaran aus Dänemark sei zu keinem Zeitpunkt realisierbar.
16.17 Uhr: ITAW-Expertin Stefanie Groß sagt, dass sich der Gesundheitszustand des Wals erneut verschlechtert habe. Auf das Boot habe das Tier heute nicht reagiert. “Die Haut ist noch blasiger, wirkt verdickt. In Niendorf haben wir uns bewusst dagegen entschieden, weil die Haut damals bereits so beschädigt war. Damit würde man dem Tier die Haut abziehen und ein erhöhtes Leiden zufügen”, erklärt Groß.
16.13 Uhr: Ein Rettungsboot war auch heute beim Wal und hat seinen Zustand untersucht. Der Wal liegt in einer Mulde, der Rücken ragt etwa 40 Zentimeter raus. Wenn sich das Tier freischwimmen wollte, bräuchte es einen Wasserstand, der 60 Zentimeter höher ist als heute, heißt es. In den nächsten vier Tagen würde dieses Szenario leider nicht eintreten.
16.05 Uhr: Backhaus spricht über die Unterwasseraufnahmen, die “sehr aufschlussreich” gewesen seien. Genaueres soll in Kürze mithilfe des Gutachtens erklärt werden.
16.02 Uhr: Die Pressekonferenz geht los. Till Backhaus (SPD), Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, tritt zum Start an die Mikros. Über die Osterfeiertage sei alles Mögliche getan worden, um den Gesundheitszustand des Wals erneut zu untersuchen.
15.30 Uhr: In einer halben Stunde beginnt die Pressekonferenz auf der Insel Poel. Das Gutachten der Meeresbiologen und Veterinäre soll Aufschluss über den Gesamtzustand und die Überlebenschance des Wals geben. Zudem seien Unterwasser- und Drohnenaufnahmen ausgewertet worden, sagte der Sprecher.
12.44 Uhr: Seit rund einer Woche liegt der gestrandete Buckelwal im flachen Ostseewasser vor Wismar. Ein Expertenteam war am Vormittag erneut mit einem Schlauchboot beim Wal, um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen, wie ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte. Taucher hätten zudem die Lage und Position des Tieres überprüft, um zu erkennen, ob es seine Lage verändert hat oder weiter in den Ostseeboden eingesunken ist.
Nach derzeitigem Stand ist der Meeressäuger krank und verletzt. Genauere Erkenntnisse sollen am Nachmittag um 16.00 Uhr auf der Insel Poel der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Deutschen Meeresmuseum und dem Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung wird auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) erwartet.
Gutachten zu Buckelwal heute erwartet – Tier atmet noch
Dienstag, 7.35 Uhr: Der in der Ostsee vor Wismar gestrandete Buckelwal liegt weitgehend unverändert vor der Insel Poel. “Es gibt keine Neuigkeiten”, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar am Morgen. Das 12,35 Meter lange, 3,20 Meter breite und 1,60 Meter hohe Tier werde weiterhin von den Einsatzkräften beobachtet. “Wir sind weiter im Einsatz.”
Auf dem vom Sender News5 live ins Internet übertragenen Video aus der Bucht vor der Insel Poel sind in regelmäßigen Abständen kleine Wasserfontänen zu erkennen.
Heute wird Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zufolge ein gesundheitliches Gutachten von Meeresbiologen und Veterinären zum Gesamtzustand des Meeressäugers erwartet. Das Gutachten soll Aufschluss über die Überlebenschance des kranken Wals geben. Dann soll die finale Entscheidung getroffen werden, so der Minister weiter. Ein weiterer Rettungsversuch mit einem Katamaran steht im Raum.
Am Dienstag entscheidet sich das Schicksal des Wals
21.55 Uhr: “Wir werden morgen die finale Entscheidung treffen müssen.” Das sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus am Montag gegenüber dem Sender “News5”. Am Dienstag werde ein Gutachten zum Gesundheitszustand des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee präsentiert. Dann soll die Überlebenschance des Tierer klar sein.
Das Gutachten werde von Meeresbiologen und Tierärzten angefertigt, heißt es. Der Wal ist wegen seines Gewichts schon bis zu 60 Zentimeter in den Ostseebunden eingesunken. Der niedrige Salzgehalt im Wasser in der Bucht vor Poel setzt dem Tier weiter zu. Eine Rettung per Katamaran war am Montag wieder verworfen worden (siehe 14.16 Uhr).
Bei dem Gutachten wird auch aufgezeigt, ob von dem sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt oder die öffentliche Gesundheits ausgehen, so Backhaus.
Doch keine Wal-Rettung mit Katamaran: “Überleben wäre unwahrscheinlich”
14.16 Uhr: Die geplante Katamaran-Rettung des Wals findet doch nicht statt. “Dass es solch einen Versuch überleben würde, ist nach Ansicht aller Experten, die wir dazu befragt haben, unwahrscheinlich”, so Minister Backhaus.
Pegel steigt – doch es reicht nicht, damit Wal sich selbst retten kann
09.23 Uhr: Zwei gute und eine schlechte Nachricht gibt es am Ostermontag-Morgen. Zum einen lebt der Wal noch. Zum zweiten ist der Pegel in der Ostseebucht entgegen der Prognose gestiegen. Daten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigen, dass das Wasser bis Dienstagmittag auf nahezu 40 Zentimeter über Normal steigen wird.
Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, wird das aber nicht reichen, damit sich der Wal aus eigener Kraft befreien kann. Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums, sagt, der Wal liege in einer 60 Zentimeter tiefen Schlickmulde. Der Anstieg “reicht nicht aus, dass er genügend Auftrieb erhält, um sich selbst freizuschwimmen”.
Überraschung! Pegel steigt am Ostermontag
Gute Nachricht: Entgegen der Prognose vom Sonntag ist der Wasserstand in der Bucht von Timmy am heutigen Ostermontag nicht bis auf minus 50 Zentimeter gefallen, wird sogar steigen! Bis Dienstagmittag erhöht sich der Stand laut Vorhersage auf fast 40 Zentimeter über dem Normalwert. Kann Timmy sich also selbst retten? „Nein“, sagt Pressesprecher Claus Tantzen am Morgen auf BILD-Nachfrage. „Das reicht nicht aus. Timmy liegt in einer 60 Zentimeter tiefen Schlickmulde. Das Wasser reicht nicht aus, dass er genügend Auftrieb erhält, um sich selbst freizuschwimmen.“ Aber trotzdem hilft das Timmy, durchzuhalten.
Neue Lage: Sprecher erklärt Zeitpunkt der Walrettungs-Idee
21.49 Uhr: Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums, erklärte am Sonntagabend gegenüber “Bild”, warum die Option mit dem Katamaran für die Walrettung erst jetzt diskutiert werde.
“Die aktuelle Lage unterscheidet sich von den bisherigen. Bislang konnte sich das Tier immer selbst freischwimmen”, meinte Tantzen. Alle Beteiligten würden nun beraten, wie man den Wal bergen könne. “Wir müssen auch mit Steuergeld umgehen”, so Tantzen zu “Bild”.
Sprecher: Dänische Firma bot Spezial-Katamaran an
18.40 Uhr: Nach Angaben eines Ministeriumssprechers handelt es sich bei dem Katamaran um ein Spezialschiff, das ein Bergungsunternehmen in Dänemark zum Einsatz angeboten hat. Dieser würde bei Vollzug innerhalb von zwei Tagen angeliefert werden. Nähere Informationen, um welches Unternehmen es sich handelt oder wieso diese Alternative nun auf den Tisch kommt, gibt es bislang nicht.
Indes hat sich der Wal offenbar bewegt und mit der Schwanzflosse gezuckt. Nach der erhöhten Atemfrequenz am Nachmittag ist es das nächste positive Zeichen, das Finn sendet.
Minister will Wal mit dänischem Spezial-Katamaran retten
16.46 Uhr: Umweltminister Till Backhaus (SPD) schlägt eine neue Möglichkeit vor, um den gestrandeten Wal zu retten. Demnach könnte ein Spezial-Katamaran das Tier in die Nordsee bringen.
“Der ist in Dänemark, da wird verhandelt gerade. Der ist in der Lage sowas erfolgreich aufzunehmen im lebenden Zustand. Das ist in der Prüfung. Das Entscheidende ist, dass wir ein gesundheitliches Gutachten brauchen, dass der Wal überhaupt eine Chance hat zu überleben”, sagte Backhaus.
Er beschreibt auch den Ablauf einer möglichen Rettung: Erst würden Gurte mit einer Breite von 80 Zentimetern bis einem Meter unter dem Wal durchgespült, “ganz vorsichtig, um dem Wal nicht zu schaden”. Dann gebe es die Chance, den Wal mithilfe eines Netzes, auf das er aufgelegt würde, lebend zu transportieren. Dann soll er in die Nordsee gebracht werden.
Wal atmet wieder öfter – Minister hofft auf “Auferstehung”
16.00 Uhr: Der viel zu geringe Salzgehalt in der Ostsee setzt dem vor der Insel Poel bei Wismar gestrandeten Buckelwal erheblich zu. Dieser liege rund ein Drittel unter dem, was Wale in der Nordsee oder dem Atlantik gewohnt seien, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Ostersonntag nach einem weiteren Besuch bei dem Meeressäuger. Die Folge: Der Buckelwal habe Hautprobleme, “die den Gesundheitszustand wirklich sehr, sehr negativ beeinflussen”. Zuvor hatten Fachleute direkt beim Wal Wasserproben genommen und analysiert.
Der Wal sei noch einmal genau vermessen worden, sagte Backhaus “Er ist 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.” Aufgrund seines Gewichts von etwa zwölf Tonnen sei er bereits 50 bis 60 Zentimeter in den Ostseeboden eingesunken. Am Ostersonntag lebte der Wal noch. “Der Zustand hat sich von gestern zu heute nicht wesentlich verändert”, sagte Backhaus.
“Seine Bewegungen zeigen, dass der Wal lebt. Wenn das Wasser weiter steigt, es ein Wunder gibt, was den Wal betrifft, wäre das ein Riesenglück, die Auferstehung”, meinte Backhaus laut “Bild” weiter.
Kleine Bewegungen bei Buckelwal zu erkennen
12.22 Uhr: Der in der Wismarer Bucht gestrandete Buckelwal hat sich leicht bewegt. Das berichtet die “Bild”. Demnach habe der Wal kurzzeitig mit der Schwanzflosse geruckelt, nachdem er zuvor lange regungslos geblieben war.
Wal liegt weiter in Bucht und wird bewässert
Sonntag, 5. April, 9.13 Uhr: Den fünften Tag in Folge liegt der Buckelwal in der Wismarer Bucht vor der Insel Poel fest. Der Wal macht keine Versuche mehr sich freizuschwimmen, Experten erwarten seinen Tod. Um sein Leid zu mindern, benetzen Einsatzkräfte der Feuerwehr weiter seine Haut mit Wasser.
Wal hat Verletzungen: “Hatten wir vorher überhaupt nicht gesehen”
16.19 Uhr: Der vor Wismar gestrandete Buckelwal hat eine weitere Nacht überstanden und lebt noch. Er atme, mal alle zwei Minuten, mal alle vier bis fünf Minuten, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Samstag nach einem Besuch des vor der Insel Poel im flachen Wasser gestrandeten Buckelwals. Er habe auch wieder gerufen. “Aber man sieht eben auch, dass seine Aktivitäten geringer werden.”
“Er hat auch Verletzungen”, sagte Backhaus – wahrscheinlich durch Schiffsschrauben. “Das hatten wir vorher überhaupt nicht gesehen.” Zudem gebe es Abdrücke, wahrscheinlich von einem Netz. Am Morgen hatte bereits ein Ministeriumssprecher erklärt, dass sich der Zustand des Tieres nicht verändert habe. Es habe in der Nacht keine besonderen Vorkommnisse gegeben.
Backhaus sagte, dass nach den Ostertagen noch einmal Fachleute den Gesundheitszustand des Tieres begutachten sollen. “Das ist für alle weiteren Planungen wichtig.” Der Minister schloss jedoch kategorisch aus, dass der Wal getötet werde. “Das wird hier nicht stattfinden. Wir können ihn nicht einfach erlösen durch was auch immer.”
Keine Veränderung: Buckelwal vor Wismar atmet noch
Samstag, 4. April, 8.48 Uhr: Der vor Wismar gestrandete Buckelwal lebt noch. Der Zustand des Tieres habe sich in der Nacht nicht verändert, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern am Morgen mit. Demnach kam es in der Nacht zu “keinen besonderen Vorkommnissen”. Der geschwächte Wal liegt weiterhin vor der Insel Poel im flachen Wasser. Aktuellen Erkenntnissen zufolge atmet er noch.
Feuerwehr wässert Rücken: Wal wird rund um die Uhr betreut
17.45 Uhr: Der Wal wird laut Umweltministerium rund um die Uhr betreut. Das übernehmen die die Wasserschutzpolizei und die Walwache an Land. “Wir werden das Tier weiter begleiten – bis zum Schluss”, betont Umweltminister Till Backhaus.
Dazu wird auch weiterhin einiges unternommen. “Um ihm seine Situation angenehmer zu machen, wurde heute damit begonnen, den Rücken des Wals, der aus dem Wasser ragt, zu benetzen. Ich bin der Berufsfeuerwehr dankbar, dass sie diese Aufgabe übernimmt”, so der Minister weiter. Der Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden.
Umweltminister: “Wal geht es wirklich ausgesprochen schlecht”
12.30 Uhr: Mittlerweile ist Backhaus am Ufer angekommen, erläutert den Wasserschlauch, der von hier bis zum Wal führt. Der sei 235 Meter lang, sagt der Minister. Der Wal würde durch das Wasser nur benetzt, nicht besprüht, und es handele sich um eine lindernde Maßnahme.
12.20 Uhr: Was Lehmann vorgeschlagen habe, will “News5” wissen. Backhaus: “Wir diskutieren ja seit Tagen über alternative Möglichkeiten. Er spricht immer noch von der Frage, dem Wal das Maul zu öffnen, ihm dann gegebenenfalls Teile vom Netz, falls es noch da sein sollte, zu entnehmen.” Da müsse Backhaus noch einmal sagen: “Das muss man wirklich ganz genauestens überlegen. Ist das das eigentlich entscheidende Thema, dem Wal das Überleben zu sichern?” Intern sei darüber schon “20 mal” diskutiert worden. Jedenfalls stehe Backhaus mit Lehmann in Kontakt. Er würde eingezogen, das Telefonat sei bereits das dritte an diesem Tag. “Man muss miteinander reden und nicht übereinander”, so der Umweltminister.
12.15 Uhr: Mitten im Live-Interview ruft Robert Marc Lehmann, der Meeresbiologe, mit dem Backhaus nicht immer einer Meinung war, an. Backhaus geht ran, telefoniert minutenlang mit Lehmann. Der ist leider nicht zu hören. Backhaus zu Lehmann: “Gut, wir nehmen das jetzt nochmal auf, ich muss das mit meinem Team bereden, dann kommunizieren wir, ja?”. Er müsse das mit seinem Veterinär bereden, so Backhaus, bevor er das Gespräch beendet: “Ich muss jetzt erstmal einmal ins Wasser, ich will zum Wal jetzt. Ich geh jetzt hin, zu Fuß.
Minister über Wal: “Prüfen alle Optionen – lebend und tot”
12.12 Uhr: Backhaus gibt dem Portal “News5” ein Interview. Er sagt: “Wir arbeiten immer noch an einer Begleitung des Wals, und zwar bis zum Ende.” Die Aufgabe, die er seinem Team gegeben habe, sei klar: “Wir prüfen alle Optionen, und zwar alle – lebend und tot. Das ist auch meine Pflicht”. Das Ganze sei sehr emotional für den Umweltminister: “Wenn man Tiere liebt, dann stirbt man mit dem Wal”, sagt Backhaus. “Ich begleite diesen Wal bis zum Ende”, wiederholt der Minister.
11.22 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus ist weiterhin vor Ort. In einem Interview sagt er: “Wir haben uns auch die letzten Stunden rund um die Uhr mit dem Wal weiter auseinandergesetzt. Wir schauen, was wir ihm noch Gutes tun können. Aber dem Wal geht es wirklich ausgesprochen schlecht.”
Einsatzkräfte benetzen Wal mit Wasser
11.02 Uhr: Einsatzkräfte der Feuerwehr haben begonnen, den an der Ostseeküste vor Wismar gestrandeten Buckelwal mit Wasser zu benetzen. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Experten hätten die Hilfsaktion empfohlen, um lindernde Umstände für den Wal zu schaffen.
Greenpeace bestätigt: Wal lebt weiterhin
Freitag, 3. April, 10.05 Uhr: Wie die Umweltorganisation Greenpeace gegenüber FOCUS online bestätigt, hat der gestrandete Buckelwal die Nacht überlebt und atmet weiterhin. “Wir fahren erstmal nicht zu ihm raus, sind aber in Kontakt mit der Wasserschutzpolizei”, heißt es weiterhin. Ob und wann die Helfer noch einmal zu dem vor der Insel Poel liegenden Tier fahren, um sich ein Bild von dem Gesundheitszustand des Tieres zu machen, ist unklar.
Bundesumweltministerium: Wal seine letzte Ruhe geben
21.51 Uhr: Das Bundesumweltministerium hält es für richtig, dass die Rettungsversuche für den vor Wismar in der Ostsee erneut gestrandeten Buckelwal eingestellt worden sind. “So traurig das ist, es ist die richtige Entscheidung, zum jetzigen Zeitpunkt weitere Rettungsmaßnahmen zu unterlassen und dem Tier seine Ruhe zu geben”, sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth der Deutschen Presse-Agentur. Das Tier liegt seit Mittwoch vor der Insel Poel, um den Wal herum wurde eine Sperrzone eingerichtet.
Die Helferinnen und Helfer haben nach den Worten Flasbarths großartige Arbeit geleistet. Der Wal habe dennoch nicht seinen Weg zurück in den Atlantik gefunden. “Nun sollte man ihn seinen weiteren Weg alleine gehen lassen, auch wenn wir ihn gerne in Freiheit gesehen hätten.” Die Verantwortlichen vor Ort agierten umsichtig, berieten sich eng mit den Expertinnen und Experten – “und tun das Bestmögliche für den Buckelwal”, sagte der Staatssekretär.
Wal-Wache eingerichtet
20.26 Uhr: Wie die “Ostsee-Zeitung” berichtet, wurde am gestrandeten Buckelwal in der Kirchsee eine Wache eingerichtet. Die Wasserschutzpolizei fährt regelmäßig vorbei. In einer Mitteilung des Umweltministeriums hieß es, diese solle erstmal aufrechterhalten werden.
Dank ehrenamtlicher Helfer: Walrettung kostet Fiskus kaum etwas
17.03 Uhr: Tagelang haben sich das Land Mecklenburg-Vorpommern und Einsatzkräfte für die Rettung von Buckelwal Finn eingesetzt. In dieser Zeit sind laut Umweltministeriumssprecher Claus Tantzen trotzdem kaum Mehrkosten für die öffentliche Hand angefallen. „Es wird ein erheblicher ehrenamtlicher Aufwand betrieben, der nicht mit Steuergeldern finanziert wird“, sagt er zu FOCUS online. Als einen der größten Faktoren nennt er die Reisekosten für die Helfer – die lägen bisher bei unter 500 Euro.
Die Polizisten und Ministeriumsarbeiter für die Walwache seien ohnehin im Dienst. Zusätzliche Kosten entstünden nur für etwaige Überstunden und für den Mehrverbrauch an Betriebsstoffen für die Polizeiboote an, die nicht ohnehin beim Einsatz- und Streifendienst anfielen. Tantzen berichtet weiter von einer großen Solidaritätswelle: „Wir haben ganz tolle Hilfsangebote bekommen.“ Aus verschiedensten Richtungen sei das Umweltministerium kontaktiert worden, weil sich Unterstützer einbringen wollten – ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das zeigt für den Sprecher die große Anteilnahme am Schicksal des Buckelwals, auch wenn nicht jedes Angebot angenommen worden sei.
Für den Fall seines Todes: Vorbereitungen zur Bergung des Wals laufen an
16.39 Uhr: In der Ostsee vor Wismar haben Vorbereitungen für den Fall begonnen, dass der vor der Insel Poel liegende Buckelwal sterben sollte. Am Mittag erkundete ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. “Dabei handelt es sich um vorbereitende Maßnahmen, um den Tierkörper später bergen zu können. Die Vermessung wird so schonend wie möglich unternommen, um das Tier nicht zu stören.”
Das gute Wetter und die glatte Wasseroberfläche seien optimal für die Messungen gewesen, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Das Boot sei “extrem langsam und möglichst geräuschlos” an den Meeressäuger herangefahren. Der Wal lebe, er atme aktuell im Abstand von rund fünf Minuten. Immer wieder waren seine Fontänen zu sehen gewesen.
Anzeigen gegen Minister und Walretter
15.47 Uhr: Nach Angaben des Radiosenders Wismar FM wurden mehrere Anzeigen gegen den Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, Greenpeace und das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erstattet. Sie sollen demnach nicht ausreichend oder schnell genug gehandelt haben, um den Wal zu retten. Die Anzeigen beziehen sich dabei auf das Tierschutzgesetz und argumentieren, dass es unterlassene Hilfeleistung sei.
Polizei bewacht Wal – Menschenkette aus 47 Personen
14.07 Uhr: Während die Polizei den Uferbereich abriegelt, haben sich dutzende Personen zu einer Demonstration zusammengefunden. Ein Bestandteil dieser Demo sollte auch eine Menschenkette sein. Angekündigt waren 500 Personen. Um 12 Uhr waren es zunächst 23 gewesen, mittlerweile haben sich immerhin 47 Personen für die Kette zusammengefunden.
500 Demonstranten für Wal angemeldet, es kamen 23
12.40 Uhr: Um 11 Uhr fand auf der Insel Poel eine Demonstration für den gestrandeten Buckelwal statt. Angemeldet waren 500 Leute. Aufgerufen hatte eine Privatperson, die Demo trug den Titel “Die letzte Chance, den Buckelwal zu retten!”. Die Forderung sollte sein, dass Meeres-Influencer Robert Marc Lehmann zur Rettung hinzugezogen wird.
Am Ende erschienen 23 Leute, wie die Polizei auf “Bild”-Nachfrage bestätigte. Die Beamten hatten händisch nachgezählt.
Sperrzone um Wal wird eingehalten
12.29 Uhr: An die 500-Meter-Sperrzone rund um den vor der Insel Poel liegenden geschwächten Buckelwal halten sich die Menschen bislang. Auch über Nacht sei der Meeressäuger nicht gestört worden, wie die Wasserschutzpolizei und das Schweriner Umweltministerium auf Nachfrage bestätigen.
Die Sperrzone war demnach eingerichtet worden, um dem großen Tier Ruhe zu geben. Sie wird laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) streng kontrolliert. Auch Drohnenflüge seien untersagt. Etwaige Verstöße würden als Ordnungswidrigkeit geahndet.
Expertin: Gestrandeter Buckelwal “atmet alle fünf Minuten”
11.31 Uhr: Der vor der Ostseeküste liegende Buckelwal hat sich bislang nicht mehr von der Stelle bewegt. Der Wal habe sich bis Donnerstagmorgen “nicht bewegt und atmet etwa alle fünf Minuten”, sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund. Der Meeressäuger werde weiterhin von Experten aus der Ferne beobachtet. Dabei zeigten sich im Vergleich zum Mittwoch keine Änderungen.
Buckelwal lebt: Fontäne sichtbar
10.21 Uhr: Wie auf neuen von der deutschen Presseagentur veröffentlichten Bildern zu sehen ist, atmet der gestrandete Buckelwal weiterhin – und stößt sogar Fontänen aus.
Menschenkette auf Insel Poel geplant
10.00 Uhr: Für 11 Uhr ist eine Menschenkette auf der Insel Poel geplant, an der auch Meeresbiologe Robert Marc Lehmann teilnehmen wird, wie die “Bild” berichtet.
Greenpeace: Wal atmet noch
9.23 Uhr: Noch scheint der Wal am Leben zu sein. Das berichtet Greenpeace vor Ort. Der Grund, warum man keine Wasserfontäne mehr sehe, sei, dass das Wasser zu flach dafür sei.
Keine Fontänen mehr: Niemand weiß, ob der Wal noch lebt
8.40 Uhr: Ein Sprecher des Landwirtschaftsministerium hat gegenüber der “Bild” betont: “Der Wal hat sich in der Nacht nicht bewegt. Da das Wasser mittlerweile so niedrig ist, kann man von Weitem nicht sehen, ob er noch atmet. Die typische Wasserfontäne gibt es nicht.” Im Laufe des Morgens wollen sich Experten nähern um zu sehen, ob das Tier noch lebt.”
Wal liegt weiter fest – keine Rettungsversuche mehr
Donnerstag, 2. April, 7.21 Uhr: Der vor Wismar in der Ostsee festliegende Buckelwal hat sich auch in der Nacht nicht von der Stelle bewegt. Der Meeressäuger lag am Morgen an unveränderter Position in der Kirchsee-Bucht. “Er ist noch da”, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Die Hoffnungen, dass er sich doch aus eigenem Antrieb befreit und den Weg ins tiefere Wasser findet, wurden nicht erfüllt.
Ob das Tier noch lebt, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. “Die Bootsbesatzung heute Nacht war nicht nah genug dran, um zu sehen, ob er noch atmet oder nicht.” Auf den Livebildern aus der Bucht waren gegen 6.30 Uhr aber noch regelmäßig kleine Wasserfontänen zu erkennen. Es ist das vierte Mal, dass sich der Wal in den vergangenen Wochen an der Ostseeküste fest schwamm.
Greenpeace fordert bessere Schutzgebiete für Wale
19.23 Uhr: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nimmt die Strandung des Wals bei Wismar zum Anlass, auf die Probleme mit dem Schutz der Tiere aufmerksam zu machen und Schutzgebiete zu fordern. “Das Schicksal des Buckelwals ist leider kein Einzelfall. Er hat sich in die Ostsee verirrt und sich in Fischernetzen verfangen”, so der Umweltschützer in einer Mitteilung. Unterwasserlärm, Überfischung und Vermüllung würden auch in der Ostsee für Wale und weitere Meerestiere große Probleme verursachen. “Regelmäßig verfangen sich auch unsere heimischen Wale, die Schweinswale, in Stellnetzen, was ihnen oft zum tödlichen Verhängnis wird”, so eine Sprecherin. Das würde sogar in den Schutzgebieten passieren, die es bereits gäbe. “Wir brauchen endlich richtige Schutzgebiete, mit wirksamen Maßnahmen und Kontrollen, damit sich die Meeresbewohner erholen können”, heißt es weiter.
Retter dementieren Gerüchte über Wal-Tod
18.02 Uhr: Die Walretter der Umweltschutzorganisation Greenpeace dementieren, dass der Wal in der Bucht bei Wismar bereits tot sei. “Es kursiert im Internet das Gerücht, dass der Wal verstorben sei. Das können wir NICHT bestätigen, er lebt weiterhin”, schreibt Greenpeace in einer Mitteilung.
Wal atmet alle vier Minuten und macht Geräusche
17.27 Uhr: Der Wal macht derzeit alle vier Minuten einen Atemzug, wie “Bild” berichtet. Zudem mache er auch hörbare Geräusche. “Ein kurzes Brummen, fast stöhnend. Nicht laut, aber doch hörbar. Wie das Schnaufen einer Lok”, so ein Reporter der Zeitung.
13.46 Uhr: In Poel lässt das Publikumsinteresse nach der bedrückenden Pressekonferenz spürbar nach. Nur noch eine handvoll Menschen hält sich noch vor der Polizeiabsperrung auf. Am Ufer sind ebenfalls keine Gruppen mehr zu sehen. Die Hoffnung auf eine erneute Befreiung des Wals schwindet mit jeder Minute.
13.40 Uhr: Während der Pressekonferenz fuhr erneut das Passagierschiff vom Hafen am Buckelwal vorbei in Richtung Bucht – genau dorthin, wohin Finn eigentlich schwimmen sollte. Während Schaulustige vom Ufer ferngehalten wurden, konnten ihn zahlende Gäste offenbar aus nächster Nähe betrachten – Stress durch Unterwasserlärm inklusive. Gestern hieß es noch, für die Wasserschutzpolizei sei das Wasser nicht tief genug.
Pressekonferenz jetzt live: So geht es dem Wal
13.35 Uhr: Nach Danksagungen ist die Pressekonferenz beendet.
13.33 Uhr: Erneut tritt Prof. Dr. Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum vor die Presse. Er spricht über die Frage, ob man das Tier euthanasieren könnte. “Das ist mit ganz erheblichen Risiken für das Tier und für die Person, die es durchführt, verbunden ist”. Deshalb sei dies “kategorisch ausgeschlossen”.
13.29 Uhr: “Das ist eine einzigartige Tragödie, die hat er sich aber so ausgesucht”, sagt Backhaus.
13.24 Uhr: Nun werden Pressefragen beantwortet. Umweltminister Backhaus betont, dass man sich bis zum Ende kümmern werde und sich bislang intensiv um den Wal gekümmert habe. Nach dem Ableben des Wales würde der Kadaver des Tieres nach Stralsund gebracht, damit es untersucht werden kann.
13.21 Uhr: Auch die Sea Shepherd Crew pflichtet der Einschätzung bei, dass die Hoffnung für den gestrandeten Buckelwal Finn nun schwindet. “Die langfristige Prognose für dieses Tier ist aussichtslos”, heißt es. “Man sollte dem majestätischen Tier aus Pietätsgründen die Ruhe lassen, dass es in Ruhe sterben kann”, sagt der Sprecher.
13.18 Uhr: Der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack spricht nun. Auch er sei der Meinung, dass fast keine Hoffnung mehr für den Wal bestehe. Er plädiert für großflächige Schutzgebiete, “damit diese Situation, wie wir sie in den letzten Tagen und Wochen hatten, weniger werden.” Maack ist sichtlich berührt, betont, dass die Arbeit der Helfer in den vergangenen Tagen genau richtig gewesen sei.
13.14 Uhr: “Wir geben die Hoffnung hier eigentlich auf”, sagt Prof. Dr. Baschek vom Meeresmuseum “schweren Herzens”. Zuvor sagte er, dass heute früh um 6 Uhr morgens “seine letzte Chance” bestanden hätte, sich selbstständig zu befreien.
13.12 Uhr: Nun geht es um den Gesundheitszustand des Tieres. Er habe sich kaum bewegt, habe auch auf den jüngsten Besuch der Experten kaum reagiert.
13.10 Uhr: “Ich wünsche dem Wal, dass er zur Ruhe kommt und am Ende dann auch sein Zeitliches segnen muss”, sagt Backhaus.
13.09 Uhr: Nun sagt Backhaus, dass man eine 500 Meter große Sperrzone um den Wal eingerichtet habe. “Wer da reinfährt, das ist eine Ordnungswidrigkeit, das wird auch geahndet”, sagt er. Auch Drohnen-Flüge seien verboten.
13.09 Uhr: Backhaus wiederholt immer wieder, dass man allen Ideen nachgegangen sei, wie man dem Wal helfen könne. Nun müsse der Wal sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. “Er hat seine Chance gehabt. An Ostern ist man in Gottes Hand. Ich erwünsche ihm, dass er Ruhe bekommt”, sagt der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern.
13.06 Uhr: Bereits als der Wal sich erstmals in die Ostsee verirrt habe, sei eine der großen Fragen gewesen, ob und wieviel Fischereileine sich noch im Inneren des Wals befinde. Zunächst seien etwa 50 Zentimeter der Fischereileine im Wal belassen worden, auch um anhand dieser Überbleibsel später den Rest entfernen zu können. Dies sei entfernt worden – laut Backhaus müsse mit den Verantwortlichen gesprochen werden.
13.04 Uhr: Fast pünktlich treten Backhaus und Baschek vor die Presse. Thilo Maack von Greenpeace ist ebenfalls dabei. “Seit dem 23. März hat der Wal sich insgesamt vier mal festgelegt”, sagt der Umweltminister. Man habe sich in den vergangenen Tagen oft gefragt, wie man dem Wal helfen kann, auch mit internationalen Experten habe man sich beraten. Alle würden sagen: “Die Strategie, die ihr da entwickelt habt, ist absolut richtig. Der Wal muss sich selbst helfen und selbst helfen können.”
12.58 Uhr: Die nächste Pressekonferenz steht an. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, wird gemeinsam mit Prof. Dr. Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum vor den Mikrofonen erwartet. Sie sollen über den Gesundheitszustand des gestrandeten Buckelwals aufklären.
Ausflugsschiff fährt am Wal vorbei
12.03 Uhr: Offenbar wird jetzt am Ufer stärker durchgegriffen. Zumindest machen sich die Gruppen wieder auf den Rückweg über das Feld. Auch das Ausflugsschiff und ein kleineres Boot haben den Bereich des Buckelwals jetzt verlassen.
11.48 Uhr: Absurd! Tagelang heißt es, der Wal brauche seine Ruhe und jetzt fährt ein Ausflugsschiff durch die Bucht und hat offensichtlich Passagiere an Bord. Unterdessen strömen immer mehr Schaulustige über das Feld ans Ufer.
Eine Beobachterin kritisiert das Chaos und die offenbare Profitgier des Schiffsbetreibers lautstark.
“Unbedingt Fischereileine lösen” fordert Wal-Expertin
11.41 Uhr: Gegenüber der “Bild” sagte die Wal-Expertin Tamara Narganes Homfeld von Whale and Dolphin Conservation (WDC), dass nun unbedingt versucht werden müsse, nach der Fischereileine im Maul des Tieres zu “schauen und zu versuchen, sie zu lösen”.
Die vergangenen Rettungsversuche, die daraus bestanden, das Tier aufzuscheuchen, hätten gezeigt, dass das allein nichts bringt.
Gesundheitszustand laut Greenpeace unverändert
11.20 Uhr: Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber der “Bild” sagte, soll der Gesundheitszustand des Tieres unverändert sein.
Rettungsboot auf dem Wasser – Schaulustige rennen um Sperre herum
11.28 Uhr: Das Rettungsboot ist wieder auf dem Wasser und hält größeren Abstand zum Buckelwal. Einige Schaulustige lassen sich von der Polizeisperre nicht abschrecken und laufen einfach über das Feld zum Ufer. Die Beamten wissen, dass sie keine Chance haben, das gesamte Ufer zu bewachen: “Das wird ein Katz- und Maus-Spiel.”
11.12 Uhr: “Das arme Vieh”, sagt ein älterer Herr, der noch einen Blick auf den Buckelwal erhascht. Unter den Beobachtern schwinden zunehmend die Hoffnungen auf ein gutes Ende. Dabei trennen Finn und die tiefere Fahrrinne nur wenige Hundert Meter. Der Mündungsbereich und die Bojen sind mit bloßem Auge mühelos zu erkennen. Aber dem Meeressäuger scheint die Kraft zu fehlen, um diese Strecke allein zu schwimmen. Ein Weg in die Freiheit ist damit in weiter Ferne.
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Polizei riegelt Ufer ab, schickt Schaulustige weg
10.40 Uhr: Schaulustige sind offenbar nicht mehr erwünscht, wie unser Reporter Niklas Golitschek von vor Ort berichtet. Die Polizei riegelt den Feldweg zum Ufer vor dem Buckelwal jetzt mit Bauzäunen ab und schickt alle Personen weg.
Laut Polizisten vor Ort handelt es sich bei dem Feldweg um Privatgelände. Zudem wolle die Gemeinde nicht, dass der Weg ständig befahren werde. Für Walfreunde schwinden damit die Möglichkeiten, das Tier mit eigenen Augen zu sehen. In Ufernähe gibt es auf der Insel Poel nur wenige Wege.
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Experten besuchen Wal
9.45 Uhr: Gegen 8.45 Uhr haben sich insgesamt acht Experten auf einem Schlauchboot auf den Weg zum Buckelwal Finn gemacht. Sie sollten prüfen, wie der gestrandete Wal die Nacht überstanden hat. Eine Sorge dürfte der sinkende Wasserspiegel sein (siehe Eintrag 9.23 Uhr). Dazu setzten sie auch Drohnen ein, blieben allerdings auf Distanz, um dem Tier keinen unnötigen Stress zuzufügen. Etwa eine Stunde dauerten die Untersuchungen, dann drehten sie wieder ab. Zu den Ergebnissen gibt es noch keine Informationen.
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Pegel soll deutlich sinken
9.23 Uhr: Für Buckelwal Finn dürfte ein weiterer Befreiungsversuch bald sehr viel schwieriger werden. Der Wasserpegel Wismar (Baumhaus) hat den Scheitel überschritten und soll laut Vorhersage in den kommenden Stunden deutlich fallen: Von aktuell rund 20 Zentimeter über Normalnull auf bis zu minus 15 Zentimeter im Laufe des Donnerstags.
Wal liegt noch in der Bucht und war nachts “sehr aktiv”
7.48 Uhr: Die Wasserschutzpolizei bestätigt ebenfalls, dass der Buckelwal noch immer vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns liegt. Zwei Polizisten wollen vom Boot aus überprüfen, wie es Wal geht, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen sagte. Das Tier liege derzeit in der Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht. In der Nacht ist der Wal laut dem Sprecher “sehr aktiv” gewesen. Einzelheiten konnte er dazu nicht nennen.
6.36 Uhr: Der Wal liegt am frühen Mittwochmorgen noch in der Bucht. Das bestätigt der Pressesprecher des Landwirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen, “Bild”. “Bei Tageslicht werden wir ihn begutachten.”
Retter richten Appell an Bevölkerung: Wal nicht mit Fahrzeugen nähern
Mittwoch, 1. April, 0.22 Uhr: Die Wal-Retter um Umweltminister Till Bakchaus bitten die Bevölkerung und auch andere Helfer, sich dem gestrandeten Wal nicht zu nähern. Der Wal solle sich am besten allein in Bewegung setzen. “Wichtig ist dabei, ihn ungestört zu lassen und sich nicht unbefugt mit Wasserfahrzeugen zu nähern”, heißt es in der Mitteilung aus dem Ministerium. Falls der Wal morgen noch am Platz sei, würden Fachleute ihn im Laufe des Tages begutachten.
Helfer wollen Wal Ruhe gönnen
23.01 Uhr: Umweltminister Till Backhaus, die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd sowie das Deutsche Meeresmuseum und ITAW wollen dem geschwächten Tier über Nacht Ruhe gönnen, erklären sie gemeinsam. “Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnen kann, dem Tier Ruhe zu gönnen. Diese Ruhe werden wir ihm nun geben”, heißt es in einer Mitteilung. Zudem kommen sie zu ernüchternden Feststellungen: “Die Liegeposition des Wals ist ungünstig, da das Wasser in der Umgebung sehr flach ist.” Auch sei die Bucht sehr verwinkelt. “Die Gesamtprognose für das Tier ist nicht gut.” Man gebe die Hoffnung aber nicht auf, das Tier retten zu können.
Nahezu Vollmond in der Wal-Bucht
20.33 Uhr: Nahezu ein Vollmond erhellt heute die Ostsee bei Wismar Der Wind hat nachgelassen, sodass vor allem die Vögel die Tonkulisse am Abend prägen. Auch die meisten Schaulustigen haben das Ufer inzwischen verlassen. In dieser ebenso idyllischen wie einsamen Kulisse wird Buckelwal Finn die Nacht in der Bucht verbringen – wenn er nicht doch noch einmal die Kraft findet, sich aufzuraffen.
Retter: Wal in schlechter Startposition für Befreiung
20.04 Uhr: Die Helfer sprechen von wiederholten Befreiungsversuchen des Tieres — bislang allerdings vergeblich. Finn steckt im engen und flachen Wasser vor der Insel Poel fest. “Wir hoffen, dass seine Kraft ausreicht. Damit er es nochmal schafft”, sagt Saalmann.
Vom Ansatz, dem Tier ausgiebigere Ruhepausen zu gönnen, versprechen sich die Walretter weiterhin die größten Erfolgschancen. Aktuell liege Finn zudem mit dem Maul Richtung Küste —eine schlechte Startposition, um die wenigen Hundert Meter in Richtung Fahrrinne in Angriff zu nehmen.
Walretter immer verzweifelter: “Gesamtprognose sieht nicht gut aus”
19.36 Uhr: So düster wie jetzt haben die Walretter in den vergangenen Tagen noch nicht geklungen. “Wir geben die Hoffnung nicht auf”, sagt Franziska Saalmann zwar, schiebt dann jedoch hinter: “Die Gesamtprognose sieht nicht gut aus.”
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Wal soll sich über Nacht erholen
18.24 Uhr: Am Dienstag soll es keine weiteren Rettungsaktionen für den gestrandeten Wal geben. “Dem Tier soll Zeit gelassen werden, um sich weiter zu erholen”, so Claus Tantzen, Sprecher des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern gegenüber “Bild”. Das Tier solle sich bestenfalls selbst befreien. Ob es morgen weitere Aktionen geben soll, werde derzeit beraten.
17.13 Uhr: Das Boot kommt zurück in die Bucht. Die Helfer lassen sich aktuell auf dem Wasser treiben. Direkt zum Buckelwal wollen Sie offenbar noch nicht.
16.50 Uhr: Das Rettungsboot dreht ab und fährt Richtung Hafen. Damit dürfte ein zeitnaher Motivationsversuch des Buckelwals vom Tisch sein.
Hoffnung auf gutes Ende schwindet
16.35 Uhr: Zwar verfolgen weiterhin einige Interessierte auf Poel, ob sich Buckelwal Finn noch einmal in Bewegung setzt. Doch nach der abermaligen Strandung schwindet allmählich die Hoffnung auf ein gutes Ende. “Eigentlich ist es nur elend”, seufzt eine ältere Frau. Der Gesundheitszustand des Tiers wird zunehmend zum Thema – und Gegenstand von Spekulationen.
15.55 Uhr: Buckelwal Finn zeigt abermals keine Anzeichen, weiterzuschwimmen und seiner Helfer bleiben auf Distanz. Es gilt die Maßgabe: Er soll sich ausruhen. Noch gibt der Wasserstand keinen Anlass zur Sorge.
Wal dreht sich und bläst Wasserfontänen in die Luft
14.57 Uhr: Finn scheint sich zu drehen! Mehrfach hintereinander bläst er eine Wasserfontäne in die Luft, auch das Flossenschlagen ist klar zu erkennen. Das Rettungsboot beobachtet das Tier aus der Distanz. “Der haut ab!”, hofft ein Beobachter.
Wal schwamm zwei Stunden durch die Kirchsee
14.48 Uhr: Anwohner berichten, dass der Buckelwal seit rund zwei Stunden durch die Kirchsee, die Bucht an der Insel Poel, zieht. Bis vor den Kirchdorfer Hafen sei das Tier geschwommen und dann umgedreht. Jetzt sitzt Finn offenbar wieder auf einer Sandbank fest! Immerhin: Er bleibt in Bewegung, gelegentlich ist ein Flossenschlag zu sehen.
14.15 Uhr: Nachdem sich die Fragen wiederholen, endet die Pressekonferenz. Das Fazit: Der Wal ist von selbst losgeschwommen und steckt jetzt wieder fest.
14.13 Uhr: Maack bestätigt, dass die Maßnahmen des Montags wiederholt würden, auch was sein Aufsetzen und den Untergrund betrifft.
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Wiederholung des Montags? “Die Chance, das nochmal zu probieren, ist vorhanden”
14.11 Uhr: Auf Nachfrage betont Backhaus, dass diskutiert werde, ob die Erfolgstaktik des Montags noch einmal angewendet werde. “Die Chance, das nochmal zu probieren, ist vorhanden.”
14.09 Uhr: “Wir bewerten die Situation neu und dann werden wir entscheiden.” Es werde auch besprochen, ob die Taktik vom Montag wiederholt werde. “Unser Ziel ist, ihn raus aus der Wismarer Bucht bis in den Atlantik zu lotsen – da wo er hingehört.”
14.08 Uhr: Derzeit würde ein Gremium aus Experten diskutieren, wie es nun weitergehe. “Die Strategie von gestern ist aufgegangen. “Dass er jetzt wieder festsitzt, zeigt auch, wie geschwächt er ist.”
Wal sitzt wieder fest: “Hat sich nicht an Route gehalten”
14.07 Uhr: Maack bestätigt, was Backhaus sagte: Der Wal sitzt fest. Man habe mit Einsatz der Schlauchboote verhindern können, dass er sehr weit einschwimmt. “Aber es ist wie gestern am Nachmittag: Der Wal sitzt auf. Aber wenn er möchte, kann er wieder losschwimmen.”
14.05 Uhr: Nun spricht Meeresbiologe Thilo Maack. Er berichtet über die Entwicklung der letzten 20 Minuten. “Mich berührt sehr, was da gerade passiert.”
14.02 Uhr: “Er hat sich nicht an seine Route gehalten”, sagt Backhaus zum Weg des Wals, nachdem er wieder gesichtet wurde. Und dann bestätigt er, was alle befürchteten. “Er ist jetzt rechts abgebogen und in die Kirchsee eingeschwommen. Und dort sitzt er jetzt fest.”
14.00 Uhr: Till Backhaus spricht. Er äußert sich zunächst zum Geschehen seit dem Montagabend.
Buckelwal wohl wieder auf Grund – Pressekonferenz beginnt gleich
13.59 Uhr: In Kürze startet die Pressekonferenz.
13.56 Uhr: Wie der NDR berichtet, liegt der Wal zwischen den Inseln Walfisch und Poel wieder auf Grund. Laut eines Reporters des Senders bewege er sich aktuell nicht. Ein Greenpeace-Boot liegt demnach neben ihm.
Buckelwal Finn schwimmt zurück in Bucht vor Insel Poel
13.28 Uhr: Die Gefahr, die für den Wal vor der Insel Poel lauert, heißt Schlick. Würde er dort stranden, käme er nur extrem schwer wieder los. Experten zufolge könne er dort dann auch nicht freigebaggert werden. Aus diesem Grund versuchen Schlauchboote gerade, den Wal von den Schlickgebieten fernzuhalten.
13.17 Uhr: Nicht doch! Trotz der Bemühungen ist Buckelwal Finn in die Bucht der Insel Poel geschwommen, wie Greenpeace gegenüber FOCUS online bestätigt. Immerhin: Das Tier bewegt sich aktuell wieder aus der Bucht heraus. “Es wird alles versucht, damit er nicht strandet und nicht zu sehr gestresst wird”, sagt Sprecherin Luisa Lamm. Die Boote befänden sich zwischen Tier und Küste.
12.40 Uhr: Obwohl Buckelwal Finn außerhalb des Sichtfeldes unterwegs ist, ist die Stimmung an der Seebrücke Bad Wendorf heute deutlich besser als noch am Vortag. Immer wieder erkundigen sich Spaziergänger nach dem aktuellen Stand und fiebern mit dem Tier mit, dass es den Weg in tieferes Gewässer finden möge. Zudem zieht allmählich Regen auf.
“Im Transitmodus”: Experte sieht positive Signale beim Wal
12.13 Uhr: Meeresbiologe Thilo Maack spricht von positiven Signalen des Buckelwals. “Er ist im Transitmodus”, sagt er im Gespräch mit FOCUS online. Er konnte am Morgen jene Bewegungen beobachten, die das Tier macht, um größere Distanzen zu überbrücken. Die Geräusche will der Experte indes nicht deuten. Beobachter hatten am Morgen von einem nahezu klagendem Ton gesprochen. “Wir neigen dazu, das zu vermenschlichen. Aber es ist ein wildes Tier”, sagt Maack.
Neueren Ideen, zum Beispiel das Tier durch Orca-Geräusche zu vertreiben, erteilt der Meeresbiologe eine klare Absage. “Wenn es Belege dafür in der Wissenschaft gäbe, würden wir das machen”, bekräftigt er. Seine Befürchtung ist, dass der Buckelwal so nur noch weiter unter Stress gesetzt wird. Das bisherige Vorgehen habe sich bewährt und sei mit Fachleuten abgesprochen: “Die Strategie aus Ruhe und sanfter Motivation ist genau richtig.” Mit dem Unterwasserlärm am Fehmarnbelt und den Stellnetzen im Wasser drohten auf dem Weg in die Nordsee noch einige Stresssituationen.
Experten versuchen Wal, von Insel fernzuhalten
11.50 Uhr: Derzeit versuchen Experten, den Wal von der Insel Poel fernzuhalten, die nicht weit von der Walfischinsel entfernt liegt. Indes befindet ich das Netz noch immer in seinem Maul. “Wir wissen nicht, wie schlimm das ist”, sagt Franziska Saalmann von Greenpeace. “Und man kann es eben nicht so einfach entfernen.”
11.27 Uhr: Der Wal schwimmt derzeit vor der Walfischinsel in der Wismarer Bucht. Das berichtet “Bild”. Greenpeace versucht derzeit mit Booten, ihn davon abzuhalten, ins falsche Gewässer zu schwimmen.
Meeresbiologe über Stand beim Wal: “Das ist richtig, richtig gut”
10.58 Uhr: Indes ist ein Team von Experten vor einigen Minuten mit einem Schlauchboot aufgebrochen, um den Wal in Augenschein zu nehmen. Das berichtet “Bild”.
10.49 Uhr: “Das ist richtig, richtig gut”, sagt Maack über den aktuellen Stand. Er hat das Tier bereits selbst begutachtet und spricht von großen Fortschritten im Vergleich zur Strandung in der Vorwoche. Nun gehe es darum, das Tier zu motivieren, aus der Wismarbucht zu schwimmen.
Greenpeace soll “Falschabbiegen” verhindern
10.38 Uhr: Buckelwal Finn schwimmt und bewegt sich frei! Er sei nicht gestrandet, sagt Meeresbiologe Thilo Maack zu FOCUS online. Das Tier liegt aktuell nordöstlich von seiner gestrigen Position in der Wismarbucht, zwischen der Insel Walfisch und Poel.
Die Befürchtung: Er könnte den Kanal Richtung Kirchdorf nutzen. “Dort ist es schmal und flach”, sagt Maack. Für das große Boot der Wasserschutzpolizei sei das Gewässer schon nicht mehr zugänglich. Deshalb ist jetzt ein Team von Greenpeace unterwegs, um ein Falschabbiegen zu verhindern.
Wal wieder in der Wismarer Bucht aufgetaucht
10.08 Uhr: Regelmäßig ist eine zwei Meter hohe Fontäne in der Bucht zu sehen. Der Wal taucht und bläst immer wieder. Die gute Nachricht: Er schwimmt offenbar frei durch die Bucht.
09.57 Uhr: Der Wal ist wieder da! Übereinstimmenden Berichten zufolge ist er weiterhin in der Wismarer Bucht. Die ersten Sichtungen hätten von der Seebrücke aus stattgefunden, heißt es.
09.38 Uhr: Franziska Saalmann von Greenpeace ist bezüglich des Wals “vorsichtig positiv. Er ist in die richtige Richtung, ins offene Meer, geschwommen”, sagt die Meeresbiologin zu “Bild”. Aber auch dort gilt: Bislang gibt es keine Sichtungen und Updates.
Wasserstand soll erneut abfallen – damit steigt Risiko erneuter Strandung
09.29 Uhr: Die Wasserschutzpolizei patroulliert weiter in der Wohlenberger Wiek, jetzt vor dem Amt Klützer Winkel. Ein Blick auf die Wasserpegel zeigt das begrenzte Zeitfenster für Buckelwal Finn. Nach dem erlösenden Anstieg seit Montagmittag soll der Wasserstand bis Donnerstag wieder deutlich abfallen – damit dürfte das Risiko einer erneuten Strandung im flachen erneut steigen. Bleibt zu hoffen, dass Buckelwal Finn ins offene und tiefe Meer schwimmt.
09.14 Uhr: Die Hoffnung auf ein glückliches Ende besteht weiterhin! Dass Buckelwal Finn seit rund zehn Stunden nicht mehr gesichtet wurde, deutet zumindest darauf hin, dass er nicht schon wieder aufgesetzt ist. Der Montagabend hat gezeigt: Er bewegt sich weiterhin aus eigener Kraft und Motivation. Das war das große Etappenziel! Offenbar sucht die Wasserschutzpolizei das Gebiet weiträumig ab. Die “Hoben” patroulliert aktuell an der Mündung der Wohlenberger Wiek zur offenen Ostsee.
Suchmission gestartet
8.47 Uhr: Seit dem Morgen suchen Einsatzkräfte wieder nach dem Buckwal vor der Ostseeküste, der sich am Vortag aus dem flachen Wasser vor Wismar losgeschwommen hat und dann abgetaucht ist. Die Boote seien nun auf dem Wasser, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Gesehen worden sei der Wal von den Helfern bislang nicht, auch Meldungen einer Sichtung habe es noch nicht gegeben.
Suchmission noch nicht gestartet
7.25 Uhr: Die für sieben Uhr angekündigte Suchmission ist bisher nicht gestartet.
Vom Buckelwal fehlt jede Spur – seit 7 Stunden keine Sichtung
6.12 Uhr: Vom Buckelwal Finn fehlt jede Spur. In der Nacht wurde der Wal zuletzt um kurz vor 23 Uhr gesichtet, in der Nähe der Wendorfer Seebrücke. Das teilte die ansässige Wasserschutzpolizei der “Bild” mit. Wohin der Wal geschwommen ist, ist demnach unklar. Damit besteht die Hoffnung, dass er sich endlich auf den Weg in Richtung des offenen Meeres gemacht hat. Gegen sieben Uhr soll eine Suchmission auslaufen.
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22.45 Uhr: Dr. Sandra Schöttner von Greenpeace sieht noch einen langen Weg für den Wal auf dem Weg in die Freiheit. Ihre Kollegen seien unterwegs, um ihn “gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei auf die richtige Route zu lenken.” Er habe “einen guten ersten Schritt auf dem Weg” gemacht, so Schöttner weiter. Dieser werde aber noch “sehr weit” sein.
22.00 Uhr: Bei aller Freude über die Wal-Bewegung, sagte Umweltminister Tull Backhaus, dass sich dieser zunächst in die falsche Richtung – Richtung Hafen – bewegt habe. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei war das Tier später am Abend dann aber seewärts unterwegs.
Boot bricht Rettungsversuch ab – dann schwimmt der Wal los
20.58 Uhr: Umweltminister Backhaus sagt, die Wasserschutzpolizei sei unterwegs, um den Wal zu leiten. Es gelte darauf zu achten, dass er nicht in den Hafen schwimme. “Ich hoffe, dass er es schafft – aber den Garantieschein gibt es nicht.”
20.54 Uhr: Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt, dass sich der Wal bewegt hat. Auch ein Retter sagt bei der Pressekonferenz: “Er hat gekämpft und sich jetzt losgemacht.” Es sei allerdings noch nicht klar, in welche Richtung das Tier schwimme, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.
20.52 Uhr: Das Boot kehrt in den Hafen zurück.
20.43 Uhr: Finn scheint abgetaucht zu sein! Die Wasserschutzpolizei fährt das Gelände ab, TV-Reporter versuchen, das Tier zu finden. Aber das Wichtigste: Der Buckelwal ist allem Anschein nach wieder in Bewegung!
20.38 Uhr: Die Wasserschutzpolizei ist mittlerweile wieder im Hafenbecken unterwegs.
20.32 Uhr: Der Wal schwimmt erneut – diesmal in Richtung Hafen. Mindestens 50 Meter hat er zurückgelegt, wie Augenzeugen vor Ort berichten.
Wal schwimmt kurz
20.29 Uhr: Kurz nachdem das Greenpeace-Team zurück zum Wismarer Hafen gefahren ist, bewegt sich der Wal plötzlich. Über die Live-Kamera ist zu erkennen, dass der Wal über einen Zeitraum von zwei Minuten Schwimmbewegungen ausführt und einige Meter zurücklegt. Mittlerweile scheint er wieder zum Liegen gekommen zu sein.
Nächste Rettungsaktion beendet
20.21 Uhr: Abbruch! Das Boot steuert auf den Hafen zu. Buckelwal Finn bleibt an Ort und Stelle. Es scheint, als wäre die letzte Chance verstrichen.
20.09 Uhr: Die Nacht bricht ein. An der Seebrücke Bad Wendorf gehen die Laternen an, Bojen blinken und das Rettungsboot leuchtet. Von Buckelwal Finn ist weiterhin kaum eine Regung zu vernehmen.
19.46 Uhr: Die Walretter lassen nicht locker. Schon rund 30 Minuten lang probieren sie, den Buckelwal zu animieren. Doch vergeblich.
19.37 Uhr: Viel Zeit bleibt nicht mehr. Der Himmel zieht sich zu, allmählich verschwindet die Sonne. Zumindest für die Helfer schwinden damit die Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig hat der vergangene Donnerstag bewiesen, dass der Buckelwal auch eigenständig in der Nacht losschwimmen kann.
19.26 Uhr: Mit Paddeln und Holzstöcken klatschen und klopfen die Helfer offenbar, um das Tier zu animieren. Die erhoffte Reaktion bleibt jedoch aus. Bisher zeigt der Buckelwal nur die bekannte Fontäne. Womöglich lässt er gerade seine letzte Chance verstreichen, in tieferes Gewässer zu schwimmen.
19.23 Uhr: Bisher macht Buckelwal Finn keine Anstalten, sich in Bewegung zu setzen. Er hat aber seine Position leicht verändert. Das Boot nähert sich dem Tier immer wieder.
19.18 Uhr: Es geht weiter! Ein Boot kommt aus dem Hafen und fährt in Richtung des Wals.
Wal bewegt sich wieder
19.04 Uhr: Die nächste Bewegung! Anscheinend hat sich der Buckelwal wieder etwas gedreht. Auch das Blasen nimmt in den vergangenen Minuten wieder zu, die Fontänen sprudeln höher. Viele Beobachter hoffen nach wie vor, dass sich der Buckelwal gleich in Bewegung setzt und sie das majestätische Tier noch in Aktion erleben.
Wal “wirkt kräftiger”: Neues Statement macht Hoffnung
18.42 Uhr: Endlich positive Nachrichten aus der Wismarer Bucht! Der Wal hat sich offenbar leicht erholt und “wirkt kräftiger”. Das bestätigen Experten des Deutschen Meeresmuseums, der Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd in einer gemeinsamen Mitteilung.
Dort heißt es weiter: “Der Zustand des Wals wurde untersucht und unsere Erwartung hat sich bestätigt. Die Ruhe, die wir dem Tier haben angedeihen lassen, hat offensichtlich gewirkt. Der Zustand des Wals ist besser als am Morgen und besser als gestern. Da wir in den nächsten Stunden mit weiter steigendem Wasserstand rechnen können, verbessert sich die Möglichkeit für den Wal, aus eigenem Antrieb seine Liegeposition zu verlassen. Augenblicklich liegt er nur leicht auf dem Grund. Es soll daher gegen 19:00 Uhr, wenn der Wasserstand nochmals 15 cm höher ist als am Nachmittag, die Gelegenheit genutzt werden, das Tier dazu zu motivieren, aufzubrechen. Sollte das nicht gelingen, hat der Wal aber auch die ganze Nacht noch Zeit bei gleichbleibendem Wasserstand, sich fortzubewegen.”
Augenzeugen: Wal hat sich um 90 Grad gedreht
18.40 Uhr: Der Wal hat sich bewegt. Beobachter in Wismar berichten im Gespräch mit FOCUS online, dass sich das Tier in der vergangenen halben Stunde zwischenzeitlich um 90 Grad gedreht hat und dann in seine ursprüngliche Position zurückkehrte.
Wasserpegel steigt weiter an
18.35 Uhr: Der Wasserpegel in der Ostsee steigt weiterhin sichtbar an. Zumindest an der Messstelle Wismar (Baumhaus) ist der vorhergesagte Höchststand noch nicht erreicht. Für Buckelwal Finn könnte das der erhoffte Startschuss werden, um sich wieder in Bewegung zu setzen.
Rettungskräfte sichten Video – dann wird weiterentschieden
18.18 Uhr: Die Rettungskräfte werten aktuell das eben gedrehte Videomaterial aus. Danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.
17.58 Uhr: Trotz der abgebrochenen Rettungsaktion bleiben die Retter optimistisch. Nach erster Einschätzung aus dem Umweltministerium geht es Buckelwal Finn besser als noch am Morgen. “Er atmet und macht wieder Geräusche”, bestätigt eine Sprecherin FOCUS online. Mit dem steigenden Wasserstand werde sich das Tier hoffentlich eigenständig in Bewegung setzen. Nach Auswertung der neuen Aufnahmen soll entschieden werden, ob die Helfer das Tier noch einmal animieren werden.
17.48 Uhr: Das kleine Boot ist erneut auf dem Weg zum Wal.
Rettungsversuch abgebrochen! Der nächste soll direkt folgen
17.47 Uhr: Nach wie vor fehlen Anzeichen für Bewegungen. “Der Wal liegt an der gleichen Stelle wie heute morgen”, sagt ein Beobachter am Fernglas. Auffällig sei nur, dass der Rücken manchmal stärker aus dem Wasser rage und manchmal weniger. Hinzu kommt das gelegentliche Blasen.
17.26 Uhr: Das Bangen um Buckelwal Finn geht weiter. Aufgeben wollen die Helfer noch nicht. Beobachtern auf der Seebrücke soll Umweltminister Backhaus einen weiteren Anlauf versprochen haben: “Es gibt Hoffnung!” Konkret bedeutet das, dass der Wasserstand noch um rund 20 Zentimeter steigen soll. Auf die jüngsten Kontaktversuche habe der Buckelwal reagiert. Beim nächsten schwimmt er hoffentlich los.
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Boote entfernen sich wieder von Wal
17.03 Uhr: Ist das der Abbruch? Auch das größere Boot entfernt sich vom Buckelwal und fährt Richtung Hafen.
17.01 Uhr: Die Boote drehen wieder ab. Das kleinere fährt einen großen Bogen Richtung Seebrücke. Beobachter können nur rätseln, was gerade passiert.
Neuer Rettungsversuch: Boote sind beim Wal
16.52 Uhr: Der steigende Wasserstand führt dazu, dass der Körper kaum noch aus der Oberfläche ragt. Nur durch die Fontänen lässt sich seine offenbar unveränderte Position erkennen. Die beiden Boote halten nun wieder größeren Abstand.
16.49 Uhr: Das Wetter spielt dem Buckelwal in die Karten. Der Pegel steigt wie vorhergesagt. Laut Modell könnten bis zum Abend noch weitere 30 Zentimeter hinzukommen. Damit wäre es einfacher für das Tier, sich durch die Bucht zu bewegen.
16.38 Uhr: Das größere Boot übernimmt jetzt. Der Wal bläst eine Fontäne aus. Doch bisher verharrt er noch auf der Stelle.
16.35 Uhr: Die Besatzung auf einem kleineren Boot nähert sich jetzt auf wenige Meter. Noch ist nicht zu erkennen, dass die Gruppe mit dem Wal interagiert.
16.20 Uhr: Zwei Rettungsboote sind nun unterwegs. In wenigen Minuten sollten die Einsatzkräfte in der Nähe des Wals sein.
Rettungsteam bereitet sich auf Einsatz vor
16.16 Uhr: Das Rettungsteam sitzt im Boot und wird sich in Kürze auf den Weg zu Wal machen. Die Experten wollen das Tier zum Wegschwimmen anregen, etwa durch Klatschen mit dem Paddel auf das Wasser.
Wasserstand steigt, Wal bewegt sich kaum
16.00 Uhr: Der Wasserstand steigt allmählich. Buckelwal Finn macht allerdings noch immer keine Anstalten, sich aus eigener Kraft freizuschwimmen. Die Rettungsteams lassen sich mit ihrem angekündigten Motivationsversuch offenbar noch Zeit. Zudem legen sich gerade Regenwolken über die Ostsee. Es beginnt zu tröpfeln.
Sterbehilfe für Wal: Am Abend wird Worst-Case-Szenario diskutiert
14.37 Uhr: Falls der Wal sich heute weiter kaum bewegen sollte, wird auch über das Worst-Case-Szenario nachgedacht. “Heute Abend wird dann darüber diskutiert, wie man ihm beim Sterben helfen kann, wenn er sich nicht freischwimmt”, sagte Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum laut “Bild”.
Pressekonferenz zur aktuellen Lage
13.26 Uhr: Zwischen 14 und 18 Uhr am heutigen Montag soll der Wasserspiegel vor Ort um bis zu 30 Zentimeter steigen. Dann habe der Wal eine gute Möglichkeit, sich zu befreien – viel “besser als jede Rettungsaktion”, sagt Prof. Dr. Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum. Es sei “nicht der verzweifelte letzte Rettungsversuch”, heißt es, allerdings sei die Lage ernst. Falls das nicht gelinge, müssen auch “andere Optionen” in Betracht gezogen werden.
Meeresbiologin: “Zustand nicht gebessert, eher verschlechtert”
13.20 Uhr: Die Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalmann tritt ans Mikrofon und berichtet, dass der Wal seit gestern keine Laute mehr von sich gegeben habe. Sein Zustand habe sich seitdem “nicht gebessert, sondern eher verschlechtert”.
Wal ist verstummt und atmet nur noch alle 4 bis 5 Minuten
13.13 Uhr: Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns, Greenpeace und das Deutsche Meeresmuseum haben zu einer Pressekonferenz zum Buckelwal in der Ostsee geladen. Der Wal verweile an der gleichen Stelle, habe sich “nur minimal weiterbewegt”. Das deute entweder darauf hin, dass er die Ruhe “genießt”, oder dass es ihm deutlich schlechter gehe. Die Rufe würden seltener, die Atmung langsamer, das könnte man als eine Verschlechterung des Wals deuten, heißt es.
Er atme nur noch alle vier bis fünf Minuten, sagt Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern. Der Wal habe wahrscheinlich weiterhin Reste des Fischereinetzes im Mund. Es würde geprüft, ob man den Mund öffnen könne – hier gehe es auch darum, die Sicherheit der Helfer zu gewährleisten.
Backhaus habe den Meeresbiologen Robert Marc Lehmann kontaktiert, habe ihm auf den Anrufbeantworter gesprochen. Backhaus gehe es ausschließlich um die Gesundheit des Wals. Mittlerweile habe Lehmann ihn zurückgerufen, man sei nun im Kontakt. Backhaus fühle sich durch das Meeresmuseum gut betreut. Man ziehe darüber hinaus einen externen Berater hinzu. Man nutze interne, externe und auch internationale Expertise, “um diesem Tier hier zu helfen”.
Was passiert, wenn der Wal sterben sollte
12.27 Uhr: Inzwischen gibt es auch Pläne für das Vorgehen, falls das Tier nicht überleben sollte. Das Meeresmuseum würde sich dann um den Abtransport und die Sektion des Wals kümmern. Dafür hält die Einrichtung eine eigene Abteilung bereit.
Dort könnte das Tier dann auseinandergenommen werden, um Organproben für weitere Untersuchungen zu entnehmen. Auch Krankheiten könnten dann festgestellt werden. “Der Großteil wird in einer Tierkörperbeseitigung enden. Da gibt es Spezialfirmen, die das machen”, so die Sprecherin.
Wal sehr geschwächt: Kaum Bewegungen und keine Reaktionen
12.16 Uhr: Kaum Bewegung im Wal-Drama an der Ostseeküste: Der in der Bucht vor Wismar liegende Buckelwal hat sich in den vergangenen Stunden kaum bewegt, und es geht ihm nicht gut. “Er atmet weiterhin. Er liegt im Wasser, das jetzt etwas niedriger ist, dadurch, dass der Wasserstand etwas gesunken ist”, sagte Meeresschutz-Expertin Franziska Saalmann von der Organisation Greenpeace am Vormittag der Deutschen Presse-Agentur.
Als das Experten-Team mit der Wasserschutzpolizei am Morgen mit einem Schlauchboot in die Nähe des Tieres gefahren war, hatte der 12 bis 15 Meter lange Wal nicht stark reagiert. “Wir haben auch versucht, ihn durch Lärm zu animieren. Dazu haben wir mit dem Paddel aufs Wasser geschlagen, um zu gucken, ob er sich bewegt und dadurch zeigt “Oh, das stört mich!”. Da kam aber auch keine Reaktion zurück und das zeigt auch noch, dass das Tier weiterhin geschwächt ist.”
Expertin: Wal muss in den Atlantik – aber ihm fehlt die Energie
11.51 Uhr: Wie die Wal-Expertin Tamara Narganes Homfeldt gegenüber der “Bild” sagt, fehlt dem Buckelwal die Energie, um sich selbst zu befreien. “Der Stress der letzten Befreiungsaktionen, das Netz im Maul und seine Hautprobleme haben sein Immunsystem geschwächt”, heißt es. Um seine Hautprobleme in den Griff zu bekommen, müsse er es zunächst zurück in den Atlantik schaffen. Hier würde der “hohe Salzgehalt antiseptisch wirken und die Regeneration unterstützen”. Dass er es allerdings in seinem aktuellen Gesundheitszustand zurück in den Atlantik schafft, hält sie für unwahrscheinlich.
Unklarheit über Rettungsversuch am Montag
11.38 Uhr: Unklar ist bislang, ob es am Montag einen weiteren Rettungsversuch gibt. Dabei würden Wasserschutzpolizei und Umweltschützer rausfahren und mit Paddeln aufs Wasser schlagen, um den Wal zu stimulieren. Das soll helfen, damit er sich selbst befreien kann. Allerdings ist noch keine endgültige Entscheidung gefällt.
Immer mehr Menschen wollen den Wal sehen
11.25 Uhr: Bei zunehmend besserem Frühlingswetter füllt sich die Seebrücke Bad Wendorf mit Interessierten. Sie alle wollen einen Blick auf den Buckelwal erhaschen und fiebern mit dem Tier mit, dass es die Kraft finden möge, weiterzuschwimmen. Manche haben sogar Ferngläser mitgebracht, um mehr Details zu sehen. Jede Regung wird aufmerksam verfolgt.
Vorerst letzte Fahrt zum Wal
8.08 Uhr: Greenpeace-Aktivisten und die Wasserschutzpolizei sind zurzeit draußen auf dem Wasser, um den gestrandeten Wal zu untersuchen. Es soll die vorerst letzte Fahrt sein, damit das Tier seine letzten Kraftreserven mobilisieren kann. Der NDR berichtet, dass die Atemzüge des Tieres seltener werden. Seine Rufe seien verstummt.
Buckelwal liegt noch an Ostseeküste – und lebt
7.47 Uhr: In der Nacht hat der Wal sich nicht befreien können. Das Tier liege noch immer in der Bucht vor Wismar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar der Deutschen Presse-Agentur. “Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern.” Das Tier habe sich nicht von der Stelle bewegt. Gleichzeitig habe es weniger Wasser gegeben. Das mache die Lage ein bisschen schwieriger.
Wie es nun weitergeht, konnte der Sprecher nicht sagen. Das müssten die Experten entscheiden, wenn sie sich ein Bild von der Lage gemacht haben. Dazu sind Beamte der Wasserschutzpolizei gemeinsam mit Meeresbiologen von Greenpeace kurz nach 7.00 Uhr mit einem Schlauchboot zu dem Wal gefahren, wie ein Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern der dpa sagte. “Um zu sehen, wie sich der Zustand des Wals darstellt.”
Wal-Experte wirft Institut Ausschluss von Rettungsmission vor – Sprecherin reagiert überrascht
7.23 Uhr: Der Wal-Experte und Influencer Robert Marc Lehmann war maßgeblich an der Rettungsaktion zur Befreiung des Buckelwals von einer Sandbank am Timmendorfer Strand beteiligt. Während das Tier in der Wismarer Bucht erneut feststeckt, erhebt Lehmann schwere Vorwürfe. Der Meeresbiologe sei von weiteren Rettungsaktionen ausgeschlossen worden. Dies sei geschehen, nachdem er den Wal nach eigenen Angaben von einer erneuten Strandung abgehalten hatte.
Erster Adressat seiner Kritik: die Verantwortlichen vom ITAW (Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung). Dessen Sprecherin Stephanie Groß reagierte auf Nachfrage der “Bild” überrascht auf Lehmanns Vorwürfe: “Wir haben nicht gehört, dass er des Wassers verwiesen wurde.” Allerdings sei sie nicht vor Ort, könnte den Sachverhalt demnach nicht aus erster Hand beurteilen. Nach seinen Aussagen sei eine weitere Zusammenarbeit mit Lehmann nun aber schwer vorstellbar, so Groß: “In so einer Situation muss man zusammenarbeiten und sich aufeinander verlassen.”
Kajak-Fahrer steuert auf Wal zu – Polizei verteilt zwei Platzverweise
20.44 Uhr: Am Sonntag haben sich Menschen unbefugt dem Wal genähert, unter anderem ein Kajak-Fahrer steuerte auf den Wal zu und hielt sich nur wenige Meter neben dem Tier auf. Wie die Polizei gegenüber “Bild” mitteilte, hat die Wasserschutzpolizei zwei Platzverweise auf dem Wasser ausgesprochen.
“Es gilt weiterhin der Sperrkreis von 500 Metern um das Tier. Wir werden die ganze Nacht zum Schutz vor Ort sein”, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei zu “Bild”.
Ebbe um 22 Uhr: Wasserstand dann bis zu 40 Zentimeter niedriger
20.03 Uhr: In der Nacht auf Montag verringert sich der Wasserspiegel in der Ostsee bis etwa 22.00 Uhr, ist dann bis zu 40 Zentimeter niedriger. Danach steigt er bis 4.00 Uhr wieder, wenn er seinen Höchststand erreicht. Prof. Dr. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, sagt: “Bis Montagnacht ist mit einem Absinken des Wasserstands zu rechnen.”
Für die Aussichten des Wals sind das keine guten Nachrichten, denn mit sinkendem Wasserspiegel steigt der notwendige Kraftakt zur selbstständigen Befreiung. Der Gesundheitszustand des Wals hat sich laut Baschek indessen verschlechtert: “Der Fitnesszustand des Wals hat sich seit Samstag deutlich verschlechtert. Das Tier ist mit Sicherheit geschwächt und es unternimmt keinen eigenen Versuch, sich freizuschwimmen.”
Biologin: “Wal hat Möglichkeit, sich wegzubewegen”
18.21 Uhr: Der Wal sei weiter geschwächt, sagte die Biologin Lisa Klemens vom Deutschen Meeresmuseum am frühen Abend. Sie sei selbst bis vor kurzem vor Ort gewesen. Seine Lage sei unverändert. Aber: “Er hat die Möglichkeit, sich wegzubewegen, wo er aufliegt momentan.”
Bangen um Wal geht weiter: “Atemfrequenz und Aktivität reduziert”
16.45 Uhr: Das deutsche Meeresmuseum hat in einem Update auf seiner Internetseite mitgeteilt, dass sich der Wal derzeit erneut in sehr flachem Wasser mit einer Tiefe von maximal zwei Metern aufhält und wieder Grundkontakt hat. “Seit gestern zeigt sich eine deutliche Verschlechterung: Sowohl die Atemfrequenz als auch die Aktivität des Tieres sind reduziert”, heißt es nach einer gemeinsamen Einschätzung des ITAW und der Meeresschutzorganisation Greenpeace.
12.21 Uhr: Minister Backhaus vermutet, dass die Futtersuche den Wal in Küstennähe getrieben hat. “Ich wünsche dem Wal, dass er das schafft. Das wäre mein innigster Wunsch”, beendet Backhaus die Pressekonferenz.
12.20 Uhr: “Es gibt wissenschaftlich keinen Hinweis darauf, dass Buckelwale in Küstennähe schwimmen, um zu sterben”, wird eine entsprechende Frage beantwortet.
“Es gibt keine Möglichkeit, das Tier einzuschläfern”
12.18 Uhr: Eine Einschläferung des Wals wird “kategorisch ausgeschlossen”. Es gebe keine sichere Möglichkeit, dies zu gewährleisten, ohne dem Tier weitere Schmerzen zuzufügen. “Es gibt keine Möglichkeit, das Tier einzuschläfern. Das kommt nicht infrage”.
12.16 Uhr: Baschek betont erneut: Der Wal liegt frei genug, um wegzuschwimmen. Darum wolle man das Tier nun in Ruhe lassen, um ihm die Zeit dafür zu geben. Da sich das Tier bereits zwei Mal in der Nacht befreit hat, sei dies die größte Hoffnung. “Wir können ihm gar nicht anders helfen. Er ist frei genug”.
12.12 Uhr: Zwar gebe es immer wieder “Irrläufe”. Eine solche “Lebendstrandung” wie aktuell sei aber “extrem selten”, sagt Baschek.
12.08 Uhr: Minister Backhaus möchte sich bei Lehmann melden, um die Thematik aus der Welt zu schaffen. Auch er betont nochmal, dass der Biologe nicht ausgeschlossen wurde.
12.06 Uhr: Die Experten vor Ort werden nicht müde zu betonen, dass Lehmann nicht von der Rettungsaktion ausgeschlossen wurde. Das hatte der Biologe in einem Instagram-Video behauptet. Das Video mit Lehmanns Vorwürfen sehen Sie hier:
12.05 Uhr: Die gute Nachricht: “Der Wal kann wochenlang ohne Nahrung auskommen”, sagt Groß.
12.02 Uhr: “Auf Anfahren hat das Tier nicht mehr reagiert”, warnt Stephanie Groß, Expertin vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Das deute auf einen “deutlich geschwächten Zustand” hin.
12.01 Uhr: Auch Greenpeace dementiert, dass Biologe Lehmann von den Rettungsaktionen ausgeschlossen worden sei.
12.00 Uhr: “Der Gesamtzustand des Wales ist ein großes Fragezeichen”, so Baschek. Nach wie vor seien Netzreste im Maul des Wals, an die man nicht rankomme.
11.58 Uhr: “Die Prognose hat sich deutlich verschlechtert”, sagt Baschek. Der Wal müsse sich in naher Zukunft selbst befreien, weil sich die Wasserhöhe sonst verändert und eine Befreiung aus eigener Kraft deutlich erschwert.
Retter über den Wal: “Zustand deutlich verschlechtert”
11.55 Uhr: Baschek zeigt Drohnenaufnahmen von dem Wal. Diese sollen zeigen, dass der Wal sich etwas bewegt hat. Laut Baschek liegt der Wal tief genug, um sich selbst zu befreien. “Der Zustand des Wals hat sich seit gestern deutlich verschlechtert”.
11.54 Uhr: Nun spricht Burkard Baschek, Leiter des Deutschen Meeresmuseums.
Neuer Wal-Plan: “Wir lassen ihn in Ruhe Kraft tanken”, Sperrzone eingerichtet
11.52 Uhr: Backhaus betont, dass es dem Wal nicht gut gehe. Man könne auch innere Verletzungen nicht ausschließen. “Wir sollten ihn in Ruhe lassen und Kraft tanken lassen”, so Backhaus. Dann ist die Hoffnung, dass der Wal sich erneut selbst befreit. Eine Sperrzone von 500 Metern sei eingerichtet worden, um die Ruhe zu gewährleisten.
11.50 Uhr: Etwas zu früh beginnen die Experten mit der Pressekonferenz. Minister Backhaus dementiert, dass ein Experte ausgeschlossen wurde. Das hatte der Biologe Lehmann den Rettern vorgeworfen.
11.13 Uhr: Um 12 Uhr informieren die Retter in einer Pressekonferenz über den Stand der Rettungsversuche.
10.57 Uhr: Bisher ist unklar, warum der Wal kaum reagiert. Er könnte inzwischen zu schwach sein. Es könnte auch sein, dass er sogar genug Wasser hätte zum Wegschwimmen, es aber einfach nicht macht. Bisher sind das aber nur Vermutungen.
10.55 Uhr: An Bord der „Uecker“ sollen jetzt die Drohnenbilder ausgewertet werden. Mit ihrer Hilfe wollen die Experten genauer bestimmen, wie und ob der Wal überhaupt festsitzt und wie die Beschaffenheit des Meeresbodens in seiner Nähe ist.
Wal reagiert kaum
10.49 Uhr: Der Wal hat auf die Annäherungsversuche der Experten bislang kaum reagiert. Das war gestern noch anders – der Wal wirkte da noch deutlich aktiver.
10.22 Uhr: Noch ist nicht klar, wie weit der Wal auf der Sandbank aufsitzt. Auch wenn eine Chance besteht, dass er noch einmal freikommt, bleibt die Wismarer Bucht mit ihren vielen Flachs für ihn problematisch. Polizei, Greenpeace und Sea Sheperd bereiten sich darauf vor, den Eingang zum Hafen schnell zu blockieren – für den Fall, dass der Wal freikommt. Dann muss er daran gehindert werden, noch tiefer in die Bucht zu schwimmen.
10.15 Uhr: Die Experten haben den Wal im weiten Umkreis umrundet und paddeln jetzt vorsichtig ohne Motor näher an ihn heran. Weil Wale sehr geräuschempfindlich sind, hat auch das Polizeiboot schon vor geraumer Zeit seine Maschine abgestellt.
Rettungsversuch startet
9.46 Uhr: Nach einer kurzen Einsatzbesprechung geht es nun los: Die Experten machen sich auf den Weg zum Wal. Sie tasten sich vorsichtig mit dem Schlauchboot heran. Zunächst soll sein Zustand begutachtet werden, dann die Beschaffenheit der Sandbank, auf der er festsitzt.
9.31 Uhr: Die Experten sind an Bord des Polizeibootes angekommen. Der Wal gibt jetzt Laute von sich.
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Experten bereiten jetzt doch Rettung vor
9.21 Uhr: Umweltschützer und Einsatzkräfte bereiten eine Rettungsaktion für den in der Wismarbucht liegenden Wal vor. Sollte das Tier wieder festsitzen, würden sie versuchen, ihn zu befreien, wie der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack der Deutschen Presse-Agentur sagte. Denkbar sei etwa, ihm Impulse zu geben. “Der Wal muss jetzt sehr schnell frei kommen, damit er überhaupt noch eine Chance hat.”
9.13 Uhr: Jetzt doch: Der Wal hebt etwas verspätet kurz den Kopf.
9.11 Uhr: Die Experten sind bislang noch nicht beim Wal eingetroffen. Backhaus feuert den Wal vom Boot aus an: „So, nun komm! Los!“ Bislang wirkt das nicht – der Wal rührt sich nicht.
Wal wirkt aktiver
9.06 Uhr: Der Wal wirkt jetzt etwas aktiver, auch wenn er immer noch festsitzt. Gerade blies er eine Fontäne – die inzwischen drei Seevögel, die auf seinem Rücken sitzen, stört das offenbar nicht.
8.59 Uhr: Nachdem der Wal relativ lange reglos im Wasser lag, kommt jetzt etwas Bewegung ins Tier. Er hat eben kurz den Kopf gehoben.
8.54 Uhr: Auch die Walexperten vom Meeresmuseum sind auf dem Weg zum gestrandeten Tier.
8.50 Uhr: Auf der gegenüberliegenden Seebrücke Wendorf haben sich wieder einige Schaulustige versammelt.
8.47 Uhr: Der Wal lieg jetzt offenbar höher trocken als gestern. Zwei Möwen sitzen auf dem Rücken des Tiers, das immer wieder Klagelaute von sich gibt.
Greenpeace gegen Rettung
8.40 Uhr: Greenpeace-Mitarbeiter vor Ort sprechen sich gegen eine erneute Rettung aus. “Wir beraten, ob und wie wir den Wal motivieren können, sich erneut selbst zu befreien”, sagte eine Sprecherin der “Bild”.
8.38 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus ist in Wismar eingetroffen und jetzt mit der Wasserschutzpolizei auf dem Weg zum Wal. Das berichtet FOCUS-online-Reporterin Karolina Meyer-Schilf von vor Ort.
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7.39 Uhr: Die Retter bestätigen, dass das Tier nach wie vor in der Wismarbucht ist.
Kurz nach Rettung ist Wal erneut gestrandet
7.34 Uhr: Die Rettung war nicht von langer Dauer. Wie die “Bild” berichtet, ist der Wal rund 500 Meter von der gestrigen Stelle erneut auf einer Sandbank gestrandet. Polizei und Greenpeace seien derzeit erneut auf dem Weg zum Tier.
Wal rettet sich erneut selbst – nächste Strandung droht
Sonntag, 29. März, 6.54 Uhr: Neue Hoffnungen auf eine erfolgreiche Rettung: Der zum zweiten Mal auf einer Sandbank in der Ostsee gestrandete Buckelwal hat sich erneut aus seiner misslichen Lage befreit.
Am späten Abend sei es dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger gelungen, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarbucht freizukommen, teilte der Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen, mit. Er werde nun von der Wasserschutzpolizei begleitet, die versuche, dem Tier zu folgen.
Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, sei es aber ungewiss, ob der Wal erneut stranden werde, sagte Tantzen weiter.




