Dschungelkönig Gil Ofarim in der Kritik: Jetzt bezieht RTL Stellung

Sagte wenig bis nichts und wurde dennoch Dschungelkönig: Gil Ofarim | ©RTL
Gil Ofarim hat es geschafft: Obwohl er weder besonders viel Privates teilte, noch generell gesprächig war (Stichwort: NDA) wurde er Dschungelkönig der 19. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Das ändert jedoch nichts an der enormen Kritik in den Sozialen Netzwerken. Nun äußert sich RTL.
Wer hätte DAS Mitte Januar vorhersehen können: Gil Ofarim ist tatsächlich Dscungelkönig geworden. Und das, obwohl seine Teilnahme bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ von Anfang an kritisiert wurde.
Immerhin hatte Ofarim bewiesenermaßen behauptet hatte, ein Rezeptionist in einem Leipziger Hotel hätte sich ihm gegenüber antisemitisch verhalten, nur damit bei einer Verhandlung ab November 2023 herauskam, dass er die Vorwürfe erfunden habe. Das Verfahren wurde im Sommer 2024 gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt.
So weit, so eindeutig. Doch im Camp ging er auf diese Vorwürfe dann kaum noch ein, sprach mitunter von gefälschten Videos, war sich wenig bis gar keiner Schuld bewusst und wich generell jeder kritischen Frage wie ein Aal aus. Kritiker im Dschungelcamp aber auch außerhalb warfen ihm Unaufrichtigkeit und Manipulation vor. Und? Gewonnen hat er trotzdem. Die Folge: Ein riesiger Shitstorm im Netz.
Das sagt RTL dazu, dass Gil Ofarim Dschungelkönig 2026 wurde
Und RTL? Schiebt die Verantwortung von sich. In einem Statement gegenüber Focus Online erklärt der Sender: „Im Dschungelcamp entscheidet nicht RTL, sondern die Zuschauer. Gil Ofarim hat sich den Prüfungen gestellt – und das Publikum hat ihn gewählt. Der Sieg spiegelt allein die Entscheidung der Zuschauer wider, basierend auf dem, was im Camp zu sehen war. Weitergehende gesellschaftliche Bewertungen nehmen wir nicht vor. Wer das Publikum überzeugt, bleibt im Rennen – unabhängig von Skandalen oder Kontroversen.“
So enorm, wie die Kritik nun ist, stellt sich vielen Menschen die Frage: Ging beim Voting alles mit rechten Dingen zu? „Ihr könnt mir nicht erzählen das die Anrufe echt waren“, heißt es etwa in einem Kommentar auf Instagram, der mehrere tausend Mal geliket wurde.
Doch tatsächlich betont RTL: alles lief sauber ab. So heißt es bei Focus Online weiter: „Das Voting wird genau überwacht und analysiert. Es gab keinerlei Auffälligkeiten oder Hinweise auf eine Manipulation.“
Hat sich RTL mit der Causa Ofarim einen Bärendienst erwiesen?
Fakt ist: RTL hat vor allem Vorteile von dem Skandal. Denn das Finale haben im Durchschnitt 5,15 Millionen Menschen die letzte Folge von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” gesehen. Die beste Quote seit sechs Jahren.
Ob sich der Sender mit Ofarim allerdings langfristig einen Gefallen getan hat, wird sich zeigen. In vielen enttäuschten Kommentaren wird bereits von Nutzern mit einem RTL-Boykott gedroht.
Ein Kommentar unter Gils Sieger-Post auf Instagram lautet: „Mein rtl+ abo wurde soeben gekündigt.“ Er hat mehr als 4000 Likes.




