Nahost-Konflikt: Merz offen für Engagement in Straße von Hormus – unter dieser Bedingung

Iran – Bei einem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod eines Spitzenfunktionärs der Islamischen Republik sind zwei Menschen in Israel getötet worden.

Bei dem Angriff setzten die iranischen Streitkräfte Medienberichten zufolge mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe ein.
Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv seien ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Mit der Attacke sei die Tötung des Generalsekretärs des Nationalem Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, vergolten worden, berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.
Am Ort des tödlichen Einschlags in Ramat Gan bot sich den Rettungskräften ein Bild der Zerstörung. “Als wir eintrafen, sahen wir dichten Rauch und Zerstörungen in einem Wohnhaus. Überall lagen Glasscherben und verstreute Gegenstände. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden zwei Verletzte gefunden, die bewusstlos waren, keinen Puls hatten und nicht mehr atmeten”, zitierte der Rettungsdienst einen Sanitäter. Angesichts ihrer schweren Verletzungen seien sie nicht mehr zu retten gewesen.
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18. März, 22.30 Uhr: Israelische Armee greift nach eigenen Angaben erstmals Ziele im Nordiran an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs Ziele im Nordiran angegriffen.
“Die israelischen Streitkräfte (…) haben damit begonnen, erstmals Ziele im Norden des Irans anzugreifen”, erklärte die Armee am Mittwochabend. Israelischen Medienberichten zufolge wurden unter anderem iranische Marineschiffe in der Hafenstadt Bandar Anzali am Kaspischen Meer angegriffen.
18. März, 22.23 Uhr: EU fordert von Israel Einstellung der Militäreinsätze im Libanon
Die Europäische Union (EU) hat Israel zur Einstellung der Militäreinsätze im Libanon aufgefordert.
“Die EU ist zutiefst besorgt über die andauernde israelische Offensive im Libanon, die bereits verheerende humanitäre Folgen hat”, erklärte am Mittwochabend ein Sprecher. Außerdem berge das Vorgehen die Gefahr, einen “langwierigen Konflikt” auszulösen. “Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen”, hieß es in der Erklärung weiter.

18. März, 21.48 Uhr: Israel greift laut Bericht erstmals iranische Marineschiffe an
Israels Luftwaffe hat israelischen Berichten zufolge erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer ins Visier genommen.
Der TV-Sender N12 sprach von einem “ungewöhnlichen Angriff” in der nordiranischen Hafenstadt Bandar Ansali und berief sich auf israelische Sicherheitskreise. Auch die Nachrichtenseite “ynet” und der Sender Kan 11 meldeten einen Angriff auf Ziele der iranischen Marine. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
18. März, 20.09 Uhr: Iran sieht “neue Eskalationsstufe”
Irans Präsident Massud Peseschkian (71) warnt nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur vor einer weiteren Eskalation.
Auf der Plattform X schrieb er, diese “aggressiven Handlungen” würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen. Sie könnten “unkontrollierbare Folgen” haben, die sich weltweit auswirken.

18. März, 19.34 Uhr: Iran-Krieg blockiert medizinische Hilfslieferungen
Wegen des Iran-Kriegs verzögert sich nach Angaben einer Hilfsorganisation derzeit der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder.
Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation Save the Children mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen. Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und Afghanistan bestimmt, hieß es weiter
18. März, 19.02 Uhr: Nato-Staaten beraten “gemeinsam” über Vorgehen in Straße von Hormus
Die Nato berät nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte (59) derzeit über den besten Weg zur Öffnung der Straße von Hormus, die vom Iran derzeit de facto für den Schiffsverkehr geschlossen gehalten wird.
“Ich stehe in Kontakt mit vielen Verbündeten. Wir sind uns natürlich alle einig, dass die Straße wieder geöffnet werden muss”, sagte Rutte am Mittwoch beim Besuch einer Nato-Übung in Norwegen.

18. März, 18.59 Uhr: US-Geheimdienstanalyse stellt Trumps Begründung für Iran-Krieg infrage
Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard (44) erklärte am Mittwoch, der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit “bald” sogar die USA angreifen.
Durch den US-israelischen Einsatz “Mitternachtshammer” vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm “vernichtet” worden, bekräftigte Gabbard in ihrer schriftlichen Erklärung vor einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats. “Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen”, heißt es darin unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste.

18. März, 18.54 Uhr: Israel greift Tankstellen und Brücken im Südlibanon an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mit der Hisbollah-Miliz verbundene Tankstellen angegriffen. Die Tankstellen werden von Al-Amana betrieben, einer mit der Hisbollah verbundenen Organisation. Sie befinden sich vorwiegend in Gebieten mit großer Unterstützung für die Hisbollah, dazu gehören die südlichen Vororte Beiruts, der Südlibanon und die Bekaa-Ebene im Osten des Landes.
Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate geschaffen. Die Tankstellen sind Teil des parallelen Wirtschaftssystems. In Zeiten von Treibstoffmangel im Zuge der Wirtschaftskrise konnte die Hisbollah über Al-Amana beispielsweise ihre Anhänger bevorzugt versorgen und so ihre Basis stärken, während staatliche Tankstellen leer blieben.
18. März, 17.47 Uhr: Iran dämmt Brände nach Angriff auf Gasanlagen ein
Nach Luftangriffen auf Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf ist die Lage nach iranischen Angaben unter Kontrolle. Laut Nachrichtenagentur Fars erklärte der Gouverneur der Provinz Asalujeh, dadurch ausgelöste Brände seien eingedämmt worden.
Das Feuer, das noch brenne, stehe mit verbliebenen Gasen in den Leitungen in Zusammenhang, hieß es weiter. Sobald diese geleert seien, würden die Flammen von selbst erlöschen. Für die Bevölkerung umliegender Städte bestehe keine Gefahr.

18. März, 16.41 Uhr: Pakistan verkündet Feuerpause in Afghanistan
Pakistan will die Angriffe im Nachbarland Afghanistan pausieren.
Angesichts der Feierlichkeiten zu Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gelte eine sechstägige Pause des Militäreinsatzes, teilte Informationsminister Attaullah Tarar auf X mit.
18. März, 16.15 Uhr: Irans Präsident bestätigt Tötung von Geheimdienstminister
Der Iran hat die Tötung von Geheimdienstminister Esmail Chatib bestätigt.
Präsident Massud Peseschkian erklärte am Mittwoch im Onlinedienst X, der Tod des Ministers erfülle die Führung in Teheran mit Trauer, er machte jedoch keine Angaben dazu, wer den “feigen Mord” ausgeführt habe.
18. März, 15.25 Uhr: Trump: Könnte Verbündete bei Sicherung der Straße von Hormus alleine lassen
US-Präsident Donald Trump (79) hat den Verbündeten gedroht, sie mit der Absicherung der Straße von Hormus alleine zu lassen.
Er schrieb am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social, er könne die Länder, welche die Meerenge für den Schiffsverkehr nutzten, selbst eine Lösung finden lassen. Er reagierte damit auf die Weigerung Deutschlands und zahlreicher anderer Länder, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen.
“Ich frage mich, was passieren würde, wenn wir den Rest des iranischen Terrorstaates ‘fertigmachen’ und die Länder, die (die Straße von Hormus) nutzen – wir tun es nicht – für die sogenannte ‘Straße’ verantwortlich sein lassen würden?”, schrieb Trump. “Das würde einige unserer reaktionsschwachen ‘Verbündeten’ auf Trab bringen, und zwar schnell!!!”

18. März, 15.06 Uhr: Merz offen für Engagement in Straße von Hormus – unter dieser Bedingung
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich offen für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen gezeigt.
“Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann werden wir uns einer Debatte über freie Schifffahrt etwa in der Straße von Hormus nach Kriegsende nicht verschließen”, sagte Merz am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Abermals distanzierte sich der Kanzler aber von der Entscheidung der USA und Israels zu einem Angriff auf den Iran.
“Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist”, sagte Merz. Allerdings habe Washington “uns nicht zu Rate gezogen und die europäische Hilfe nicht für notwendig erklärt”

18. März, 14.53 Uhr: Schwedischer Staatsbürger im Iran wegen Spionage für Israel hingerichtet
Im Iran ist am Mittwoch ein wegen Spionage für Israel zum Tode verurteilter schwedischer Staatsbürger hingerichtet worden.
Die iranischen Justizbehörden teilten auf ihrer Website Misan Online mit, das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden. Der “Spion” habe “Bilder und Informationen über wichtige Orte des Landes” an Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad weitergegeben. Er sei in “sechs europäischen Ländern und in Tel Aviv” ausgebildet worden.
18. März, 14.02 Uhr: Iranische Öl- und Gasindustrie wieder Ziel von Angriffen
Der Iran hat im Krieg mit den USA und Israel neue Angriffe auf Teile seiner Öl- und Gasindustrie gemeldet.
Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr. Nähere Details gab es zunächst nicht. Ob Israel für die Luftangriffe verantwortlich war oder die USA, blieb zunächst unklar.
18. März, 13.59 Uhr: Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran erneut Abwehr
Nach dem Abschuss von drei Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei erneut ihre Flugabwehr.
In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit.
Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden. Es war zunächst unklar, welches Land das System zur Verfügung stellt.

18. März, 11.54 Uhr: Tötung jedes ranghohen Vertreters des Iran von Israels Führung genehmigt
Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreter genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde.
Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert.
Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien “bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten”. Diese würden den Krieg gegen den Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz “auf eine neue Stufe heben”. Die Intensität der Angriffe im Iran nehme noch zu, sagte er demnach.

18. März, 11.35 Uhr: Irans Geheimdienstminister laut Israel getötet
Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden.
Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie “Bedrohungen nach außen” verantwortlich gewesen.

18. März, 11.34 Uhr: Rettungswagen im Iran angegriffen
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen ist im Iran nach Angaben der Rothalbmond-Gesellschaft ein Rettungswagen gezielt angegriffen worden.
Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Stadt Lar in der Provinz Fars, wie die humanitäre Organisation auf Telegram mitteilte. Ein Bild zeigte ein fast vollständig zerstörtes Fahrzeug.
Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen.
18. März, 9.50 Uhr: Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus dem Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.
56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan hieß.





