Tod von Brigitte Bardot: Die Filmikone wurde 91 Jahre alt – Schweigen gebrochen, der Sohn von Nicolas-Jacques Charrier spricht über den tragischen Verlust seiner Mutter
Sie galt jahrzehntelang als Sex-Symbol, in späteren Jahren engagierte sie sich viel ehrenamtlich: Die französische Filmlegende Brigitte Bardot. | ©Getty Images
Sie wurde 91 Jahre alt und wird in der Erinnerung vieler Filmfans ewig weiterleben: Die französische Filmlegende Brigitte Bardot ist tot. Zu ihren Ehren stellen der WDR und ARTE das TV-Programm um.
Woran starb Brigitte Bardot?
„Mit großer Trauer gibt die Brigitte-Bardot-Stiftung den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Frau Brigitte Bardot, bekannt“, teilte ihre Stiftung am Sonntag, 28.12., mit. Wie die BILD-Zeitung berichtet, sei ihr Ehemann, der französische Geschäftsmann Bernard d’Ormale (84), bis zuletzt an ihrer Seite gewesen.
Weitere Details, etwa zur Todesursache, sind aktuell noch nicht bekannt. Es ist jedoch bekannt, dass die Filmlegende in den vergangenen Monaten immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte und mehrere Tage in einer Klinik war. Schon vor mehr als einem Jahr teilte Bardot selbst in einem Interview mit, dass sie kaum noch laufen könne.
Programmänderung nach Tod von Brigitte Bardot
Um die Filmikone zu würdigen, passt der WDR heute sein Programm an. So strahlt der Sender um 23.35 Uhr die Dokumentation „Brigitte Bardot – Eine französische Legende“ aus. Darin wird nicht nur die sagenhafte Karriere der talentierten Blondine nacherzählt, sondern auch ihr Engagement abseits des Film-Trubels.
Morgen, am 29.12., wird ARTE zudem zur Prime Time um 20.15 Uhr den Film „Die Wahrheit“ mit Brigitte Bardot in der Hauptrolle zeigen. In „Die Wahrheit“ geht es um die junge Dominique Marceau (Brigitte Bardot), die vor Gericht steht, weil sie ihren Liebhaber Gilbert (Sami Frey) umgebracht haben soll. Der Film wurde 1961 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film nominiert.
Das bewegte Leben von Brigitte Bardot
Brigitte Bardot wurde am 28. September 1934 in Paris geboren und in den 1950er- und 1960er-Jahren zu einer der bekanntesten Filmschauspielerinnen Europas und zu einer international wahrgenommenen Kulturfigur.
Sie begann ihre Karriere zunächst als Model, erschien etwa auf dem Titel der französischen „Elle“. Den internationalen Durchbruch hatte sie 1956 mit dem Film „Et Dieu… créa la femme“ (Und immer lockt das Weib). Der Film machte sie nicht nur weltweit bekannt, sondern etablierte sie auch als Sex-Symbol.
In den folgenden Jahren spielte sie in zahlreichen erfolgreichen europäischen Produktionen, die oft kommerziell sehr erfolgreich waren. Außerdem galt Brigitte Bardot als Stilikone ihrer Zeit. Mit ihrer figurbetonten Kleidung und ihrem voluminösen, offene Haar beeinflusste sie Frauen weltweit.
Viermal verheiratet, ein Sohn
Brigitte Bardot war viermal verheiratet: von 1952 bis 1957 mit dem Regisseur Roger Vadim, von 1959 bis 1962 mit dem Schauspieler Jacques Charrier, von 1966 bis 1969 mit dem deutsch-schweizerischen Industriellenerben und Fotografen Gunter Sachs und seit 1992 mit Bernard d’Ormale.
Aus der Ehe mit Jacques Charrier stammt ihr einziger Sohn, Nicolas-Jacques Charrier, geboren 1960.
Das Ende ihrer Karriere und der Beginn ihrer Berufung
1973 beendete Brigitte Bardot im Alter von nur 38 Jahren ihre Schauspielkarriere. Danach war sie nur noch selten in der Öffentlichkeit, gab nur wenige Interviews und engagierte sich stattdessen stark für den Tierschutz.




Die junge Brigitte Bardot war nicht nur Schauspielerin, sondern auch Model und Stil-Ikone | ©Getty Images
