Albert von Thurn und Taxis verunglückt : Hier stürzte der deutsche Fürst 50 Meter in die Tiefe
Der Škoda Fabia RS Rally2 wird aus dem steilen Gelände geborgen
Pößnitz (Österreich) – Albert Fürst von Thurn und Taxis (42) verunglückte am Freitag bei der Rebenland Rallye in der Südsteiermark (Österreich). Sein Wagen stürzte rund 50 Meter einen Abhang hinab. Das Familienoberhaupt derer von Thurn und Taxis musste schwer verletzt aus den Trümmern seines Rennautos befreit werden.
Die Unfallstelle liegt sehr abgelegen – in einem Waldstück zwischen den Weinbergen. Dass bei diesem Absturz nicht noch Schlimmeres passiert ist, überrascht.
Die Einsatzkräfte brachten Albert Fürst von Thurn und Taxis und seine Beifahrerin Jara Hain nacheinander diesen Hang hinauf
SOS-Knopf stoppt sofort das Rennen
Hauptbrandinspektor Willi Trunk (56), Einsatzleiter der Feuerwehr, schildert den dramatischen Einsatz: „In den Rallye-Autos gibt es einen sogenannten SOS-Knopf. Wenn der gedrückt wird, werden über GPS automatisch die Daten an die Rennleitung übermittelt.“ Daraufhin wurde das Rennen sofort unterbrochen. Rennleitung, Sicherheitsstaffel der Rallye, Notarzt und Feuerwehr fuhren im Konvoi zur Unfallstelle.
Die Einsatzkräfte entdeckten am Straßenrand die Spuren des Unfallwagens. „Wir sind gemeinsam mit dem Rettungsdienst zu dem Fahrzeug hinuntergeklettert. Beide Insassen waren ansprechbar. Das Auto stand noch auf den Rädern. Der Fürst klagte über starke Rückenschmerzen“, so Trunk.
Albert von Thurn und Taxis und seine Copilotin Jara Hain
Schwierige Rettung am steilen Hang
Der verletzte Rennfahrer wurde mit einer Korbtrage und einer speziellen Rettungsmatratze aus dem Auto gerettet. Die Einsatzkräfte brachten ihn und seine Beifahrerin Jara Hain nacheinander den Hang hinauf. Trunk erzählt: „Zuerst Albert, dann die Beifahrerin. Nach etwa 15 Minuten hatten wir beide im Krankenwagen. Die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte war vorbildlich. Trotz der dramatischen Situation blieb seine Beifahrerin ruhig. Sie hat sogar noch gescherzt und gesagt: ‘Runter ist es schneller gegangen als rauf‘.“
Hauptbrandinspektor Willi Trunk (56), Einsatzleiter der Feuerwehr, war bei der Rettungsaktion dabei
Albert von Thurn und Taxis wurde zunächst nach Leutschach transportiert und anschließend mit dem Hubschrauber ins Klinikum nach Graz geflogen. Jara Hain kam ins Klinikum nach Wagna-Leibnitz.
Bei der Rallye werden auf den abgesperrten Strecken Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erreicht. Trunk sagt: „Der Fürst fährt seit 13 Jahren bei uns mit. Ich bin mir sicher, wir werden ihn wieder mit seinem Rallye-Auto sehen. Er ist bei uns ein gern gesehener Fahrer.“




