Er wurde nur 62 Jahre alt : Deutscher Darts-Weltmeister stirbt an Krebs

Mit der Nationalmannschaft wurde Peter Seidl Weltmeister im E-Darts

2005 wurde Peter Seidl (†62) mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister im E-Darts

Foto: DC Hawks Vilsbiburg e.V.

München – Sein letzter Dartpfeil ist geworfen. Der ehemalige Mannschaftsweltmeister Peter Seidl ist tot. Der Münchner starb mit 62 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mit ihm verliert der populäre Sport eine Legende.

Im Jahr 2005 holte Seidl mit der deutschen Nationalmannschaft in Las Vegas den Weltmeistertitel im E-Darts. Zweimal wurde er zudem Europameister im Einzel – und schrieb damit deutsche Darts-Geschichte. Doch Titel waren für den Mann aus München nie alles. In einem Nachruf schreibt der Bayerische Dart-Verband (BDV): „Seine wahre Größe zeigte sich vor allem abseits der Bühne: in seiner Leidenschaft für den Dartsport, seinem unermüdlichen Engagement für den Nachwuchs und seiner offenen, herzlichen Art.“

 

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Darts-Weltmeister sorgt für Darts-Weltrekord

1988 übernahm Seidl das Lokal Harlekin in München-Untergiesing. Dort gründete er 2004 den Darts-Club Harlekin. Das Bistro ist voller Trophäen. „Es sind so viele, dass ich oft welche herschenke“, sagte er einmal im Interview mit dem „Münchner Merkur“. Eine Auszeichnung sticht heraus: der Weltmeister-Pokal aus Las Vegas. 2008 stellte der DC Harlekin in Seidls Lokal einen Weltrekord auf: Acht Spieler warfen an zwei Automaten 24 Stunden am Stück Pfeile – um zu zeigen, dass ihr Sport tatsächlich mit Leistung zu tun hat.

Ein kleiner Trost für die trauernde Darts-Gemeinde: Peter Seidl wird im Harlekin auch nach seinem Tod weiterleben. „Es wird nichts verändert“, sagt seine Lebensgefährtin zu BILD. „Der neue Pächter will Peters Lebenswerk weiterführen.“

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